
In der "taz" ist zu lesen: »Eine Person in goldenem Pailletten-Sakko umarmt einen LKA-Mann, der neben ihr steht, lässt kurz die Hand auf seiner Schulter liegen und sagt: „Hey, danke, das muss man ja auch mal sagen.“ „Na klar!“, sagt der LKA-Mann. „Wenn was ist, einfach Bescheid geben.“« Im Deutschlandfunk bedankt sich eine Teilnehmerin überschwenglich, weil der CSD ohne die schwerbewaffnete Polizei nicht möglich gewesen wäre.
Es ist richtig, sich Gewalt und Ausgrenzung von Schwulen, Lesben, anderen sexuellen Minderheiten wie auch Obdachlosen und "als nichtdeutsche Gelesenen" entgegenzustellen. Viele der Demonstrierenden werden vor einigen Jahren "Querdenkern" und anderen MaßnahmekritikerInnen die empörte Frage gestellt haben, mit wem sie auf die Straße gingen (mit rechten Demokratiefeinden). Andererseits ist es für sie kein Problem, heute mit Demokratiefeinden der Mitte zu demonstrieren. Bundes- und Landesprominenz der Regierungsparteien gab es zuhauf auf der Demo. Unmut über deren sozialen Krieg gegen Unten und den rasanten Abbau von Bürgerrechten war nicht vernehmbar.
Bleiben wir im Klischee und vermuten, daß nicht wenige CSD-KämpferInnen damals so stolz ihre Impfpflaster vorgezeigt haben wie heute die Regenbogenfahne. Beides steht für Gratismut, jedenfalls in den Metropolen, wenn auch sicher nicht in ost‑, süd- und westdeutschen Landgemeinden. Sie besaufen sich mental an einer eingebildeten Gemeinschaft von "Demokraten gegen rechts und Islamismus" wie zuvor an der Volksgemeinschaft gegen ein "menschheitsgefährdendes neuartiges Virus".
Gegen die planmäßige Etablierung der Bundeswehr im öffentlichen Raum mittels Corona haben sie ebenso wenig Einwände erhoben wie jetzt gegen die vermeintliche Selbstverständlichkeit der lockeren Polizeicolts und Maschinenpistolen auf Demos. Vermutlich sind sie ehrlich besorgt, daß die AfD demnächst den Faschismus einführe. Die faschistoiden Trends dort, wo deren Verbündete und Bewunderte die Macht haben oder hatten (Ungarn, USA, Polen, Argentinien…), geben ihnen Argumente. Wie bei Corona übersehen sie geflissentlich, daß ihre Bündnispartner bei "Solidarisch queer. Haltung zeigen – für eine Zukunft ohne Angst" genau diejenigen sind, die via Islamismus, Russenphobie und Pandemie Ängste erzeugen, um so immer mehr Recht und Ordnung im extrem konservativen Sinn durchzusetzen. (Und darüber hinaus immer mehr so verzweifelt wie erfolglos auf die Migrationskarte setzen, die von Rechtsaußen wesentlich besser in Stimmenfang umgesetzt wird.)
Fällt den QueerdenkerInnen auf, daß der "linksextremistische Anschlag" auf die Berliner Stromversorgung so wenig Aufklärungswillen erfährt wie der vermutliche oder vorgebliche islamistische auf den Berliner CSD? Offenbar reicht es ihnen wie dem medialen Mainstream, ein Narrativ für die eigenen Interessen zu nutzen.
»Die Lastwagen im Umzug wurden von großen Unternehmen wie Lufthansa Technik, Vattenfall, Beiersdorf oder Eurowings gesponsert. Auch die SPD und die Feuerwehr waren mit eigenen Trucks vertreten, ebenso die evangelische Kirche, der Landesverband der Hospiz- und Palliativarbeit und das Universitätsklinikum Eppendorf. «
n‑tv.de (1.8.26)
Pfizer ist diesmal nicht dabei. Zu den VakzinistInnen aus Eppendorf gibt es hier einiges zu lesen.
Davon, daß der Christopher Street Day aus militanten Straßenschlachten gegen eine übergriffige und repressive Staatsgewalt hervorgegangen ist, wollen die heutigen TeilnehmerInnen des Karnevals der Geschlechter schon mal gar nichts mehr wissen. (Ich weiß, es gibt Ausnahmen.)
