Friedensverhandlungen zwischen Union und SPD geraten ins Stocken

Der fra­gi­le Waffenstillstand zwi­schen den Parteien läßt wenig Hoffnung auf einen bal­di­gen Friedensvertrag. Widersprüchliche Bekundungen aus dem Konrad-Adenauer-Haus ("Wir ste­hen kurz vor einem histo­ri­schen Deal", "Wir wer­den die SPD in die Steinzeit zurück­bom­ben") wer­den regel­mä­ßig von der Gegenseite demen­tiert. Vor allem die Unionsforderung, der SPD für immer den Zugriff auf erneu­er­ba­re Energien zu ver­weh­ren, stellt ein Problem dar. Wie stark dabei der Einfluß der Juso-Garden ist, bleibt unklar. Immer wie­der beklagt CDU-General Linnemann, man wis­se über­haupt nicht, mit wem man bei der SPD ver­han­de­le. Unterdessen häu­fen sich die gegen­sei­ti­gen Angriffe. Die Sozialdemokraten dro­hen, den Main-Donau-Kanal zu ver­mi­nen, wäh­rend die Kanzlerpartei eine ulti­ma­ti­ve Diätenerhöhung ankün­digt. Die Lage scheint fest­ge­fah­ren, eine gesichts­wah­ren­de Lösung ist nicht zu erken­nen. Absehbar wird eine Partei an die Mach gelan­gen, deren Alternative zu Problem jeg­li­cher Art "Deutschland" lau­tet. Dann geht das Spiel mit ver­teil­ten Rollen wei­ter. Dem Kapital ist egal, wer unter ihm regiert. Hochrüstung, Sozialabbau, Überwachung und Migrantenhatz sind ohne­hin nicht in Gefahr; es geht um Farbtupfer.

2 Antworten auf „Friedensverhandlungen zwischen Union und SPD geraten ins Stocken“

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert