Wieder rät die Stiko zum Risiko Impfung

sued​deut​sche​.de – wer sonst? (7.11.25)

»… Prinzipiell kann jeder, der ein­mal Windpocken hat­te, an Gürtelrose erkranken…

Für Risikogruppen galt die Empfehlung bis­lang erst ab 50. Der Impfstoff wird in zwei Dosen im Abstand von zwei bis sechs Monaten ver­ab­reicht. Die Stiko hat die Impfempfehlungen eige­nen Angaben zufol­ge nun ange­passt, um die Häufigkeit von Gürtelrose zu ver­rin­gern sowie Komplikationen und Folgeerkrankungen zu ver­hin­dern.«

Diese Begründung ist merk­wür­dig. Die Stiko weist selbst dar­auf hin, daß die EMA schon 2020 eine ent­spre­chen­de Zulassung erteilt hat (rki​.de, 6.11.25). Ein seit­dem erhöh­tes Risiko wird behaup­tet, aber nicht belegt. Die angeb­li­che Wirksamkeit von 68,2 % ist wie das "mög­li­cher­wei­se gering­gra­dig erhöh­te Risiko eines Guillain-Barré-Syndroms (GBS)" nicht unbe­dingt ein Verkaufsargument. Beim Paul-Ehrlich-Institut ist man noch nicht auf der Höhe der Zeitenwende. Auf sei­ner ent­spre­chen­den Internetseite heißt es zum ein­zi­gen zuge­las­se­nen Impfstoff von GlaxoSmithKline: "Verwendung ab einem Lebensalter von 50 Jahren".

Abarthig

»… gegen die beson­ders gefähr­li­chen Formen A, C, W und Y soll geimpft wer­den. 90 Prozent der Meningitisfälle hier­zu­lan­de wer­den von Erregern der Gruppen B und C ver­ur­sacht.
Die Erkrankungen kom­men sehr sel­ten vor… Die Zahlen sind rück­läu­fig, vor allem Erkrankungen mit der Untergruppe C…«

Das Spritzgut wird "noch ein paar Monate" auf sich war­ten las­sen, ob die Krankenkassen bezah­len, ist offen. GSK, Sanofi, Pfizer – alle sind wie­der dabei. Das RKI agiert wie gewohnt:

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Selbst in Kliniken sinkt die Impfbereitschaft

Der Name der Studie steht nicht für "Ohne Kompetenz, aber Pharma-Interessen inte­griert". Verglichen mit dem Bericht von 2023 sind die Zahlen in allen Alters- und Berufsgruppen gesun­ken. Einzig bei den ÄrztInnen ist die Quote leicht auf 80,8 % gestiegen.

»… Neben der Influenza-Impfung ist für medi­zi­ni­sches Personal eine jähr­li­che COVID-19-Impfung emp­foh­len. Innerhalb der letz­ten 12 Monate haben sich nur 16 % der Klinikmitarbeitenden gegen COVID-19 imp­fen las­sen. Von allen Teilnehmenden haben außer­dem 7 % noch nie eine COVID-19-Impfung erhalten…

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Stiko bittet um "Amtshilfe für die Bereitstellung von klinischen Studiendaten der Impfstoffhersteller". Neu veröffentlichte Protokolle des Paul-Ehrlich-Instituts (3)

Das drit­te jetzt frei­ge­ge­be­ne Dokument des PEI beginnt vielsagend:

Das gesetz­lich mit der Prüfung von Risiken beauf­trag­te Institut for­mu­liert die­se vor­ab ledig­lich als "theo­re­tisch" und hat kei­ne gro­ße Eile, sich damit zu beschäf­ti­gen. Haupttagesordnungspunkt ist folglich:

„Stiko bit­tet um "Amtshilfe für die Bereitstellung von kli­ni­schen Studiendaten der Impfstoffhersteller". Neu ver­öf­fent­lich­te Protokolle des Paul-Ehrlich-Instituts (3)“ weiterlesen

Biontech schluckt Curevac. Bundesregierung verdient mit. "Zur Andienung verpflichtet".

