…, auf die nur eine dpa-Redakteurin kommen kann. Und was sagt Karl Lauterbach?

Frau Herzog schafft es, die von den RKI-Modellierern gerade erst "hochskalierten" Zahlen (s. Nur so geht exponentielles Wachstum) noch einmal sinnfrei zu steigern: "Zehntausende Menschenleben hat die Hitze in diesem Jahr nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts allein in Deutschland gekostet". Die Angabe ist frei erfunden, auch wenn man bereit ist, dem R‑KI Glauben zu schenken.
Das benennt zwar keinen einzigen realen Todesfall wegen Hitze (es gibt sie natürlich), sondern schätzt nach abwegigen Kriterien: "Die geschätzte Anzahl hitzebedingter Sterbefälle ergibt sich aus der Differenz zwischen der modellierten Anzahl von Sterbefällen mit und ohne Hitze", wobei Hitze bei 20° C beginnt. Derart kommt das Institut auf 11.900 Fälle in diesem Jahr. Die "Experten" gehen so weit, daß sie in ihren Vergleichen mit Vorjahren ebenfalls keine realen Toten einbeziehen, sondern wiederum die eigenen Schätzungen heranziehen.
Die "MOPO" plaziert den Artikel praktischerweise im Ressort "Politik & Wirtschaft", nicht unter "Gesundheit". Das muß am Namen der Autorin liegen 🙂 – auf ihrem xing-Pofil wird gefragt:

Alter kalter Kaffee ist dieses:

Das einzige, das davon geblieben ist, sind Hitzewarnungen im Radio und per SMS. Mehr hatte Lauterbach auch gar nicht angekündigt.
An und mit Hitze Verstorbene sind geeignet für Panikmache, darüber hinaus interessieren sie "Politik & Wirtschaft" nicht. Dabei gibt es selbstverständlich Menschen, deren lädierter Gesundheitszustand durch große Hitze noch mehr verschlechtert wird. Insbesondere in zubetonierten Großstädten mit übermäßig versiegelten Böden – hier trifft das Wort "menschengemacht" wirklich zu – sind sie gefährdet. Das hat etwas zu tun mit dem Privateigentum und Renditeerwartungen. Sie haben in den meisten Kommunen ein sehr viel höheres Gewicht als das Gemeinwohl. Die Ansiedlung von Immobilienkonzernen und "Start ups", egal zu welchem Zweck, gerne für die Rüstungsproduktion, verspricht Steuern und hin und wieder Arbeitsplätze. Bäume, Grünflächen, Wasserspender sind dagegen Kostenfaktoren.
Die Ergebnisse des "Niedrigwasser-Gipfels" sprechen für sich. Mehr Verkehr soll auf die Straße geleitet werden, die marode Gütertransportsparte der Bahn kommt dafür nicht in Frage. Der private Autoverkehr wird sich auf die Landstraßen verlagern, womit auch dort die Luft beeinträchtigt wird. Es wird mehr Staus geben und die Forderung erwachsen, doch bitte noch mehr schöne Autobahnen zu bauen. Auch ohne abstrusen Klimamodellierungen zu verfallen, wird man erkennen können, daß dieser Weg kaum geeignet ist, künftige Hitzeperioden einzudämmen. Mit Autobahnbau verdient die Baumafia aber wesentlich mehr als mit Radwegen. Die damit verbundene Steigerung des "Bruttoinlandsprodukts" wird uns verkauft als ebenso großartige Ankurbelung von "Wettbewerbsfähigkeit", "Unabhängigkeit" und "Resilienz" wie bei den Rüstungsprogrammen.

Frage für einen Nachbarn:
Wie kann ein Staat der sein eigen Volk mit Füßen tritt diesem Volk gegenüber behaupten es schützen zu wollen!?
Mit Zuckerbrot und Peitsche!
" … zwischen der modellierten Anzahl von Sterbefällen mit und ohne Hitze", wobei Hitze bei 20° C beginnt."
Danke. Und diesen Schwachsinn betrachten offensichtlich "gewöhnliche" Personen, die sogenannte Nachrichten konsumieren, als Wahrheit.
Bevor man von Todesfällen wegen Hitze spricht, müsste man erst einmal eine Definition kennen. Derzeit sind wir bei "an, mit oder durch Hitze". Sind im Übrigen die 20° C nicht ein wenig zu hoch? Warum nicht 15° C? Und wie verhält sich dies in Grönland?
"Was dahinter steckt".
Fein, wieder jemand, der die absolute Wahrheit ™ verkündet.
Das ist doch bestimmt eine der zahllosen Schwestern vom Brodt.