(Hervorhebungen in blau nicht im Original.)

Neulich gelesen. Der Fall "van der Lubbe" (Reichstagsbrand) wurde als Anlass genommen die Todesstrafe im NS-Gebrauch (-mißbrauch!) anzuwenden. Das war dem holländischen Arbeiter und Schwergeschädigten vermutlich beim Prozess noch nicht so ganz klar.
siehe auch:
https://de.wikipedia.org/wiki/Marinus_van_der_Lubbe
Im Link wird auf eine Exhumierung hingewiesen, mit der man Vergiftungen beim Angeklagten nachwisen wollte. Dazu zwei Bemerkungen. Ein derartiger "Nachweis" wäre nichts weiter als ein "Schuss ins Blaue" hinein. Zudem war der Angeklagte schwer krank. Warum unbedingt "Drogen" bzw. Gifte im Spiel gewesen sein müssen erschließt sich nicht. Der Marinus van der Lubbe soll bei seinen Prozessterminen teilnahmslos gewirkt haben.
Zwei Dinge dürften tatsächlich so gewesen sein. Der stark sehgeschädigte junge Mann dürfte Probleme bei der Orientierung gehabt haben. Zudem wird eine Gehbehinderung erwähnt, was die These der Mittäterschaft untermauert. Dazu übelstes "Framing" aus verschiedenen Richtungen.
Trotz guter Indizienlast wurde eine Beteiligung der antiliberalen NSDAP, scheinbar bis heute nicht ermittelt. Das frägt sich Konnte oder wollte man nicht?
Das Fragezeichen hinter der Überschrift bzgl. "Q‑Kommunizy" ist wohl gerechtfertigt. Bei der "Szene" piept's wohl ein klein wenig, nicht erst seit jüngst? Sorry, eine Pure Außenbetrachtung!
Warum sollte es bei solchen 'Festivitäten' anders zugehen als beim großen Teil der Gesellschaft ?
Sich exponieren und Party machen, um viel mehr geht es da nicht.
Als Kölner kann ich ein Liedchen davon singen. Das ist nichts anderes als Karneval im Sommer. Mit ähnlichen Exzessen.
"Haltung zeigen". Gääähn. Wenn es nur nicht so aufgesetzt und wenig natürlich wirken würde. Der Begriff des 'Gratismutes' scheint mir da schon sehr angebracht.
Ich vermisse bei solchen Events (anders kann man das wohl kaum bezeichnen) irgendwie die fehlende Integrität.
Man kann ja gerne feiern; aber bedient euch nicht irgendwelcher Pseudo-Gründe oder geriert euch als Widerstandskämpfer.
Was zugegebenermaßen sicherlich auch von Polit- und Medien-Selbstdarstellern befeuert wird.
https://www.youtube.com/watch?v=VRKjcG1Mw78
"Im Inneren Kreis (2019) [Dokumentarfilm] | Film (deutsch) (with english Subtitles)
11.984 Aufrufe Premiere am 21.05.2023 #hamburg #spionage #roteflora
November 2014: Die Verdeckte Ermittlerin Iris P. wird medienwirksam enttarnt. Schritt für Schritt kam heraus: Sie ermittelte fast sechs Jahre undercover unter dem Tarnnamen Iris Schneider in der linken Szene und der Roten Flora in Hamburg. Sie forschte politische Zusammenhänge und Menschen aus, führte dabei enge Freundschaften und ging intime Beziehungen ein. Kein Einzelfall. Das Staunen war groß, als in den folgenden Monaten noch zwei weitere verdeckte Ermittlerinnen in Hamburg aufflogen: Maria B. und Astrid O. Auch sie arbeiteten mit ähnlichen Methoden wie Iris P. und spionierten viele Jahre in der linken Szene. Nicht nur in Hamburg. Auch im idyllischen Heidelberg hat sich der Polizist Simon B. 2010 eigens an der Universität immatrikuliert, um linke Studierende auszuspähen, die nicht im Traum damit gerechnet hätten, einmal ins Fadenkreuz staatlicher Überwachung zu geraten. Eindrucksvoll erzählen die Protagonisten des Dokumentarfilms IM INNEREN KREIS aus ganz unterschiedlichen Perspektiven ihre Geschichten. Überwachte Menschen aus dem Umfeld der Roten Flora in Hamburg und junge Studierende aus Heidelberg, aber auch politisch und juristisch Verantwortliche kommen zu Wort, wie der frühere Generalbundesanwalt Kay Nehm, der seine Sicht auf einen der Einsätze schildert."
