Geraume Zeit haben Linke es für ein gutes Argument gehalten, daß der Inlandsgeheimdienst die AfD für in Teilen "gesichert rechtsextremistisch" hält. Nun haben sie den Salat. Die Idiotie, aus der Frontstellung gegen die blaue Partei heraus alles andere mit dem Gütesiegel der Demokratie zu versehen, gipfelte in der Verdrängung des einst vorhandenen Wissens um den Charakter des Verfassungsschutzes. Seine Gründung durch alte Nazis prägte ihn und hat Auswirkungen bis heute. Nicht nur Kommunisten mußten in den Nachkriegsjahren erleben, daß sie von den gleichen Schlapphüten bespitzelt wurden wie im "Dritten Reich" (und nicht selten von den gleichen Richtern eingesperrt wurden). Daß Linke seitdem im Visier des Dienstes stehen, der das bis heute geltende KPD-Verbot und die unseligen Berufsverbote der 70er Jahre mit zu verantworten hat, sollte auch jüngeren Linken geläufig sein. Nun setzt die gesamte Medienwelt zur Hatz auf Elif Eralp an – mit einer Information, die seit langem von ihr veröffentlicht wurde.

Man muß beileibe kein radikaler Linker sein, um die Bespitzelung politischer Aktivitäten zu verurteilen. Rassismus und Straftaten, Terrorbefürwortung und Verleumdungen lassen sich auch ohne Geheimdienste erkennen und bekämpfen. Es sollten dabei auch diejenigen angesehen werden, die Regierungsämter bekleiden.
Der stiere Blick auf die "Ränder", gepaart mit der Gleichsetzung von rot und braun, eröffnet dagegen die Möglichkeit, jegliches nonkonformistische Verhalten mit dem Brandmal der "Verfassungswidrigkeit" zu belegen. Nicht umsonst wurde in der Coronazeit eigens dafür das Ressort der "Delegitimierung des Staates" eingeführt (s.u.). Damit war es möglich, die gesamte Kritik an den repressiven Maßnahmen zu diskreditieren.
Aus diesem Blickwinkel gesehen läßt sich fast als Ehrenerklärung lesen, was der Berliner Verfassungsschutz in seinem Jahresbericht 2025 mitzuteilen hat:

Selbst die notorisch FDGO-hörige "taz" würdigt die Wurzeln der Roten Hilfe, die anders, als der VS behauptet, bereits im März 1933 verboten wurde:
»…Die Rote Hilfe ist die älteste und größte Organisation innerhalb der linken Szene, mit rund 19.000 Mitgliedern: Seit mehr als 100 Jahren unterstützt die Rote Hilfe linke Gefangene, übernimmt Prozesskosten oder verschafft ihren Verfahren Öffentlichkeit.
In den 1920er Jahren war Hans Litten einer der bekanntesten Strafverteidiger der Roten Hilfe, der sich gegen den aufkommenden Nationalsozialismus einsetzte. Als die Rote Hilfe 1933 verboten wurde, gehörte Litten zu den Ersten, die verhaftet wurden. Er kam 1938 im KZ ums Leben. Seit 1951 ist nach ihm die Littenstraße benannt, an der das Berliner Landgericht seinen Sitz hat…«
Wer sich ein Bild von der Arbeit des Vereins machen will, kann das mit der Broschüre "100 Jahre Rote Hilfe 1924 – 2024" beginnen. Überhaupt ist es auch hier sinnvoll, sich (kritisch) mit den Quellen zu beschäftigen; damit hat die Journaille aber nichts am Hut: rote-hilfe.de.
Zur Geschichte des Geheimdienstes siehe:

