(* Meine Liebste hat mir verboten, nach der dritten Flasche Bier etwas zu schreiben. Recht hat sie, aber es mußte sein.)

»… Nach Meinung des britischen Militärs hat Russland inzwischen anderthalb Millionen Soldaten verloren. Eine halbe Million ist tot, eine Million verletzt. Die Verluste der Ukraine sind vermutlich drei- bis viermal geringer…
Russlands Langstreckendrohnen gerade von Propeller- auf Düsenantrieb umgestellt und sind jetzt viel gefährlicher. Früher konnte die Ukraine 90 Prozent abfangen, im September nur noch 55 Prozent...
Drei Maßnahmen können jetzt helfen. Erstens sollten Deutschland und die übrigen Verbündeten der Ukraine noch stärker bei der Luftabwehr beistehen. Zweitens sollte mehr getan werden, um Russlands Einnahmen zu schmälern. Die Bundesregierung hat nach dem Angriff auf den Flughafen Leipzig/Halle angekündigt, gegen Russlands Tanker-Schattenflotte vorzugehen. Jetzt könnte sie tun, was sie gesagt hat.
Drittens braucht die Ukraine so viel finanzielle Hilfe, dass Russland nicht hoffen kann, sie in die Pleite zu bomben. Selenskyj hat unlängst gesagt, im Haushalt 2026 fehlten 24 Milliarden Euro. Fachleute bei der EU stellen das nicht grundsätzlich infrage, verzögern aber die Auszahlung, weil das Land vereinbarte Reformen vertrödelt. Für 2027 fehlen nach Kiewer Angaben sogar 69 Milliarden. Deshalb sollte das in der EU eingefrorene russische Staatsvermögen von etwa 210 Milliarden Euro noch in diesem Herbst vom belgischen Finanzdienstleister Euroclear und anderen Instituten an die EU selbst übertragen und der Ukraine geliehen werden.
Das würde auch Deutschland und seinen Verbündeten nutzen. Wenn die Ukraine-Hilfe mit russischem Geld finanziert wird, verlieren Parteien wie die AfD oder der französische Rassemblement National das wählerwirksame Argument, zu Hause fehlten Altenpfleger, weil alles Geld in der Ukraine verbrenne.
Hilfe für die Ukraine kostet sowieso weniger als keine Hilfe. 2024 hat das Institut für Weltwirtschaft ausgerechnet, dass Deutschland nach einem russischen Sieg seine Verteidigungsausgaben langfristig auf das Zehn- bis Zwanzigfache der jetzigen Ukraine-Unterstützung steigern müsste, um Russland von weiteren Angriffen abzuschrecken…«
Tolle Idee. Von den Russen geraubtes Geld soll helfen, die AfD in Schach zu halten und die Pflegezu finanzieren. Von der Linkspartei muß Schuller gar nicht sprechen. Das offensichtliche Mißverhältnis zwischen Sozialkahlschlag und Rüstungswahn überläßt sie dem Populismus von rechts. Die Bremer Wirtschaftssenatorin der Linken findet es ganz prima, daß das Land zum Hotspot der Rüstungswirtschaft wird. Bremen galt einmal als vorbildlich wegen seiner Friedensklausen für Forschung und Wirtschaft. Nun feiert die "linke" Senatorin den "Einstellungsboom" der Rüstungsindustrie, wenn die auch "ein bischen gewildert" hat im zivilen Bereich. "Es sei schließlich nur konsequent, wenn der Nachschub für die Bundeswehr nicht im Ausland beschafft werden müsse", sagte sie dem Deutschlandfunk. Kaiser Wilhelm II. hätte ihr damit gewiß den Hosenbandorden verliehen.
Dennoch bleibt es richtig, am 3.10. in Stuttgart und Berlin auf die Friedensdemos zu gehen. Die letzten Demos gegen Wehrplicht und Sozialraub haben gezeigt, daß solche Linkspartei-FunktionärInnen eine korrumpierte Minderheit darstellen.

" Gebt dem Kaninchen eine Möhre extra. Es hat uns allen das Leben gerettet." (Börti Vogts)
Ungefähr auf dem gleichen Niveau wie Schulli-Schnulli.
Schon lustig. Ein Rumäne, der in Warschau lebt und Deutschland als sein Heimatland ansieht. Wenn man der "journalistischen" Propaganda glaubt. Meine Fresse, der oben zitierte und völlig plumpe Unfug passt haargenau zu einem Melnyk-Freund.