An dieser Stelle wird das anachronistische Verhalten der queeren Community wirklich schäbig. Sie scheinen nicht wirklich an einer Normalisierung ihrer sexuellen Orientierung interessiert. Sie wollen wie ein rohes Ei behandelt werden und auf ein Podest gehoben werden. Sie interessieren sich nur für sich. Sicher tue ich mancher engagierten queeren Person Unrecht. Dann bitte ich um Verzeihung. Ich habe leider selbst anderswo so einen Spitzeleinsatz am Rande miterlebt. Es zerreißt viele Leben und Freundschaften, sprengt Gruppen. Das ist mit Sicherheit der gewollte Effekt.
„Demokraten gegen rechts und Islamismus" wie zuvor an der Volksgemeinschaft gegen ein "menschheitsgefährdendes neuartiges Virus".
Faschismus ist eine Ausprägung einer totalitären Ideologie. Eine totalitäre Ideologie muss nicht zwingend faschistisch sein. Sie kann ebenso gut beispielsweise religiös sein. Entscheidend ist ihr Anspruch, die Gesellschaft zu sein. Corona in der „Spitzenzeit“ kann durchaus als totalitäre Ideologie verstanden werden im Hinblick auf das (imaginäre) Ziel, das Virus zu vernichten. Und selbstverständlich benötigt jede totalitäre Ideologie Feindbilder.
„Andererseits ist es für sie kein Problem, heute mit Demokratiefeinden der Mitte zu demonstrieren.“
Mit dem Begriff der Demokratie sollte man vorsichtig sein. Allein schon aufgrund der Unschärfe der Definition. Was ist eine Demokratie? Kann es eine echte Demokratie tatsächlich geben? Liegt in den sogenannten demokratischen Staaten nicht vielmehr eine „betreute Demokratie“ vor, die die bestehenden Verhältnisse auf keinen Fall grundsätzlich ändern darf? Leben wir in einer Postdemokratie, die demokratieentkernt ist? Oder ist es eine Mischung, mit der Tendenz, die Fassade zu erhalten und generalsaniert ein „getarntes“ totalitäres System zu betreiben. Sind wir nicht an oder gar über der Grenze vom autoritären zum kaschierten totalitären System?
„Vermutlich sind sie ehrlich besorgt, dass die AfD demnächst den Faschismus einführe.“
Es wäre für ein totalitäres Regime kaum akzeptabel, wenn kein echter Glaube, Enthusiasmus, Hingabe etc. für die Ziele einer totalitären Ideologie existieren würde. Ein autoritäres System kann mit einer privaten Ebene, die dies negiert, existieren. Eine totalitäre Ideologie und ein totalitäres System eben nicht. Hier liegt eben nicht nur eine eindimensionales ideologisches System vor, sondern ein facettenreiches, sich sowohl ergänzendes als auch widersprüchliches System. Merke: Der Erfolg ist entscheidend. Wie sehr die Realität gebogen wird, ist ein Mittel zum Zweck.
“… für eine Zukunft ohne Angst" genau diejenigen sind, die via Islamismus, Russenphobie und Pandemie Ängste erzeugen,“
Es benötigt Feindbilder, auf die die Emotionen fokussiert werden. Beispiel: Die Zwei-Minuten-Hass aus 1984.
“ … Karnevals der Geschlechter … “
Exakt dies ist ein Symptom. Karneval. Ablenkung. Brot und Spiele. Es ist ein Event, nicht mehr, nicht weniger. Manche machen einen Lebenszweck daraus. Jeder, der nicht 100% die Überzeugung, die Ideologie, teilt, ist ein Feind. Es geht nicht um die Geschlechter als solches, sondern wie dies meisterhaft zur Spaltung der Gesellschaft eingesetzt wird. Mit Migration ebenfalls. Wobei Migration ein weiter Begriff ist. Bin ich bereits ein (abzulehnender) Migrant, wenn ich mich aus freien Stücken entschließe, mein Leben nicht in einer bestimmten Region dieses Planeten fristen zu wollen? Oder sind nur die Flüchtlinge aufgrund von Krieg, Hunger und Armut abzulehende Migranten?
