Die Überschrift im "Tagesspiegel" ist irreführend. Aus einer Mitteilung des Senats geht hervor, daß in den 1,5 Millionen erbeuteten Dateien auch Daten von Unternehmen und BürgerInnen zu finden sind. Der demnächst abgewählte Senat hatte sich geweigert, zwei Millionen Euro "Lösegeld" zu zahlen. Eine Diskussion um die niemals zu gewährleistende Sicherheit von ePA, digitalem Euro und anderen Projekten findet nicht statt. Die Digitalisierung und Cloudisierung öffentlicher Daten sind so heilig wie die "Impfung" und der Antihybridismus.

»… Die Hacker hatten nach eigenen Angaben im August sechs Tage lang unbemerkt Zugriff auf die Netze der beiden Senatsverwaltungen für Bauen und Verkehr. Der Senat wies eine anschließende Lösegeldforderung zurück und zahlte kein Geld. Daraufhin veröffentlichte die Gruppe am Freitagnachmittag um 15.35 Uhr 5,26 Terabyte mit 1.439.893 Dateien im Darknet zum Download…
Abgeflossen sind laut den bislang einsehbaren Ordnernamen auch Mails zu Krankmeldungen sowie Impfungen sowie Scans von PCR-Testergebnissen.
Auch private und familiäre Daten befinden sich unter den erbeuteten und ins Darknet gestellten Unterlagen, etwa Geburtsurkunden der Kinder von Angestellten und Scans von Personalausweisen. Auch Notfalllisten mit privaten Telefonnummern zahlreicher Mitarbeiter sind einsehbar…
Heikle berufliche Unterlagen sind ebenfalls abgeflossen. Es handelt sich um Mitschriften von Personalgesprächen, Beurteilungsgesprächen, Mitarbeiterentwicklungsplänen. Auch Bewährungsfeststellungen und Führungszeugnisse befinden sich darunter. Abitur- und Studienzeugnisse sind ebenso wie Arbeitszeugnisse von vorangegangenen Tätigkeiten einsehbar. Wie befürchtet sind ebenfalls Bankkontodaten von Mitarbeitern ins Netz gestellt worden.«
In der Senatsmitteilung heißt es, das LKA habe eine "Besondere Aufbauorganisationen (BAO) eingerichtet". Auch einen Krisenstab gibt es wieder. Kontrafaktisch ist die Aussage von Florian Hauer, Chief Digital Officer des Landes Berlin: "Die Sicherheit der Beschäftigten im Land Berlin und der Berlinerinnen und Berliner steht für uns im Vordergrund".
