Hat er noch alle bei seinen Leisten?

Fangen wir hin­ten an und schau­en auf die Hetze von Schuster gegen die Corona-Maßnahmenkritik:

Das ist mit Quellenangabe (Corona-Liveblog der FAZ unter dem Titel "Alle neun deut­schen Nachbarstaaten Hochrisikogebiete") und vie­lem wei­te­ren Irrsinn am 16.1.22 auf coro­dok zu lesen.

Schuster teil­te dabei nach vie­len Seiten aus:

Doch pau­sen­los ging es um angeb­li­chen Antisemitismus bei den Corona-Demos (s. https://​duck​duck​go​.com/​?​q​=​j​o​s​e​f​+​s​c​h​u​s​t​e​r​+​c​o​r​ona).


Es wäre falsch, aus der fol­gen­den Erklärung eine irgend­wie gear­te­te Hauptschuld des Zentralrats der Juden zu kon­stru­ie­ren, schwam­men sie damit doch im inter­kon­fes­sio­nel­len Mainstream:

»Dazu erklärt der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster: „Die Covid-19-Pandemie zieht neben den Folgen für Leben und Gesundheit auch gefähr­li­che gesell­schaft­li­che Entwicklungen nach sich. Impfgegner und Corona-Leugner radi­ka­li­sie­ren sich in einem erschrecken­den Ausmaß. Bei Einführung einer all­ge­mei­nen Impfpflicht sind noch stär­ke­re Proteste und Gewalt nicht aus­zu­schlie­ßen. Dennoch wiegt der Gesundheitsschutz der Gesamtbevölkerung schwe­rer. Daher hal­ten wir eine all­ge­mei­ne Impfpflicht für unumgänglich.

Es ist jedoch zwin­gend not­wen­dig, dass der Rechtsstaat sei­ne Mittel aus­schöpft, um staats­ge­fähr­den­de und anti­se­mi­ti­sche Entwicklungen im Rahmen der Proteste ein­zu­däm­men. So wie die Impfpflicht von wei­te­ren Maßnahmen beglei­tet wer­den muss, um die Pandemie in den Griff zu bekom­men, so wird auch ein län­ger­fri­sti­ges poli­ti­sches Engagement nötig sein, um die gesell­schaft­li­chen Verwerfungen wie­der zu glät­ten.“«


Immer wie­der ist es der "Tagesspiegel", der Schuster ein Forum bie­tet für die Delegitimierung von Kritik an der israe­li­schen Politik. Wie hier in einem "Faktencheck" vom 12.9.25:

Quelle und mehr in Leberschaden.


Es sind Positionierungen des Zentralrats und Schusters wie unten gezeigt, die mit­un­ter KritikerInnen ver­an­las­sen, den israe­li­schen Terror und das Judentum in eins zu set­zen. Ein dabei mit­schwin­gen­der Antisemitismus ver­kennt meh­re­re Faktoren. Unmittelbar ein­leuch­tend erscheint, nicht alle KatholikInnen für Aussagen und Handeln ihres Papstes in Haftung zu neh­men. Das soll­te auch für den selbst­herr­li­chen Anspruch Schusters gel­ten, für alle Juden und Jüdinnen in der BRD zu spre­chen. Die ver­ein­fach­te Interpretation ermög­licht zudem eine faschi­sto­ide Handlungsweise, nach der Juden als Juden bekämpft wer­den und nicht die Verantwortlichen für einen Genozid. Vergleichbar wäre eine Stimmungsmache gegen die deut­schen Boches, die stell­ver­tre­tend für den Militarismus der Merz und Pistorius her­hal­ten müß­ten. Die Gleichsetzung von Judentum und Israel (die von Schuster for­ciert wird) ver­stellt dar­über hin­aus die Analyse von Interessen. Es ist ja am wenig­stens eine ideo­lo­gi­sche Frage, wes­halb die US- und deut­sche Rüstungslobby an Israel inter­es­siert sind.

Was stört Schuster an den end­lich prä­zi­sier­ten Position der Linkspartei?

»Zentralrat beklagt „Lippenbekenntnisse“

„Statt sich mit dem wach­sen­den Antisemitismus zu befas­sen, der gera­de auch von lin­ken Gruppen for­ciert wird, nutzt die Linke ihren Bundesparteitag für Lippenbekenntnisse zum Schutz jüdi­schen Lebens, die zwi­schen Boykottunterstützung und ‚Genozid‘-Vorwürfen gegen Israel jede Glaubwürdigkeit ver­lie­ren“, stell­te Schuster nach der Lektüre der Parteitagsformulierungen fest.

