Dem "Tagesspiegel" liegt der handgeschriebene Brief des Tatverdächtigen, der bei den Behörden bekannt ist, vor (s. u.).

»Mit der Veröffentlichung von Fotos bittet die Polizei um Hilfe aus der Bevölkerung bei der Suche nach einem 46-Jährigen, der Sabotageaktionen gegen das deutsche Stromnetz verübt haben soll. Das teilten Behörden in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen am Samstag mit.
Die Behörden fragen, wer den 46-Jährigen kennt, Hinweise zu seinem Aufenthaltsort oder sonstige Informationen zu den Anschlägen liefern kann. Hinweise werden über die Telefonnummer 0331–505950 und das Hinweisportal der Polizei Nordrhein-Westfalen entgegengenommen.
Am Freitag hatten Beamte in der Wohnung des Tatverdächtigen in Dahlem (Berlin) Sprengstoff und 4 Millionen FFP2-Masken gefunden. Später stürmte ein Spezialeinsatzkommando am Nachmittag im rund 100 Kilometer entfernten Niederzier in einem Wald einen Lastwagen, der augenscheinlich zu einem Wohnmobil umgebaut worden war. Der Gesuchte wurde aber nicht vorgefunden.
Dobrindt spricht von „Schwulenextremismus“
Hintergrund der Fahndung sind zwei Bekennerschreiben, die bei mehreren Medienhäusern eingingen und auch der Nachrichtenagentur dpa vorliegen. Die Behörden stufen die Schreiben als authentisch ein. Darin begründete der Verdächtige die Anschläge mit Kritik am Umgang mit seiner Leihmutterschaft. „Das Wissen, was offenbart wird in diesen Schreiben, das ist eindeutiges Täterwissen“, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). Dobrindt zufolge handelt es sich wahrscheinlich um einen Einzeltäter und um „Klimaextremismus“. (Tsp/dpa/AFP)«
Das erste der Bekennerschreiben:


Mit dem Pabst auf der Kanonenkugel
Der Bekennerschreiber*in benutzt eine Linienschablone. Das fällt mir als erstes dabei auf. Frauenhandschrift, würde ich meinen. Schwarze Tinte – ein stockkonservativer Mensch vieleicht. Der Textinhalt ist von vorne bis hinten wohl gelogen. Die Oberflächenpsychologische Tiefenanalyse hat ergeben, daß ein unterdrücktes Beichtverlangen schier unglaubliches an den Tag legt. Das kann auf Kindheitserinnerungen, auch aus dem Unbewust/Verdrängten stammen. In Wahrheit treibt das Wesen etwas um, das womöglich mit der britischen Infrastruktur im Zusammenhang stehen könnte. Es kann sich um längts Verdrängtes handeln, und muß nicht den Sachenbezug aufweisen. Das Schuldverständnis kann sich dabei auf ethisch-moralische Verstöße beziehen, wie zum beispiel ans Soccerheim gepinkelt (hihi) Alles in Allem nichts ungewöhnliches – Verdrängte Schuldkomplexe, Ausweichverhalten, Scheinmoralin, das Übliche. Ja, Leute, so kanns kommen. Immer schön reden, über Alles – miteinander! Individuum im falschen glaubens-ethisch-politischen Körper. Fast klassisch?
SATIRE – vollständig frei erfundene Stellungnahme in der Rolle eines fiktiven Jens Spahns; kein authentisches Zitat und keine Erklärung seines Büros.
»Sehr geehrter Herr AA,
ich muss Ihrer Darstellung in einem entscheidenden Punkt widersprechen: Sie haben mir ein Geständnis zugeschrieben, das nach meiner Kenntnis frei erfunden ist. Das ist zwar bemerkenswert unbürokratisch, aber keine belastbare historische Quellenlage.
Das angebliche Geständnis stammt nicht von mir. Die von Ihnen geschilderte Durchsuchung meines Hauses hat bisher noch nicht stattgefunden. Offensichtlich gab es diese beliebte Maßnahme zur Beweissicherung nur in Ihrem Kopf. Dort sind auch der Sprengstoff und die vier Millionen FFP2-Masken zu finden: in Ihrer oberschwulen Fantasie.
Über die vier Millionen Masken muss ich allerdings ausdrücklich empört sein. Nicht etwa, weil diese Zahl zu hoch wäre, sondern weil sie viel zu niedrig ist.
Die reale Maskengeschichte ist bereits umfangreich genug. Nach Angaben der Bundesregierung waren im Januar 2026 rund drei Milliarden Schutzmasken verwertet worden; die Kosten dafür betrugen rund acht Millionen Euro. Über die ungenutzte Verbrennung berichtete auch der Deutschlandfunk. Das ist alles öffentlich finanziert und nachlesbar.
Vorsorge kostet Geld. Dass anschließend auch das Ende der Vorsorge noch einmal Geld kostet, verlangt allerdings eine etwas ausführlichere Erklärung. Die Masken hatten ein Haltbarkeitsdatum. Die politischen Fragen dazu erfreuen sich erkennbar längerer Haltbarkeit.
Im Haushaltsausschuss werde ich deshalb nach der nächsten Bundestagswahl prüfen, ob die Zahl der tatsächlich verbrannten Masken mit der Zahl der tatsächlich beschafften Masken übereinstimmt. Ebenso wäre zu klären, ob das tatsächlich verbrannte Geld der Steuerzahler besser in echte FFP4-Masken statt in falsche FFP2-Masken hätte gesteckt werden sollen. Als gelernter Bankkaufmann und ehemaliger Eigentümer einer überwiegend fremdfinanzierten Villa in Berlin-Dahlem weiß ich schließlich, wie man solche Zahlen ergebnisorientiert prüft.
Der Bundesrechnungshof hat eine Beschaffung weit über den Bedarf hinaus beanstandet. Die Bundesregierung widerspricht dieser Bewertung. Schon deshalb wäre es hilfreich, wenn am Ende der Aufarbeitung mehr übereinstimmt als die Zustelladresse der Rechnungen.
Nun führt mich meine Fraktion als neues Mitglied des Haushaltsausschusses. Ich nehme das als Gelegenheit, das Sondervermögen des Bundes gewinnbringend auch für mich nachhaltig zu vermehren. Die Steuerzahler haben schließlich bereits erheblich in dieses Anschauungsmaterial investiert.
Es lebe mein eigener christlicher Heiligenschein! Für in Kryptowährung bezahlbare Leihmütter und eine starke von uns fremdfinanzierte Demokratie!
Ihr fiktiver Jens Spahn«
Neinneinnein, das glaube ich nicht. Nach dem Tonkin-Vorfall am Flughafen Leipzig-Halle, glaube ich den Behörden gar nichts mehr. Die Lügen selbst wenn sie furzen. Auch wenn ich mir Jens Spahn als Übeltäter durchaus vorstellen könnte.