Ein Schwanz wedelt mit dem Hund. Für Wehrhaftigkeit und gegen anti-marktwirtschaftliche Reflexe

Ist die Überschrift beklopp­ter oder das Bild peinlicher?

Nun hat sich der sehr kon­ser­va­ti­ve Medienunternehmer erfolg­reich an den äußerst kon­ser­va­ti­ven Medienmogul her­an­ge­wanzt und ihm anschei­nend eini­ge Millionen aus der Tasche gelei­ert – für ein Schiff.

»… Das neue Schiff soll in mei­ner Vorstellung drei­stöckig sein: 600 Tonnen Schiffsstahl. 4000 kWh Silizium-Batterie-Leistung für den Elektroantrieb. Mehr als 1000 m² Innenraum auf 80 m Länge und elf Meter Breite. Platz für 400 Menschen. Im Zentrum ein gro­ßer Newsroom mit Flatscreens und Bloomberg-Terminals. Auf dem Oberdeck Platz für som­mer­li­che Round-Table-Gespräche und ele­gan­te Empfänge..

„Kathedrale des Kapitalismus“, steht über der Bauskizze.

… Nachdem The Pioneer in Berlin mit zwei Medienschiffen und einem Doppeldecker, dem Pioneer Bus, eine pro­fi­ta­ble Operation und ein mitt­ler­wei­le 120-köp­fi­ges Team auf­ge­baut hat, schla­ge ich Mathias Döpfner nun also die Expansion nach Frankfurt vor.

Über 40 Millionen Euro sind dafür nötig, hat unser Team errech­net. Das neue Schiff ist nicht gün­sti­ger als die ande­ren bei­den. Dutzende Investment-Experten und über 50 neue Journalisten und Pädagogen zum Erstellen von Lerninhalten wer­den gebraucht. Dazu: KI-Technik und App-Entwicklung. Am Ende müs­sen auch Kapitän und Crew ange­heu­ert werden…

Unsere Mission: Die Demokratisierung des Kapitalismus. Wir wol­len die zeit­ge­mä­ße Übersetzung von Ludwig Erhards „Wohlstand für Alle“ lie­fern. Deutschland schafft sich nicht ab, wie Thilo Sarrazin einst mein­te, son­dern legt jetzt erst rich­tig los: Aus Kindern wer­den Leute; und aus Leuten wer­den Investoren…

Der Kapitalismus – so unse­re Schlussfolgerung – ist für Deutschland nicht das Problem, son­dern die Lösung. Und für ein ambi­tio­nier­tes Medienunternehmen, das sich der Marktwirtschaft und dem Unternehmertum ver­pflich­tet fühlt, bie­ten sich Riesenchancen.

Döpfners Reaktion? „Das Projekt ist grö­ßen­wahn­sin­nig“, sagt er frei her­aus. Ist das der Samuel-Fischer-Moment, vor dem ich mich gefürch­tet habe? Downsize your dreams. Halbiere dei­ne Ideen.

„Aber“, fügt Döpfner schon nach kur­zer Pause hin­zu, „wahr­schein­lich braucht es in unse­rer fest­ge­fah­re­nen deut­schen Situation genau das, eine Portion Größenwahn.“ Er tei­le die Mission. Er befür­wor­te die Ambition. Er war kurz gefasst: on fire. Vor mir saß der wage­mu­ti­ge Verleger, auf den ich gehofft hatte.

Wenige Wochen, nach­dem die ein­ge­reich­ten Geschäftspläne alle Stufen der Überprüfung durch Springer-Vorstände, Pioneer-Aufsichtsräte und unab­hän­gi­ge Investment-Experten durch­lau­fen haben, heißt es nun also: Pioneer go!..«

Sei kein Esel! Investiere!

Was kon­kret ist das Tolle an der Lösung?

»Es geht um finan­zi­el­le Selbstbestimmung. Es geht um das Verhindern von mil­lio­nen­fa­cher Armut im Alter und die Rückeroberung von Zukunftsfähigkeit. Es geht um nichts Geringeres als die Bekämpfung anti-markt­wirt­schaft­li­cher Reflexe und damit um die Wehrhaftigkeit einer wie erstarrt wir­ken­den Gesellschaft.

