Was ist bemerkenswerter? Die Chuzpe, mit der Law-and-order-Politiker auf die bodenlose Schlamperei ihrer eigenen Sicherheitsbehörden reagieren, oder die Souveränität, mit der sich JournalistInnen von "Tagesspiegel", "SZ" etc. im Darknet bewegen?

»Der damalige Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sagte mal 2015 nach einer Länderspiel-Absage wegen einer Terrorgefahr: „Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern“. Nun sind wegen eines Datenlecks in der Berliner Verwaltung geheime Dokumente und Pläne zur Abwehr von Gefahren für die Bevölkerung frei verfügbar im Netz gelandet. Und Sicherheitskreise sind nun selbst extrem verunsichert. Denn Geheimdienste und Terrorgruppen weltweit bekommen nun Informationen, die mit zum Sensibelsten gehören, was eine Verwaltung zu bieten hat…«
"Die Hackergruppe 'Rhyside'", wahlweise "die Gruppierung 'Rhysida' ist den Sicherheitsbehörden bekannt und seit Mitte 2021 aktiv. Sie gilt grundsätzlich als kriminell und finanziell motiviert, betont das Bundesinnenministerium".
»Welche sensiblen Daten sind betroffen?
Es handelt sich einerseits um unzählige Dokumente aus dem Verwaltungsbetrieb, also etwa Verträge, Protokolle, Passwörter. Weiter sind personenbezogene Daten wie Adressen und Telefonnummern oder vertrauliche Personalakten in dem Datensatz enthalten, aber auch viele Steuerunterlagen. Die SZ hat auch Bewerbungsunterlagen gefunden, Mailverkehr und auch viele als „vertraulich“ gekennzeichnete Arbeitspapiere. Aber auch viele sicherheitsrelevante Informationen wie Notfallpläne und geheime Kommunikationskanäle sollen geleakt worden sein.
Was löst besondere Besorgnis aus?
Es finden sich nach SZ-Informationen auch massenhaft sensible Dokumente zu Verteidigungsplänen im Ernstfall, etwa der Schutz gegen Angriffe mit chemischen Mitteln, die Pläne zur zivilen Verteidigung Berlins, zu Kasernen und zu Einrichtungen kritischer Infrastruktur, wie Wasserwerke, Heizkraftwerke, Tanklager, Notstromanlagen und Umspannwerke. Auch Baupläne von Gefängnissen und Informationen über Rüstungsunternehmen sind nun einsehbar im Darknet. Der CDU-Außen- und Verteidigungspolitiker Roderich Kiesewetter sagte der Süddeutschen Zeitung zur Dimension des Vorfalls: „Dieser Datenabfluss ist von gravierendem Ausmaß und gefährdet unsere nationale Sicherheit“.
… [Das alles] "wiegt extrem schwer“, sagt Kiesewetter. Bund und Länder müssen unverzüglich forensisch aufarbeiten, welche Dokumente exakt abgeflossen sind, „und kompromittierte Schutz- sowie Einsatzpläne ohne jeden Zeitverzug grundlegend überarbeiten und anpassen“...
Wie finden Privatbürger heraus, ob sie betroffen sind?
Wer einen Darknet-Zugang hat, kann die Dateien theoretisch durchsuchen, das ist allerdings sehr aufwendig und mit einem gewissen Risiko verbunden. Die Berliner Verwaltung will Personen, die in den abgeflossenen Daten auftauchen, je nach Risikoeinschätzung informieren…«
Erstaunlich, daß die "SZ" keine Anleitung für den Zugang ins Darknet mitliefert. "Zunächst hatte die Berliner Senatskanzlei erklärt, dass nur öffentlich zugängliche Daten bei dem Angriff abgeflossen seien. Das stellte sich als falsch heraus". Eine recht lapidare Formulierung, die andererseits gewiß auch auf weitere Berichte über tatsächliche oder vermeintliche Anschläge zutrifft.
