Ein Spatenstich in den Rücken von Olaf Scholz. Ausgerechnet

Ausgerechnet Christina Berndt, in deren Blatt auch von ihr per­sön­lich unent­wegt Werbung für Abnehmspritzen redak­tio­nell ver­brämt publi­ziert wird, gibt sich empört.

Schließlich hat­te ihr Blatt höchst inve­sti­ga­tiv auf­ge­deckt, was jeder deut­sche Spatz bereits wußte:

»… Um Eli Lilly nach Alzey zu locken, brach die Scholz-Regierung ein Tabu: Sie erließ ein Gesetz, wonach Pharmafirmen künf­tig die Preise für man­che Arzneimittel geheim hal­ten kön­nen. Und auch wenn die dama­li­ge Regierung und Eli Lilly dies immer bestrit­ten: Interne Mails zeig­ten, dass die­ser Gesetzesteil eine „Lex Lilly“ war, ein Geschenk an den US-Pharmakonzern. Es war ein teu­res Geschenk. Denn in Expertenkreisen ist unbe­strit­ten: Solche Geheimpreise trei­ben die Arzneimittelausgaben noch wei­ter in die Höhe.

Das Gesetz ist auch im Interesse der Industrie

So über­rasch­te es kaum, dass Eli Lilly als erster Konzern Gebrauch von der neu­en Möglichkeit mach­te und heu­te für Mounjaro einen Preis von den Krankenkassen ver­langt, den nie­mand erfah­ren darf. Und jetzt, nach all den Zugeständnissen, besitzt der Konzern die Chuzpe, mit der Halbierung sei­ner Investitionen in Alzey zu dro­hen, wenn ein geplan­tes Gesetz nicht ver­än­dert wird…«

Berndt ist sau­er, weil die Konzerne nicht begrei­fen, daß das Gesetz auch (?) im Interesse der Industrie ist. Dabei schei­tert ihr Versuch, popu­li­stisch daher­zu­kom­men, schon an der Sprache. Niemand in die­sem Land spricht so gram­ma­ti­ka­lisch kor­rekt und abge­ho­ben wie sie: "Sie dro­hen ihre Investitionen wegen zwei Passus im Gesetz zu kür­zen, die sich bei­de um Arzneimittelpreise dre­hen".

Sie haut noch mal kräf­tig auf die Ablenkungspauke:

»… Um es noch mal ganz klar zu sagen: Das Ziel des Gesetzes ist kein gerin­ge­res, als die gesetz­li­che Krankenversicherung in einer Welt zu ret­ten, in der die Pharmapreise – gera­de auch wegen Firmen wie Eli Lilly – explo­die­ren. Einsparungen sind zwin­gend. Das geht nicht, ohne dass dazu auch die schwer­rei­che und an deut­schen Versicherten extrem gut ver­die­nen­de Pharmaindustrie bei­trägt. Es ist noch dazu in ihrem Interesse. Denn sta­bi­le Krankenkassen schüt­zen letzt­lich auch die Einnahmen der Konzerne…«

Um es ganz klar zu sagen: Profite sind völ­lig in Ordnung, ja not­wen­dig. Egal, womit sie erzielt wer­den. Ob mit sünd­haft teu­ren Diabetes- und Abnehmspritzen, nutz­lo­sen und gefähr­li­chen Impfstoffen oder – ande­re Baustelle im System – Panzern und Drohnen. All das ist gut für BSP, Wachstum, Standort.

"Die Abgeordneten in Bundesrat und Bundestag soll­ten sich nicht davon beein­drucken las­sen", schließt Berndt. Was sie meint: Das größ­te Verarmungsprogramm seit Schröders Agenda 2010 namens Sozialreformen soll durch­ge­zo­gen wer­den, trotz der Drohungen, gar Erpressung eini­ger schwar­zer Schafe. Gut gebrüllt.

Es ist ganz ähn­lich wie bei der "Übergewinnsteuer", die der Linkspartei ans Herz gewach­sen ist. Die Devise ist: Never chan­ge a fuck­ing system.

5 Antworten auf „Ein Spatenstich in den Rücken von Olaf Scholz. Ausgerechnet“

  1. Never chan­ge a win­ning system, müss­te es wohl hei­ßen. Und Frau Berndt gehört – wie vie­le ande­re Höflinge und Wasserträger auch – zu den Profiteuren des Systems. Oder zumin­dest glau­ben sie das.

  2. Gibt es eigent­lich neue­re Fotos von Ch. Berndt:
    Hat sie selbst ihre Feistigkeit weg­ge­spritzt oder tropft sie nach wie vor ähn­lich wie Klingbeil aus all ihrem Korruptionsfett bis zu den Ohrläppchen?

  3. Es geht mal wie­der dar­um, die Ansiedlung pri­va­ter Unternehmer als etwas dar­zu­stel­len was den Menschen nützt, Arbeitsplätze schafft und den Gemeinden Steuern bringt.

    Ach Leute.

  4. Das Brodt ist das klas­si­sche Beispiel eines Hohlraumgeschosses :
    das muss erst mit (belie­bi­gem) Inhalt gefüt­tert wer­den, um sich dann in der Umgebung zu ver­tei­len. Mit ent­spre­chen­dem Anschub, ver­steht sich.
    Das hat es auch mit Plapperinchen (ja genau, die vom Völker-Ball – oder wie genau heißt die­se Party-Veranstaltung noch­mal ?) gemein­sam. Schwestern im Geiste – klei­ner Scherz, wo kein Geist vor­han­den ist…

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