Breaking: Trump ist verkappter Kommunist. Aber unterideologisch

Die "Süddeutsche Zeitung" ver­fügt zwar über die welt­be­sten WissenschaftsjournalistInnen, bemüht für das eige­ne Weltbild aber lie­ber einen Schreiber des US-Magazins "The Atlantic".

Die schlich­te Darstellung hat den Vorteil, sich zugleich gegen Trump und den "Kommunismus" in Stellung zu bringen:

»Der Kommunismus ist ein Regierungssystem, in dem die herr­schen­de Partei wich­ti­ge Investitionsentscheidungen kon­trol­liert, wäh­rend sie Reichtum für sich selbst anhäuft und jeg­li­che Opposition unterdrückt.

Dennoch gibt Donald Trump vor, ihn nicht zu mögen.

Der Präsident ver­sucht, die Nation in einen anti­kom­mu­ni­sti­schen Rausch zu versetzen…

Trump hat Recht damit, dass die „Democratic Socialists of America“, deren Führung zumin­dest zur Hälfte aus Kommunisten besteht, in der Demokratischen Partei Fuß gefasst haben. Und Trumps Hass auf den Kommunismus steht im Einklang mit eini­gen sei­ner wich­tig­sten Überzeugungen. Kommunisten ver­teu­feln sowohl Milliardäre als auch den ame­ri­ka­ni­schen Nationalismus – zwei Dinge, die Trump ver­ehrt –, und sie stre­ben eine ega­li­tä­re­re Verteilung des Reichtums an, wäh­rend er das Gegenteil getan hat.

Bei genaue­rer Betrachtung hat Trump jedoch mehr mit Kommunisten gemein­sam, als sei­ne feind­se­li­ge Rhetorik ver­mu­ten lässt. Er hat wahr­schein­lich mehr dafür getan, das öffent­li­che Eigentum an den Produktionsmitteln aus­zu­wei­ten, als jeder ande­re Präsident in der Geschichte. Trump hat sich bis­lang Anteile an fast zwei Dutzend pri­va­ten Unternehmen gesi­chert, und zwar aus kaum einem ande­ren Grund als dem, dass er es kann…«

Ist das wirr oder ist das wirr?

»… Trumps Bewunderung für kom­mu­ni­sti­sche poli­ti­sche Methoden ist sogar noch aus­ge­präg­ter als sein Respekt für das kom­mu­ni­sti­sche Wirtschaftssystem. Trump hat kom­mu­ni­sti­sche Diktatoren in einer Weise gelobt, wie es noch kein ame­ri­ka­ni­scher Präsident außer­halb des Kontexts eines Kriegsbündnisses getan hat…

Trumps sach­li­ches Verständnis der ame­ri­ka­ni­schen Geschichte deckt sich zudem weit­ge­hend mit dem der extre­men Linken. Er ist ledig­lich ande­rer Meinung, was die mora­li­schen Implikationen angeht. In sei­ner Rede am Mount Rushmore am Freitag griff Trump Kommunisten dafür an, dass sie den ame­ri­ka­ni­schen Wohlstand als Ergebnis gewalt­sa­mer Enteignung dif­fa­mie­ren…«

Hä?

»... Befürworter des Kapitalismus betrach­ten Wohlstand als ein Positivsummen-Unterfangen, das durch Zusammenarbeit ent­steht. Trump betrach­tet ihn als Nullsummenspiel, als etwas, das sich die Starken von den Schwachen aneig­nen – eine Sichtweise, die sei­nen stän­di­gen Drang prägt, klei­ne­ren Ländern natür­li­che Ressourcen zu rau­ben. Diese Überzeugung ist kei­nes­wegs auf Marxisten beschränkt…«

Vielleicht liegt es an derÜbersetzung von deepl​.com, aber ich kom­me nicht mehr mit.

»… All dies soll nicht bedeu­ten, dass Trump dem Kommunismus oder über­haupt irgend­ei­ner Theorie ver­schrie­ben ist. Trump ist unter­ideo­lo­gisch, und die Instinkte, die sei­ne Entscheidungen lei­ten, sind im Allgemeinen eher rechts­ge­rich­tet als links­ge­rich­tet. Doch da Trump jeg­li­ches theo­re­ti­sche Verständnis des Konservatismus fehlt und da kom­mu­ni­sti­sche Staaten dazu nei­gen, zu kor­rup­ten Oligarchien zu ver­kom­men, die stark von den pro­gres­si­ven Utopien abwei­chen, die sich ihre idea­li­sti­schen Anhänger vor­stel­len, schei­nen sie eine gewis­se selt­sa­me Anziehungskraft auf ihn auszuüben…

Im Gegensatz zu den Kommunisten hat sich Trump jedoch nicht ein­mal die Mühe gemacht, Maßnahmen wie eine all­ge­mei­ne Krankenversicherung zu ver­su­chen. Er ist direkt zu den Putschversuchen, Schauprozessen, Militärparaden, dem kit­schi­gen Personenkult und den end­lo­sen Tiraden vol­ler absur­der Behauptungen über wirt­schaft­li­chen Fortschritt über­ge­gan­gen…«

Ich fürch­te, ohne Hilfe von Frau Berndt wer­de ich die­sen Artikel nicht verstehen.

2 Antworten auf „Breaking: Trump ist verkappter Kommunist. Aber unterideologisch“

  1. Die vier Fratzen in den Mount Rushmore zu schla­gen war ein geziel­tes Attentat auf die Heiligtümer der Lakota-Indianer. Der Begriff Wohlstand ist in die­sem Zusammenhang völ­lig unan­ge­bracht. Die USA sind das Ergebnis eines Völkermordes.

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