Nach jetzigem Stand…
»… Innensenatorin Iris Spranger (SPD) zufolge ist die Wahl zum Abgeordnetenhaus am 20. September in Berlin technisch gegen Hackerangriffe abgesichert. Eine vorübergehende Störung der Website des Landeswahlleiters erkläre sich dadurch, dass das Landesnetz durch die Systemanalysen stark belastet gewesen sei. „Nach jetzigem Stand sind dort keinerlei Daten abgeflossen“, sagte sie dem Hauptstadtportal berlin.de. Die Wahl sei sicher nach Angaben der Sicherheitsbeauftragten…«
Der Irrweg der Digitalisierung, die systemisch zu derartigen Vorfällen führt, was durch exzessives Sparen der öffentlichen Verwaltung noch forciert wird, ist kein Thema.
Zudem wird allerorten die Privatisierung der IT ausgeweitet. Die landeseigene Charité etwa setzt auf den US-Anbieter Epic und stellt dafür 200 Millionen Euro bereit. Zusätzlich kooperiert sie mit der Firma Schwarz Digits, die dem Handelsriesen mit den Unternehmen Lidl und Kaufland gehört; siehe dazu ausführlich:
und

Ich hätte gern die komplette, gehackte Datei zum Download, wenn es sie im Internet gibt. Dann weiß ich, wer im Berliner Senat in Berlin ab 2020 die Coronaverordnungen formuliert und ins Netz gestellt hat. Dann könnte ich den mal fragen, warum er nicht dagegen remonstriert hat, falls er Beamter oder Beamtin im Senat ist oder gewesen ist. Ob der Typ selbst "covidschutzgeimpft" ist, wäre auch interessant, aber nicht allzu sehr. Und was er sich wohl dabei gedacht hat, so einen Unsinn zu formulieren und zu veröffentlichen. Ja, ja, er selbst war nicht schuld, das war ja sein Vorgesetzter damals im Senat. Irgendwer muss den Schutzverordnungs-Schwachsinn doch geschrieben und abgesegnet haben.
"Dann könnte ich den mal fragen, warum er nicht dagegen remonstriert hat, falls er Beamter oder Beamtin im Senat ist oder gewesen ist. Ob der Typ selbst "covidschutzgeimpft" ist, wäre auch interessant, aber nicht allzu sehr. Und was er sich wohl dabei gedacht hat, so einen Unsinn zu formulieren und zu veröffentlichen. Ja, ja, er selbst war nicht schuld, das war ja sein Vorgesetzter damals im Senat. Irgendwer muss den Schutzverordnungs-Schwachsinn doch geschrieben und abgesegnet haben."
@ Hexe mit dunkelroten Haaren
https://www.t‑online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_101432374/afd-sieg-justizministerin-stefanie-hubig-ruft-beamte-zu-widerstand-auf.html
Auszug T‑Online:
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat Beamte in Sachsen-Anhalt aufgefordert, sich rechtswidrigen Weisungen einer möglichen AfD-Landesregierung zu widersetzen. "Beamtinnen und Beamte schwören einen Eid auf die Verfassung", sagte Hubig den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Sie müssen sich an Recht und Gesetz halten. Wenn ein Beamter den Eindruck hat, dass ihm rechtswidrige Weisungen erteilt werden, muss er die Bedenken intern klar äußern." Ein Beamter könne sich nicht darauf zurückziehen, "dass man nur tue, was ihm gesagt wurde", fügte sie hinzu.
—Auszug Ende.
Oh doch. Alle, echt alle Coronamaßnahmentexter, Verordnungsgeber haben das getan. Sie haben die abartigen brutalen Verbote formuliert, sie ins Netz und in den Fernseher gebracht. Alle, alle (bis auf wenige Ausnahmen von Beamten) haben gehorcht, Frau Hubig. Nur zwei auf einer Bank! Abstand 1,5 Meter! Quarantäne 14 Tage oder länger! Sonst Bußgeld! Sie sind gesund, nur ein positiver PCR-Test mit ein paar Restnachweisen irgendeiner Infektion? Egal, Quarantäne, sagt das Gesundheitsamt. Und? Arbeiten da keine Beamten? Im Senat von Berlin, in jeder Senatskanzlei wurden Coronamaßnahmen einfach durchgewunken. Schulen schließen? Remonstration gegen offensichtlichen Schwachsinn? Ach was. Das gehört sich nicht. Die Pflicht des deutschen Beamten zur Remonstration gegen Maskenpflicht im Freien? Maskenpflicht wo auch immer? Maskenpflicht bei Kindern? Richter Dettmar wurde VERTEUFELT, Frau Hubig. Schon vergessen? Seltsam, die plötzliche Sinneswandlung einer SPD-Politikerin, sehr mysteriös.
