Im August strahlte das ZDF ein Filmchen des passend "frontal" genannten Magazins aus. Neben Framing und anderen Unsachlichkeiten wird dort ein Redner auf einer Gedenkveranstaltung gezeigt und ihm ein falscher Name angedichtet. Darauf angesprochen, reagiert das ZDF angepist, wie es vermutlich selbst schreiben würde:

"… Gezeigt wurde u. a. ein Redner auf einer Gedenkveranstaltung in Magdeburg, dessen Name eingeblendet wurde: »Wolfgang Dockhorn, stellv. Vorsitzender Rotfuchs«. Der war es aber nicht und fragte beim ZDF an, ob das nicht eine Korrektur wert sei. Er erhielt eine strenge Antwort der Obrigkeit in Mainz: »Der Film zeigt einen Ausschnitt aus Ihrem Redebeitrag vom 8. Mai 2026 auf der öffentlichen Gedenkfeier am Sowjetischen Ehrenmal im Nordpark Magdeburg. Eine Persönlichkeitsrechtsverletzung liegt hier nicht vor. Sie sind Vorstandsmitglied des Vereins ›Rotfuchs‹. Die Veranstaltung in Magdeburg wurde in Ihrer Vereinsschrift (29. Jahrgang Nr. 338) wie folgt angekündigt: ›Am Freitag, dem 8. Mai, um 11.30 Uhr, gemeinsames Gedenken der Vereine der ›Initiative für Frieden‹ am Sowjetischen Ehrenmal im Nordpark Magdeburg.« Der unterzeichnende Jörg Göbel setzte abschließend hinzu: »Nach unserer Prüfung« sei der Beitrag nicht zu beanstanden.
Die »Prüfung« hatte allerdings den letzten Satz der Veranstaltungsankündigung im »Rotfuchs« weggelassen: »Es spricht Friedrich Rabe (KPF)«. Was der auch tat. Er war der im Beitrag Gezeigte.
Als Dockhorn das ZDF am Mittwoch auf diesen Satz hinwies, kam prompt eine E‑Mail des Autors Markus Thöß. Er gab an (Rechtschreibung im Original): »Wir haben dann vor Ort eine Frau, so wie einen Mann mit einer Weste, die ggf ein Ordner gewesen sein kann, befragt, wie der Redner heist. Dann wurde Ihr Name genannt. Und es wurde Rotfuchs genannt. Um sicher zu gehen habe ich später selbst einen Kollegen von T Online und einen weiteren Berliner Kollegen befragt. Der sendete mir ein Bild von diesem Herrn mit dem Schriftzug rechts ›Wolfgang Dockhorn‹ … Sollten Sie das tatsächlich NICHT sein, bitte ich Sie mir kurz einen Link o.ä. mit einem Bild von Ihnen zuzustellen.« Er werde sich in aller Form entschuldigen und den Beitrag bearbeiten, »sollte es tatsächlich stimmen«…"
jungewelt.de (11.9.26)
(Hervorhebungen in blau nicht im Original.)

Welche Überraschung.
Ist man vom Ziemlich (dumm)dreisten Framing doch schon seit langem gewohnt.
Gibt es eigentlich Informationen darüber, ob der "Autor" schon dem Grundschulalter entwachsen ist ? Dem Inhaltlichen und der Rechtschreibung nach, eher nicht.