Wer jetzt nicht verweigert, ist lebensmüde

»… „Die ver­läss­li­che Verfügbarkeit der Reserve ist für die natio­na­le Sicherheit und gesell­schaft­li­che Resilienz von hoher Relevanz“, heißt es im Entwurf. Demnach sol­len Reservisten künf­tig auch in Friedenszeiten an ver­pflich­ten­den Übungen teil­neh­men. Dafür sol­len auch Arbeitgeber dazu ver­pflich­tet wer­den, ihre Mitarbeiter in einem gewis­sen Rahmen freizustellen…

Wer weni­ger, als ein Jahr Wehrdienst gelei­stet hat, könn­te dem­nach maxi­mal drei Wochen pro Jahr für höch­stens sechs Monate zum Dienst ver­pflich­tet wer­den. Für Männer und Frauen, die min­de­stens 13 Jahre bei der Bundeswehr waren, beträgt die Höchstdauer zwölf Wochen pro Jahr und ins­ge­samt maxi­mal zwölf Monate…

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"Wo immer wir helfen können, werden wir da sein" (NATO-Chef Rutte)

»Trump: „Ziehe viel grö­ße­re Publikumsmassen an als Elvis“
US-Präsident Donald Trump erwägt die Absage einer geplan­ten Konzertreihe zum 250. Jahrestag der ame­ri­ka­ni­schen Unabhängigkeit, ⁠nach­dem meh­re­re Künstler ihre Teilnahme abge­sagt haben. Er kön­ne sich vor­stel­len, die Auftritte durch eine Rede und eine Art poli­ti­sche Kundgebung zu erset­zen, schrieb Trump am Samstag auf sei­ner Plattform Truth Social. „Tatsache ist, dass ich nach Ansicht vie­ler die Attraktion Nummer eins über­all auf der Welt bin“, erklär­te der Präsident. Er zie­he „viel grö­ße­re Publikumsmassen an als Elvis in sei­nen besten Zeiten“ und schaf­fe dies „ohne​Gitarre“…«
faz​.net (30.5.26)

Friedensverhandlungen zwischen Union und SPD geraten ins Stocken

Der fra­gi­le Waffenstillstand zwi­schen den Parteien läßt wenig Hoffnung auf einen bal­di­gen Friedensvertrag. Widersprüchliche Bekundungen aus dem Konrad-Adenauer-Haus ("Wir ste­hen kurz vor einem histo­ri­schen Deal", "Wir wer­den die SPD in die Steinzeit zurück­bom­ben") wer­den regel­mä­ßig von der Gegenseite demen­tiert. Vor allem die Unionsforderung, der SPD für immer den Zugriff auf erneu­er­ba­re Energien zu ver­weh­ren, stellt ein Problem dar. Wie stark dabei der Einfluß der Juso-Garden ist, bleibt unklar. Immer wie­der beklagt CDU-General Linnemann, man wis­se über­haupt nicht, mit wem man bei der SPD ver­han­de­le. Unterdessen häu­fen sich die gegen­sei­ti­gen Angriffe. Die Sozialdemokraten dro­hen, den Main-Donau-Kanal zu ver­mi­nen, wäh­rend die Kanzlerpartei eine ulti­ma­ti­ve Diätenerhöhung ankün­digt. Die Lage scheint fest­ge­fah­ren, eine gesichts­wah­ren­de Lösung ist nicht zu erken­nen. Absehbar wird eine Partei an die Mach gelan­gen, deren Alternative zu Problem jeg­li­cher Art "Deutschland" lau­tet. Dann geht das Spiel mit ver­teil­ten Rollen wei­ter. Dem Kapital ist egal, wer unter ihm regiert. Hochrüstung, Sozialabbau, Überwachung und Migrantenhatz sind ohne­hin nicht in Gefahr; es geht um Farbtupfer.

Schlachtroß knapp vor Fregatte

Im Zirkus Liberallala ver­fährt man nach dem Motto: Aufmerksamkeit ist alles. Wie es sich bei Parteien "unse­rer Demokratie" gehört, stand der künf­ti­ge FDP-Vorsitzende eigent­lich schon fest. Doch dann, meint der "Tagesspiegel", platz­te eine Bombe. Plötzlich hat­ten die Delegierten die Wahl zwi­schen Rechtsaußen und Rechtsinnen. "147 Sekunden hielt der Applaus für Strack-Zimmermann an, 119 für Kubicki. Doch letzt­lich ging der Putsch für Kubicki glimpf­lich aus" – so wer­tet das Blatt einen Vorgang, den man mit einer gewis­sen Naivität für demo­kra­tisch hal­ten könnte.

Löst Andi Scheuer Kanzler Merz ab? "FAZ" senkt den Daumen

Noch ist es nur ein Redakteur des Feuilletons der "FAZ", der den Kanzler abschreibt, wenn auch mit merk­wür­di­gen Worten. Ein Schuß vor den Bug aus dem Blatt der Wirtschaftselite ist es alle­mal. Merz, der bei 13 Prozent Zustimmung nichts zu ver­lie­ren hat, wehrt sich mit fast lusti­gen Aussagen gegen "wüste Unterstellungen". Sind die Werte für Scheuer schlech­ter? Im auto­ri­tä­ren China wäre er längst hin­ge­rich­tet wor­den, was zum Glück hier nie­mals pas­sie­ren wird. Der von ihm ange­rich­te­te Schaden in Höhe Hunderter Millionen Euro wird ver­mut­lich mit einer Verwarnung geahn­det und der Auflage, zwölf Sozialstunden im Bundeswehrhospital abzu­lei­sten. Wer aber soll sonst Merz beer­ben (eine Steuer dafür fällt ja nicht an)? Wenn ich's nur wüste…

Trump und Kennedy machen weiter, wo Biden nicht aufgehört hat

Panikmache zur Ablenkung von innen- wie außen­po­li­ti­schen Desastern – wie gehabt. Ist es die erste WM in einem krieg­füh­ren­den Land? Ich habe es nicht recher­chiert. Der deut­sche Sport hat, anders als zu Rußland, in Gestalt des DFB in per­so­na Rudi Völler schon ange­kün­digt, daß "poli­ti­sche Äußerungen zur USA von Donald Trump uner­wünscht" sind (tages​spie​gel​.de, 28.5.26):

»… In den USA gel­te zunächst ein 30-tägi­ges Einreiseverbot für aus­län­di­sche Reisende, die sich in den ver­gan­ge­nen 21 Tagen in Uganda, der Demokratischen Republik Kongo sowie in Südsudan auf­ge­hal­ten hät­ten, teil­te die Gesundheitsbehörde CDC mit..

Dezember 2020: 9 Verstorbene mit "COVID-19, Virus ist klinisch-epidemiologisch bestätigt". Berliner Protokolle (23)

Wundersame Mathematik durch­zieht die Protokolle des Berliner Krisenstabs schon immer. Am 10.12.20 wird im Protokoll "_GroßeLagen_gesamt-final – Kopie" von einer vier­tel­stün­di­gen Telefonkonferenz festgehalten:

sowie:

Weniger ist halt mehr, wuß­te schon Pippi Langstrumpf.

„Dezember 2020: 9 Verstorbene mit "COVID-19, Virus ist kli­nisch-epi­de­mio­lo­gisch bestä­tigt". Berliner Protokolle (23)“ weiterlesen