Testbesteck für zu Hause wird bilateral kommuniziert". Berliner Protokolle (11) und Schlimmes von der Ärztekammer

Das Händeringen um die Generierung vor­zeig­ba­rer neu­er Fallzahlen, von denen es laut Protokoll des Berliner Krisenstabs vom 3.9.20 (erstellt am 15.9., so drin­gend war es in die­sen Pandemietagen nicht) 84 gibt – von Erkrankungen wird nicht berich­tet, aber von "täg­lich 1.500 bis 2.500 Abstrichen" an den Berliner Flughäfen – treibt skur­ri­le Blüten:

Die Dramatik der Lage wird am 17.9.20 erkenn­bar: "Auf Nachfrage von Frau 🀰🀰🀰 ent­fällt ein­ver­nehm­lich der Bericht zur epi­de­mio­lo­gi­schen Lage".

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"Druck durch Charité-Studie, von der sich die Charite-Leitung inzwischen distanziert hat". Berliner Protokolle (10)

Am 20.8.20 beschäf­tigt sich die "Große Lagebesprechung" des Berliner Krisenstabs mit einer stö­ren­den Studie.

Worum ging es? Darüber war am 31.8.20 auf coro­dok zu lesen:

Charité erteilt WissenschaftlerInnen Maulkorb

»Die Spitze der Charité möch­te ver­hin­dern, dass Einzelmeinungen von Wissenschaftlern zur Corona-Pandemie in der Öffentlichkeit als Meinung oder Einschätzung der Universitätsklinik ins­ge­samt ver­stan­den wer­den. Der Dekan der Fakultät Axel Pries hat die Forscher auf­ge­for­dert, sich mit öffent­li­chen Äußerungen mit dem Vorstand abzustimmen.

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Bundeswehr hilft bei Überläufern. Berliner Protokolle (9)

Im Sommer 2020 läuft es noch nicht gut mit den Test. Außer bei den dazu ver­pflich­te­ten Reiserückkehrern gibt es kaum Bedarf. Am 31.7.20 ist im Protokoll des Berliner Krisenstabs zur "inter­nen Lage" denn auch die Rede von 2,8 Millionen vor­han­de­nen Teststäbchen:

Was nahe­liegt bei "42 Neuinfektionen" und einer Lage in den Krankenhäusern "sehr weit im grü­nen Bereich" (4.8.20):

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"Als Ausbruch gilt, wenn 2+ Fälle oder mehr Fälle als im bestimmten Zeitraum zu erwarten ist". Berliner Protokolle (8)

Bei "42 Neuinfektionen" und 101 posi­ti­ven Reiserückkehrern bei ins­ge­samt 6.325 Tests ergeht sich das Protokoll der Früh-Telkos des Berliner Krisenstabs vom 11.8.20 wie­der ein­mal in sinn­lo­sem Aktionismus:

Zwei Wochen zuvor wur­de Solches diskutiert:

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"Der Ausbruch erstreckt sich aktuell wissentlich über drei Bezirke" (Sieben positiv Getestete). Berliner Protokolle (7)

Am 25.6.20 stellt der Berliner Krisenstab fest: "Die Zahl der Neuinfektionen hat in Berlin wie­der zuge­nom­men und hat­te in den letz­ten Tagen einen Aufwuchs an neu­en Fällen im zwei- bis drei­stel­li­gen Bereich zu ver­zeich­nen". "In bestimm­ten, mit sozia­len Problemen bela­ste­ten Immobilien" gestal­te sich die "Ausbruchseindämmung" schwie­rig. Es wird dis­ku­tiert, "die Einreisebestimmung für Länder mit einer 7‑Tage-Inzidenz von über 50 Neuinfektionen/100.000 Einwohner auch auf soge­nann­te Hot Spots in Deutschland aus­zu­wei­ten".

Zu dem ohne­hin spär­li­chen "Aufwuchs" inmit­ten einer behaup­te­ten Pandemie wird dar­über hin­aus notiert: "Die Zunahme der Infektionszahlen spie­gelt sich nicht in den hos­pi­ta­li­sier­ten Fallen wider, da die betrof­fe­nen Personengruppen sehr jung sind und damit sta­ti­stisch ein gerin­ge­res Risiko für einen schwe­ren Krankheitsverlauf haben". Statistisch? Oder faktisch?