In dem Beschluss ist davon die Rede, dass dem Staat Israel als Schutzraum für Jüdinnen und Juden „eine beson­de­re histo­ri­sche und gegen­wär­ti­ge Bedeutung zu“, wes­halb man auch zu des­sen Existenzrecht ste­he. Zugleich wer­den aber auch „gewalt­freie Versuche, die Besatzungspolitik Israels zu been­den“, aus­drück­lich unter­stützt. Dazu zählt die Linke auch wirt­schaft­li­che Sanktionen.

Zu der Feststellung, dass meh­re­re inter­na­tio­na­le Organisationen und Juristen von einem Völkermord an der palä­sti­nen­si­schen Bevölkerung im Gazastreifen spre­chen, heißt es in dem Parteitagsbeschluss der Linkspartei vom ver­gan­ge­nen Freitagabend: „Wir schlie­ßen uns die­ser Einschätzung an.

Zentralratspräsident Schuster sag­te dem Tagesspiegel vor dem Hintergrund der Beschlüsse der Linkspartei: „Für Jüdinnen und Juden macht sie sich damit unwähl­bar.“«

Die Beschlüsse des Linken-Parteitags sind hier nachzulesen.

Es wird wohl noch eine Weile dau­ern, bis die Partei rea­li­siert, wie uni­ver­sell die Antisemitismus-Keule ein­setz­bar war. In Corona-Zeiten hat auch sie damit gewedelt.

Siehe u.a.:

13 Antworten auf „Hat er noch alle bei seinen Leisten?“

  1. Google KI: Unter Antisemitismus ver­steht man die Diskriminierung, Abwertung, Feindseligkeit oder Gewalt gegen Jüdinnen und Juden.

    Aha. Bloß nicht dar­auf ein­ge­hen, daß auch Juden ver­schie­de­nen Klassen ange­hö­ren. Klassen, aus denen ver­schie­de­ne, ja voll­kom­men gegen­sätz­li­che Interessen her­vor­ge­hen, auch wenn die Religion die­sel­be ist. Wir sehen also, der Knackpunkt ist die Klassenzugehörigkeit, nicht der Glaube! Dieser Blickwinkel lässt auch die gan­ze Corona-Politik in einem ganz ande­ren Licht erschei­nen, denn sämt­li­che Corona-Maßnahmen dien­ten nur dazu, bestimm­te Klasseninteressen durchzusetzen.

    1. @Erfordia…: Sehen Sie 🙂 Einesteils haben die Herrschenden seit je her die Ausgrenzung von Minderheiten (bei Frauen sogar Mehrheiten) genutzt, um über die Spaltung unten ihre Macht zu sta­bi­li­sie­ren. Jahrhunderte lang lief das über reli­giö­se Streitfragen wunderbar.

      Andererseits sind Rassismus, Antisemitismus, Homophobie, Frauenhass usw. nicht not­wen­dig an Klassenzugehörigkeit geknüpft. Die deut­schen Nazis mach­ten bei der Vernichtung der jüdi­schen Bevölkerung kei­nen Unterschied; ins Gas geschickt wur­den Arbeiterinnen wie Unternehmer oder "Helden des 1. Weltkriegs". Das wur­de durch­ge­zo­gen, auch wenn man­cher NSDAP-Bonze sich sei­nen eige­nen Juden hielt. 

      Dem Ku-Klux-Klan war es schnup­pe, wel­che Schwarzen von sei­nen Anhängern ver­brannt wur­den, wenn es zu die­ser Zeit auch vor­ran­gig um "Untere" ging, weil oben kaum Schwarze zu fin­den waren.

      Wer Schwule haßt, bezieht das auf Jens Spahn eben­so wie auf homo­se­xu­el­le "Normalos". (Alice Weidel hat noch eine Schonzeit.)

      Rassistisches und ande­res aus­gren­zen­des Denken kommt, wie wir auch bei Corona sahen, in allen Bevölkerungsschichten vor. 

