Mehr zum Thema PCR ("Goldstandard") aus den RKI-Papers. "Positivität in PCR vermutlich auf Reste genetischen Materials zurückzuführen"

Über Bedenken im Krisenstab die PCR-Tests und eine dar­auf basie­ren­de Strategie betref­fend war hier bereits berich­tet wor­den. Doch es gibt noch mehr. Am 3.8.20 wur­de über eine viel­ver­spre­chen­de Studie dis­ku­tiert. Die mei­sten Informationen sind bezeich­nen­der­wei­se geschwärzt:

RKI, Protokolle Krisenstab, PCR
my​.hid​ri​ve​.com, Dok. 234, 3.8.20, Hervorhebungen in gelb nicht im Original

"Rate der Asymptomatischen" sehr viel niedriger

Der Zensur ent­gan­gen ist der fol­gen­de Passus in die­sem Protokoll, der wie vie­le ande­re im Gegensatz zu den öffent­li­chen Verlautbarungen von Wieler & Co. steht (wie auch immer man die Figur der "asym­pto­ma­ti­schen Erkrankung" bewer­ten möchte):

my​.hid​ri​ve​.com, Dok. 234, 3.8.20, Hervorhebungen in gelb nicht im Original

Wann mag die Studie "auf RKI-Webseite" ver­öf­fent­licht wor­den sein? Den Medien muß sie eben­so ent­gan­gen sein wie mir. Die nach­ste­hen­de Behauptung von Lauterbach wird kaum auf die schwar­zen Stellen zutreffen:

»Nach dem Informationsfreiheitsgesetz muss­te das Robert-Koch-Institut man­che Namen schwär­zen, auch bestimm­te Dinge schwär­zen, die Dritte wie­der­um betrafen.«
zdf​.de (28.3.24)

"Positivität in PCR vermutlich auf Reste genetischen Materials zurückzuführen"

Am 5.8.20 dis­ku­tiert der Krisenstab das Thema "Fälle wur­den nach nicht uner­heb­li­chem Zeitraum erneut AK-posi­tiv gete­stet: Reinfektion ver­sus Persistenz". Es geht also um die Frage, ob die "Fälle" immer noch oder wie­der als "infi­ziert" ange­se­hen wer­den sollten.

Es zeigt sich, daß die Behauptungen der "Covidioten" zutref­fend waren. Der PCR-Test spricht auch nach sehr lan­ger Zeit auf "Reste gene­ti­schen Materials" an, also auf Bruchstücke des­sen, was Drosten und Landt für den Nachweis einer Infektion halten:

my​.hid​ri​ve​.com, Dok. 236, 5.8.20

Zumindest die gro­ße Zahl der "Reinfektionen" hät­te das RKI damit nicht in sei­ne Darstellung furcht­erre­gen­der und zu Freiheitseinschränkungen füh­ren­der "Inzidenzen" auf­neh­men dürfen.

"In der Praxis werden Antigenteste häufig nicht mehr PCR- bestätigt"

Nach wochen­lan­gen Diskussionen über die Problematik von Schnelltests über­wog im November 2020 der Wunsch, die "Fallzahlen" hoch­zu­trei­ben. Deshalb kam es zu einer "Anpassung der Falldefinition". Auf den "Goldstandard" konn­te man nun­mehr verzichten:

my​.hid​ri​ve​.com, Dok. 334, 27.11.20, Hervorhebungen in gelb nicht im Original

Man war sich im Krisenstab der Verzerrungen durch­aus bewußt. Für die Ausweitung waren auch nicht etwa Engpässe in den Labors verantwortlich:

my​.hid​ri​ve​.com, Dok. 344, 9.12.20, Hervorhebungen in gelb nicht im Original

Auch die­se Feststellung vom glei­chen Tag erreich­te die Öffentlichkeit kaum:

my​.hid​ri​ve​.com, Dok. 344, 9.12.20, Hervorhebungen in gelb nicht im Original

Noch fast ein Jahr spä­ter muß­te das PEI fest­stel­len, daß jeder fünf­te CE-gekenn­zeich­ne­te (!) Test nichts taug­te. Das ver­bes­ser­te sich auch in der Zukunft nicht:

pei​.de (5.11.21)

Auf euro​pa​.eu ist zu lesen (Hervorhebung von mir):


Wie können neue "Fälle" erzeugt werden? Mit "nur subjektiv wahrnehmbaren Symptomen"?

