9. ÄnderungsVO der SARS-CoV 2‑IfSVO mit Laufzeit von zwei Tagen. Berliner Protokolle (14)

Ein Beispiel dafür, wie die Selbsthypnose in den Entscheidungsgremien um sich griff, ist im Protokoll des Berliner Krisenstabs zur inter­nen Lage vom 23.10.20 zu lesen:

Neukölln auf dem Level von Berchtesgaden! Das muß schlim­mer sein, als wenn Hertha BSC gegen den FC Bayern ver­liert. Die Panik führt zu merk­wür­di­gen Entscheidungen, die wie vie­le ande­re kei­nen Bestand haben werden:

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Krisenstab als Nebenregierung. Umerziehung der Ämter. Berliner Protokolle (13)

In wel­chem Maße sich der Berliner Krisenstab als Nebenregierung ver­stand, der sei­ne Linie kon­tra­fak­tisch durch­set­zen woll­te und es auch tat, wird an einem Protokolleintrag der "Früh-Telkos" vom 28.8.20 deutlich:

An die­sem Tag wur­den "ins­ge­samt 21 Intensivpatienten" ver­mel­det, es gab 77 neue "Fälle". Dennoch wur­de der Senat gedrängt, die Regeln zu ver­schär­fen. Selbst defi­nier­te grü­ne Ampeln und sin­ken­de Inzidenzen stan­den dem nicht ent­ge­gen. Bezeichnend ist der Rückgriff auf "Vorgaben aus der MPK" (die dies­mal aus­blie­ben) anstatt auf das tat­säch­li­che Geschehen in der Stadt.

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"Ausbreitung der Infektion von den jungen Altersgruppen in die Breite".
Gefährliche landläufige öffentliche Meinung. Berliner Protokolle (12)

Die neun­mi­nü­ti­ge Telko zur inter­nen Lage des Berliner Krisenstabs am 22.9.20 zeigt schön den Gegensatz von Hysterie und rea­ler Lage. Im Protokoll, von dem es wie­der zwei Versionen gibt (?), heißt es:

Die Lage ist so explo­siv, daß vor­sichts­hal­ber kei­ne Zahlen genannt wer­den. Selbst die KVen betei­li­gen sich (noch) nicht an der Panikmache. Empört wird festgestellt:

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Gefährliche land­läu­fi­ge öffent­li­che Meinung. Berliner Protokolle (12)“
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Testbesteck für zu Hause wird bilateral kommuniziert". Berliner Protokolle (11) und Schlimmes von der Ärztekammer

Das Händeringen um die Generierung vor­zeig­ba­rer neu­er Fallzahlen, von denen es laut Protokoll des Berliner Krisenstabs vom 3.9.20 (erstellt am 15.9., so drin­gend war es in die­sen Pandemietagen nicht) 84 gibt – von Erkrankungen wird nicht berich­tet, aber von "täg­lich 1.500 bis 2.500 Abstrichen" an den Berliner Flughäfen – treibt skur­ri­le Blüten:

Die Dramatik der Lage wird am 17.9.20 erkenn­bar: "Auf Nachfrage von Frau 🀰🀰🀰 ent­fällt ein­ver­nehm­lich der Bericht zur epi­de­mio­lo­gi­schen Lage".

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"Druck durch Charité-Studie, von der sich die Charite-Leitung inzwischen distanziert hat". Berliner Protokolle (10)

Am 20.8.20 beschäf­tigt sich die "Große Lagebesprechung" des Berliner Krisenstabs mit einer stö­ren­den Studie.

Worum ging es? Darüber war am 31.8.20 auf coro­dok zu lesen:

Charité erteilt WissenschaftlerInnen Maulkorb

»Die Spitze der Charité möch­te ver­hin­dern, dass Einzelmeinungen von Wissenschaftlern zur Corona-Pandemie in der Öffentlichkeit als Meinung oder Einschätzung der Universitätsklinik ins­ge­samt ver­stan­den wer­den. Der Dekan der Fakultät Axel Pries hat die Forscher auf­ge­for­dert, sich mit öffent­li­chen Äußerungen mit dem Vorstand abzustimmen.

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Bundeswehr hilft bei Überläufern. Berliner Protokolle (9)

Im Sommer 2020 läuft es noch nicht gut mit den Test. Außer bei den dazu ver­pflich­te­ten Reiserückkehrern gibt es kaum Bedarf. Am 31.7.20 ist im Protokoll des Berliner Krisenstabs zur "inter­nen Lage" denn auch die Rede von 2,8 Millionen vor­han­de­nen Teststäbchen:

Was nahe­liegt bei "42 Neuinfektionen" und einer Lage in den Krankenhäusern "sehr weit im grü­nen Bereich" (4.8.20):

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"Als Ausbruch gilt, wenn 2+ Fälle oder mehr Fälle als im bestimmten Zeitraum zu erwarten ist". Berliner Protokolle (8)

Bei "42 Neuinfektionen" und 101 posi­ti­ven Reiserückkehrern bei ins­ge­samt 6.325 Tests ergeht sich das Protokoll der Früh-Telkos des Berliner Krisenstabs vom 11.8.20 wie­der ein­mal in sinn­lo­sem Aktionismus:

Zwei Wochen zuvor wur­de Solches diskutiert:

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"Der Ausbruch erstreckt sich aktuell wissentlich über drei Bezirke" (Sieben positiv Getestete). Berliner Protokolle (7)

Am 25.6.20 stellt der Berliner Krisenstab fest: "Die Zahl der Neuinfektionen hat in Berlin wie­der zuge­nom­men und hat­te in den letz­ten Tagen einen Aufwuchs an neu­en Fällen im zwei- bis drei­stel­li­gen Bereich zu ver­zeich­nen". "In bestimm­ten, mit sozia­len Problemen bela­ste­ten Immobilien" gestal­te sich die "Ausbruchseindämmung" schwie­rig. Es wird dis­ku­tiert, "die Einreisebestimmung für Länder mit einer 7‑Tage-Inzidenz von über 50 Neuinfektionen/100.000 Einwohner auch auf soge­nann­te Hot Spots in Deutschland aus­zu­wei­ten".

Zu dem ohne­hin spär­li­chen "Aufwuchs" inmit­ten einer behaup­te­ten Pandemie wird dar­über hin­aus notiert: "Die Zunahme der Infektionszahlen spie­gelt sich nicht in den hos­pi­ta­li­sier­ten Fallen wider, da die betrof­fe­nen Personengruppen sehr jung sind und damit sta­ti­stisch ein gerin­ge­res Risiko für einen schwe­ren Krankheitsverlauf haben". Statistisch? Oder faktisch?

Am 9.7.20, man hat wegen der ruhi­gen Lage das Sitzungsintervall auf zwei Wochen ver­län­gert, kommt es noch dicker:

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Rote Ampel "visualisiert nicht die tatsächliche Lage". Berliner Protokolle (6*)

Die zwei Wochen zuvor vom Bundestag beschlos­se­ne "epi­de­mi­sche Lage von natio­na­ler Tragweite" zeigt sich in der Berliner Krisenstabssitzung vom 28.5.20 so:

Bis zu die­sem Datum sah nach Angaben des Statistischen Bundesamts die Entwicklung so aus:

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Wegen Rückggangs der Nachfrage "strategische Tests". Berliner Protokolle (5)

Wir schrei­ben den 4.5.2020. In der "Lagebesprechung – TelKo" zur inter­nen Lage des Berliner Krisenstabs wird fest­ge­hal­ten: "Frau Dr. 🁢🁢🁢 eröff­net mit der Zusammenfassung der epi­de­mio­lo­gi­schen Lage, die ins­ge­samt einen ruhi­gen Verlauf nahm (lan­ges Wochenende) und nimmt. Gemeldet wur­den 34 bestä­tig­te Neuinfektionen…" (Quelle: Protokoll). In der "Großen Lagebesprechung zur aktu­el­len
Corona-Virus-Situation" am 9.5.20 macht man sich erneut Gedanken, daß nach der "Verdoppelungszeit" nun auch die Zahl der "Neuinfektionen" kei­ne Begründung für Maßnahmen ermöglicht:

Dabei sind die pro­to­kol­lier­ten Fakten eindeutig:

„Wegen Rückggangs der Nachfrage "stra­te­gi­sche Tests". Berliner Protokolle (5)“ wei­ter­le­sen