Die Nervosität in den Regierungsparteien steigt, je näher die Landtagswahlen rücken.

»… Tschentscher: Man sollte nicht auf stabile Zeiten hoffen
In einer Welt, "in der Trump, Putin und Chinesen aufeinander losgehen", könne man nicht mehr auf stabile Zeiten hoffen, sagte der SPD-Politiker weiter. Das bedeute, dass man die disruptiven Veränderungen, die auch die Wirtschaft belasten, immer mitdenken müsse – auch bei den Erwartungen an ein Anspringen der Konjunktur. "Das neoliberal-konservative Motto "man muss nur die Steuern senken, dann geht es ab wie Schmidts Katze" ist noch nie aufgegangen", stellte der SPD-Politiker fest…«
Wohl wahr. Allein, dieses Motto ist spätestens seit Gerhard Schröder Grundlage der SPD-Politik. Tschentschers Beschreibung der Welt ist recht unvollständig. Zu ihr gehört auch, daß Meloni und Sánchez aufeinander losgehen, die deutsche mit der französischen Rüstungsindustrie spinneerbfeind ist, im Kabinett Merz gegeneinander gepöbelt wird und einiges mehr.
Daß niemand in den Redaktionen dpa-Meldungen auch nur überfliegt, bevor sie veröffentlicht werden, ist hinreichend bekannt. In diesem Fall ist das erkennbar an der übereinstimmenden Übernahme dieses auf den ersten Blick unvollständigen Satzes: "Deshalb könne man sich keine breitflächigen Steuersenkungen, sondern müsse die Einnahmen in den Blick nehmen, sagte Tschentscher".

Da habe ich doch glatt "Fäkalpolitik der Bundesregierung" gelesen.
Trifft es wohl deutlich besser.
Und daß besagter Herr T‑Punkt "die Einnahmen in den Blick nehmen" (vulgo : sich die Taschen vollstopfen) will, ist ja nun wahrlich keine Überraschung mehr.
Aber so lange alle weiter immer schön mitmachen, dies für unabänderlich halten und brav/untertänig den Mund halten (bzw. noch nicht einmal darüber diskutieren/kommunizieren), wird das solchen Gestalten wohl auch in Zukunft gelingen.