Keine Sorge, es ist nicht Drosten

Was immer ein Gerichtsprozess sein mag, den der "Stern" in die dpa-Meldung gemo­gelt hat: Es geht weder um Christian Drosten noch um Olfert Landt. Deren PCR-Tests behaup­ten bekannt­lich Infektionen auf­grund des Auffindens mil­lio­nen­fach ver­viel­fäl­tig­ter angeb­li­cher Virenfragmente in unpro­fes­sio­nell vor­ge­nom­me­nen Abstrichen.

40–45 Tage Quarantäne. "Wir können nicht sagen, ob sie nicht infiziert ist"

Keinerlei Symptome, aber trotz­dem krank, woher ken­nen wir das? Es gibt eine Erklärung von Christian Drosten.

"«Wir kön­nen nur sagen, dass sie der­zei­tig kei­ne akti­ve Infektion hat, nach allem, was wir wis­sen, und auch nach den Untersuchungen, die wir gemacht haben. Sie kann infi­ziert sein, aber inner­halb der Inkubationszeit. Und das wür­den wir dann erst fest­stel­len, wenn sie Symptome ent­wickeln wür­de und wenn die Person dann auch posi­tiv gete­stet wird», erläu­ter­te er.

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Drosten zu Populationsbiologie, Qualitätskontrolle und Kritik, die im Prinzip nicht relevant ist

In der "Süddeutschen Zeitung", ja sicher, gab es am 29.4.26 ein Doppelinterview mit dem Staatsvirologen und dem "Förster und Autor" Peter Wohlleben (frei zu lesen hier). Letzterer schreibt gera­de ein Buch über Bakterien und qua­li­fi­ziert sich im Gespräch so:

»… Wenn man zum Beispiel sagt, ich habe zu Viren etwas nach­ge­le­sen bei Chris­tian Drosten, dann weiß ich, das sind grund­sätz­lich soli­de Aussagen, dann muss ich nicht jede Aussage über­prü­fen. Ich ver­traue ihm.
Drosten: Danke.«

Viren, das mag man­che über­ra­schen, haben auch etwas gutes, popu­la­ti­ons­bio­lo­gisch gesehen:

»… Die Viren haben aber auch kei­nen beson­ders guten Ruf.
Drosten: Dabei haben sie wich­ti­ge Systemfunktionen in Ökosystemen. Es kommt zum Beispiel vor, dass eine Population irgend­wann so groß wird, dass sie im Prinzip alle Ressourcen ver­brau­chen wür­de. Dann die­nen die Viren als Bremsen. Es gibt ein bekann­tes Lehrbuchbeispiel von den Hasen und den Karotten, die irgend­wann alle auf­ge­fres­sen wären, wenn es zu vie­le Hasen gäbe. Und dass das nicht pas­siert, liegt zum Teil eben dar­an, dass irgend­wann die Populationsdichte so steigt, dass eine Virusinfektion plötz­lich über­trag­ba­rer wird und ein Teil der Tiere stirbt. Dann sor­tiert sich das Ökosystem neu. „Drosten zu Populationsbiologie, Qualitätskontrolle und Kritik, die im Prinzip nicht rele­vant ist“ weiterlesen

Weberknecht jagt jetzt Marxismus

Der Privatdozent Mag. Dr. Stefan Weber ver­dient sein Geld mit der Verbreitung von Plagiatsvorwürfen am Fließband. Nicht sel­ten haben sei­ne Vorwürfe kei­nen Bestand, aber er bringt sich damit in (vor­nehm­lich rechts­kon­ser­va­ti­ve) Medien. Unter "Einsatz spe­zia­li­sier­ter Software" hat er "hun­der­te Sprachwerke über­prüft" und gilt als Spezialist für das Aufspüren fre­vel­haf­ter Zeichensetzung. Nun hat er sich eine gan­ze Denkschule als ver­werf­lich vorgenommen.

Für sei­ne Kampfschrift gene­riert er den Begriff "Plagiatsfragmente", von denen er 10 in einer ger­ma­ni­sti­schen Diplomarbeit aus dem Jahr 2010 ent­deckt haben will.

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"Ich muss aber schon sagen, ich bin da jemand, der sicherlich die Sache sehr neutral betrachtet."

Christian Drosten hat vor­erst gewon­nen. Das Hamburger Landgericht hat am Freitag dem Physiker Roland Wiesendanger unter­sagt, Drosten eine Täuschung der Öffentlichkeit vor­zu­wer­fen. Es geht um die inter­es­san­te, für die Corona-Hysterie aber neben­säch­li­che Frage, ob das Virus einem chi­ne­si­schen Labor ent­sprun­gen ist oder eine natür­li­che Ursache hat. Insbesondere urteil­te das Gericht, das berühm­te Lancet-Statement vom 7.3.20 sei nicht zu bean­stan­den. Es war von Peter Daszak initi­iert und u.a. von Drosten unter­zeich­net wor­den. Pikant ist, daß Daszaks Eco Health Alliance das Labor in Wuhan mit­fi­nan­zier­te. Die Kernaussage des Papiers zu die­sem sehr frü­hen Zeitpunkt lau­te­te: "Wir ste­hen gemein­sam dafür ein, Verschwörungstheorien, wonach COVID-19 kei­nen natür­li­chen Ursprung habe, ent­schie­den zu ver­ur­tei­len".