Am 14.12.20 muß­te man erkennen:

my​.hid​ri​ve​.com, Dok. 348, 14.12.20, Hervorhebungen in gelb nicht im Original

Der PCR-Test allei­ne konn­te also für eine wei­te­re Angststimmung nicht mehr her­hal­ten. Der Krisenstab muß­te also trick­sen, auch am Infektionsschutzgesetz vorbei:

my​.hid​ri​ve​.com, Dok. 348, 14.12.20, Hervorhebungen in gelb nicht im Original

"Weil Symptome bei COVID-19 häu­fig mild und sub­jek­tiv sind", soll ein Antigennachweis (Schnelltest) in Schulen und Pflegeheimen aus­rei­chend für eine Meldung als "Fall" sein. Zwar wird "emp­foh­len, … eine PCR- Nachtestung vor­neh­men zu las­sen", was "in der Praxis jedoch häu­fig unter­las­sen" wird. Noch ein­mal sei dar­an erin­nert: Diese künst­lich hoch­ge­trie­be­nen "Fallzahlen" waren die Grundlage für erheb­li­che Grundrechtseinschränkungen. "Besser häu­fi­ger Antigen- als sel­te­ner PCR-Tests", hieß die Parole am 16.12.20. Notwendig war die Erhöhung der "Fallzahlen" auch, um die dem­nächst anlau­fen­den "Impfungen" sinn­voll erschei­nen zu lassen.

"Wie will man das kontrollieren?"

my​.hid​ri​ve​.com, Dok. 382, 27.1.21, Hervorhebungen in gelb nicht im Original

Vielleicht war eher die Frage: Soll man das kon­trol­lie­ren? Schließlich wur­de gleich­zei­tig fest­ge­stellt, was es zu ver­hin­dern galt:

»Nicht nur die Tests gehen leicht zurück, son­dern auch die Positivenrate. Dies lässt ver­mu­ten, dass die Fälle abneh­men.«

Wie mit dem Test-Regime auch die Hospitalisierungsraten bzw. die Dauer der Krankenhausaufenthalte nach oben getrie­ben wur­den, wird am 1.2.21 erkennbar:

my​.hid​ri​ve​.com, Dok. 386, 1.2.21, Hervorhebungen in gelb nicht im Original

116 von 58.718 Schnelltests PCR-positiv. Kosten: Eine halbe Million Euro

Im fol­gen­den Text ste­hen "AG" für Antigen-Test und POCT für "Point-of-Care-Testing", also Tests in Einrichtungen (Schulen, Krankenhäuser, Pflegeheime etc.), nicht in Zentrallaboren.

my​.hid​ri​ve​.com, Dok. 400, 17.2.21, Hervorhebungen in gelb nicht im Original

Was hat es geko­stet, die­se 116 posi­ti­ven Tests zu ermit­teln, die bekannt­lich nichts über Erkrankungen aus­sa­gen? In der Spahnschen Verordnung vom 30.11.20 ist zu lesen:

bun​des​ge​sund​heits​mi​ni​ste​ri​um​.de (30.11.20)

Wegen der nied­ri­gen Zahl der posi­ti­ven Schnelltests fie­len für die Labore "nur" gut 20.000 Euro an. Mehr als eine hal­be Million koste­te die SteuerzahlerInnen dage­gen die Durchführung der Schnelltest; deren Anschaffungspreis war dar­in noch nicht enthalten.

Diese Entwicklung setzt sich in den kom­men­den Wochen fort. Innerhalb eines guten Monats (24.3.21) hat­ten sich Testzahlen und Kosten ver­viel­facht. 428.063 Tests führ­ten zu 377 posi­ti­ven PCR-Ergebnissen, das Protokoll vom 24.3.24 nennt hier­für eine "insg. 0,1% Positivenrate". Bei der Aufstellung der ent­spre­chen­den Zahlen heißt es am 31.3.21:

»26 ver­schie­de­ne Tests wur­den ver­wen­det, nicht alle sind emp­foh­len.«

Am 28.4.21 waren für die Erfassung von 517 PCR-Positiven bereits 642.417 "POCT" erfor­der­lich. Knapp 6 Millionen Euro koste­te das bis dahin.