      Dafür sor­gen nicht nur die "übli­chen Verdächtigen", son­dern nicht zuletzt die über­mäch­ti­gen Medien. Hinter den Sprüchen von Toleranz und "unse­ren Werten", bei denen ger­ne auch mal die anstän­di­gen tür­kisch­stäm­mi­gen Biontech-HeldInnen gelobt wer­den, ver­birgt sich, nein, zeigt sich eine Stimmungsmache gegen "Messermörder" und "Massenvergewaltiger", so sie nicht deut­sche Vorfahren haben. Ganz selbst­ver­ständ­lich sind es "Regime" in der isla­mi­schen Welt, die der­ar­ti­ges her­vor­brin­gen, ganz ähn­lich den rus­si­schen und chi­ne­si­schen "Machthabern", die uns mit Spionage und Hybris über­zie­hen. Vermeintlich frei­kau­fen von die­ser Ausgrenzung läßt sich über einen behaup­te­ten Kampf gegen Antisemitismus, der in Wirklichkeit nichts ande­res dar­stellt als die Legitimierung jeg­li­cher Exzesse des Staates Israel. (Woraus wie­der­um nicht zu schlie­ßen ist, daß es kei­nen Antisemitismus gebe und eine Positionierung dage­gen wie gegen jede ande­re Ausgrenzung nicht von­nö­ten sei.)

      Es ist also schon ein wenig komplexer…

      1. > Es ist also schon ein wenig komplexer…

        Nein ist es nicht @aa. Und falls Sie es noch nicht mit­be­kom­men haben: Unterdrückt wird das gan­ze Volk. Und nicht jeder der ins Gas geschickt wur­de war ein Antifaschist!

          1. @aa,

            Menschen der Klassen einer Gesellschaftsordnung defi­nie­ren sich in ihrer Stellung zu den Produktionsmitteln. Und da ist es so, daß die gro­ße Mehrheit des werk­tä­ti­gen Volkes eben nicht im Besitz der Produktionsmittel ist, Menschen die­ser Klasse besit­zen (außer weni­ger pri­va­ter Dinge) nur ihre Arbeitskraft und sind dar­auf ange­wie­sen ihre Arbeitskraft denen zu ver­kau­fen die im Besitz der Poduktionsmittel sind.

            Die Macht im Staate jedoch haben nur die­je­ni­gen die im Besitz der Produktionsmittel sind. Das sind die­je­ni­gen deren Interessen die Geschicke der gan­zen Nation bestim­men, die­je­ni­gen die die Gesetze machen und einen rie­si­gen Staatsapparat unter­hal­ten der Kraft sei­ner Organe (Ämter, Polizei, VS usw.) nur dazu dient die­se rein pri­va­ten Interessen durch­zu­set­zen. Diesem Zwecke die­nen auch die Propaganda und Politiker die sich schüt­zend vor die Auftraggeber der herr­schen­den Klasse stel­len damit die­se nicht sich­bar werden.

            Die Propaganda hin­ge­gen hat die Aufgabe die­sen recht ein­fa­chen Zusammenhang zu ver­schlei­ern bzw. so kom­pli­ziert wie nur mög­lich dar­zu­stel­len. Kurzum, der Kapitalismus muß sich stän­dig selbst ver­leug­nen und stän­dig neue Unterdrückungsmaßnahmen erfin­den (Corona, Klima, Hitze, Unwetter, Starkregen usw.). Und auch die Kirche dient die­sem Machtapparat, genau­so wie der gan­ze Wasserkopf im Parlament und natür­lich auch (Un)Menschen die Spaß am Foltern und am Töten haben.

            1. @Erfordia…: Es hilft nicht. Wenn Sie auf jeg­li­che Frage (Wie ist das Wetter? Haben Sie gut geschla­fen? Wieviel ist 2 mal 2?) die glei­che Anwort geben und damit zuvor geäu­ßer­ten Quatsch ver­schlei­ern, wird es gäh­nend langweilig.

              1. @aa,

                wol­len Sie nicht oder kön­nen Sie nicht? Die Klassenfrage ist die Grundfrage der Epoche, die nicht ver­ste­hen zu wol­len ist die Grundtorheit der gan­zen Welt. Diese gan­ze Antisemitismus-Kacke ist der letz­te Schrei der herr­schen­den Klasse die ihre eige­ne ver­bre­che­ri­sche Geschichte nur zu ihrem Vorteil nutzt.

