RKI-Protokolle, nächste Runde (XXXIX): "Dieser politischen Diskussion sollte von fachlicher Seite widersprochen werden"

Jetzt ent­schwärzt zu lesen im Protokoll vom 12.5.20 sind in TOP 1 eher Kuriositäten:

Das Dokument gibt es hier. Gelbe Hervorhebungen stam­men von mir. Hier geht es nur um die bis­lang geschwärz­ten und gera­de frei­ge­ge­be­nen Stellen der Protokolle des Krisenstabs. Die Auswertungen der "1. Staffel" gibt es nach­zu­le­sen über die Kategorie _​Zu den RKI-Papers (Krisenstab-Protokolle) _​.

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Mit 2,2 Promille Alkohol operiert: 9 Monate Haft auf Bewährung

Das berich­tet am 14.6.24 dpa:

»Osnabrück – Im stark betrun­ke­nen Zustand und mit unko­or­di­nier­ten Handbewegungen ope­rier­te er eine Notfallpatientin am Blinddarm, wur­de aber von sei­nem Team gestoppt. Nun hat das Landgericht Osnabrück einen Chirurgen zu einer neun­mo­na­ti­gen Freiheitsstrafe auf Bewährung ver­ur­teilt. Es sei unstrei­tig, dass es sich bei dem Verhalten des heu­te 56 Jahre alten Mediziners um gefähr­li­che Körperverletzung han­del­te, sag­te die Vorsitzende Richterin Nicole Hellmich am Freitag. Dem Mann sei klar gewe­sen, dass er zum Zeitpunkt der Operation unter Alkoholeinfluss gestan­den habe – schließ­lich habe er sich des­we­gen zuvor von sei­ner Frau zur Klinik fah­ren las­sen. Das Urteil ist noch nicht rechts­kräf­tig. „Mit 2,2 Promille Alkohol ope­riert: 9 Monate Haft auf Bewährung“ weiterlesen

RKI-Protokolle, nächste Runde (XXXVIII): "Keine belastbare Hinweise auf Wirksamkeit von MNB"

(Update: MNB = Mund-Nasen-Bedeckung). Nach der frei les­ba­ren Einschätzung in TOP 1 am 6.5.20, wonach es stei­gen­de Zahlen in Brasilien, Rußland, Bangladesch, Ägypten, Südafrika gebe, anson­sten inter­na­tio­nal eher abneh­men­de Trends zu ver­zeich­nen sei­en, und der Benennung einer "Reproduktionszahl = 0,65" in Deutschland fin­den wir im eben­falls zuvor unge­schwärz­ten Teil die­sen Text:

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"Ich gebe Ihnen mein Wort. Es wird in dieser Pandemie keine Impfpflicht geben."

Jens Spahn im Deutschen Bundestag am 18.11.2020. Quelle: you​tube​.com
Hoffentlich läßt da nie­mand schon mal das Badewasser einlaufen.

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130,7 Mio. € Spenden an das Bundesgesundheitsministerium 2019/​20

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RKI-Protokolle, nächste Runde (XXXVII): Inzidenz aus Kanzleramt. "Kommt das RKI der politischen Forderung nicht nach…"

Wie in den Protokollen zuvor ist am 5.5.20 zur inter­na­tio­na­len Lage wenig Beunruhigendes zu erfah­ren. Das "Plateau" in den USA wird mit "einem in der NY Times erschie­ne­nem Artikel" gekon­tert, wonach alles schlimm enden wer­de. In Chile ("20.643 Fälle bei einer gerin­gen Fallsterblichkeit") sind dem Krisenstab die Maßnahmen nicht hart genug. Für die Lage "National" behilft man sich mit inno­va­ti­ven Formulierungen: "Insgesamt ist trotz des lan­gen Wochenendes kein gro­ßer Anstieg im Vergleich zum Wochenende zu ver­zeich­nen" und "Die Anzahl Verstorbener ist mehr als dop­pelt so hoch wie die jähr­li­che Anzahl Verkehrstoter in Deutschland". Auch läßt sich"eine Überlastung der Krankenhauskapazitäten nicht gut schät­zen".

Das alles war schon bis­her les­bar. Neu ent­schwärzt ist in TOP 6 "Kommunikation":

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RKI-Protokolle, nächste Runde (XXXVI): "Das dauerhafte/​vermehrte Tragen von Masken kann auch Schaden bringen"

Es ist der 4.5.20. Im Protokoll des Krisenstabs ist von "wei­ter abneh­men­den Fallzahlen in USA" zu lesen, von einem Anstieg in Russland ("Primär ist die­ser Anstieg durch eine star­ke Erhöhung der Testungen zu erklä­ren"), einem "star­ken Peak" in China und daß in Tadschikistan erst mit Eintreffen einer "WHO Mission vor Ort… R sehr groß ist". National gebe es "einen lang­sa­me­ren Anstieg sowohl bei den Fallzahlen als auch bei dem Anteil der Verstobenen", die Reproduktionszahl lie­ge "unter 1 für ganz Deutschland". So weit war der Text unge­schwärzt, anders als die­se Stelle:

Kein Kommentar.

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RKI-Protokolle, nächste Runde (XXXV): "Alte Menschen empfinden physische Distanzierung als schlimmer als ihre Angst vor einem möglichen Tod an COVID-19"

Am 30.4.20, als Kanzlerin Merkel und die Regierungschefs der Bundesländer "Lockerungen" bewil­lig­ten ("Spielplätze sol­len unter Auflagen wie­der öff­nen", "Geisterspiele" der Bundesliga wer­den in Aussicht gestellt, "In ganz Deutschland muss beim Einkaufen und im Öffentlichen Personennahverkehr ein Mund-Nasen-Schutz getra­gen wer­den", Großveranstaltungen blei­ben ver­bo­ten, s. tages​schau​.de), traf sich der RKI-Krisenstab zu einer "Viterokonferenz".

Die bis­her frei les­ba­ren Informationen zur inter­na­tio­na­len Lage zei­gen im wesent­li­chen "nichts Neues". Wie abstrus die Datenlage und ‑kon­struk­ti­on sich gestal­te­te, sei am Punkt "Schwere Fälle bei Kindern – Update" dar­ge­stellt:

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