Krankenkassen schwimmen im Geld

»Minister Carsten Linnemann (CDU) sag­te, die Ergebnisse für das erste Halbjahr gäben kei­nen Anlass zur Entwarnung. „Die Ausgabendynamik über­steigt wei­ter­hin die Zuwächse bei den Einnahmen deut­lich. Diese Entwicklung muss gestoppt wer­den, um die Beitragssatzspirale zu brechen.“…

Von Januar bis Ende Juni stan­den bei den 93 Kassen Einnahmen von 188,9 Milliarden Euro Ausgaben von 186,3 Milliarden Euro gegen­über. Dabei stie­gen die Ausgaben für medi­zi­ni­sche Leistungen nun um 7,4 Prozent und damit etwas weni­ger stark als im Vorjahreszeitraum mit 7,7 Prozent. Die Zuwächse lägen aber wei­ter­hin deut­lich über dem lang­fri­sti­gen Durchschnitt, hieß es dazu.«

»… Seit dem Ende der Coronapandemie sta­gniert die deut­sche Gesamtwirtschaft: 2023 und 2024 schrumpf­te das Bruttoinlandsprodukt leicht, 2025 stand unter dem Strich nur ein Mini-Wachstum von 0,2 %…

Ganz anders die Pharmabranche: Sie ver­zeich­net stei­gen­de Produktion, wach­sen­de Beschäftigung und hohe Investitionen in Forschung, Entwicklung und neue Anlagen. Nach Daten des Instituts der deut­schen Wirtschaft ent­fal­len rund 3 % der Bruttowertschöpfung des deut­schen Verarbeitenden Gewerbes auf die Pharmaindustrie, die Produktivität je Beschäftigten liegt mit gut 200.000 Euro deut­lich über vie­len ande­ren Industriezweigen. „Die Pharmaindustrie ist ein Wachstumsanker in einer sonst schwä­cheln­den Industrie“, heißt es dazu in einer Branchenanalyse und die­se Rolle gewinnt mit Blick auf den demo­gra­fi­schen Wandel und den medi­zi­ni­schen Fortschritt wei­ter an Gewicht…«

3 Antworten auf „Krankenkassen schwimmen im Geld“

  1. Pharma und Rüstung sind die "Wachstumstreiber". Armselig das zu beju­beln. Beides ist nicht gera­de ein Zeichen für eine gesun­de und fried­li­che Gesellschaft…jaja ich weiß, Russland ist schuld. Die arme Nato hat sich aus rei­ner Notwehr bis an die Grenzen aus­ge­brei­tet. Medikamentalisierung macht die Menschen nicht gesün­der, auch wenn sie manch­mal Leben rettet.

  2. Verschiedene Industrien ein­fach mit Durchschnittwerten zu ver­glei­chen, ist abso­lu­ter Unsinn. Professionell gespro­chen: Die "Peer Group" muss eben ver­gleich­ba­re Unternehmen und Strukturen ent­hal­ten. Als Beispiel: Die Metallindustrie mit ihrer Vielfalt zu ver­glei­chen mit einer Pharmaindustrie passt allein schon struk­tu­rell nicht (Arbeitnehmerzahlen, Umsatzzahlen). 

    Eine sol­che Zahl ins media­le Universum gequakt ist zwar tol­le Propaganda, aber nicht mehr.

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