Am 9.7.20, man hat wegen der ruhi­gen Lage das Sitzungsintervall auf zwei Wochen ver­län­gert, kommt es noch dicker:

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Rote Ampel "visualisiert nicht die tatsächliche Lage". Berliner Protokolle (6*)

Die zwei Wochen zuvor vom Bundestag beschlos­se­ne "epi­de­mi­sche Lage von natio­na­ler Tragweite" zeigt sich in der Berliner Krisenstabssitzung vom 28.5.20 so:

Bis zu die­sem Datum sah nach Angaben des Statistischen Bundesamts die Entwicklung so aus:

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Wegen Rückggangs der Nachfrage "strategische Tests". Berliner Protokolle (5)

Wir schrei­ben den 4.5.2020. In der "Lagebesprechung – TelKo" zur inter­nen Lage des Berliner Krisenstabs wird fest­ge­hal­ten: "Frau Dr. 🁢🁢🁢 eröff­net mit der Zusammenfassung der epi­de­mio­lo­gi­schen Lage, die ins­ge­samt einen ruhi­gen Verlauf nahm (lan­ges Wochenende) und nimmt. Gemeldet wur­den 34 bestä­tig­te Neuinfektionen…" (Quelle: Protokoll). In der "Großen Lagebesprechung zur aktu­el­len
Corona-Virus-Situation" am 9.5.20 macht man sich erneut Gedanken, daß nach der "Verdoppelungszeit" nun auch die Zahl der "Neuinfektionen" kei­ne Begründung für Maßnahmen ermöglicht:

Dabei sind die pro­to­kol­lier­ten Fakten eindeutig:

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Regelmäßig positiv, aber nicht infektiös. Berliner Protokolle (4)

Aus dem Protokoll einer Telefonkonferenz des Berliner Krisenstabs vom 9.4.20 geht her­vor, daß die anfangs als Kennziffer für das Entstehen einer Pandemie her­an­ge­zo­ge­ne "Verdoppelungszeit" nicht mehr trag­fä­hig ist.

In der Tat war für die Aufrechterhaltung der Erzählung der Wert nicht mehr hilf­reich. Ende April 2020 hat­te der Deutschlandfunk erklärt:

»… Sie gibt an, wie lan­ge es dau­ert, bis sich die Zahl der Infizierten ver­dop­pelt. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat­te im März zunächst gesagt, eine Verdoppelungszeit von unge­fähr zehn Tagen sei anzu­stre­ben, ehe über eine Lockerung der Beschränkungen im öffent­li­chen Leben gespro­chen wer­den kön­ne. Anfang April sag­te sie, der Zeitraum müs­se eher bei bis zu 14 Tagen lie­gen. Mittlerweile dau­ert eine Verdopplung der Fälle laut RKI viel län­ger…«

Da auf kei­nen Fall ernst­haf­te "Lockerungen" zuge­las­sen wer­den soll­ten, muß­te ein ande­res Kriterium her. Der Deutschlandfunk nennt die "Zahl der akut Erkrankten" und die "Belegung der Intensivbetten". Erstere befin­de sich im Sinken, für let­ze­re wer­den "mehr als 12.900 freie Intensivbetten" genannt.

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"Aufnahme von Müllentsorger und Bestatter in die Liste der kritischen Infrastrukturbetreiber". Berliner Protokolle (2)

Als der Berliner Krisenstab am 19.3.20 zusam­men­trat, gab es in der Millionenstadt "ca. 600 Fälle und kei­ne Todesopfer, 28 Fälle sind hos­pi­ta­li­siert, 9 Fälle wer­den inten­siv­me­di­zi­nisch ver­sorgt" (aus den Dokumenten der "Berliner Zeitung"). Doch die Modellierer sind nicht untätig:

Wenig über­ra­schend lagen sie völ­lig dane­ben. Eine Woche spä­ter, am 26.3.20 wird konstatiert:

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Kein Gratismut

So ziem­lich alle Blätter über­neh­men die­sen Text "auto­ma­tisch von der Deutschen Presse-Agentur":

sued​deut​sche​.de (10.6.25)

»Berlin (dpa) – Die Biontech-Mitgründer Özlem Türeci und Ugur Sahin sind in Berlin mit dem Deutschen Nationalpreis 2025 aus­ge­zeich­net wor­den. Bundeskanzler Friedrich Merz wür­dig­te in sei­ner Laudatio den „außer­ge­wöhn­li­chen Mut“ der bei­den, immer wie­der ins Ungewisse auf­zu­bre­chen. „Sie bei­de ver­kör­pern die Zukunftskraft einer frei­heit­li­chen Gesellschaft. Als Wissenschaftler, die Lösungen suchen. Aber auch als Unternehmer, für die Verantwortung im Zentrum ihrer Arbeit steht“, sag­te der Kanzler bei der Preisverleihung in der Französischen Friedrichstadtkirche…«

Von Gratismut kann schon des­halb kei­ne Rede sein, weil der "Aufbruch ins Ungewisse" mit hun­der­ten Millionen Steuergeldern, aber auch denen der Gates-Stiftung, abge­si­chert war. Und das nicht erst seit Corona. Siehe dazu den coro­dok-Beitrag vom April 2020 (!) Wer ist Biontech? und mehr über coro​dok​.de. Dazu kamen staat­li­che Abnahmegarantien für "Impfstoffe" zu immer noch offi­zi­ell gehei­men Preisen. Sie wir­ken noch meh­re­re Jahre nach und haben den HeldInnen Milliarden ein­ge­bracht. „Kein Gratismut“ weiterlesen