Reichsmarschall Christoph ist der kalte Krieg zu lau

Der ganz im Baerbockschen Verständnis "Diplomatische Korrespondent der Chefredaktion" weiß wie alle ande­ren Sterndeuter: "CIA-Chef John Ratcliffe fliegt zu einem Blitzbesuch nach Moskau – offen­bar mit der Absicht, die rus­si­sche Führung vor einem Angriff auf Nato-Gebiet zu war­nen". Offenbar ist ihm auch: "Anfang August haben 'Unbekannte' einen Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig ver­übt. Die Spuren wei­sen nach Moskau." Die Tüttelchen ken­nen Ältere noch von der "soge­nann­ten DDR". Einer sei­ner feuch­ten Träume geht so:

»… Die Nato sah auch Grund, ihre Aufklärung rund um die rus­si­sche Exklave Kaliningrad zu ver­stär­ken. Dort ist rus­si­sches Militär kon­zen­triert. Dort ste­hen Iskander-Raketen, die auf Ziele in Deutschland gerich­tet sind.

Kaliningrad hat auch eine Schlüsselrolle, falls Putin Litauen angreift. Und damit die Bundeswehrbrigade, die dort zum Schutz der Nato-Ostflanke auf­ge­baut wird…«

Dann wird end­lich ab 5 Uhr 45 zurückgeschossen.

Aus der Zauberkugel des Marschalls ist auch zu erfahren:

»… Putins Gedankenwelt war auch ein wich­ti­ger Aspekt bei Ratcliffes Flug nach Moskau. US-Experten befürch­ten, dass Russlands Präsident die rea­le Lage in der Ukraine nicht kennt und mög­li­cher­wei­se auch die Bereitschaft der Nato und der USA zur Gegenwehr falsch beur­teilt. Er sitzt iso­liert im Kreml, umge­ben von Ja-Sagern.

Putin hat Ratcliffe nicht emp­fan­gen. Er tele­fo­niert nur mit Donald Trump. Auch das kann zu Fehlwahrnehmungen führen…

Er über­schätzt die Fähigkeiten des rus­si­schen Militärs. Sein Realitätsverlust macht die Lage umso gefähr­li­cher…«

Aber: "Deutschland ist heu­te nicht vor­be­rei­tet. Und das könn­te ihn erst recht ermun­tern".

Ist der Russe nun ein über­schätz­ter Papiertiger? Oder ist er im näch­sten Jahr angriffs­fä­hig? Dem rea­li­täts­ver­trau­ten Westen und sei­nen "Experten" kann das schnup­pe sein. Dem wirt­schaft­li­chen Niedergang wie dem Tiefststand des Ansehens in der Welt kann aus ihrer Sicht nur durch mas­si­ve Investitionen in die Rüstung begeg­net wer­den. Wie die öko­no­mi­sche Krise und der Einflußverlust nach 2020 mit staat­li­chen Nachfrageprogrammen ("Impfstoffe", Masken, Beatmungsgeräte etc.) und umfas­sen­der Propaganda ein­ge­dämmt wer­den soll­ten, geschieht dies nun mit der "Verteidigungsindustrie". Ob es dann wirk­lich zum Krieg kommt, kann den Rüstungskonzernen so egal sein wie der Pharmawirtschaft eine Pandemie.

8 Antworten auf „Reichsmarschall Christoph ist der kalte Krieg zu lau“

  1. jeden­falls wird putin mit "hit­ler" iden­ti­fi­ziert: putin sitzt iso­liert (von was? vom volk? von der rea­li­tät?), ein­sam und ver­las­sen, im füh­rer­bun­ker und hal­lu­zi­niert den end­sieg, umge­ben von stie­fel- und spei­chel­leckern. putin lebt in einer phan­ta­sie­welt. er ist bereit, die welt in den abgrund zu stür­zen, wenn er unter­geht. Sein Weltuntergang soll der all­ge­mei­ne Weltuntergang sein … usw.

  2. Die Frage, ob Russland und der Leibhaftige selbst Deutschland und Europa oder gar die Nato angrei­fen aus eigen­stän­di­gem Antrieb, ist so absurd, dass sie nicht mehr gestellt wer­den muss. Es gibt kei­nen plau­si­blen Grund. Es gibt nichts zu gewin­nen. (Die Frage der Abwehr eines Angriff selbst ist eine ande­re Fragestellung).

