Im letzten Beitrag hatte ich auf die Informationen zur RKI-Ruanda-Connection hingewiesen. Die Reihe endete mit der Rede der damaligen Außenministerin Baerbock bei der Eröffnung einer Biontech-Produktionsstätte in Ruanda. "Ich bin stolz, dass Deutschland dazu beigetragen hat, ein tragfähiges wirtschaftliches Umfeld für die Investition von BioNTech hier in Ruanda zu schaffen", verkündete sie ungeschminkt. Eine Leserin hat diesen Artikel aus dem April 2026 gefunden:

Der Zuschuß aus Steuergeldern ist ein erstes Taschengeld. Er stammt aus dem EU-Projekt Global Gateway, das insgesamt bis zu 300 Milliarden Euro umfaßt. Von den 1,2 Milliarden, die derart bis 2027 als "Investitionen in die Infrastruktur von Entwicklungsländern" fließen sollen, entfallen 550 Millionen* auf die BRD (s. aerzteblatt.de. (18.12.23)
In dem erstgenannten Artikel heißt es weiter:
»Das Herzstück der Fabrik sind BioNTechs modulare „BioNTainer“-Einheiten. Diese digitalen Produktionsmodule lassen sich flexibel auf verschiedene mRNA-Impfstoffe ausrichten—von Malaria und Tuberkulose bis zu künftigen Pandemie-Erregern.
Kontinent produziert bisher kaum selbst
Afrika importiert heute rund 99 Prozent seiner Impfstoffe. Die Afrikanische Union will das bis 2040 grundlegend ändern: 60 Prozent des Bedarfs sollen dann lokal hergestellt werden. Die Kigali-Anlage ist ein konkreter Baustein auf diesem Weg.
BioNTech und die Impfstoff-Initiative CEPI haben sich verpflichtet, Kandidaten gegen Malaria, HIV und Mpox nach erfolgreicher Zulassung zu erschwinglichen Preisen bereitzustellen. Priorität haben dabei afrikanische Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen…«
Damit sich das Geschäft lohnt, wären "künftige Pandemie-Erreger" hilfreich. Der Verweis auf Malaria und Tuberkulose dagegen ist einzig ein PR-Textbaustein, der nichts mit realen Aktivitäten von Biontech zu tun hat, ganz abgesehen davon, daß wieder einmal mit Spritzen anstatt der Verbesserung der Lebensumstände auf Krankheiten reagiert wird. Wir haben es mit einem Rückgriff auf den Frühkapitalismus zu tun, der zumindest im größten Teil Europas als überwunden gilt. Mit Kanalisation und Wohnungsbau sorgte man hier, nicht ohne Widerstand von Kapitaleignern, dafür, daß die notwendige Ware Arbeitskraft nutzbar blieb. Inzwischen scheint dies auch hier obsolet zu werden; für unproduktive Hungerleider in Afrika galten diese Überlegungen nie.
Nirgends floppten die "Corona-Impfstoffe" so wie in Afrika. Nun soll sich der Neger freuen, daß er mit einigen hundert Arbeitsplätzen an der Profitmaximierung europäischer Unternehmen teilnehmen darf. Die Versprechungen Biontechs (wo wären sie als Verpflichtung festgehalten?) sollte man messen an den Zusagen, an deutschen Standorten angeblich nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen. Sie waren bekanntlich Schall und Rauch, ganz ähnlich den vollmundigen Behauptungen zu Wirksamkeit und Sicherheit der "Impfstoffe".
Klartext zur "Entwicklungshilfe"
Den Hintergrund zu den "erschwinglichen Preisen" nennt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung;
»… Das BMZ unterstützt nicht die BioNTech-Fabrik selbst, sondern fördert die nötigen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Produktion in Ruanda als Standort der neuen Anlage: Dazu gehören vor allem die Ausbildung von Fachkräften, die Stärkung der nationalen Regulierungsbehörde und die Schaffung günstiger Standortfaktoren für die weitere Ansiedlung von Unternehmen der Pharmabranche…
Außerdem hat sich Deutschland zusammen mit Partnern dafür engagiert, die Nachfrage nach Impfstoffen made in Africa zu sichern – auch wenn diese am Anfang noch teurer sein sollten als etwa Impfstoffe aus Asien. Dies gelingt über die Stärkung der Impfallianz Gavi als weltweit größte Impfstoffabnehmerin. Sie wird – angestoßen 2022 durch die G7 unter deutscher Präsidentschaft – künftig mehr in Afrika produzierte Impfstoffe abnehmen. Gavi wird zudem den neuen Finanzierungsmechanismus African Vaccine Manufacturing Accelerator (AVMA) einführen, der ab Mitte 2024 die anfangs höheren Herstellungskosten der regionalen Produktion abfedern soll. Geplant ist, den AVMA mit einem Gesamtvolumen von einer Milliarde US-Dollar auszustatten. Diese Maßnahmen werden Gavi in die Lage versetzen, in Zukunft deutlich mehr für Pandemieprävention und ‑bekämpfung zu tun.«
Wie bei Corona: Die "Impfallianz Gavi" kauft teure Produkte auf und subventioniert sie für den Markt. Die Gewinne der Firmen bleiben ungeschmälert, selbst dann, wenn der Absatz allenfalls künstlich hergestellt werden kann.
In Afrika haben die meisten Menschen wahrlich andere Sorgen als westlich inspirierte Pandemien. Zudem haben sie Erfahrungen damit machen müssen, daß vor allem die Bundesregierung die Freigabe von Patenten verhinderte (wofür man inzwischen sehr dankbar sein wird), und damit, wie wohlwollend ihnen Millionen abgelaufene Dosen von AstraZeneca und anderen Herstellern untergejubelt wurden. Siehe dazu:
Über Rückschläge des Vakzinismus auf dem Kontinent wurde auch berichtet in:
Die Obszönität von Unternehmen und Politik wird hier dargestellt:
Und er nu wieder:
(Hervorhebungen in blau nicht im Original.)
