Kontakt zwischen der Drohne und einem Mitarbeiter. Biologischer Abstrich

»Bisher hat­te nie­mand die post­so­wje­ti­sche Enklave im nörd­li­chen Kaukasus auf dem Schirm. Erst Hinweise befreun­de­ter Nachrichtendienste brach­ten den Durchbruch. Investigativjournalisten konn­ten die win­zi­ge Typenkennung entschlüsseln.

Auf Skipetarisch, der Sprache, die in jener Region zwi­schen Karpaten und Tatra nur von weni­gen Menschen gespro­chen wird und die ent­fernt ver­wandt ist mit dem Nordkoreanischen, war ein Aufkleber ange­bracht. Mit Hilfe Künstlerischer Intelligenz konn­ten die Experten damit bewei­sen, daß die Angriffswaffe aus Altbeständen des ehe­ma­li­gen Kombinats "Roter Rotor" stammt…«

Das klingt albern und ein wenig an den Haaren her­bei­ge­zo­gen? Viel mehr als die fol­gen­de Darstellungen von "Tagesschau" und "Berliner Morgenpost"?

Man soll­te der Polizei nicht alles glau­ben. Sondern dem Inennenministerium:

»Inzwischen erklär­te das Innenministerium gegen­über den Obleuten des Innenausschusses des Bundestages jedoch, die Maschine sei wohl doch leer gewe­sen. Aus dem Ministerium heißt es, mitt­ler­wei­le gebe es einen neu­en Ermittlungsstand: Demnach habe das ukrai­ni­sche Flugzeug kurz zuvor Munition aus Frankreich über Leipzig in Richtung Osten trans­por­tiert. Die Maschine soll jedoch ohne Munition nach Leipzig zurück­ge­kehrt sein.

Nach Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden sol­len Mitarbeiter des Flughafens am ver­gan­ge­nen Dienstagabend gegen 23:42 Uhr eine Drohne bemerkt haben, als sie "schwe­bend" zwi­schen zwei Antonov-Frachtflugzeugen der staat­li­chen ukrai­ni­schen Fluggesellschaft "Antonov Airlines" über dem Boden flog.

Daraufhin, so heißt es in dem Behördenbericht, sei es zu "einem Kontakt zwi­schen der Drohne und einem Mitarbeiter" gekom­men. Die Drohne habe anschlie­ßend auf dem Boden gele­gen…«

Ist das etwa nicht Grundschulpoesie vom Feinsten? (Ich habe nicht die Fassung in leich­ter Sprache zitiert, son­dern das Original im Ressort "Investigativ").

Es kommt noch dol­ler. Angeblich schweb­te das Gefährt seit mehr als vier Stunden durch das Flughafengelände, bevor der Mitarbeiter, der laut ande­ren Berichten als "Guide einer Touristengruppe, die im Rahmen einer Besichtigungstour mit einem Bus auf dem Flughafengelände unter­wegs war", in Kontakt mit ihm geriet:

»… Die Ermittler konn­ten nach Informationen von WDR, NDR und SZ inzwi­schen auch Aufnahmen von Überwachungskameras am Flughafen aus­wer­ten. Die Sichtung von Kameras des Sicherheitsleitstandes, der zen­tra­len Überwachungs- und Koordinierungszentrale des Flughafens, soll erge­ben haben, dass die Drohne offen­bar bereits um 19:28 Uhr aus dem süd­li­chen Bereich in den Flughafen ein­ge­flo­gen und anschlie­ßend auf dem Vorfeld gelan­det war.Auf den Videoaufnahmen soll kein erneu­ter Aufstieg der Drohne zu sehen sein. Offenbar aber schweb­te die Drohne eini­ge Stunden spä­ter in gerin­ger Höhe zwi­schen den gepark­ten ukrai­ni­schen Frachtflugzeugen, als der Flughafenmitarbeiter sie bemerk­te…«

Das ist noch nicht das Ende der Räubergeschichte:

»… Nach dem Fund der ver­däch­ti­gen Drohne wur­de der Flugverkehr vor­über­ge­hend ein­ge­stellt. Dies hat­te zur Folge, dass ein aus Marseille kom­men­des DHL-Frachtflugzeug, das gera­de lan­den woll­te, wie­der durch­star­ten muss­te. Dabei soll die Maschine, so heißt es in inter­nen Behördenberichten, bei einer Geschwindigkeit von rund 500 km/​h auf der Höhe des Flughafenzauns mit einem Gegenstand kol­li­diert sein…

Experten stell­ten eine Beschädigung der Maschine im Frontbereich fest. Nach Informationen von WDR, NDR und SZ wur­de ein "bio­lo­gi­scher Abstrich" vor­ge­nom­men, der nega­tiv aus­fiel, wes­halb ein Vogelschlag als unwahr­schein­lich gilt…«

Faustdick

Auch die "Entschärfer des LKA Sachsen wis­sen etwas: "Ein etwa faust­gro­ßes Paket Sprengstoff soll dem­nach an dem Fluggerät befe­stigt gewe­sen sein".

Die "Berliner Morgenpost" berich­tet am 7.8.26 in ihrer Druckausgabe, daß in die­sem faust­gro­ßen Paket "offen­bar… meh­re­re Hundert Gramm explo­si­ven Materials ver­baut waren… Manche spre­chen inof­fi­zi­ell von bis zu 800 Gramm". Online weiß das Blatt:

»… Nach Informationen der „Bild“-Zeitung war der an der Drohne gefun­de­ne Semtex-Sprengstoff wohl in eine her­kömm­li­che Konservendose gefüllt worden…

In der Drohne sol­len die Ermittler wei­ter­hin zwei SIM-Karten gefun­den haben, mit denen mög­li­cher­wei­se die Drohne und die Abwurfvorrichtung gesteu­ert wor­den sind…«

Damit dürf­te sicher­ge­stellt sein, daß als deren Besitzer über kurz oder lang jemand wohn­haft Москва, Никитников переулок, дом 2, подъезд 5 ermit­telt wer­den wird. Es sei denn, sie wer­den dem tap­fe­ren Busfahrer/​Guide zuge­ord­net, dem ande­ren­falls ver­mut­lich ein Bundesverdienstkreuz zuteil wer­den wird.

(Hervorhebungen in blau nicht im Original.)

3 Antworten auf „Kontakt zwischen der Drohne und einem Mitarbeiter. Biologischer Abstrich“

  1. Zitat:

    "…Es kommt noch dol­ler. Angeblich schweb­te das Gefährt seit mehr als vier Stunden durch das Flughafengelände, bevor der Mitarbeiter, der laut ande­ren Berichten als "Guide einer Touristengruppe, die im Rahmen einer Besichtigungstour mit einem Bus auf dem Flughafengelände unter­wegs war", in Kontakt mit ihm geriet:"

    Mit guten Nerven und einer "gesun­den Portion Abgestumpftheit" aus­ge­stat­tet, kann man sich bei Bedarf u.a. täg­lich auf diver­sen rus­si­schen regie­rungs­na­hen Webseiten (1) anschau­en (glei­ches gilt für die ukrai­ni­sche Seite), wie schnell bzw. plötz­lich die Zerstörung oder beson­ders auch der Tod für den ein­zel­nen Soldaten kommt, der von solch einer Drohne gebracht wird.

    Aber klar, die Russen war­ten ja schließ­lich höf­li­cher­wei­se auch noch bis 2029 mit ihrem Angriff auf die NATO, so wie die­se ein­fach so auch stun­den­lang eine Angriffsdrohne ganz in der Nähe ihres ver­meint­li­chen Zielobjekts her­um­flie­gen las­sen, damit auch ja noch genug Zeit bleibt, um die­se dann mit blo­ßen Händen auf der Luft zu fischen zu können

    (1) >>> https://​south​front​.press/​l​a​b​e​l​/​a​n​a​l​y​s​is/

    1. Update/​Korrektur?!?!:

      Zitat:

      "…um die­se dann mit blo­ßen Händen…"

      Oder war es doch mit den blo­ßen Füßen? 

      Man weiß es nicht…

  2. Ah, die nord­ko­rea­ni­sche Sprache. Wie muß man sich den Unterschied zu dem Südkoreanischen (?) vor­stel­len? In etwa wie Sächsisch zu Westdeutsch? – Gänsefleisch.

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