Bereits vor Jahren habe ich "gepostet" daß es in Deutschland keine "linken Parteien" gibt. Weil sich die Erklärung dazu im Wortvolumen selbst ad absurdum führt (weswegen es so ist wie es ist) verzichte ich darauf.
Der Artikel spricht das Problem ja schon fast direkt an. Weil wir uns aber in einer verschärften deutschen Zensurphase befinden, weiche ich natürlich aus. Wer das Land regiert dürfte klar sein. Wer den "Ton angibt" auch? Jedenfalls gehören die linken Parteien ja zum Land – oder nicht? 😉
Es gab vor vielen Jahrzehnten, in einem vergangenen Jahrtausend eine Fernsehsendung mit dem wunderbaren Titel "Locker vom Hocker – oder es bleibt schwierig". Ein Schelm wer böses dabei denkt, aber der "Showmaster" wurde später zum "Alkoholiker" – zumindest dem Mediennarrativ nach!. – War so!
"Die Wahrheit, ich bitte Sie … !" Zitat nach Professor Doktor med Karl Wilhelm Lauterbach (GröGaZ u.A.)
Ich habe keine Probleme mit einer regierenden Bürgermeisterin, die Mitglied er Roten Hilfe war.
Ich muss mit einem Bundeskanzler leben, der bei Blackrock war, und bis heute nicht offen legen will, in welchen Aktien er sein Millionenvermögen investiert hat. Das ist ein echter Fall für den Verfassungsschutz.
Aber ich kann verstehen, dass die Medien der Kapitaleigner Zeter und Mordio schreien, wenn jemand Konzerne enteignen will, mit denen sich so gut Reibach machen lässt.
Solidarität braucht keinen Verein.
Die Bespitzelung an's Herz gelegt:
(Bevor es in diesen Tagen wieder gefordert wird)
27. Juni 2026
https://www.focus.de/politik/deutschland/der-verfassungsschutz-sollte-sich-die-linkspartei-vornehmen_be2e7f97-c529-4eb8-a89a-cec9a187379d.html
1. Juli 2026
https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/der-verfassungsschutz-sollte-die-linke-verstaerkt-beobachten-200960091.html
"Nicht umsonst wurde in der Coronazeit eigens dafür das Ressort der "Delegitimierung des Staates" eingeführt (s.u.). Damit war es möglich, die gesamte Kritik an den repressiven Maßnahmen zu diskreditieren."
Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell die dann arbeiten können, um was zu ändern/hinzuzufügen, wenn man das tatsächlich will
"Es sollten dabei auch diejenigen angesehen werden, die Regierungsämter bekleiden."
Da darf der Verfassungsschutz erst mal nicht so genau hinsehen
Abgeordnete: Seit dem Bundesverfassungsgericht-Urteil von 2013 (Fall Bodo Ramelow) und der anschließenden Entscheidung des Innenministeriums (2014) sind Bundestagsabgeordnete von der Beobachtung ausgenommen.
Eine Observation von Regierungsangehörigen ist zwar möglich, aber nur als Ultima Ratio bei hinreichendem Verdacht und unter strikter Wahrung der Verhältnismäßigkeit.
Den "normalen" Bürger schützt natürlich kein Gesetz vor Beobachtung
Die Aufregung, dass linke Positionen in Berlin gewählt wurden, ist schön zu beobachten.
Panik will ich es jetzt nicht nennen, aber die Befürchtung, dass es sich auf z.B. NRW ausdehnen könnte, scheint vorhanden zu sein.
Die Reaktion eines Söders ist schon bemerkenswert, wenn auch unnütz
"Im Jahr 2018 forderte der damalige Bundesinnenminister Horst Seehofer ein Verbot der Roten Hilfe."
21. März 2026
https://www.linke.de/de/meldungen/antifa-die-linke-verflechtungen-ngo-finanzierung#:~:text=Die%20Rote%20Hilfe,Gewalt%20zu%20legitimieren.
Würden sich die Abgeordneten der Linke jetzt wieder öffentlich hinter den Verein stellen?
Ich frag nur weil …
Lt. KI:
Eine öffentliche Reaktion des Parteivorstands der Linkspartei auf die Kontroverse um die Bundeswehrübung „Red Storm Charlie“ ist bislang nicht bekannt.
"Nun setzt die gesamte Medienwelt zur Hatz auf Elif Eralp an"
Soll vielleicht auch davon ablenken
(Länderöffnungsklausel, die SPD war für die Option)
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/mietendeckel-gutachten-100.html
https://m.media-amazon.com/images/I/81MoufMyvVL.jpg
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https://www.spiegel.de/politik/deutschland/linkenfraktionschef-pellmann-wird-mitglied-der-roten-hilfe-a-71a03611-8e04-4c4a-9cfc-33a08a597d90
@Petra Steingen: "Linkenfraktionschef Sören Pellmann tritt Verein Rote Hilfe bei" (https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026–10/rote-hilfe-soeren-pellmann-elif-eralp-berlin-linksextremismus)
Hatte ich darunter gepostet -
Der obligatorische demonstrative Vorstoß des Fraktionsvorsitzenden -
Heidi Reichinnek darf auch gerne nachziehen
Da die Linken mal wieder so herrlich zerstritten sind,
hätte ich gerne 1/2/3 Namen/Gesichter jetzt! gesehen, die sich hinter den Verein stellen
Wenn ich mir auch noch ein paar von der SPD-Parteijugend dazu wünsche, bin ich dann unverschämt?