Irre ich mich oder war Propaganda früher mal kreativer ? Hört sich für mich alles so an, als ob der Praktikant mal wieder rangelassen worden wäre.
">Die Verluste der Ukraine sind vermutlich drei- bis viermal geringer<", verlautbart die FAZ, die Verlautbarungen des 'britischen Militärs' paraphrasierend.
Soweit mir bekannt, ist das völlig wahnhaft bzw. absolutes Wunschdenken oder schlicht pure Regierungspropaganda.
Der sitzt – und zwar seit bald sieben Jahren – auch die Mehrheit derjenigen ZeitgenossenInnen unter uns auf, die sich selbst dezidiert als "links" bezeichnen, nicht nur die FunktionärInnen der PdL!
Wie das möglich wurde, wie es möglich wurde, dass jahrzehnte lang für linke Werte einstehende Menschen plötzlich massenweise zu faschistoiden Sprachrohren der Regierungspropaganda und der Pharma-Industrie-Interessen wurden, habe ich bis heute weder verstanden noch vergessen – geschweige denn vergeben.
Ich werde morgen am Brandenburger Tor sein. Doch – wie seit Jahren schon – werde ich dort stehen in dem Wissen, dass die Mehrheit der anderen, die dort stehen, mich vor vier Jahren zwangsspritzen lassen wollte.
@Witwesk
Weil überflüssige "Grübeleien" nichts als Zeitverschwendung sind, möchte ich meinen Standpunkt darlegen. (wenn ich darf)
Der eine Teil Ihrer Frage beantwortet sich meines Erachtens schlicht damit, daß man den scheinbaren Überläufern Geldwerte Vorteile in real greifbare Aussichten gestellt hat. Das ist eigentlich so üblich, und sorgt m.b.E. gleichzeitig dafür, daß Aufwendungen erbracht und hinsichtlich der Gewichtung eines idealen Zusammenhanges konstruiert werden. Das Rohmaterial liefert der "politisch-moralische Vordenker". Der/Die meint es aber natürlich "gut" mit den Leuten. Deswegen klingt es ja auch so authentisch. (weil es das dem Grunde nach ja ist)
Ja, man hat Sie – so gesehen – natürlich "verkauft".
Daher sind die neuzeitlichen Philosophen so phantastische Leutchen, der real existierende Liberalismus dagegen so ein fürchterliches plasticsystem.
Trösten sie sich also. Man kann eigentlich nicht einer Wahrheit aufsitzen – bloß einem Betrug. Es ist eine Art "Urheberfrage" und im Fehlen, es "den Menschen selbst" so anzulasten. Um Beispiele zu nennen, verurteile ich weder Niedecken noch Grönemeyer. Vielmehr empfand ich sie noch zu keinem Zeitpunkt meines Lebens für sonderlich authentisch. Gute Musik, gute Ideen, gute Darbietung – Gute "Handwerker"? (wenn man das zu Künstlern überhaupt so sagen darf) Real bedeutete das – schon vor dreißig Jahren – daß man einen "Rechtsframetouch" zu ertargen hatte. Sofern ist weder das, noch das Milieu ein graoßartig anderes geworden.
Es gibt da diese Künstlerin, die einen echten "Nummer-Eins-Welthit" geschrieben hat. (ganz gewaltige Umsätze!) Erfahren hat sie es aber erst aus dem Radio. Ihr name taucht nirgends dabei auf. Die "Plattenindustrie" hat ihr Stück einfach genommen und "verarbeitet". Eine Art "Supermodell" mit einer zugegebenermaßen guten Gesangsstimme und mäßigem Bewegungstalent dient dabei als attraktives Medium des "Produktes". Die kreativen Kräfte gehen leer aus. So funktioniert die "Politik", anfälligerweise die "linke Seite" stärker als "die rechte Seite". Was aber das Beispiel anbelangt. Der geschilderte Fall ist ein einzigartiger – weil er aufgedeckt werden konnte. Keineswegs – und das ist eine Meinungsäußerung – ist irgendetwas daran selten. Aus diesem Grund empfinde ich dieses "System" (welches meiner meinung nach gar keines ist – auch das ist gefaket) asl äußerst bedrückend. Aber ich gebe dem keine Zukunft im Sinne einer etwaigen Nachhaltigleit. Es tötet seine "innovation". Es liegt nämlich im Sinn, daß die Innovation nicht von der "Hegemonie" ausgeht.
