Wer jetzt nicht verweigert, ist lebensmüde

»… „Die ver­läss­li­che Verfügbarkeit der Reserve ist für die natio­na­le Sicherheit und gesell­schaft­li­che Resilienz von hoher Relevanz“, heißt es im Entwurf. Demnach sol­len Reservisten künf­tig auch in Friedenszeiten an ver­pflich­ten­den Übungen teil­neh­men. Dafür sol­len auch Arbeitgeber dazu ver­pflich­tet wer­den, ihre Mitarbeiter in einem gewis­sen Rahmen freizustellen…

Wer weni­ger, als ein Jahr Wehrdienst gelei­stet hat, könn­te dem­nach maxi­mal drei Wochen pro Jahr für höch­stens sechs Monate zum Dienst ver­pflich­tet wer­den. Für Männer und Frauen, die min­de­stens 13 Jahre bei der Bundeswehr waren, beträgt die Höchstdauer zwölf Wochen pro Jahr und ins­ge­samt maxi­mal zwölf Monate…

Auslandseinsätze von Reservisten sol­len nur frei­wil­lig mög­lich sein, außer unter bestimm­ten Voraussetzungen in ande­ren EU- und Nato-Staaten. Wie schon bis­her soll es dabei blei­ben, dass Reservisten zu einem unbe­fri­ste­ten Wehrdienst her­an­ge­zo­gen wer­den kön­nen, wenn der Bundestag den Spannungsfall fest­stellt oder Deutschland ange­grif­fen wird…«

Ihro Majestät Opposition

Ich habe Zweifel, dass das die Motivation beför­dert, die wir brau­chen für den Aufwuchs der akti­ven Truppe“ – die ver­tei­di­gungs­po­li­ti­sche Sprecherin der Grünen-Fraktion.

Die Ausübung von mehr Zwang wird sicher­lich nicht dazu bei­tra­gen, dass mehr Menschen sich frei­wil­lig für den Wehrdienst und den Dienst in der Reserve mel­den“ – ihr Pendant der Linken-Fraktion.

Auf ihrer Internetseite kri­ti­siert die AfD die Vorlage: "Sie wür­de Reservisten auf dem Arbeitsmarkt erheb­lich benach­tei­li­gen und zugleich Arbeitgeber vor kaum lös­ba­re orga­ni­sa­to­ri­sche Probleme stel­len."

10 Antworten auf „Wer jetzt nicht verweigert, ist lebensmüde“

  1. "gesell­schaft­li­che Resilienz" erreicht man durch Chancengleicheit, Egalität, einen umfas­sen­den Sozialstaat und funk­tio­nie­ren­de Infrastruktur.

    Das ist nicht gewollt. Die Ungleichheit wächst ins Uferlose, der Sozialstaat ver­kommt zur Armutsdressur, die Infrastruktur ver­fällt. Stattdessen sucht man den äuße­ren Feind und gibt das Geld für Waffen aus.

    Das System läuft unbe­irrt in Richtung sei­nes Scheiterns.

  2. Dafür braucht man weder Pflicht noch Gesetzte. Man muss bei Wehrübungen nur Freibier aus­schen­ken. Gesoffen wird sowieso.

  3. Daß Zwang nicht zur Freiwilligkeit bei­trägt, ist das Wesen von Zwang oder aber: Lauterbach sag­te, Zwang führt zur Freiwilligkeit, weil man nicht gezwun­gen wer­den will, oder, man will nicht den Zwang als kör­per­li­che Gewalt erle­ben müs­sen, zum Beispiel durch Verhaftung, also erhöht das die Freiwilligkeit.

  4. »… „Die ver­läss­li­che Verfügbarkeit der Reserve ist für die natio­na­le Sicherheit und gesell­schaft­li­che Resilienz von hoher Relevanz“

    Lüge !

  5. Gut bezahl­te "Jobcenterkunden" – fak­tisch! – Oh – Das steht da ja gar nicht. Wird's denn auch bezahlt, oder nur unter bestimm­ten Umständen? Das dürf­te den Buerger interessieren.

    Was die "Die Linke" und die "B90/​Gruenen" angeht, fra­ge ich mich mit wel­chen Truppen genau, sie ihre neu­or­dent­li­che Welt zu erobern geden­ken. Und wie genau sie ihren "Widerstand" in die admi­ni­stra­ti­on am grue­nen Tisch, der not­wen­di­gen Befreiungsfeldzuege am SPD-Hindekuhtsch ein­brin­gen möchten.

    Stell dir vor es gibt Krieg, fangt schon­mal an?

  6. Kim Wilde – cambodia
    https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​B​E​R​F​Z​j​a​9​w​b​0​&​l​i​s​t​=​R​D​B​E​R​F​Z​j​a​9​w​b​0​&​s​t​a​r​t​_​r​a​d​i​o=1
    Quelle: you​tube​.com

    Weiß einer wo der Hindkuhtsch liegt .…… – Überall und nir­gends wohl? Wer weiß. Nicht sehr trans­pa­rent, das Alles. Nicht sehr Transparent! – isnt it?

  7. Irgendwie wit­zig, wie man­che Gestalten immer wie­der mei­nen, über das Leben und den Körper ihnen unbe­kann­ter Menschen ver­fü­gen zu dür­fen. Ich könn­te es ihnen ja gleich­tun und for­dern, bei jedem öffent­li­chen Auftritt einen Kotau vor der Bevölkerung nebst einem weit­hin ver­nehm­li­chen "Mea cul­pa" zu vollführen.
    Ebenso selbst­ver­ständ­lich : die Reduktion der Diäten auf die Höhe des Mindestlohns. Bei jeg­li­cher Verhöhnung von Teilen/​einzelnen Gruppen der Bevölkerung sofor­ti­ge Verurteilung nach § 185–87 StGB. Völlige Offenlegung jeg­li­cher Nebeneinkünfte. Verbot des Lobbyismus. Und und und…
    Wie, ich soll weiterträumen ?
    Na siehste…

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