  2. "Prorussische Verschwörungsgläubige, Esoteriker sowie rechts­of­fe­ne Aktivisten" – lan­ge nicht mehr so gelacht 😂.
    Da wur­de wohl wie­der der Praktikant ran­ge­las­sen. Das ist sowas von 2020…
    Aber Kreativität war ja noch nie ein Kennzeichen des Boulevards/​MS. Immer wie­der schön die glei­che Buchstabensuppe anrüh­ren. Schnarch…
    Das haben sie offen­sicht­lich mit diver­sen Protagonisten/​Institutionen gemein­sam. Immer schön die Antisemitismus-Keule schwin­gen, egal in wel­chem Zusammenhang, aber selbst Andersdenkende aus­gren­zen, belei­di­gen und diffamieren.
    "Jüdinnen und Juden" – mal ganz abge­se­hen vom völ­lig auf­ge­setz­ten Gender-Schmonzes, ist das das Einzige, womit sich die­se iden­ti­fi­zie­ren ? Ich dach­te immer, es geht um Menschen und erst in zwei­ter (oder drit­ter…) Linie um Religionszugehörigkeit ? Aber die Krone set­zen dann immer wie­der sol­che Obermacker – sei­en sie nun vom Zentralrat, der aktu­el­len oder ver­gan­ge­nen Regierung, dem Medienkonglomerat, etc. – auf, wenn sie sich per­ma­nent dazu erdrei­sten, ver­meint­lich für ande­re zu sprechen.
    Und dann das Geschwafel von "unse­ren Werten", "unse­re Demokratie", "Wir müs­sen" und ähn­lich schwach­sin­ni­gem Bullshit ablassen.
    Erwähnte ich schon einen gewis­sen Max Liebermann ? 😉

    1. @Brian,

      haben Sie ein­mal über den Begriff pro­rus­sisch nachgedacht?
      Richtig: Der Begriff ist der Propaganda ent­lehnt. Der Propaganda einer Klasse, die natio­na­le Interessen, Sprache und Kultur gan­zer Völker miss­ach­tet und besten­falls für ihre eige­nen Profitinteressen ausnutzt.

      Gegenfrage: Wie wäre es mit pro­deutsch? Eigentlich ist die Frage lächer­lich, denn die Interessen des deut­schen Volkes bestehen nun­mal dar­in, nach innen und nach außen eine gemein­sa­me gei­sti­ge und kul­tu­rel­le Grundhaltung zu zei­gen. Das sind Interessen eines jeden Volkes!

  3. Werter AA,
    man kann sicher­lich über den Inhalt, die Relevanz oder die Interpretation so man­cher Artikel dis­ku­tie­ren; aber im Großen und Ganzen möch­te ich mich ein­fach noch­mal für Ihre Arbeit bedanken.
    Gerade in der ersten Zeit ab 2020 war mir die­se Seite eine gro­ße Stütze (selbst wenn ich zu man­chem eine ganz ande­re Sichtweise hatte).
    Vielen Dank !

    1. @Brian: Danke zurück. Davon leb(t)en coro­dok wie kodo­roc; daß es unter­schied­li­che Meinungen gibt beim ver­bin­den­den Engagement gegen Verblödung und Ausgrenzung.

  4. Wer drei­mal vor dem Wolf warnt, und es kommt kein Wolf, dem glaubt man nicht.

    Kommt der Wolf dann beim vier­ten Mal tat­säch­lich, ist alles Warnen umsonst. Es hört kei­ner mehr zu.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

şans casino |
vidobet |
vidobet |
vidobet güncel giriş |
vidobet giriş |
casinolevant |
casinolevant |
casinolevant |
vidobet giriş |
şans casino |
casinolevant giriş |
casino şans |
şans casino giriş |
casino levant |
casino şans |
casino şans |
boostaro |
casinolevant giriş |
şans casino giriş |
casinolevant giriş |
şanscasino |
vidobet |
vidobet giriş |
levant casino |
vidobet giriş |
nigeria betting |
sports betting |
goka |
nigeria betting |
goka |
gokabet |
vidobet |
deneme bonusu veren siteler |
deneme bonusu veren siteler |
deneme bonusu veren siteler |
goka casino |
gokabet |
casinolevant |
casinolevant giriş |
gorabet |
casinolevant |
casinolevant |
casinolevant |
casinolevant |
casinolevant |
casinolevant |
casinolevant giriş |
casinolevant güncel giriş |
casinolevant |
casinolevant giriş |
casinolevant güncel giriş |
casinolevant |
casinolevant giriş |
casinolevant |
casinolevant giriş |
casinolevant |
casinolevant giriş |
casinolevant |
casinolevant giriş |
casinolevant |
casinolevant giriş |
casinolevant |
casinolevant giriş |
casinolevant |
casinolevant giriş |
natobet |
natobet |
natobet |
natobet