    Es ist eben­so schlicht eine Tatsache, dass der west­li­che Finanzkapitalismus an immer neue Grenzen stößt. Die bedeu­tend­ste die­ser Grenzen ist die feh­len­de Nachfrage, wie im Beitrag genannt. Es ist eine Spirale nach unten, da nicht die Einsicht besteht, dass nur eine Abmilderung des Vorgehens mit der "Gewährung" der Weitergabe von Produktivitätsgewinnen über­haupt das (finanz)kapitalistische System auf Dauer sta­bi­li­sie­ren kann. Egoismus und kurz­fri­sti­ges Profitstreben ste­hen der durch­aus bekann­ten Lösung des Problems für den Finanzkapitalismus ent­ge­gen. Der "Erzkapitalist" Nick Hanauer hat dies recht nett schon vor lan­ger Zeit zusammengefasst.

    Im Finanzkapitalismus wird zudem die Grundregel des­sen ver­ges­sen, wozu "Geld" über­haupt benö­tigt wird. Unabhängig davon, wie viel ein Einzelner davon möch­te. Grundlegende Definitionen haben schon ihre Bedeutung …

  3. Warum gibt es von Journalisten eigent­lich "Kommentare"?

    Wen inter­es­siert ein rotie­ren­des Fabulieren im frei­en Rausch, außer den Standegenossen aus der Anti-Putin- und Vakzinistenszene, die sich damit bei Gönnern und Mäzenen ein­schlei­men, und sich für höhe­re Aufgaben empfehlen?

  4. "Er tele­fo­niert nur mit Donald Trump. Auch das kann zu Fehlwahrnehmungen führen…"

    https://​inde​pen​dent​.co​.uk/​n​e​w​s​/​w​o​r​l​d​/​a​m​e​r​i​c​a​s​/​u​s​-​p​o​l​i​t​i​c​s​/​t​r​u​m​p​-​r​u​s​s​i​a​-​c​i​a​-​w​h​i​t​e​-​h​o​u​s​e​-​r​a​t​c​l​i​f​f​e​-​b​3​0​4​1​0​0​1​.​htm

    "Ist der Russe nun ein über­schätz­ter Papiertiger? Oder ist er im näch­sten Jahr angriffsfähig?"

    https://www.welt.de/politik/ausland/article6a912cd18a7786c19f336cc4/ukraine-krieg-cia-chef-john-ratcliffe-gab-in-moskau-laut-new-york-times-eine-duestere-einschaetzung-ab.html#:~:text=US%2DPr%C3%A4sident%20Donald,Nato%2DTerritorium%20angreifen.%E2%80%9C

    Es reicht voll­kom­men, wenn man 

    Russland Putin Druck

    in den Browser eingibt.
    Dann sieht man, war­um er zu der Einschätzung gelangt

    Dazu kommt der Verlust an Soldaten

    https://​www​.han​dels​blatt​.com/​p​o​l​i​t​i​k​/​i​n​t​e​r​n​a​t​i​o​n​a​l​/​r​u​s​s​l​a​n​d​-​u​k​r​a​i​n​e​-​k​r​i​e​g​-​s​o​-​h​o​c​h​-​s​i​n​d​-​d​i​e​-​v​e​r​l​u​s​t​e​a​k​t​u​e​l​l​-​a​n​-​d​e​r​-​f​r​o​n​t​-​i​n​-​d​e​r​-​u​k​r​a​i​n​e​/​1​0​0​2​0​1​6​6​7​.​h​tml

    Und in die­ser Situation hat Russland nix ande­res zu tun, als dar­über nach­zu­den­ken, wann er uns denn end­lich angrei­fen kann?
    Warum rüsten wir noch mal?

    "Er sitzt iso­liert im Kreml, umge­ben von Ja-Sagern."
    A.H., 45

    —————————————————————————-
    Christoph von Marschall

    Der hat's eben drauf, der kann das
    Kritik zu der Biografie über Michelle Obama 

    Lt. KI
    Marschall gab zu, kein per­sön­li­ches Gespräch mit Michelle Obama geführt und auch kei­ne Weggefährten inter­viewt zu haben.
    Kritiker bemän­geln daher, dass das Buch eher eine Sammlung von Eindrücken und Interpretationen als eine fun­dier­te Biografie ist.
    Das Buch wird als lang­at­mig und mit zu weni­gen neu­en Fakten beschrie­ben. Einige Rezensenten fan­den die Darstellung der Kindheit und Studienjahre vor­wie­gend mit Autorendeutungen gefüllt. 

