"Die Anwesenden können die Zusammenhänge nicht ausräumen". Berliner Protokolle (17)

Was immer die "besuchs­be­zo­ge­ne 'Geschwister-Regelung'" gewe­sen sein mag, über die sich der Krisenstab am 13.10.20 unter­hielt, so kann man doch die Irritation der BeamtInnen bei der "tägl. Früh-Telko" nach­voll­zie­hen:

Einig ist man sich über den Wert der Massentests und "bit­tet Presse und Medien dar­um, die erhöh­ten Kapazitäten nach Hinzunahme von Reserven des DRK-Blutspende-Dienstes und der Deutschen Bahn wahr­zu­neh­men und offen­siv dar­zu­stel­len".

Erfreut zeigt man sich am 15.10.20 über zusätz­li­che Rechte der Bundeswehr:

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"Keine fachliche Empfehlung für das Tragen einer MNB in Bürogebäuden". Berliner Protokolle (16)

"Die Lage in Berlin ist besorg­nis­er­re­gend", so steht es im Protokoll der "Großen Lage" des Berliner Krisenstabs vom 1.10.20. Weil: Es gibt "288 neue labor­be­stä­tig­te Fälle", wohin­ge­gen die Lage in den Krankenhäusern "nicht besorg­nis­er­re­gend" ist. Sorge macht der Apothekerkammer die Insolvenz eines Abrechnungszentrums, von dem ca. 80 Apotheken betrof­fen sind. Was wie­der­um hart für die Attraktivität (mone­tär) ist, s. den letz­ten Beitrag dazu. Wenigstens kann die Senatsbeamtin mit­tei­len, daß ihr zu dem "entstandene[n] Eindruck, dass zuneh­mend Personen aus dem Ausland zur Grippeimpfung nach Deutschland kom­men", kei­ne Hinweise vorlägen.

Doch nicht nur in Berlin dre­hen die Verantwortlichen am Rad:

Ohne Sinn und Verstand ver­schärft der Senat die Maßnahmen:

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"Wichtig hier Attraktivität der Impfleistung für die durchführende KV-Ärzteschaft (monetär)". Berliner Protokolle (15)

Als der Berliner Krisenstab am 25.9.20 zusam­men­trat und 18 (acht­zehn) posi­tiv gete­ste­te PatientInnen auf den Intensivstationen ver­mel­de­te, beschäf­tig­te er sich aus­weis­lich der Protokolle der "Früh-Telkos" mit wich­ti­ge­ren Fragen:

Entgegen der Erzählung einer furcht­ba­ren Pandemie, in der wir alle unser soli­da­ri­sches Scherflein bei­zu­tra­gen hät­ten, sorgt sich das Gremium um mate­ri­el­le Anreize für die durch­füh­ren­de Ärzteschaft. Da steht der Tod vor der Tür und das Gesundheitspersonal muß man zum Jagen tra­gen? Ob sie sich das wirk­lich selbst geglaubt haben? Dabei liest man doch flei­ßig Zeitungen:

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9. ÄnderungsVO der SARS-CoV 2‑IfSVO mit Laufzeit von zwei Tagen. Berliner Protokolle (14)

Ein Beispiel dafür, wie die Selbsthypnose in den Entscheidungsgremien um sich griff, ist im Protokoll des Berliner Krisenstabs zur inter­nen Lage vom 23.10.20 zu lesen:

Neukölln auf dem Level von Berchtesgaden! Das muß schlim­mer sein, als wenn Hertha BSC gegen den FC Bayern ver­liert. Die Panik führt zu merk­wür­di­gen Entscheidungen, die wie vie­le ande­re kei­nen Bestand haben werden:

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Krisenstab als Nebenregierung. Umerziehung der Ämter. Berliner Protokolle (13)

In wel­chem Maße sich der Berliner Krisenstab als Nebenregierung ver­stand, der sei­ne Linie kon­tra­fak­tisch durch­set­zen woll­te und es auch tat, wird an einem Protokolleintrag der "Früh-Telkos" vom 28.8.20 deutlich:

An die­sem Tag wur­den "ins­ge­samt 21 Intensivpatienten" ver­mel­det, es gab 77 neue "Fälle". Dennoch wur­de der Senat gedrängt, die Regeln zu ver­schär­fen. Selbst defi­nier­te grü­ne Ampeln und sin­ken­de Inzidenzen stan­den dem nicht ent­ge­gen. Bezeichnend ist der Rückgriff auf "Vorgaben aus der MPK" (die dies­mal aus­blie­ben) anstatt auf das tat­säch­li­che Geschehen in der Stadt.

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"Ausbreitung der Infektion von den jungen Altersgruppen in die Breite".
Gefährliche landläufige öffentliche Meinung. Berliner Protokolle (12)

Die neun­mi­nü­ti­ge Telko zur inter­nen Lage des Berliner Krisenstabs am 22.9.20 zeigt schön den Gegensatz von Hysterie und rea­ler Lage. Im Protokoll, von dem es wie­der zwei Versionen gibt (?), heißt es:

Die Lage ist so explo­siv, daß vor­sichts­hal­ber kei­ne Zahlen genannt wer­den. Selbst die KVen betei­li­gen sich (noch) nicht an der Panikmache. Empört wird festgestellt:

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Gefährliche land­läu­fi­ge öffent­li­che Meinung. Berliner Protokolle (12)“
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Testbesteck für zu Hause wird bilateral kommuniziert". Berliner Protokolle (11) und Schlimmes von der Ärztekammer

Das Händeringen um die Generierung vor­zeig­ba­rer neu­er Fallzahlen, von denen es laut Protokoll des Berliner Krisenstabs vom 3.9.20 (erstellt am 15.9., so drin­gend war es in die­sen Pandemietagen nicht) 84 gibt – von Erkrankungen wird nicht berich­tet, aber von "täg­lich 1.500 bis 2.500 Abstrichen" an den Berliner Flughäfen – treibt skur­ri­le Blüten:

Die Dramatik der Lage wird am 17.9.20 erkenn­bar: "Auf Nachfrage von Frau 🀰🀰🀰 ent­fällt ein­ver­nehm­lich der Bericht zur epi­de­mio­lo­gi­schen Lage".

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"Druck durch Charité-Studie, von der sich die Charite-Leitung inzwischen distanziert hat". Berliner Protokolle (10)

Am 20.8.20 beschäf­tigt sich die "Große Lagebesprechung" des Berliner Krisenstabs mit einer stö­ren­den Studie.

Worum ging es? Darüber war am 31.8.20 auf coro­dok zu lesen:

Charité erteilt WissenschaftlerInnen Maulkorb

»Die Spitze der Charité möch­te ver­hin­dern, dass Einzelmeinungen von Wissenschaftlern zur Corona-Pandemie in der Öffentlichkeit als Meinung oder Einschätzung der Universitätsklinik ins­ge­samt ver­stan­den wer­den. Der Dekan der Fakultät Axel Pries hat die Forscher auf­ge­for­dert, sich mit öffent­li­chen Äußerungen mit dem Vorstand abzustimmen.

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Bundeswehr hilft bei Überläufern. Berliner Protokolle (9)

Im Sommer 2020 läuft es noch nicht gut mit den Test. Außer bei den dazu ver­pflich­te­ten Reiserückkehrern gibt es kaum Bedarf. Am 31.7.20 ist im Protokoll des Berliner Krisenstabs zur "inter­nen Lage" denn auch die Rede von 2,8 Millionen vor­han­de­nen Teststäbchen:

Was nahe­liegt bei "42 Neuinfektionen" und einer Lage in den Krankenhäusern "sehr weit im grü­nen Bereich" (4.8.20):

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"Als Ausbruch gilt, wenn 2+ Fälle oder mehr Fälle als im bestimmten Zeitraum zu erwarten ist". Berliner Protokolle (8)

Bei "42 Neuinfektionen" und 101 posi­ti­ven Reiserückkehrern bei ins­ge­samt 6.325 Tests ergeht sich das Protokoll der Früh-Telkos des Berliner Krisenstabs vom 11.8.20 wie­der ein­mal in sinn­lo­sem Aktionismus:

Zwei Wochen zuvor wur­de Solches diskutiert:

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