So sehe ich das, und deswegen gibt es für mich keine "linke" Parteien, Körperschaften und Organsiationen. Sie "bemühen" sich – das ist Alles, wenn aber auch schon etwas! Man muß mit dem "händeln" – und nicht handeln – was vorhanden ist. Fängt man an damit zu "handeln" wird man selbst so etwas wie "pseudo-sozial-liberal". Und "Pseudo" bricht bei Belastung immer als erstes weg. Man muß ja zum testen nicht gleich "echt" belasten, man darf ja den Geist ruhig etwas bemühen dabei. Wenn ich mein Stuhl kaputt teste weiß ich wohl was er tatsächlich aushält, bloß habe ich dann unter Umständen keinen mehr um drauf zu sitzen. Darüber sollten viele leute mal ein wenig nachdenken. "Demolieren" tut ja bereits der Feind, oder etwa nicht?
Zwar tun alle so als wüßten Sie es, aber am Ende sieht man daß ihr handeln einer Täuschung nachlommt, und man ertappt sich selbst zuweilen auch dabei. Wichtig zu wissen ist bloß Eines dabei. Oft sind es nicht die "Freunde" die eine/n auf seine "Fehler" aufmerksam machen. So sehe ich die "Linke".
Aber wirklich froh bin ich ja darüber daß ich Sie eigentlich gar nicht belehren möchte. Genaugenommen sogar am frohsten – dabei! 🙂
["Mögen" ist ja oft im Leben eine Art "Einbahnstraße"]
- Achso, am allerwenigsten Die Gr – brrrr, pfuih
"Wie das möglich wurde, wie es möglich wurde, dass jahrzehnte lang für linke Werte einstehende Menschen plötzlich massenweise zu faschistoiden Sprachrohren der Regierungspropaganda und der Pharma-Industrie-Interessen wurden, habe ich bis heute weder verstanden noch vergessen – geschweige denn vergeben."
Das geht mir ganz genauso, Und immer wieder frage ich mich, was tun? Ins Schneckenhaus verkriechen? Oder immer und immer wieder hier und da tagtäglich kritische Fragen stellen, die meist unbeantwortet bleiben.
"Meine Liebste hat mir verboten …"
Jetzt verstehe ich, wie Sie es fertig bringen, ständig in Besiztstandswahrungskampfblättern zu schmökern: Sie sind dabei alkoholisiert.
"… Die Verluste der Ukraine sind vermutlich drei- bis viermal geringer…"
Spätestens an dieser Stelle wird klar, dass auch der Redakteur nicht mehr ganz nüchtern war. Da haben sich anscheinend Zwei gefunden.
In diesem Krieg, der mit ferngelenkten Waffen geführt wird, gibt es keine Fronten. Es ist ein Terrorkrieg in dem es auch um die Demonstration neuer Waffen geht hinter dem üble Geschäfte stecken.
Abgesehen von den hirnamputierten Vorschlägen zum Zugriff auf diese Finanzmittel, die der geheiligten Eigentumsgarantie des kapitalistischen Rechtsstaats unterliegen, sollte der Journalist als höriger Systembüttel doch den ganzen Weg gehen und Russland den Krieg explizit erklären. Persönlich. Die Berliner und EU-Regimecliquen dürften sich dem wohl begeistert anschließen. Da muss der "Journalist" noch ein wenig nachlegen müssen.
"…Hilfe für die Ukraine kostet sowieso weniger als keine Hilfe. .."
häh? wie blöd ist das denn?
Ich bin sehr für humanitäre Hilfe. Inkl. Aufnahme aller Kriegsflüchtlinge. Doch so denke ich daran, wie sehr die moderne Kriegsführungsrüstungsindustrie von den innovativen "Erfahrungen" der derzeitigen Kriege profitiert. Anders kann ich mir so einen Hirnfurz nicht erklären.
(Natürlich gibt es ein Leben ohne Alkohol, aber wer will das schon?
Manche meditieren, andere lauschen einfach dem Zischen beim Öffnen)
https://www.beck-aktuell.de/heute-im-recht/rechtspolitik-gesetzgebung/interview-eu-eingefroren-russische-gelder-zentralbank-euroclear-2025–12-19
"Hilfe für die Ukraine kostet sowieso weniger als keine Hilfe."
Komm bitte, geh mit Zügen spielen.
https://anti-spiegel.ru/2026/die-neue-strategie-der-russischen-streitkraefte-scheint-aufzugehen/