Der wich­tig­ste tech­ni­sche Unterschied zwi­schen dem Umlageverfahren und dem Kapitalmarkt ist der Effekt von Zins und Zinseszins. Im alten System lebt man von der Hand in den Mund. Am Kapitalmarkt schickt man das Geld zur Arbeit.

Aber der wich­ti­ge­re Unterschied zwi­schen dem alten und dem neu­en System ist kein tech­ni­scher, son­dern ein men­ta­ler. Im alten System war­tet man auf sei­ne staat­lich orga­ni­sier­te Altersvorsorge. Man muss nichts tun. Man muss nichts ver­ste­hen. Man muss ein­fach nur gedul­dig war­ten wie ein Esel. Und darf sich nicht wun­dern, wenn die Geldbeträge der staat­li­chen Rentenversicherung deut­lich klei­ner aus­fal­len als versprochen.

Das Engagement am Kapitalmarkt braucht einen ande­ren Menschentypus – beweg­li­cher, wacher, infor­mier­ter. Warten funk­tio­niert hier nicht«

Das Schöne an die­ser Demokratisierung des Kapitalismus ist: Alle kön­nen mit­ma­chen. Entweder durch den Kauf von Aktien des Steingart-Unternehmens "(Mindestinvestitionsvolumen: 100.000 Euro)" oder

»2.⁠ ⁠Sie unter­stüt­zen den Schiffsneubau mit dem ein­ma­li­gen Betrag von 1000 Euro als Pioneer Three Founding Partner. Sie bekom­men ein wer­ti­ges Zertifikat, das Ihr Engagement doku­men­tiert. Sie sind als VIP-Gast bei der Schiffseinweihung im Jahr 2028 dabei. Und: Sie brin­gen beim regel­mä­ßi­gen Founding Partner Call ihre Erfahrung bei der Weiterentwicklung unse­rer jour­na­li­sti­schen Finanzmarkt-Produkte ein. Sie bil­den das Sounding Board der Pioneer Three.«

Wer will da nicht dabei sein?


Bei aller berech­tig­ter Kritik an der Mediemacht der Techkonzerne und der pene­tran­ten Meinungsmache des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks soll­te man nicht den Einfluß der tra­di­tio­nel­len deut­schen Presse- und Medienunternehmen unterschätzen. 

Nach (ver­al­te­ten) Zahlen des Wirtschaftsministerium wur­de 2021 auf dem Pressemarkt ein Umsatz von 26,7 Mrd. Euro erzielt. "Umsatzverluste ver­zeich­ne­ten die selb­stän­di­gen Journalistinnen/​Journalisten und Pressefotografinnen/​Pressefotografen". Von der unge­heu­ren Konzentration auf weni­ge Konzerne ist dort nichts zu erfah­ren. Schon für das Jahr 2018 galt: "Die Top‑5 der auf­la­gen­stärk­sten Verlagsgruppen erzie­len inner­halb der Gattung Abonnementzeitungen einen Marktanteil von 38,6 Prozent, bei den Kaufzeitungen sind es 99,6 Prozent" (pres​se​for​schung​.de).

7 Antworten auf „Ein Schwanz wedelt mit dem Hund. Für Wehrhaftigkeit und gegen anti-marktwirtschaftliche Reflexe“

  1. Der Menschentypus, der hier pro­pa­giert wird, lässt sich mit zwei Worten beschrei­ben: Illusion und Selbstausbeutung.

    Das funk­tio­niert am besten mit einer Prise wei­ßem Pulver, und getön­ten Brillen bei Nacht. Zumindest, solan­ge irgend­je­mand so dumm ist, und dafür zahlt.