Das Gericht bezieht sich auch auf Podcasts mit Drosten. Schauen wir nach, was er dort geäu­ßert hat. Etwa am 9.6.21 in der Folge 92 "Coronavirus-Update: Woher stammt das Virus?": „"Ich muss aber schon sagen, ich bin da jemand, der sicher­lich die Sache sehr neu­tral betrach­tet."“ weiterlesen

Charité: "Die PCR (engl.: polymerase chain reaction) selbst kann keine Infektiosität nachweisen"

Das war bis zum 28.12.22 auf der Seite der Charité zu lesen…

»Wie wird eine SARS-CoV-2-Infektion diagnostiziert?

Grundsätzlich ist zu unter­schei­den zwi­schen einem rohen PCR (engl.: poly­me­ra­se chain reac­tion)- Testergebnis und einer medi­zi­ni­schen Diagnosestellung („Befundung“). Die Erstellung eines Befunds obliegt in der Regel Ärztinnen und Ärzten. Sie berück­sich­ti­gen für die Diagnosestellung in jedem ein­zel­nen Fall nicht nur das jewei­li­ge PCR (engl.: poly­me­ra­se chain reaction)-Ergebnis, son­dern auch indi­vi­du­el­le Begleitumstände wie die Patientenanamnese, die Probennahme und den Transport…

Das Ergebnis eines PCR (engl.: poly­me­ra­se chain reaction)-Tests ist des­halb nicht mit einer Diagnose gleich­zu­set­zen

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Kognitive Drostinanz

Ich grei­fe eine Anregung in einem Kommentar auf und zei­ge hier einen leicht umfor­mu­lier­ten Artikel des "Spiegel" vom 15.4.26. Ich habe ledig­lich das Wort "Trump" durch "Drosten" ersetzt, die Namen der ExpertInnen weg­ge­las­sen und die Überschrift angepaßt:

"… Wir konn­ten nicht ver­ste­hen, war­um die Menschen so loy­al zu ihm waren, obwohl sie per­sön­li­che Nachteile durch sei­ne Politik hat­ten. Weil wir bei­de lan­ge zu kogni­ti­ver Dissonanz geforscht hat­ten, haben wir ver­sucht, mit­hil­fe die­ses Konzepts Antworten zu fin­den. Wir haben drei Studien mit ins­ge­samt rund 700 Drosten-Anhängern durch­ge­führt und unter­sucht, ob sich ihre Einstellungen zu ihm durch neue Informationen ändern.

SPIEGEL: Was ist kogni­ti­ve Dissonanz?
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Rücklauf ist Wachstum bei federführenden Bezirken. Berliner Protokolle (20)

Wie beim Krisenstab des RKI begei­stert man sich auch in Berlin für Rankings aller Art. Laut Protokoll der "Tagl. Früh-Telko" vom 10.11.20 liegt Berlin inzi­denz­tech­nisch auf Platz 2 hin­ter Bremen, "die Bezirke Neukölln, Tempelhof-Schöneberg und Mitte sind feder­füh­rend". Man befin­det sich in einem Zielkonflikt. Auf der einen Seite hat man gera­de gelock­dow­ned und hät­te ger­ne Erfolge dies­be­züg­lich vor­zu­wei­sen. Andererseits lau­te­te das lang­fri­sti­ge unaus­ge­spro­che­ne, aber kon­se­quent ver­folg­te Ziel, mit einer gewal­ti­gen Testoffensive stei­gen­de "Inzidenzen" zu gene­rie­ren. Nur auf die­sem Wege sind die ver­an­schlag­ten und teil­wei­se aus­ge­ge­be­nen Milliarden für "Impfstoffe" zu recht­fer­ti­gen (deren Umfang bis heu­te geheim ist) und die Zeit bis zu ihrer Einführung zu überbrücken.

Irgendwer wird an einem ande­ren Punkt stut­zig, ohne daß dies Weiterungen irgend­ei­ner Art mit sich bringt:

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Nicht vom Brodt

Die "Süddeutsche Zeitung" sorgt sich nicht nur um das kör­per­li­che Befinden der Deutschen und deren Impfstatus, son­dern hat auch das see­li­sche Wohlsein im Blick. Anders als der Teaser auf der Startseite trägt der eigent­li­che Kommentar die­sen Titel:

Der Autor ist stol­zer Träger des Herbert Quandt Medien-Preises 2011 (50.000 €), den Christian Drosten nicht in sei­ne statt­li­che Sammlung von Ehrungen auf­ge­nom­men hat. Das erstaunt, da doch die Quandts frü­he und nach­hal­ti­ge finan­zi­el­le Förderer des Mannes ohne Doktorgrad waren (s. u.a. Drosten, Grimme-Preis und die Quandts).

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