
Keine Werbung kommt heute ohne Expertentum aus. Es wird auch diesmal von der Charité geliefert:
»… Nimmt man durch Tablette und Spritze gleich viel ab?
Ja, die Effekte auf das Gewicht seien vergleichbar, sagte Endokrinologin Nina Meyer von der Berliner Charité bei einem Presse-Briefing des Science Media Centers (SMC). Der wesentliche Vorteil sei, dass Patientinnen und Patienten nun die Wahl hätten, ob sie Spritzen oder Tabletten bevorzugten. Manche hätten zum Beispiel Angst vor Spritzen. Am Ende sei es eine Frage der Präferenz…
Gibt es Nebenwirkungen?
Es können Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen oder Verstopfen auftreten, so Meyer. Bisherige Studien zu Abnehmmitteln mit GLP-1-RA hätten gezeigt, dass die Nebenwirkungen meist mild bis moderat und selten schwer sind…
Eine persönliche und qualifizierte Beratung in einer Apotheke sei wichtig.«
Schlappe 200 Euro im Monat kostet das Produkt mindestens:

Die Redaktionsleiterin der Lobbyorganisation Science Media Center sieht nur auf den ersten Blick aus wie eine prominente Vakzinistin. Ihr Geschäft ist das gleiche.

Über den Hintergrund des SMC wurde in Wir lieben Aufklärung. informiert. Daraus stammt auch dieses (tonlose) Video:
Zu Wegovy siehe neben anderen Beiträgen auf diesem Blog:
Im Beitrag Pharma pfeift, Regierung spurt wurde im Juni diese Aufstellung gezeigt.
»… Wie entwickeln sich die Umsätze der Top‑Pharmafirmen?
… Eli Lilly: Wachstum um 32 % durch Mounjaro und Zepbound…
Deutsche Vertreter unter den Top 20
Nur zwei deutsche Unternehmen schaffen es in die globale Spitzengruppe der Top-Pharmafirmen:
- Bayer: 51,7 Mrd. US‑Dollar Umsatz
- Boehringer Ingelheim: 27,7 Mrd. US‑Dollar
- Die Merck KGaA (22,8 Mrd. US‑Dollar) liegt knapp außerhalb der Top 20.
Die 20 umsatzstärksten Pharma-Firmen der Welt
- Johnson & Johnson – 88,8 Mrd. US-Dollar
- Roche – 67,0 Mrd. US-Dollar
- Merck & Co – 64,17 Mrd. US-Dollar
- Pfizer – 63,63 Mrd. US-Dollar
- AbbVie – 56,33 Mrd. US-Dollar
- Novartis – 50,32 Mrd. US-Dollar
- Bristol Myers Squibb – 48,30 Mrd. US-Dollar
- AstraZeneca – 54,07 Mrd. US-Dollar
- Sanofi – 42,68 Mrd. US-Dollar
- Eli Lilly – 45,03 Mrd. US-Dollar
- GSK – 39,28 Mrd. US-Dollar
- Novo Nordisk – 40,52 Mrd. US-Dollar (vormals Platz 17)
- Amgen – 33,42 Mrd. US-Dollar
- Boehringer Ingelheim – 27,7 Mrd. US-Dollar
…«

Auch bei den Kartoffelbauern geht es nur um Profite. Kam gestern im Fernsehen.
"Eine persönliche und qualifizierte Beratung in einer Apotheke sei wichtig."
Wer weiß, mit ein wenig Glück bekommt man dort noch weitere Medikamente angedreht oder gestochen.
Im Übrigen geht es auch hierbei nicht um die Nachfrage. Genausowenig wie in Sachen Wohnen.
"Die erwartete Nachfrage" – klassische Werbestrategie, plumpe Suggestion, wer's glaubt…
Und für alles eine Pille, Scheiß auf Ursachen-Suche.
Der klassische bzw. moderne Schlangenöl-Verkäufer. Und Käufer.
Kleiner Tipp am Rande : vielleicht sollte sich die Redaktionsleiterin ein etwas knalligeres Signalrot besorgen und das Brillengestell wechseln, dann klappt's auch mit der Aufmerksamkeit…
Interessant wär noch, mit welchem Produkt die größten Pharmafirmen die größten Gewinne machen.
Erwartete Nachfrage kann man erzeugen durch penetrante TV-Werbung und ständigen Angstporno überall.