  2. kapi­ta­lis­mus ist die lösung, weil im kapi­ta­lis­mus arbeit zins erbringt.
    die leu­te sol­len arbei­ten, damit ihr leben zin­sen abwirft.
    man ver­zinst die arbeit, um zu leben.
    man inve­stiert in sich selbst, wenn man arbeitet.
    wer nichts ver­zinst, der ver­zinst sein leben.
    man darf sich nicht wun­dern, wenn die ver­spro­che­ne kapi­tal­ren­di­te nicht gelei­stet wird.
    die ren­ten­ver­si­che­rung zahlt geld­be­trä­ge aus, die klei­ner aus­fal­len als ver­spro­chen. sie haben also weder einen festen zins­satz, noch wird die­ser auf dem markt ermittelt.
    die ren­te gehört dem staat. die arbeit dem arbeitgeber.
    die ren­te aus kapi­tal gehört dem kapitalisten.
    kapi­ta­lis­mus ist die lösung, weil es nur noch kapi­ta­li­sten gibt, sofern sie arbei­ten. die demo­kra­ti­sie­rung des kapi­ta­lis­mus macht eben alle zu kapi­ta­li­sten. die einen schicken geld aus kapi­tal­erträ­gen auf die arbeit, die ande­ren schicken das arbeits­ent­gelt auf arbeit, das sie zur arbeit schickt.
    die arbeit ist die lösung.

    1. im arti­kel steht noch: "Wohlstand durch eige­ne Leistung, nicht durch Umverteilung. Das ist das Ziel."
      die "eige­ne lei­stung" ent­schei­det über das inve­sti­ti­ons­vo­lu­men, über das kapi­tal, das man zum Anlegen übrig hat, daß man arbei­ten schicken kann.
      die "eige­ne Leistung" hat etwas mit Erfolg zu tun, nicht mit viel Arbeiten. Das "arbei­ten­de Geld" ver­mehrt sich nicht durch die "eige­ne Leistung", die ver­mehrt nur das zur arbeit geschick­te geld.
      ein ande­rer artikel:
      https://​www​.the​pio​neer​.de/​o​r​i​g​i​n​a​l​s​/​o​t​h​e​r​s​/​a​r​t​i​c​l​e​s​/​r​e​z​a​-​p​a​h​l​a​v​i​-​i​n​t​e​r​v​i​e​w​-​i​r​a​n​-​e​u​r​o​p​a​-​r​e​g​i​m​e​w​e​c​h​s​e​l​-​e​x​k​l​u​siv
      vom 23.4.26:
      "Reza Pahlavi im Exklusiv-Interview: „Die Iraner sind geein­ter denn je“
      Der Iran steh an einem Wendepunkt. Reza Pahlavi, älte­ster Sohn des Schahs und Exilpolitiker, spricht über die Folgen der Militärintervention, die Rolle Europas und sei­ne Pläne für einen poli­ti­schen Übergang. Der Oppositionelle for­dert mehr Druck auf das Regime – und setzt auf einen bal­di­gen Umbruch.

      The Pioneer: Die Trump-Regierung ist mit einer eher dif­fu­sen Zielsetzung in den Krieg mit dem Iran ein­ge­tre­ten, eine davon war die Befreiung des ira­ni­schen Volkes. Hat die ame­ri­ka­ni­sche Militärintervention aus Ihrer Sicht den Menschen tat­säch­lich geholfen?