* Nicht Milliarden, wie hier irrtümlich stand. Danke für den Hinweis!

Neger sagt man nicht. Es sind Menschen, die eine etwas dunklere Hautfarbe haben.
https://www.youtube.com/watch?v=nr6GyinkWr0
@winnetou: Ich schwanke noch zwischen "Neger#*Innen*#" und "Menschen, die unzulässig und in diskriminierender Weise mit einem N‑Wort bezeichnet werden". 🙂
> Der Zuschuß aus Steuergeldern ist ein erstes Taschengeld
und ein Beweis dafür, daß der Staat finanziell beteiligt ist. Woran wir sehen wessen Interesse dieser Staat vertritt. Die Interessen der Kinder gehören nicht dazu.
@Erfordia…: Nein, der Staat ist nicht finanziell beteiligt. Er hat die Millionen verschenkt, ohne jegliche Gegenleistung.
@aa, haben Sie immer noch nicht begriffen wessen Interessen der Staat vertritt? Ein Staat der in dieser Rolle ganz sicher nichts verschenkt. Aber es ist ja das Ziel der Propaganda, den Menschen zu suggerieren, daß der Staat, würde er seine Steuern nicht verschwenden oder verschenken, mehr für die Kinder seines Volkes übrig hätte.
Hinter jeder Spende die steuerlich absetzbar ist, steckt die staatliche Unterstützung. Und über Drittunternehmen können Sie sogar Spenden an den CCC von der Steuer absetzen. Aber das nur nebenbei.
@Erfordia…: Immer wieder: https://de.wikipedia.org/wiki/Whataboutism
Ach @aa, lesen Sie doch mal Ihren eigenen Artikel. Da steht doch alles drin, nichts Anderes habe ich behauptet.
Es muss sicher 550 Millionen entfallen auf die BRD statt Milliarden heißen.
@Erbsenzähler: Natürlich, danke für das aufmerksame Lesen! Ist korrigiert.
"… "verschiedene mRNA-Impfstoffe ausrichten—von Malaria und Tuberkulose bis zu künftigen Pandemie-Erregern …"
Und werden die Zulassungsverfahren dann auch wieder "teleskopiert", oder braucht man die für Afrikaner nicht?
https://search.brave.com/search?q=Afrikas+Bedarf+an+Impfstoffen&source=web&conversation=099cd56c8e7957cb5d9a6c507dfe36883325#:~:text=Fragen,zehn%20Jahren%20f%C3%B6rdern.
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https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/europa/aussenpolitik/eu-global-gateway-globale-partnerschaften-fuer-demokratische-und-nachhaltige-standards-2606232
ganz unten:
Dafür sollen zwischen 2021 und 2027 Investitionen in Höhe von bis zu 300 Milliarden Euro in einem “Team Europe”-Ansatz mobilisiert werden:
Die EU und ihre Mitgliedstaaten, nationale und europäische Entwicklungsbanken und die Privatwirtschaft arbeiten hierfür Hand in Hand.
Global Gateway ist außerdem der Beitrag der EU und der EU-Mitgliedstaaten zur G7 Partnerschaft für globale Infrastruktur und Investitionen (G7 PGII).
https://search.brave.com/search?q=Global+Gateway+und+die+G7&source=web&conversation=099c4fe70c6aa305ddae7d8fba9d9a3788e9#:~:text=Global%20Gateway%20ist,Synergien%20zu%20nutzen.
"Ziel der Verzahnung ist es, Chinas „Neue Seidenstraße“ durch ein werteorientiertes, transparentes und nachhaltiges Investitionsangebot zu kontern und strategische Partnerschaften zu stärken."
China ist Afrikas größter Handelspartner, aber in einigen Ländern ist die Skepsis gegenüber China gestiegen.
Chinesische Billigwaren verdrängen lokale Industrien und die Schuldenlast durch chinesische Kredite werden als belastend empfunden.
China "hilft" (wie der Westen) – Allerdings auch nicht umsonst:
Die Projekte sind schuldenfinanziert, und manche von ihnen rechnen sich eben nicht
Bei allen Großprojekten karrt China seine eigenen Arbeiter an – es entstehen während der Bauphase also keine oder nur wenige Arbeitsplätze vor Ort.
Zudem bleibt das Know-how grundsätzlich in den Händen Chinas.
Man will nicht mehr abhängig von einem einzelnen Partner sein
Die Bedingungen der Zusammenarbeit werden kritischer hinterfragt und nach einer ausgewogeneren Partnerschaft mit mehr Wertschöpfung vor Ort gesucht.
Während Deutschland und die EU gezielt in den Aufbau lokaler Produktionsstätten in Afrika investieren, konzentriert sich China auf den direkten Verkauf und die Spende seiner bereits produzierten Dosen.
z.B.: Während der "Pandemie"
4. Dezember 2021 -
https://www.deutschlandfunk.de/grosszuegige-impfstoffspende-wie-sich-china-in-afrika-positioniert-gespraech-dlf-45bed6e4-100.html
Allen Akteuren geht es darum, Softpower zu stärken und langfristige politische sowie wirtschaftliche Bindungen zu festigen.
Hier neutralisiert man die Softpower und minimiert dadurch Chinas Einfluss
(und denen ist egal, was das kostet)
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Afrikanische Regierungen spielen "bei der Forschung" mit, wenn man sie nicht hindert
https://theconversation.com/south-africa-amended-its-research-guidelines-to-allow-for-heritable-human-genome-editing-241136