05.09.2026, 16:54 Uhr – Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
Aktuelle Lage nach dem IKT-Vorfall – Zentrale Steuerungseinheit in der Senatskanzlei eingerichtet
Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:
Nach der Veröffentlichung der gestohlenen Daten aus der Berliner Verwaltung werden diese Dateien mit Hochdruck ausgewertet. In der Senatskanzlei wurde eine zusätzliche Steuerungseinheit unter Leitung des Chief Digital Officer (CDO), Florian Hauer, eingerichtet, die die Sichtung, Prüfung und Bewertung der abgeflossenen Daten koordiniert und die beiden betroffenen Senatsverwaltungen bei der Information und Beratung der betroffenen Bürgerinnen und Bürger sowie der Unternehmen unterstützt. In die Steuerungseinheit werden das Landeskriminalamt Berlin (LKA), die beiden Senatsverwaltungen, die Landesdatenschutzbehörde, der Landesbevollmächtigte für Informationssicherheit im Land Berlin und andere Sicherheitsbehörden eingebunden. Auch die Information von staatlichen Stellen des Landes und des Bundes beim Abfluss sicherheitsrelevanter Daten wird durch diese Steuerungseinheit sichergestellt.
Die forensischen Untersuchungen und Ermittlungen dauern noch an und werden mit größter Intensität fortgesetzt. Die zuständigen Sicherheitsbehörden und die IT-Forensiker im Auftrag des Landes Berlin prüfen die betroffenen Systeme und die veröffentlichten Daten mit höchster Sorgfalt. Die Analyse der Daten folgt einer risikobasierten Priorisierung. Wenn auf Basis dieser Priorisierung unmittelbare Erkenntnisse auftreten, die sicherheitskritische Behörden oder Einrichtungen betreffen, treten die Senatsverwaltungen unverzüglich mit diesen in Kontakt.
Vorrang hat die Sicherheit der Berlinerinnen und Berliner, der Beschäftigten im Land Berlin und der Partner des Landes Berlin. Das Land Berlin informiert transparent und zeitnah über die Ergebnisse der Untersuchungen. Aus ermittlungstaktischen Gründen wird es aber auch erforderlich sein, nicht jedes Untersuchungsergebnis unmittelbar zu veröffentlichen.
Bei dem Hackerangriff handelt es sich um eine äußerst schwere Straftat und einen Angriff auf das Land Berlin. Im Interesse der Sicherheit des Landes Berlin ist es wichtig, die verbreiteten Informationen etwa über Soziale Netzwerke sorgfältig zu prüfen und derzeit nicht überprüfbare Meldungen nicht weiter zu verbreiten.
Der Senat und die beiden betroffenen Senatsverwaltungen arbeiten eng mit dem LKA Berlin, der Staatsanwaltschaft Berlin, dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und weiteren Sicherheitsbehörden im Bund und Land zusammen. Das LKA als auch die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt haben in der vergangenen Woche jeweils sogenannte Besondere Aufbauorganisationen (BAO) eingerichtet. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen koordiniert für sich alle Maßnahmen über einen eingesetzten Krisenstab. Darüber hinaus arbeitet der IKT-Notfallstab bis auf Weiteres weiter.