      Reza Pahlavi: Die erste Folge der mili­tä­ri­schen Intervention war in gewis­ser Weise die Schaffung glei­cher Bedingungen für die Menschen, die unbe­waff­net waren und bei fried­li­chen Demonstrationen einer bei­spiel­lo­sen Brutalität aus­ge­setzt waren. In so einer Situation kön­nen die Menschen nur dann wie­der auf die Straße gehen, wenn der Repressionsapparat deut­lich geschwächt wird.
      […]
      Ich möch­te die­se Gelegenheit nut­zen, um Folgendes zu sagen: Der größ­te Konflikt in der Region ist der­zeit nicht so sehr der Krieg von außen gegen das Regime, son­dern der des Regimes gegen das ira­ni­sche Volk. Und der hat nicht aufgehört.
      …"
      es kommt eine kri­ti­sche fra­ge, die ver­liert sich aber im nebel des wei­ter­le­sens gegen e‑mail-adres­se.
      die inter­view­en­de heißt "Chelsea Spieker – Die Stimme des trans­at­lan­ti­schen Journalismus bei The Pioneer "
      https://​fokus​the​men​.de/​c​h​e​l​s​e​a​-​s​p​i​e​k​e​r​-​l​e​b​e​n​s​l​a​u​f​-​a​l​t​e​r​-​p​i​o​n​eer
      die zei­tung ist trans­at­lan­tisch ausgerichtet.
      aber auch:
      https://​www​.the​pio​neer​.de/​o​r​i​g​i​n​a​l​s​/​o​t​h​e​r​s​/​a​r​t​i​c​l​e​s​/​l​e​i​h​m​u​t​t​e​r​s​c​h​a​f​t​-​f​a​l​l​-​s​p​a​h​n​-​m​i​l​l​i​a​r​d​e​n​g​e​s​c​h​a​eft
      von: heute:

      "Gekauftes Glück: Wenn Kinder zur Ware werden
      Die Geburt von Jens Spahns Sohn per Leihmutter stößt in Deutschland eine neue Debatte an. Während im Inland ein strik­tes Verbot gilt, nut­zen vie­le Paare Angebote im Ausland. Ein Blick auf den boo­men­den Markt, die recht­li­che Grauzone und die ethi­schen Argumente bei­der Seiten."

      inter­na­tio­nal hat sich ein mili­ar­den­schwe­res geschäft ent­wickelt, aber in deutsch­land ist leih­mut­ter­schaft ver­bo­ten, so ähn­lich wie die wider­spruchs­re­gel beim organ­han­del: "ein gesell­schafts­po­li­ti­scher Streit mit Kulturkampf-Potential."

      es ist anti-markt­wirt­schaft­lich, lei­stun­gen, die erbracht wer­den könn­ten, ethisch zu bewerten.

  3. > 600 Tonnen Schiffsstahl. 4000 kWh Silizium-Batterie-Leistung für den Elektroantrieb.

    4000 kWh ist nicht die Leistung son­dern die mög­li­che Energiemenge die gespei­chert wer­den kann. Und bei 4000 kW Leistung (die man zum Bewegen von 600 Tonnen braucht) reicht die­se Energiemenge für eine Stunde Fahrt.

    Die Leistung von Schiffsdieseln vari­iert extrem und reicht von weni­ger als 100 PS in klei­nen Sportbooten bis hin zu über 100.000 PS in den größ­ten Containerschiffen (goog­le ki).

    1 kW sind 1,36 PS

  4. Btw., was ist dar­an demo­kra­tisch wenn man sein Geld in ein Privatunternehmen steckt was mit glanz­vol­len Versprechungen daherkommt?

    Letztendlich gibt eine AG auch nur Aktion her­aus um an Geld zu kom­men. Wobei der Aktienkäufer das vol­le Risiko sein Geld zu ver­lie­ren sel­ber trägt. Was bit­te soll dar­an demo­kra­tisch sein?

    Und ja, man kann mit dem Handel von Aktien viel gewin­nen. Eben weil ande­re verlieren.

  5. ich bin hier noch nicht fertig.
    was hat "Wacken" mit der Axel Springer SE zu tun?

    wiki­pe­dia, Mathias Döpfner:
    "Zionismus und jüdi­sches Leben in Deutschland

    Döpfner bezeich­net sich selbst als nicht­jü­di­schen Zionisten; er zeigt sich sowohl in öffent­li­chen Aussagen als auch in der Ausrichtung der Verlagsgruppe betont soli­da­risch mit Israel und ver­tei­digt das Land gegen Kritik. Er for­dert, dass „Deutschland jüdi­scher wer­den muss“, und spricht sich für eine ver­stärk­te und bevor­zug­te Einwanderung jüdi­scher Personen aus.