Vor dem Virus sei­en alle gleich, lau­tet bis heu­te ein Mantra der mei­sten Linken. Daß es Gewinner und Verlierer der Corona-Politik gebe, sei eine ver­schwö­rungs­theo­re­ti­sche und anti­se­mi­ti­sche Saga. Im Kapitalismus gebe es immer Profiteure und dies­mal mach­ten sie den Reibach für eine gute Sache. Dahin kommt man, wenn man über stän­di­ge Beschäftigung mit ver­meint­li­chen Menschheitsfragen und Identitätsstiftungen die Klassenanalyse vergißt.

tages​schau​.de (12.6.25)

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Verwirrspiel mit Stiko-Empfehlung zu Grippeimpfung

Zahlreiche Medien ver­öf­fent­lich­ten am 31.10.24 unge­prüft eine dpa-Meldung, in der es heißt:

»Jährliche erkran­ken etli­che Menschen an einer Grippe. Bei den Impfquoten ist aber noch Luft nach oben. Ein neu­er Wirkstoff soll helfen.

Zum Schutz gegen die Grippe emp­fiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) für Menschen ab 60 ab sofort einen wei­te­ren Impfstoff. Der Influenza-Wirkstoff ent­hält laut einer Mitteilung MF-59, einen Zusatz, der die Impfwirkung ver­stärkt.«

Die dies­be­züg­lich stets über­eif­ri­gen "RedakteurInnen" von t‑online.de ersetz­ten dabei das Wort "etli­che" durch "hun­dert­tau­sen­de". Am 1.11.24 kor­ri­gier­te dpa: "Der neue Grippe-Impfstoff wird erst ab näch­stem Jahr emp­foh­len und nicht ab sofort. Die Angaben im ersten Absatz wur­den ent­spre­chend ange­passt". Doch auch das ist nur ein Teil der Wahrheit.

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RKI-Protokolle, After-Leak (20): "Frage, was wird konkret an Verschärfung benötigt?"

Das hat­te ich glatt ver­ges­sen aus der letz­ten Sitzung am 19.3.21: "VPräs: gro­ßes Lob von Lauterbach an RKI!". Am 22.3.21 wird zur "7‑Tage-Inzidenz" gemel­det: "Leichte Anstiege in vie­len BL". In TOP 4 "Aktuelle Risikobewertung" wird das RKI von sei­ner Teststrategie ein­ge­holt und kalt erwischt. Die Landrätin im thü­rin­gi­schen Landkreis Greiz treibt es auf die Spitze; die dar­aus ent­ste­hen­de Unglaubwürdigkeit weckt Besorgnis bei Wieler. Ursprünglich kom­plett geschwärzt heißt es dort:

Das teil­ent­schwärz­te Dokument gibt es hier, das gele­ak­te Dokument hier. Gelbe Hervorhebungen stam­men von mir. Rot Gerahmtes war geschwärzt, blau wer­den Ergänzungen aus dem Leak gekennzeichnet. 

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RKI-Protokolle, After-Leak (16): "Lockerungen werden von Bevölkerung vorweggenommen – selbst was noch nicht beschlossen ist, wird bereits gelebt"

Das Rennen um die Top Ten bleibt auch am 12.3.21 unspannend:

Mit "7T-Todesfälle" wird eine neue Benennung ein­ge­führt, die in den fol­gen­den Protokollen auch wie­der verschwindet:

Allerlei Mutanten wer­den bespro­chen, wobei man bei bei dem Thema, das als offi­zi­el­le Begründung für ver­schärf­te "Maßnahmen" dient, im Dunkeln tappt:

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RKI-Protokolle, After-Leak (14): "Impfzertifikat soll die Erfassung von Impfwirkung, Spätfolgen etc. ermöglichen, nicht Grundlage für Kategorien und Vorrechte sein"

Da der 5.3.21 ein Freitag ist, wird in TOP 1 die "Aktuelle Lage International" abge­han­delt. Wie stets pur­zeln Informationen und Zahlen wild durcheinander.

Wollte man die Aufmerksamkeit auf die deutsch-ita­lie­ni­sche Grenze len­ken? Sind rus­si­sche Zahlen aus dem Iran kei­ne rich­ti­gen? Das Protokoll ver­weist auf Folien, die gele­akt ein­seh­bar sind. Dort wird die "Impfquote" in den USA mit 7,8 % benannt und nicht mit 8.1 (COVID-19_in­ter­nat. Lage_2021-03–05.pptx). Damals gal­ten die zwei­mal gespritz­ten Menschen noch als "voll­stän­dig gegen COVID-19 geimpft".

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