
Nachdem dpa und nachdruckende Medien uns hinreichend mit Text unter den Zwischenüberschriften "Welche Impfstoffe gibt es derzeit gegen Ebola?", "Wie fortgeschritten sind die Impfstoffe gegen Bundibugyo?" und "Bieten zugelassene Impfstoffe Schutz vor Bundibugyo?" versorgt haben, finden wir ganz am Ende dies:
"Welche Rolle spielt die Armut in der Region?
«Ebolavirus-Ausbrüche werden durch Übertragungen von Mensch zu Mensch getrieben», sagt Muñoz-Fontela. Daher erleichterten soziale Faktoren wie Flüchtlingsströme, Armut und schlechte Lebensbedingungen die Verbreitung des Erregers nach einem Ausbruch.
Hinzu komme, so der Leiter der Gesundheitsbehörde Africa CDC, Jean Kaseya, dass Pharmaunternehmen in Afrika wenig Verdienstmöglichkeiten mit dem Bundibugyo-Erreger sehen. «Aber glauben Sie mir, wenn es Bundibugyo in westlichen Ländern gäbe, dann wären die medizinischen Gegenmaßnahmen vorhanden.»"
Pharmaunternehmen forschen und produzieren für den Gewinn. Deshalb sind für sie Krankheiten, seien sie auch noch so gefährlich, in armen Regionen nicht von Interesse. Sie setzen auf die Märkte in wohlhabenden Ländern, die sie gezielt medial bereiten lassen (Abnehmspritze, Corona), und auf Subventionen westlicher Regierungen.
Der erwähnte César Muñoz-Fontela vom Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin erklärt zu den Impfstoffen gegen den aktuellen Erreger: "Keiner wurde bisher an Menschen erprobt, auch nicht – wie sonst anfangs üblich – in Bezug auf die Sicherheit, also in einer kleineren Phase-1-Studie."
Sämtliche von dpa zitierte ExpertInnen fokussieren sich auf Impfungen, und auch die WHO sieht die Versäumnisse hier. Armut und Kriege werden in einem Satz abgehandelt. Das ist folgerichtig, wenn man deren Ursachen nicht erörtern will. Eine Regierung, die bei der eigenen Bevölkerung an der Gesundheit spart und gleichzeitig die Umwelt- und Lebensbedingungen verschlechtert, wird sich nicht um unprofitables Menschenmaterial im globalen Süden scheren. Eine Politik, die Hunderte Milliarden in Kriegsvorbereitung investiert, erzeugt notwendig Kürzungen bei der "Entwicklungshilfe" – die inzwischen erklärtermaßen ohnehin unter dem Vorbehalt steht, daß die Gelder an deutsche Firmen zurückfließen.
Ratlos steht man dann vor dem Phänomen, daß ein weitsichtigerer und langfristig gedachter chinesischer Kapitalismus dem Westen das Feld in Afrika streitig macht.
Hoch subventioniert wird dagegen der "Pharmastandort Deutschland" mit seinen angeblichen Alleskönnern auf mRNA-Basis. Auch in diesem Zusammenhang ist daran zu erinnern, daß es die Bundesregierung war, die in einer angeblich die ganze Menschheit bedrohenden Pandemie die Freigabe von Patenten der "Impfstoffe" verhinderte. Zudem fügte sie sich dem Verbot der Konzerne, selbst abgelaufene Dosen zu spenden. Schließlich war das vertraglich so festgelegt. Einerseits stellt das einen Glücksfall für die Betroffenen dar, andererseits spricht es Bände über das Gerede von Solidarität.
Beispiel Addo
Ein Paradebeispiel für das Zusammenfallen von Zynismus und Impfpropaganda bietet Marylyn Martina Addo vom Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf (UKE):
"«Hätten wir das vor zehn Jahren mit priorisierten finanziellen Ressourcen schon machen können», sagt Addo, «wären wir jetzt vorbereitet gewesen»."
Sie war es, die im Frühjahr 2020 in Windeseile daran ging, einen Corona-Impfstoff zu entwickeln. Das tat sie gemeinsam mit dem ebenfalls zitierten Stephan Becker von der Universität Marburg. Ihm war 2024 für mehr als 40 Millionen Euro ein neues Hochsicherheitslabor errichtet worden, das "einen Schub für die wissenschaftliche Arbeit und den Kampf gegen hochansteckende Krankheiten" versprach. Darüber und daß er mit Christian Drosten und Olfert Landt seinerzeit die Schweinegrippe pushte, ist zu lesen in Viren-Bäcker bekommt neues Hochsicherheitslabor in Marburg für mehr als 40 Millionen Euro.