    Anlässlich der Verleihung der „Presidential Medal of Honour“ durch Jitzchak Herzog im Jahr 2025 schreib Pauline Jäckels von der Tageszeitung, die­se Preisverleihung sei „voll­kom­men schlüs­sig“. Denn es habe sich kaum jemand „so effek­tiv in den Dienst israe­li­scher Propaganda gestellt wie Döpfner und sein Verlag“, etwa durch die Betitlung jeg­li­cher kri­ti­scher Äußerungen zu Israel als „Antisemitismus“ oder „Israelhass“.]

    Beim World Jewish Congress 2026 in Genf wie­der­hol­te Döpfner in einer Rede sein Bekenntnis zum Zionismus. Er for­der­te, die „Woke-Ideologie als tro­ja­ni­sches Pferd des Antisemitismus und des Islamismus [zu] ent­lar­ven“. Unter dem „Deckmantel von Dekolonisierung, Antirassismus und sozia­ler Gerechtigkeit und vor allem des grü­nen Klimaktivismus“ wer­de oft „purer Judenhass“ verbreitet."

    wiki­pe­dia, Axel Springer SE:
    "Kritik an der Berichterstattung im Nahen Osten

    2024 berich­te­te The Intercept über eine Anzeige des zur Axel Springer SE gehö­ren­de Kleinanzeigenportal Yad2, die mit einer Persiflage der Parole „From the River to the Sea“ für über das Portal ver­füg­ba­re Immobilien in ganz Israel und den palä­sti­nen­si­schen Autonomiegebieten warb, ohne eine ent­spre­chen­de Differenzierung des Staatsgebiets vorzunehmen.[86] Zudem sol­len auf dem Portal Häuser und Grundstücke in ille­ga­len Siedlungen im Westjordanland inse­riert wor­den sein. Der Konzern ver­wies auf die Meldefunktion der Plattform. Die Firma Yad2 bewarb zudem die Maklerfirma Harey Zahav, wel­che mehr­mals durch Vernichtungs- und Annexionsfantasien gegen­über Gaza auf­fiel und in einer Werbeanzeige etwa mög­li­che künf­ti­ge Siedlungen in einem ent­völ­ker­ten Gazastreifen zeigte.

    Eines der Unternehmensgrundsätze des Axel-Springer-Verlages lau­tet „Wir unter­stüt­zen das jüdi­sche Volk und das Existenzrecht des Staates Israel“. Das NDR-Magazin ZAPP kri­ti­sier­te Springer 2024 aller­dings dafür, aus die­sem Grundsatz abzu­lei­ten, „dass man Palästinenser und alle, die sich kri­tisch gegen­über Israel äußern, ‚dis­kre­di­tie­ren muss und dass man sozu­sa­gen dage­gen dann auch anschreibt‘.“ Vorausgegangen waren Umfrageergebnisse, wonach die Hälfte der Befragten die deut­sche Berichterstattung zum Nahostkonflikt als nicht ver­trau­ens­wür­dig ansehen.

    Deutschlandfunk kri­ti­sier­te Anfang 2024, Axel Springer schil­de­re mit sei­nen Formaten israe­li­sche Opfer aus­führ­lich, las­se das Leid palä­sti­nen­si­scher Zivilisten aber kaum vor­kom­men; Übermedien warf eben­falls vor, palä­sti­nen­si­sche Opfer in Gaza syste­ma­tisch auszublenden.
    /​
    Anteilseigner:
    Haupteigentümer der Axel Springer SE sind seit 2025 Friede Springer und Mathias Döpfner, die zusam­men 95 Prozent der Anteile hal­ten. Die rest­li­chen Anteile sind im Besitz von Axel Sven Springer, einem Enkel des Firmengründers, und der Friede-Springer-Stiftung.
    /​
    Im Juni 2019 gab das Unternehmen den Abschluss einer Vereinbarung mit der US-ame­ri­ka­ni­schen Beteiligungsgesellschaft KKR bekannt. …
    KKR erreich­te im August 2019 einen Anteil von 42,5 %. Weil dadurch der Streubesitz auf unter 5 % fiel, wur­de die Aktie im August 2019 aus dem Börsenindex MDAX aus­ge­schlos­sen. Mit Ablauf des 6. April 2020 ist die Aktie nicht mehr an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. …
    2025 gaben die Investoren KKR und CPP Investments ihre Anteile an Springer ab. The Stepstone Group und Aviv wur­den unab­hän­gi­ge Joint-Venture-Unternehmen unter Mehrheitsbeteiligung von KKR und CPP. Die Springer SE ist als Minderheitsaktionär mit zehn Prozent an bei­den Unternehmen betei­ligt. Als Haupteigentümer der Axel Springer SE hal­ten Friede Springer und der Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner zusam­men 95 % Anteile. 5 % lie­gen bei Axel Sven Springer, einem Enkel des Gründers, und der Friede-Springer-Stiftung.