wenn Sie als Sklave irgendwohin deportiert werden, dann sind Sie kein Migrant. Auch nicht, wenn Sie irgendwo als Gastarbeiter leben. Warum sollte jemand "Deutscher" werden wollen? Ist ein Einwanderer jemand, der da hin geht, wo Leute sind, die so sind, wie er sein will, oder, die so sind, wie er zu sein glaubt? Deutschland ist kein Einwandererland, wenn der Gast sich assimilieren muß, seine Identität aufgeben muß, die er erst definieren muß, um sie aufzugeben. Daß hier Ausländer Inländer werden können, also Staatsbürger, daß der Gast Einheimischer wird, ist eine Frage der Mitbestimmung, der Demokratie. Menschen, die hier sind, müssen bei den Entscheidungen über sich, mitwirken können. Sie müssen den Bundeskanzler wählen dürfen, sie müssen das Wahlrecht haben, um zum Bundeskanzler gewählt werden zu können. Niemand verläßt seine Heimat, um in Deutschland den Bundeskanzler wählen zu dürfen. Kriegsflüchtlinge sind keine Migranten, wenn sie in einem Flüchtlingslager auf die Heimkehr warten. Es sind fremde Gäste und deren Würde ist unantastbar. Sie müssen nicht andere Leute werden. Migranten sind vielleicht solche, die sich einer Gruppe aus der Heimat in der Fremde anschließen. Da bilden sie ein Fremdentum, sogar mit Wahlrecht. Dann sind da sich Fremde, mein Nachbar und ich, die ein gemeinsames Oberhaupt haben, einen Häuptling, den sie gewählt haben. Und so sind alle gleich, unter einem Oberhaupt. Ein demokratisches Oberhaupt will Oberhaupt aller sein, der Menschheit vielleicht. Das rassistische Oberhaupt will Oberhaupt von manchen sein und die anderen haben keine Bestimmung über ihn. Die Selbstbestimmung entfremdet, man wird sich fremd dadurch, anders. Die anderen gehören nicht zu den manchen und schließlich nicht zu den menschen. Der Migrant will juristische Person sein. Er will Rechte haben. Vielleicht geht man dahin, wo man Rechte hat. Das Asylrecht ist wie ein Einwanderungsrecht. Dieses Recht wird angeboten. Ich gehe weg, da, wo ich keine Rechte habe, weil Krieg ist, weil ich vertrieben werde. Weil es kein Recht auf Arbeit gibt, weil es kein Recht auf Erhaltung gibt, auf Wohnen, auf ein Sein. Wo es keine Arbeit gibt, gibt es auch keine Arbeitspflicht, nehme ich an. Man kann nicht für das Recht auf Arbeit die Regierung stürzen. Die Arbeit kommt vom Kapital, das man auch nicht stürzen kann für das Recht auf Arbeit. Die Leute kommen hierher, um Geld zu verdienen, durch Arbeit oder anders. Es gibt Rechte, die Geld verschaffen. Sozialhilfe, aber auch: Lohn nach der Arbeit. Man ist Migrant, wenn man wegen Geld fortgeht.
@ holger blank: Danke für die ausführliche Erläuterung der Sichtweise. Durchaus verständlich und nachvollziehbar.
Mein Punkt war globaler, nicht (nur) auf Deutschland bezogen, in beiden Richtungen. Einwanderung und Auswanderung (mit Einwanderung) in einen anderen Staat. Und nicht jeder Migrant in einen anderen Staat hat primär ein Interesse daran, nur in einem anderen Staat zu leben zwecks Einkommenserzielung. Und möglicherweise besteht auch keine Absicht, dort nur als "Gastarbeiter" tätig zu sein, sondern dauerhaft dort zu leben. Selbstverständlich ist der finanzielle Aspekt sehr relevant, aber es nicht notwendigerweise der einzige Aspekt.
> Faschismus ist eine Ausprägung einer totalitären Ideologie.
Nein O'Mikron, das ist Quatsch. Vielmehr ist:
Der Faschismus ist die offene terroristische Diktatur der am meisten reaktionären, chauvinistischen und imperialistischen Elemente des Finanzkapitals; er ist das Regierungssystem des politischen Banditentums!
https://sascha313.wordpress.com/2018/09/02/was-ist-faschismus‑2/
@Erfordia…: Na Gott sei Dank! Dann ist die Gefahr des Faschismus ja gebannt. Oder sehen Sie aktuell das Finanzkapital eine offene terroristische Diktatur errichten?