    ————————————————————————-
    John Ratcliffe

    https://​www​.texas​tri​bu​ne​.org/​2​0​1​9​/​0​8​/​0​2​/​t​e​x​a​s​-​r​e​p​-​j​o​h​n​-​r​a​t​c​l​i​f​f​e​-​s​a​i​d​-​h​e​-​a​r​r​e​s​t​e​d​-​3​0​0​-​i​m​m​i​g​r​a​n​ts/

    https://​www​.theat​lan​tic​.com/​i​n​t​e​r​n​a​t​i​o​n​a​l​/​a​r​c​h​i​v​e​/​2​0​2​5​/​0​1​/​r​a​t​c​l​i​f​f​e​-​d​n​i​-​c​i​a​-​t​r​u​m​p​/​6​8​1​1​97/

  5. Na, das ist ja mal wie­der interessant.
    Zeitungsberichte mit ein­ge­bet­te­ten Ausschnitten aus dem Radio-Interview wur­den entfernt.
    Ich fra­ge mich, wie lan­ge der Link noch funk­tio­niert hat

    Hier das Original

    https://www.youtube.com/watch?v=BETaTAmZqds&pp=ygUgVHJ1bXAgcmFkaW8tSW50ZXJ2aWV3IEdsZW5uIEJlY2s%3D

    ab Min. 1:30 und nur kurz

    Das Radio-Interview fand am 26.8.2026 statt
    Der Kommentar ist vom 28.08.2026

    Nur noch weni­ge Artikel sind in der alten Form zu finden

    https://​www​.medi​ai​te​.com/​m​e​d​i​a​/​n​e​w​s​/​s​p​e​c​u​l​a​t​i​o​n​-​t​h​a​t​-​w​a​s​-​c​r​a​z​y​-​g​l​e​n​n​-​b​e​c​k​-​p​r​e​s​s​e​s​-​t​r​u​m​p​-​o​n​-​c​i​a​-​d​i​r​e​c​t​o​r​s​-​v​i​s​i​t​-​t​o​-​m​o​s​c​ow/

    https://www.deseret.com/politics/2026/08/26/president-trump-says-he-will-look-into-beef-processing-regulations-new-interview-glenn-beck-dolly-parton-and-russia/#:~:text=%E2%80%9CK%C3%B6nnen%20Sie%20mir,Besuch%20in%20Russland.

    Eingebettet in ande­re aktu­el­le Themen in den USA
    (vor­letz­ter Absatz)

    In dem Artikel in "The Independent" wur­de berich­tet, dass der Besuch ledig­lich das halb­jähr­li­che (übli­che) Treffen der Geheimdienste war.
    Ein Treffen mit Putin war nie geplant/​vorgesehen.

    Hier ist von dem "ein­sei­ti­gen Vorschlag" die Rede

    https://eu.usatoday.com/story/news/politics/2026/08/26/donald-trump-john-ratcliffe-cia-moscow-russia/91471785007/#:~:text=Doch%20der%20ukrainische,Verhandlungen%20zu%20beenden.

    Lt. KI
    Laut Wall Street Journal schick­te Trump Ratcliffe geheim nach Moskau – selbst rang­ho­he Mitarbeiter des Weißen Hauses und des Militärs wuss­ten vor­her nichts davon.
    Das Weiße Haus, die CIA und das Pentagon woll­ten sich nicht dazu äußern.
    Einziger Bezugspunkt auf der Pentagon-Seite:
    Parallel zu Ratcliffes Moskau-Besuch rei­ste einer der wich­tig­sten Pentagon-Strategen zu Gesprächen mit US-Kommandeuren und der NATO nach Europa – was auf eine koor­di­nier­te Linie zwi­schen Geheimdienst und Militärapparat hin­deu­tet, aber nicht als direk­te Reaktion auf den Besuch inter­pre­tiert wer­den kann.

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