Corona-Aufarbeitung: Zwischen Hexenjagd und Verantwortung

Unter die­ser Überschrift ist am 3.4.24 ein Kommentar auf ber​li​ner​-zei​tung​.de zu lesen. Er hebt so an:

»Die Karikatur der Stunde zeigt zwei Ratsherren neben einem lodern­den Scheiterhaufen. Der eine ent­rollt eine Depesche: „Hoppla, hier steht, dass sie doch kei­ne Hexen waren.“

Der ande­re trö­stet die oxi­dier­ten Damen: „Fehler wur­den auf bei­den Seiten gemacht.“ – Willkommen zur Vorpremiere von „Corona. Die Aufarbeitung“.

Selbige, so skan­die­ren jetzt Politiker und deren Anhängsel, dür­fe kei­nes­falls dazu miss­braucht wer­den, jeman­dem den Schwarzen Peter zuzu­schie­ben. Geschweige denn ihnen. Vor der Feuchtgebietsdrainage mel­den sich zwangs­läu­fig auch Frösche zu Wort: Fehler wur­den doch auf allen Seiten gemacht, nicht wahr? Ohnehin muss man nach vor­ne blicken. Heile, hei­le Gänschen, hei­le, hei­le Mausespeck, in hun­dert Jahren ist alles weg.«

Auch der Rest ist lesenswert.

Update: Das Datum 3.4.20 im ursprüng­li­chen Text war natür­lich Quatsch. Danke für den Hinweis!

7 Antworten auf „Corona-Aufarbeitung: Zwischen Hexenjagd und Verantwortung“

  1. In mei­nem lin­ken Umfeld (nicht woke), wur­de ich gefragt, war­um ich vom C Thema nicht los­kom­me. Es sei ja nicht über­ra­schend, dass der bür­ger­li­che Staat sich immer auto­ri­tä­rer entwickle. 

    Also sind die Jahre 2020–23 nicht mehr der Rede wert?
    Obwohl man sich damals pro Maßnahmen und pro ImpfPFLICHT posi­tio­niert hat! 

    Ich mei­ne, man hat es mit die­ser C Nummer geschafft, die Linke über die­se Wissenschafts- und Solidaritätsmöhre bis heu­te sehr erfolg­reich zumin­dest teil­wei­se in die Reihen zu brin­gen, trotz der him­mel­schrei­en­den man­geln­den Evidenz und der fet­ten schlech­ten Propaganda. 

    Und sie gehen bis heu­te von einer sehr schlim­men Pandemie aus. Ihr Wissensstand steht etwa bei 2021: Die Impfung hat uns aus der schlimm­sten Pandemie geführt. Maßnahmen waren not­wen­dig, viel­leicht man­ches über­zo­gen, aber kein Grund, sich damit noch­mal zu beschäf­ti­gen. Zudem haben wir jetzt sovie­le ande­re Themen zu bear­bei­ten, Geschichte ereig­net sich gerade. 

    Ich fürch­te, man wird es wie­der tun können.

    1. @PEO
      Das Verhalten der sonst so kri­ti­schen Linken in den letz­ten Jahren bis heu­te ist für mich immer noch ein Rätsel und eine gro­ße Enttäuschung. Auch jetzt noch scheint sich die Rhetorik immer noch mehr gegen den "Pöbel" zu rich­ten, als staats und herr­schafts­kri­tisch zu sein. Dennoch heißt es wach­sam zu sein, gera­de wegen so man­cher Akteure der soge­nann­ten Coronaproteste und dem brau­nen Filz der sich da so tum­melt, und da nicht ver­harm­lo­send von "Rollstuhlgang" zu reden, wenn da Ex-BW Angehörige dabei waren, die ent­spre­chend geschult den Einsatz von schar­fen Waffen für den "Umsturz" pla­nen, wenn denn die Vorwürfe stim­men (was ich befürch­te). Nichts dar­an ist harm­los oder zu belächeln.

  2. Werter @AA

    hier ein klei­nes ver­spä­te­tes Weihnachsgeschenk. 🙂

    mit Dank an
    https://t.me/rosenbusch/20508

    https://​www​.tog​e​ther​-for​-fact​-news​.de/​i​n​d​e​x​.​php
    "Warum wir die Initiative ergreifen.
    Die Initiative Together for Fact News möch­te sich für einen evi­denz­ba­sier­ten Journalismus über Wissenschaft stark machen.
    Wir sind über­zeugt, dass nur eine unab­hän­gi­ge Einordnung von wis­sen­schaft­li­chem Wissen durch guten Journalismus Vertrauen schafft.
    Deshalb regen wir Forschende an, mit ihrer Expertise öffent­li­che Diskurse zu berei­chern, und stär­ken guten Journalismus über Wissenschaft in den Medien."

    Für den kal­ten Abend vor dem Kamin die Märchenstunde.

    "Im Gespräch mit Prof. Dr. Christian Drosten Direktor des Instituts für Virologie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin"
    https://​www​.tog​e​ther​-for​-fact​-news​.de/​i​n​t​e​r​v​i​e​w​-​d​r​o​s​t​e​n​.​h​tml

    "»So etwas wie eine Meinung gibt es eigent­lich in der Wissenschaft nicht«, sagt Prof. Dr. Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité im Gespräch mit Volker Stollorz, Geschäftsführer des Science Media Center Germany.
    Veröffentlicht am 16. Oktober 2020"

    wow.
    https://​www​.tog​e​ther​-for​-fact​-news​.de/​w​i​s​s​e​n​s​b​e​k​e​n​n​t​n​i​s​.​h​tml

    Mehrere Sätze hin­ter­ein­an­der ohne Schwurbler, Leugner, Querdenker, Rechter, usw.
    wow

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