Beide Senatsverwaltungen haben für die Bediensteten eine Ansprechstelle eingerichtet. Die Beschäftigten sind dazu informiert worden. Ehemalige Bedienstete wenden sich bei Fragen an ihre jeweilige Dienstbehörde. Sofern im Rahmen der Analyse der abgeflossenen Daten einzelne betroffene Personen identifiziert werden, werden diese risikobasiert, entsprechend der gesetzlichen Vorgaben der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und des Berliner Datenschutzgesetzes von den zuständigen Senatsverwaltungen informiert. Dies gilt nicht nur für die Beschäftigten, sondern auch für Personen, die in diesen Dateien aufgeführt sind.
Betroffene, deren Daten veröffentlicht werden, sollten Strafanzeige erstatten – entweder über die Internetwache der Polizei Berlin oder über jede örtliche Polizeidienststelle.
Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin: „Es ist sehr schwere Straftat gegen das Land Berlin begangen worden. Das LKA und die betroffenen Senatsverwaltungen werten nun mit Hochdruck die gestohlenen Daten aus. Wir werden die betroffenen Beschäftigten, Berlinerinnen und Berliner so schnell wie möglich informieren, beraten und unterstützen. Wir sind mit den Sicherheitsbehörden des Bundes in engem Austausch. Ich danke den Sicherheitsbehörden in Berlin und auch im Bund für die große Unterstützung in den vergangenen Tagen.“
@holger blank: Noch mal die Bitte, hier keine ellenlangen Pressemitteilungen einzustellen. Ein Link und eine Zusammenfassung sollten genügen.
aber warum? die liest doch keiner, wenn sie verlinkt sind. die pressemitteilung liefert kontext. die zusammenfassung einer pressemitteilung ist irgendwie sinnlos, daß die ellenlang sind, daür kann ich nichts, ich habe sie nicht geschrieben.
was stört Sie an Pressemitteilungen,? Ich denke, sie vertiefen Ihren Beitrag, der Post wird für die Zukunft wichtiger, wenn Ihr Archiv ins Museum kommt. Die Lesezeit der Besucher wird nicht erzwungen, oft stelle ich die Pressemitteilung ein, wenn der Beitrag schon nicht mehr aktuell ist. Wie gesagt, kostet es Geld, Speicherplatz? es ist ja nicht einmal eine Meinungsäußerung von mir, mit der ich mich verdächtig oder wichtig machen möchte.
Ich brauche schon ein Argument von Ihnen, sonst müssen Sie meine Beiträge halt löschen, denn ich kann Ihrer Bitte nicht entsprechen, denn ohne Argument wirkt sich diese "Bitte" wie ein Zweifel aus, warum soll ich hier überhaupt etwas schreiben?
Die Pressemitteilung tut etwas zur Sache, wenn sie das nicht tut, wird sie von Ihnen gelöscht, wie Sie das ja auch schon getan haben. Verweise können auch verschwinden, hier sind sie meiner Meinung nach sicher aufbewahrt. Vielleicht tragen sie auch zu einem Erkenntnisgewinn bei.
@holger blank: Ich fürchte, die Kommentare werden schnell unübersichtlich, wenn jeder User im Volltext dort einstellt, was ihm gerade wichtig ist.
Am bemerkenswertesten (oder am Allerwertesten ? Vorbei ?) ist wohl, daß es für dieses immer gleiche Geschwafel drei "Autoren" gebraucht hat.
Haben Sie schon die Lidl-App? Die Kaufland-Card? Elektronische Patientenakte? Haben sie brav die unverschämten Fragen zum Mikrozensus beantwortet?
Sicher sind sie auch bald im Darknet. Wer wollte nicht schon mal mit Namen in der Öffentlichkeit stehen.
in aller kürze:
06.09.2026, 18:03 Uhr – Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
Nach dem IKT-Vorfall – Weiteres Datenpaket veröffentlicht
Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:
In der Nacht von Sonnabend auf Sonntag, 6. September 2026, haben die Täter nach dem Cyberangriff auf das Landesnetz Berlin ein weiteres Datenpaket veröffentlicht.
Gegenstand der neuen Veröffentlichung der Angreifer auf das Landesnetz Berlin sind unter anderem Zugangsdaten. […]