Selbst heutige Kommunisten hantieren nicht mehr mit dieser 90 Jahre alten Definition, die damals wohl hilfreich war. Das internationale Großkapital ist keineswegs so bedroht, daß es zur terroristischen Diktatur greifen muß, wenn es sich eine solche Option auch stets offen hält. Es verfügt heute über wirksame Mittel der Massenbeeinflussung und der Korrumpierung der unteren Klassen und kann unter dem Deckmantel der bürgerlichen Demokratie agieren. Der wird zwar immer fadenscheiniger, doch sind bedauerlicheweise die Reaktionen darauf überwiegend noch autoritärer.
Es ist notwendig zu analysieren, welche Interessen welche Klassen und Schichten verfolgen und nicht alle Entwicklungen auf Personen zurückzuführen. Dabei kann man durchaus kreativer sein, als in die Jahre gekommene Slogans zu verkünden.
> Oder sehen Sie aktuell das Finanzkapital eine offene terroristische Diktatur errichten?
Aber sowas von @aa!
PS: Das Finanzkapital ist immer bedroht. Das Hauptproblem sind sinkende Profitraten und natürlich die Gefahr einer proletarischen Revolution. Schließlich war die Pandemie auch nur ein Versuch aus dieser Krise herauszukommen.
Und denken Sie ja nicht, daß die marxistisch Leninistische Weltanschauung veraltet ist. Und auch das Manifest der Kommunistischen Partei ist aktueller denn je. Schließlich ist die Zerstörung der Umwelt und des Planeten Erde auch nur die Folge unendlicher Profitgier. Ebenso der ganze Terror – weltweit. Kapitalisten können nie genug kriegen. Schon von daher haben die Angst, die haben die Hosen gestrichen voll und das macht die so gefährlich.
Geschichte wiederholt sich!
" … Oder sehen Sie aktuell das Finanzkapital eine offene terroristische Diktatur errichten? .… "
Nicht "National". Wozu auch, international stört kein geltendes Recht. Man muß bloß recht-zeitig und ggf. vorteilhaft wechseln. Das ist eine Erscheinung unserer Zeit.
Die "Diktatur" errichtet sich dabei selbst. Wer sie am Ende unter Kontrolle hält wissen wir nicht so genau. Und wir wissen nicht ob ein schwerer Konflikt dazwichen greift, und die Karten neu aufmischt, gar endmischt.
Das "Finanzkapital" denkt es behielte die Oberhand. Vorausgesetzt es läuft absehbar weiter. Die denken bezeichnenderweise immer so.
Die Verdichtung diktatorischer Strukturen wird vorerst wohl so weiter gehen. Was soll dem denn entgegen stehen. Da sehe ich nichts. Sorry.
Der "Klimawandel" kann ebenso noch eine Rolle dabei spielen. Sollte man trotz allem nicht außer Acht lassen. Auch wenn's die "Ökonomie" nicht so gerne hört.
@ Erfordia Vicia Fabia: Ihre genannte Beschreibung, auch mit den zutreffenden Teilen, ändert an der Systematik nichts.
Totalitär kann ebenso beispielsweise eine Religion sein. Und ebenso ein Kult der Vermeidung eines Virus. Es kommt auf den Anspruch an, den diese Ideologie hat. Der totalitäre Charakter einer Ideologie ist, dass er gerade keine andere Ideologie, die den gleichen Gegenstand zum Inhalt hat, als Parallele zulässt, da die totalitäre Ideologie den Anspruch erhebt, die Gesellschaft gerade in diesem Aspekt selbst zu sein. Alles durchdringend, alles erfassend. Es gibt kein "Privates" mehr.
Manche Ideologie kann abgestuft auch "nur" autoritär angewandt werden. Diese Form zielt generell auf den sogenannten Herrschaftsschutz ab. Eine herrschende "Elite" sichert sich ihren Status gegen für sie negative Änderungen. Dann macht es einen Unterschied, was "nach außen" geäußert wird, und was im privaten Kreis geäußert wird, sofern dieses Ziel nicht dadurch gefährdet ist.
