… das Mininisterium des Inneren würde ein Video von Amnesty über Menschenrechtsverletzungen in Deutschland teilen. Oder das für Umwelt eines von Greenpeace zu den Atomtransporten. Oder das für Verteidigung eines der Schüler gegen Wehrpflicht. Welche Empörungsstürme würde die Medienwelt in Gang setzen?
Wenn die Wirtschaftsministerin ein Video der Werbeagentur der Unternehmerverbände verbreitet, bleibt es hingegen ziemlich still. Reiche bedankt sich "für diese Kampagne" der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. "Muttergesellschaft der INSM ist die IW-Medien, eine Tochterfirma des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln)" (insm.de, Abruf 29.5.26). Das Video von Frau Reiche ist zu sehen auf x.com, 23.5.26. Bis zum Juni 2022 war stets ein Jahresetat "von rund sieben Millionen Euro" auf der Webseite von INSM angegeben, danach wurde auf das Lobbyregister des Bundestags verwiesen. Ausweislich eines dort verlinkten Berichts ist das Hauptanliegen der Initiative neben Meinungsbildung die eigene Versorgung mit stattlichen Gehältern und Pensionen.