Der Schmu mit "Reinfektionen" geht weiter

my​.hid​ri​ve​.com, Dok. 402, 19.2.21, Hervorhebungen in gelb nicht im Original

Was es mit dem neu­en Schwellenwert der PCR auf sich hat, habe ich nicht recherchiert.

"Durch Infektion besteht Schutz vor erneuter Infektion"

Im März 2021 dis­ku­tier­te der Krisenstab eine sehr aus­sa­ge­fä­hi­ge Studie aus Dänemark. Ich muß damals über­se­hen haben, daß das RKI dar­über informierte…

my​.hid​ri​ve​.com, Dok. 424, 19.3.21, Hervorhebungen in gelb nicht im Original

Ich Dummchen. Wer wäre dann noch für eine Bratwurst zum "Impfen" gekommen?

11 Antworten auf „Mehr zum Thema PCR ("Goldstandard") aus den RKI-Papers. "Positivität in PCR vermutlich auf Reste genetischen Materials zurückzuführen"“

  1. Das RKI-Protokoll will Schlussfolgerungen zu angeb­li­chen "Reinfektionen" aus einer groß­an­ge­leg­ten däni­schen PCR-Testerei ziehen.

    Wie gete­stet wur­de, weiß man jedoch nicht: Freiwillg? Obligatorisch? Sicher nicht reprä­sen­ta­tiv. Wurden alle Testpositiven aus Phase I in Phase II erneut gete­stet? Mit dem­sel­ben Protokoll? Erfolgte eine Vorselektion durch Antigentest? Klinische Symptome? Überprüfung von Antikörperspiegeln? Kultivierung aus dem Rachenabstrich? Vermutlich steht es in Lancet oder auf der omi­nö­sen Folie Nr. 6.

    Weiter oben heißt es zudem, dass PCR-Positivität nach durch­ge­mach­ter Infektion ver­mut­lich auf Reste gene­ti­schen Materials zurück­zu­füh­ren sei. An ande­rer Stelle hieß es: "Selbst bei Doppeltestung sei­en die PCR-Ergebnisse nicht aus­rei­chend sicher".

    Die Massentesteritis – sei es mit PCR oder Antigen-Tests – ist unwis­senschft­li­cher, magi­scher Murks, und irgend­wel­che dar­aus gezo­ge­nen Schlussfolgerungen ver­bie­ten sich, sofern man damit nicht poli­ti­sche Ziele verfolgt.

      1. @aa:
        Hab' schon mal pro­ak­tiv auf dem xack­ount die­ser "Coronazeugin gegen Dr.osten" gestöbert.
        Bereits am 21.Juli 2021 (war das damals noch Gezwitscher?) hat­te sie einen "digi­ta­len"(!) Kaffeeklatsch mit ihrem Sohn um "zu dis­ku­tie­ren, wie das Vertrauen in Impfstoffe gestärkt wer­den kann": 

        Voilà:
        https://​twit​ter​.com/​M​a​r​i​o​n​K​o​o​p​m​a​n​s​/​s​t​a​t​u​s​/​1​4​1​9​2​5​6​2​1​6​3​2​1​1​5​0​9​8​0​/​p​h​o​t​o/1
        ("glau­be an den Pfizer-Impfstoff.
        Vergiss nicht, dass sie Viagra herstellen.
        Wenn sie Tote auf­wecken kön­nen … dann kön­nen sie Lebende retten")

  2. Meinen größ­ten Respekt vor Ihrer Arbeit und Danke das Sie sich durch die­se Daten wüh­len, wie ein Maulwurf auf der Suche nach Regenwürmern. Obgleich man ja, trotz der Schwärzungen, jetzt schon genug Fressen fin­den kann.
    Alle die auf die letz­ten 3 Jahre kri­tisch zurück blicken bekom­men es jetzt schwarz auf weiß, wie bewusst/​bös­wil­lig getäuscht und getrickst worden!

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