Und im "Idealfall" kann eine Ideologie demokratisch sein. Charakteristisch ist, dass kein Anspruch auf Alleinstellung besteht, sondern diese Ideologien pluralistisch nebeneinander und miteinander konkurrieren können.
Und es gibt Grautöne. Insbesondere beim Übergang von einem Stadium der autokratischen Anwendung hin zu einer totalitären Anwendung.
In welchem Zustand befinden sich die westlichen Gesellschaften derzeit? Was wird massiv unterdrückt? Meinungsfreiheit? Mit welchem Ziel? Was nimmt täglich zu? Was ist nunmehr das "Endziel"? Die Verankerung eines ausschließlichen, allumfassenden, einer alles durchdringenden Form des Kapitalismus? Ein Kapitalismus, der nicht nur die Ausbeutung und Umverteilung von unten nach oben zum Inhalt hat, sondern den Anspruch erhebt, dass die Ausgebeuteten selbst vollständig hinter dieser Ideologie stehen? Dies ist dann in der Tat totalitär. Eine abweichende totalitäre Ideologie, z.B. Rassen-Ideologie, kann zusätzlich existieren. Der Kapitalismus stellt diese Ideologie nicht infrage.
Die Frage ist, ob bei Definitionen Abkürzungen angewandt werden, die "getriggert" werden durch einen Begriff, oder ob systematisch definiert wird.
Die nächste interessant zu diskutierende Frage ist, in welchem Stadium sich die westlichen Gesellschaften oder die Gesellschaften dieses Planeten befinden. Ist es der Übergang vom autokratischen Systemen bzw. der autokratischen Anwendung von Ideologien der zur totalitären Ausprägung mit totalitäre(n) System(en)?
@O'Mikron
totalitär ist ein Begriff der Propaganda. Verbunden mit unsinnigen Behauptungen und irreführenden Halbwahrheiten. Genau das zeigt ja die Entwicklungsgeschichte der 1920er Jahre. Denn die deutsche Hochfinanz schrie bereits 1919 nach mehr Aggressivität, erst recht nach dem Friedensdiktat von Versaille. Prompt folgte mit dem Kapp-Putsch 1920 der erste Versuch zur Errichtung einer faschistischen Diktatur. Die Ermordung Karl Liebknecht, Rosa Luxembug, Walter Rathenau und tausender Kommunisten zeugen von der Aggressivität kriminalistischer Vereinigungen, der Alldeutsche Verein, der rechte Flügel der SPD und Adolf Hitler mit seiner Sturmabteilung.
Der Putschversuch 1923 in München war nur die Generalprobe. Hitler wusste genau was kommen wird, aber der Mythos Hitler musste erst geschaffen werden. Hilfreich hierzu war die 1929 inszenierte Bankenkrise aus der schließlich Hitler mit seiner Partei als Sieger hervorging.
Fazit: Ein Blick in die Geschichte macht die Auftraggeber Hitlers sichtbar!
"Unmut über deren sozialen Krieg gegen Unten und den rasanten Abbau von Bürgerrechten war nicht vernehmbar."
Natürlich nicht, denn der Queer‑, genau so wie der Gender-Hype, sind Ablenkungen von der Aushölung des Sozialstaats und einem zunehmend autoritären Regierungsgebaren. Deshalb klatschen die Regierenden dabei auch fröhlich in die Hände. Sie sind dankbar für Opium fürs Volk.
Dabei ist der Hype nur die Kehrseite der Ausgrenzung. Beide sollen verschleiern, wer profitiert, und wer verliert. Und wenn der Wind die Richtung ändert oder das Opium nicht mehr benötigt wird – zum Beispiel im Krieg -, können Beklatsche und Ausgegrenzte auch ganz schnell wieder die Seiten wechseln.
Nur die Besitzenden, und die, die ihren Besitz erarbeiten, bleiben immer auf derselben Seite. So zumindest der Plan.
das kann man auch anders sehen:
wikipedia, Mathias Döpfner:
"Zionismus und jüdisches Leben in Deutschland
Döpfner bezeichnet sich selbst als nichtjüdischen Zionisten; er zeigt sich sowohl in öffentlichen Aussagen als auch in der Ausrichtung der Verlagsgruppe betont solidarisch mit Israel und verteidigt das Land gegen Kritik. Er fordert, dass „Deutschland jüdischer werden muss“, und spricht sich für eine verstärkte und bevorzugte Einwanderung jüdischer Personen aus.
