365 Millionen Nutzer betroffen

Nicht ganz so steht es dort. Da es aber welt­weit über 400 Millionen Outlook-User gibt, kommt es hin.

dpa /​tages​spie​gel​.de (31.8.26)

»Ein groß­flä­chi­ger Ausfall bei Microsoft hat am Montagabend den E‑Mail-Verkehr von Millionen Nutzern welt­weit beein­träch­tigt. Betroffen sind sowohl Unternehmenskunden von Microsoft 365 als auch pri­va­te Nutzer des E‑Mail-Dienstes Outlook.

Wie der US-Softwarekonzern am Abend auf sei­nen offi­zi­el­len Statusseiten bestä­tig­te, kommt es zu erheb­li­chen Problemen beim Login sowie beim Empfang und Versand von E‑Mails. Zahlreiche Anwender mel­de­ten zudem, dass Postfächer nicht mehr syn­chro­ni­siert wer­den und die Anwendung einfriert.

Fehler in der Cloud-Infrastruktur

Nach Angaben von Microsoft liegt die Ursache in der Cloud-Infrastruktur von Exchange Online. Ein Fehler in einer zen­tra­len Authentifizierungs- und Verbindungskomponente ver­hin­dert dem­nach den ord­nungs­ge­mä­ßen Zugriff auf die Mailserver…

Wann der Dienst welt­weit wie­der voll­stän­dig und ohne Einschränkungen zur Verfügung steht, ließ Microsoft zunächst offen.«

Vor einem knap­pen Jahr waren Outlook-User schon ein­mal fast einen gan­zen Tag aus­ge­sperrt. Auch damals waren nicht die all­fäl­lig ver­ant­wort­lich gemach­ten rus­si­schen Hacker am Werk. Die Cloudisierung der Kommunikation und des wirt­schaft­li­chen Handelns wird zuneh­mend kon­tra­pro­duk­tiv und gefähr­lich. Wenn eine sol­che Technik auch noch in der Verfügungsgewalt weni­ger Monopolisten liegt, dürf­te Verwunderung über der­ar­ti­ge Desaster fehl am Platze sein.

2 Antworten auf „365 Millionen Nutzer betroffen“

  1. > Wenn eine sol­che Technik auch noch in der Verfügungsgewalt weni­ger Monopolisten liegt, dürf­te Verwunderung über der­ar­ti­ge Desaster fehl am Platze sein.

    Genau das ist des Pudels Kern!

  2. Selbstverständlich ist dies kon­tra­pro­duk­tiv und gefähr­lich. Je kom­plex-inte­grier­ter das System, desto höher die Wahrscheinlichkeit der Störung. Und daher: Die Logik gebie­tet, exakt dies zu ver­mei­den. Neben der Frage von Quasi-Monopolen.

    Wer auf Daten zu nahe­zu allen Dingen ange­wie­sen ist, setzt nicht auf nur einen Anbieter, son­dern arbei­tet mit einer Fallback-Lösung. Zwecks Zugriff auf vor­han­de­ne Daten, Sicherung vor­han­de­ner Daten und der Arbeit mit Daten bei Ausfall. Und dies betrifft nicht nur Unternehmen und Organisationen. Gerade des­halb, da mit Störungen immer zur rech­nen ist. Je komplexer …

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