    Im September 2024 gab die Axel Springer SE die Entscheidung bekannt, die Unternehmensstruktur auf­zu­spal­ten in ein fami­li­en­ge­führ­tes Medienunternehmen einer­seits und das „Classifieds“-Geschäft (Kleinanzeigen) ande­rer­seits. Das künf­ti­ge Medienunternehmen (bestehend aus der Bild-Gruppe, Business Insider, Politico, Welt-Gruppe, idea­lo, Bonial, Morning Brew, Dyn Media, Emarketer sowie dem Joint Venture Ringier Axel Springer Polska) soll zu 98 % im Besitz von Friede Springer und Mathias Döpfner sein, die rest­li­chen Anteile behält Axel Sven Springer, ein Enkel des Firmengründers. Das „Classifieds“-Geschäft (The Stepstone Group, AVIV, finan​zen​.net, Awin) soll zu eigen­stän­di­gen Gemeinschaftsunternehmen wer­den, in denen KKR und CPP Investments (der Investmentarm des kana­di­schen Pensionsfonds Canada Pension Plan) die Mehrheitsaktionäre, die Axel Springer SE Co-Minderheitsaktionärin und die Enkelkinder von Axel Springer betei­ligt sind. Noch vor der Aufspaltung im November 2024 gab die Axel Springer SE bekannt, dass sie sich voll­stän­dig von Finanzen​.net trennt. Die Anteile an dem Finanzportal wur­den an das bri­ti­sche Private-Equity-Unternehmen Inflexion verkauft. "

    ———–

    Wikipedia, KKR & Co.:

    "KKR & Co. Inc. (frü­her Kohlberg Kravis Roberts & Co.) mit Sitz in New York City ist eine bör­sen­no­tier­te Beteiligungsgesellschaft. Gegründet wur­de KKR 1976 von Jerome Kohlberg, Jr., Henry Kravis und George R. Roberts.

    Also in August, KKR beca­me the big­gest share­hol­der of German media group Axel Springer SE, paying $3.2 bil­li­on for a 43.54% stake.

    Am 12. Juni 2019 kün­dig­te KKR ein frei­wil­li­ges Übernahmeangebot der Axel Springer SE an, die das Unternehmen mit 6,8 Milliarden Euro bewer­te­te. Im Jahr 2020 kauf­te KKR die Mehrheit am Axel Springer Verlag und erhielt die Bewilligung, die Aktie von der Börse zu neh­men (→ Delisting). KKR bil­de­te ein Konsortium mit Friede Springer und Mathias Döpfner. Der Bestand der Welt-Gruppe war laut den Angebotsunterlagen an das Erreichen wirt­schaft­li­cher Ziele geknüpft, was zu Spekulationen über Kosteneinsparungen und Stellenabbau führ­te. Zum Axel Springer Verlag gehö­ren neben der Welt unter ande­rem die Bild, Bild​.de, Bild am Sonntag, Sport Bild, N24 Doku, Business Insider und Travelbook.

