Keine Sommerpause im Sommerloch

»… Verbandschefin Ostermann sag­te dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, es dür­fe kei­nes­falls pas­sie­ren, dass über den Sommer jedes Vorhaben von den ver­schie­de­nen Interessengruppen zer­pflückt wer­de…«

Nach ihrem kurz­zei­ti­gen Flirt mit der AfD brauch­te Ostermann wohl wie­der Aufmerksamkeit. Am 7.8.23 erklär­te das FDP-Mitglied in einem FAZ-Interview unter dem Titel "Der Markt ist schlau­er als Technokraten":

»... Zum Beispiel muss die Steuerbelastung für Unternehmen auf weni­ger als 25 Prozent sin­ken und die Körperschaftssteuer auf 10 Prozent. Und der Solidaritätszuschlag muss ganz ver­schwin­den. Für Familienunternehmen ist es außer­dem extrem wich­tig, Gewissheit bei der Erbschaftsteuer zu bekom­men, dass Betriebsvermögen wei­ter­hin aus­ge­nom­men wird…

Der Sozialstaat muss auf das not­wen­di­ge Maß zurück­ge­fah­ren wer­den und sich an die Menschen rich­ten, die auch wirk­lich Hilfe benötigen…

Deshalb müs­sen wir Unternehmer laut wer­den mit unse­rer Stimme…«

Zum dama­li­gen Zeitpunkt erwirt­schaf­te­ten die Beschäftigten des Familienunternehmens einen Umsatz von rund 80 Millionen Euro.

"Zielkonflikt zwischen gesundheits- und wirtschaftspolitischen Zielsetzungen"

Zwei Meldungen zur Schleifung des Tübinger Biontech-Werks ver­öf­fent­lich­te dpa am 6.6.25 zur glei­chen Zeit. Die eine mit der Überschrift "Curevac-Stellenabbau: Kaum Alternativen für Betroffene" wur­de bis­lang von kei­nem Medium auf­ge­grif­fen. Fast alle ver­brei­ten hin­ge­gen ger­ne die­se Nachricht:

Die Expertin Jasmina Kirchhoff vom Institut der deut­schen Wirtschaft (IW), getra­gen von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und dem Bundesverband der Deutschen Industrie, ver­fügt natür­lich über mehr Kompetenz als der Betriebsratsvorsitzende.

Unverhohlen droht sie:

„"Zielkonflikt zwi­schen gesund­heits- und wirt­schafts­po­li­ti­schen Zielsetzungen"“ wei­ter­le­sen