Frau Addo hatte am 13.3.20 (!) im ZDF verkündet:
»Die Impfstoffentwicklung ist auf Hochtouren schon angelaufen. Das ist so schnell gegangen, wie es bisher noch nie gewesen ist. Wir hatten ja schon sehr, sehr früh die Virus-Sequenz. Die braucht man, um einen Impfstoff herzustellen, und seit mehreren Wochen schon werden Impfstoffe, verschiedene Impfstoffe im Labor gebastelt. Das ging relativ schnell. Und tatsächlich haben auch die ersten Studien an Menschen angefangen. Das hat es eigentlich noch nie gegeben. Wir kennen das Virus eigentlich erst seit Dezember und sind jetzt schon im März dabei, neue Impfstoffe zu testen.«
Quellen und mehr dazu in:
Der Stoff erwies sich als völlig ungeeignet. Der Karriere von Frau Addo hat das mitnichten geschadet. Siehe https://kodoroc.de/?s=addo
Noch im Februar 2021, als es ernste Warnsignale für AstraZeneca gab, verbreitete Addo die Legende von "exzellenten Sicherheitsprofilen" der "Impfstoffe" (youtube.com, 26.2.21):
In das Kapitel Zynismus und Propaganda paßt auch die mit großem Kino inszenierte Aufnahme eines US-amerikanischen Arztes und seiner Familie in der Charité. Es spricht nichts dagegen, die verwaiste Hochsicherheitsstation des Krankenhausunternehmens auch einmal zu nutzen. Offenbar steht die Einrichtung aber nicht für afrikanische PatientInnen zur Verfügung. Für sie gibt es Spendenaufrufe im Fernsehen. Außerdem drängt sich der Verdacht auf, daß ein medizinisches Problem instrumentalisiert wird als Kitt für das zerrüttete Verhältnis zu den USA. In die Propagandawelle zum "Zivilschutz" aka Kriegsvorbereitung paßt die Story allemal.
(Hervorhebungen in blau nicht im Original.)

> Daher erleichterten soziale Faktoren wie Flüchtlingsströme, Armut und schlechte Lebensbedingungen die Verbreitung des Erregers nach einem Ausbruch.
Und wer nochmal hat das Elend, Armut und schlechte Lebensbedingungen nach Afrika gebracht?
https://www.bbc.com/news/articles/cp8p2g8yp8do
Angry crowd sets Ebola hospital tents on fire in DR Congo
wenn auch bereits 11 Jahre her:
https://www.dw.com/de/wirksamer-malaria-impfstoff-getestet/a‑18407116
https://www.dw.com/de/mehr-malaria‑f%C3%A4lle-wegen-ebola/a‑18542278
Malaria und Ebola haben gleiche Symptome. Entscheidend ist dann wohl ein Test. Wie auch immer. Wieviel Menschen sterben durch Waffengewalt, Hunger? Kapitalismus ist bei weitem der gefährlichste Erreger.
In dem Zusammenhang lohnt sich evtl. das Wiederanhören des Panels 2019 "Ebola in Africa" auf dem World Health Summit in Berlin von der Bundeswehr dabei Masala (Moderator) und Holtherm (bereitete sich vermutlich auf seine Rolle wenige Monate später vor). https://www.youtube.com/watch?v=Gfn47no_08E
> Malaria und Ebola haben gleiche Symptome. Entscheidend ist dann wohl ein Test. Wie auch immer. Wieviel Menschen sterben durch Waffengewalt, Hunger? Kapitalismus ist bei weitem der gefährlichste Erreger.
Danke @o.W.
https://www.welt.de/politik/ausland/article153538276/Ebola-verheerende-Seuche-und-Waffe-aus-dem-Labor.html
"Als Waffe" vorhanden.
Es sind drei Ausbrüche des Ebola-Typ Bundibugyo seit 2007 bekannt.
"Ratlos steht man dann vor dem Phänomen, daß ein weitsichtigerer und langfristig gedachter chinesischer Kapitalismus dem Westen das Feld in Afrika streitig macht."
Warum hat China dann keinen fertigen Impfstoff?
https://search.brave.com/search?q=Welche+L%C3%A4nder+bieten+Hilfe+bei+Bundibugyo-Ausbruch+an%3F&source=web&summary=1&conversation=091dea607251f46e75065993f684010783a7#:~:text=Deutschland%20und%20die,viralem%20h%C3%A4morrhagischem%20Fieber.
Wo ist China bei der Hilfe gegen den Ausbruch?
Chinesischer Kapitalismus ist der bessere Kapitalismus?
Soll ich mir jetzt was aussuchen?
Nö, lass mal, die wollen alle nur die Bodenschätze
"In das Kapitel Zynismus und Propaganda paßt auch die mit großem Kino inszenierte Aufnahme eines US-amerikanischen Arztes und seiner Familie in der Charité"
https://search.brave.com/search?q=Laut+einem+Artikel+in+der+%22Washington+Post%22+weigerte+sich+Trump%2C+den+infizierten+Arzt&source=desktop&summary=1&conversation=091eaf4e96e39122beaf53c161d162a4a2c4#:~:text=Laut%20einem%20Bericht,Berliner%20Isolierstation%20behandelt