    In June, KKR retai­ned second spot in Private Equity International's 2024 PEI 300 ran­king, behind Blackstone Inc. In the same month, it acqui­red Superstruct Entertainment, owner of European music festi­vals inclu­ding Wacken Open Air (Germany), Boardmasters (UK) and Zwarte Cross (The Netherlands) for appro­xi­m­ate­ly €1.3 billion.

    Im Juni 2024 über­nahm KKR den von Providence gegrün­de­ten Festivalveranstalter Superstruct, der unter ande­rem das Mysteryland, Parookaville, Sziget, Sónar und das Wacken Open Air ausrichtet.

    Boycott of Superstruct Entertainment festivals
    See also: Boycott of Superstruct Entertainment festivals

    The company's €1.3 bil­li­on purcha­se of Superstruct Entertainment in June 2024 led to the boy­cott of Superstruct Entertainment festi­vals due to the company's invest­ments in Israeli sett­le­ments, wea­pons com­pa­nies, and the Coastal GasLink pipe­line. Superstruct ope­ra­tes music festi­vals such as Sónar, Field Day, Viña Rock, Resurrection Fest, O Son do Camiño, Monegros Desert Festival, Arenal Sound Festival, Granada Sound, Festival Internacional de Benicàssim and also by event broad­ca­sters like Boiler Room.

    More than 70 artists of Sónar festi­val signed an open let­ter sta­ting "we oppo­se any affi­lia­ti­on bet­ween the cul­tu­ral sec­tor and enti­ties com­pli­cit in war cri­mes". More than 200 per­for­mers signed an open let­ter urging Field Day festi­val event orga­ni­zers to cut ties with KKR. Boiler Room also issued a state­ment fol­lo­wing pres­su­re by artists and atten­de­es explai­ning that they had no say on the acqui­si­ti­on by Superstruct Entertainment and reaf­firm­ed their adherence to the Boycott, Divestment and Sanctions move­ment until inter­na­tio­nal law and human rights are respec­ted [by Israel]."

    Wikipedia, Boycott of Superstruct Entertainment festivals:
    "In 2025, a boy­cott cam­paign star­ted against music festi­vals pro­mo­ted by Superstruct Entertainment, owned by KKR pri­va­te equi­ty con­glo­me­ra­te sin­ce 2024. The cam­paign is moti­va­ted by KKR's eco­no­mic inte­rests in Israel that cam­pai­gners cha­rac­te­ri­ze as com­pli­ci­ty in the Gaza geno­ci­de. Several artists can­ce­led their per­for­man­ces at festi­vals such as Field Day in the United Kingdom or Sónar in Spain. …

    Since 2017, Superstruct Entertainment has built up a lar­ge port­fo­lio of music festi­vals, with more than 80 events world­wi­de, and a par­ti­cu­lar­ly strong pre­sence in Europe. In June 2024, the Kohlberg Kravis Roberts (KKR) pri­va­te-equi­ty con­glo­me­ra­te announ­ced the acqui­si­ti­on of Superstruct. KKR's invest­ments in Israel-lin­ked com­pa­nies beca­me cen­tral to the con­tro­ver­sy: Axel Springer, a German publisher ope­ra­ting the Yad2 real estate plat­form that lists pro­per­ties in occu­p­ied Palestinian ter­ri­to­ries; the cyber­se­cu­ri­ty firm Optiv, which has part­ner­ships in Israel; or the Coastal GasLink pipeline. …

    On 17 May 2025, the Minister of Culture of Spain, Ernest Urtasun declared that KKR is "not wel­co­me" in the coun­try, and reque­sted that KKR and other com­pa­nies invol­ved in the expan­si­on of ille­gal Israeli sett­le­ments to be bar­red from par­ti­ci­pa­ti­on in the European sin­gle mar­ket. Enrique Santiago, spo­kesper­son of United Left deman­ded that the Government stops any aut­ho­rizati­ons of festi­vals owned by KKR in the country."

    seit 2019 war "Axel Springer" in der Hand von KKR, bis 2024, also wäh­rend der gesam­ten "Pandemie".
    das ist viel­leicht wich­ti­ger als die klei­nen spen­den der gates-stiftung.

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