Beim World Jewish Congress 2026 in Genf wiederholte Döpfner in einer Rede sein Bekenntnis zum Zionismus. Er forderte, die „Woke-Ideologie als trojanisches Pferd des Antisemitismus und des Islamismus [zu] entlarven“. Unter dem „Deckmantel von Dekolonisierung, Antirassismus und sozialer Gerechtigkeit und vor allem des grünen Klimaktivismus“ werde oft „purer Judenhass“ verbreitet."
@holger blank:
Zionismus: internationale chauvinistische Ideologie und rassistische, expansionistische und politische Praxis der jüdischen Bourgeoisie. Die Anfänge des Zionismus reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück; der Begriff ist vom Namen »Zion« abgeleitet, mit dem sich in der jüdischen Diaspora (unter Andersgläubigen lebende…
https://sascha313.wordpress.com/2015/10/27/was-ist-zionismus/
@Erfordia…: Müssen Sie jeden Bullshit Ihres Sascha verlinken? Ganz abgesehen davon, daß sein Abschreibsel aus dem "Taschenlexikon für Zeitungsleser" fast vierzig Jahre alt ist und sich seitdem doch einige Entwicklungen vollzogen haben, folgt er durchgängig dem Prinzip: Was der Genosse Stalin jemals verkündet hat, bleibt richtig.
Das Phrasengedresch bringt es fertig, den Anlaß für die Ausarbeitung der zionistischen Idee (die kritikwürdig ist) mit einem schnoddrigen Verweis "auf den Antisemitismus" abzutun.
Grassierende Pogrome in Polen, Rußland und anderen Ländern und durchaus mainstreamige Verleumdungskampagnen in westlichen Ländern waren eine der Grundlagen. Nicht zufällig ist das Buch "Der Judenstaat" von Theodor Herzl, das als eine Art Gründungsdokument des Zionismus gilt, im Zuge der antisemitischen "Dreyfus-Affäre" in Frankreich entstanden. Herzls Prognose, die von anderen Fraktionen des europäischen Judentums (das im übrigen in weiten Teilen säkular war) befürwortete Assimilation werde den Antisemitismus nicht ausrotten, bewahrheitete sich in den nächsten Jahrzehnten auf dramatische Weise. Dabei war die industrielle Vernichtung jüdischen Lebens unter den Nazis nur der Höhepunkt einer Entwicklung, die besonders nach dem Ersten Weltkrieg sich in alltäglicher Hetze und Mordaufrufen ausdrückte. Sie traf die Kommunistin und Jüdin Rosa Luxemburg ebenso wie den Industriellen und Juden Walther Rathenau.
Sascha Wissarionowitsch macht aus den Opfern von damals die Erfinder einer "reaktionären Konzeption" der "jüdischen Bourgeoisie", die "das jüdische Proletariat vom Klassenkampf ablenken" sollte. Letzteres trifft so zu wie auf nahezu jede ideologische Schule im Kapitalismus. Der Trick ist, völlig unhistorisch die damalige (1988) und heutige Politik Israels zum Beweis zu nehmen. Wäre er der Kommunist, als der er sich ausgibt, würde er die Frage nach den Interessen und der Verantwortung der unterschiedlichen Kapitalfraktionen beleuchten. Er würde darauf kommen, daß die Spaltung nicht nur der Arbeiterbewegung in deren Interesse liegt. Er würde feststellen, daß die heutige Forderung an Zugewanderte, sich zu "integrieren" einer ähnlichen Geisteshaltung entspringt wie die der klassischen Antisemiten, für die Juden so wenig zum deutschen Volk gehörten wie heute islamgläubige Menschen.
Ich habe mit Religionsgemeinschaften und ihren Heilsversprechen nichts am Hut und sehe sie ganz überwiegend als Stabilisierungsorgane der hergebrachten Herrschaft an. Eine Auseinandersetzung darüber, in welchem Maße sie zur Stärkung selbst reaktionärer und totalitärer Regime beitragen, ist bei Juden wie Islamgläubigen so berechtigt wie bei Katholiken oder Hindus. Das erfordert aber mehr als das Rausrotzen verkürzter Analysen.