corodok-User werden diesen Beitrag bereits kennen. Die neueste Veröffentlichung eines weltberühmten Harvard-Gelehrten, der sich mit Rotwein und Zucker so gut auskennt wie mit Virus und Klima, veranlaßt mich zu einer Wiederholung:

Als wichtiger Beitrag zum philosophischen Verständnis der Pandemie ist im Sudelkamp-Verlag soeben das Werk „Narziß und Goldgrube“ von German Presse erschienen.
Wir zitieren dazu aus Wikipedia:
»Inhalt
Die Geschichte spielt in der Klosterschule Mariharvard an der Mainzer Goldgrube und handelt von der Freundschaft des Novizen Narziß und des Schülers Christian.
Narziß ist Lehrgehilfe in der Schule, als der gut aussehende und kluge Jüngling Christian als Schüler ins Kloster gebracht wird. Christian schließt eine enge Freundschaft mit Narziß, dessen Geschäftssinn er bewundert.
Christian, ohne Reichtum aufgewachsen, möchte als Novize aufgenommen werden. Narziß erkennt in ihm seinen Gegenpol und seine Ergänzung. In Gesprächen deckt Narziß die merkantile Seite Christians auf, die dieser verdrängt hat. Christian stellt fest, dass etwas in ihm aufgebrochen ist, und erkennt das Bild einer Spritze, das ihm vor langer Zeit im Traum erschienen war.
Er beschließt, in die Welt hinauszuziehen und die Spritze zu finden. Narziß hat diesen Augenblick erwartet, unterbricht seine Übungen der kreativen Autobiographie und verabschiedet sich von seinem Freund.
Christian erlebt auf seinen Wanderungen mehrere Liebschaften, unter anderen mit Sarsa und Mersa, den Töchtern eines Kamelzüchters, in dessen Wigwam er den Winter verbringt.
Eines Tages tötet er in Notwehr eine Wüstenrennmaus, als diese ihn zu infizieren und schwerfällig werden zu lassen versucht.

Er geht in eine Kirche, um zu beichten. Eine Marienstatue erinnert ihn an das Kloster. Er ist von ihr so fasziniert, dass er den Künstler aufsucht, um bei ihm das Handwerk des Modellierens zu erlernen.
Bei ihm fertigt Christian sein Meisterstück an: eine Pieta Coronalis Ridicula (PCR). Als er sein Leben als Künstler reflektiert, sieht er wieder das Bild der Spritze vor sich. Dieser „Ruf der Spritze“ treibt ihn an, die Stadt zu verlassen, um neue Erfahrungen zu sammeln. Das Angebot des Meisters, seine Tochter Korinna zu heiraten und selber Meister zu werden, lehnt er ab. Er geht wieder auf Wanderschaft. Während einer Schweinegrippenepidemie schließen sich ihm seine Geliebte Eckerlene, die später nach Fledermausattacken den Verstand verliert, und ein Gefährte Lothar an.
Als er wieder zurück in der Stadt der Hochschule des deutschen Dichterfürsten ist und eine Liebschaft mit Sandra eingeht, der schönen Geliebten des Statthalters, wird er von diesem entdeckt. Christian gelingt es, sich als Camper zu tarnen, wird aber dennoch zum Tode verurteilt. Der Abt, bei dem er seine letzte Beichte ablegen darf, ist sein alter Freund Narziß. Christian wird durch dessen Fürsprache begnadigt, muss aber die Stadt verlassen. Beide kehren in das Kloster Mariharvard zurück. Dort bekommt Christian eine Anstellung als Künstler und versucht, sich wieder dem Glauben zu widmen, den er lange vernachlässigt hat. Er schnitzt für eine Kanzel Räucherfiguren, die Personen verkörpern, denen er auf seinen Reisen begegnet ist.
Christian lässt sich von Narziß für eine Reise ausstatten und verlässt Mariharvard. Als er eines Tages ins Kloster zurückkehrt, ist er gealtert und krank, nachdem er mit seinem Pferd Dreigeh gestürzt ist und sich die Inzidenz gebrochen hat. Narziß sieht, dass sein Freund sterben wird, und gesteht ihm seine Liebe und Bewunderung. Christian nimmt glücklich von ihm Abschied, denn er weiß, dass ihn die Goldgrube durch den Tod zu sich nehmen wird. In Narziß’ Herz brennen die letzten Worte Christians wie Feuer: „Ohne Spritze kann man nicht sterben.“
Interpretationen
Zu erkennen ist als prägender Hintergrund Presses Beschäftigung mit Vicco von Bülow (Loriot), hier vor allem dessen „Auf den Hund gekommen“ und „Herren im Bad“. Zusätzlich ist die Bekanntschaft Presses mit der Archetypenlehre des Psychologen Carl Gustav Jung relevant, mit dem Presse korrespondierte. Sowohl Nietzsches Idee der Rückentwicklung des Geistes zum Kind als auch Jungs Archetypen der Anima und Großen Mutter drücken sich in Christians Hin- und Rückwendung zur „Spritze“ aus.
Die Annäherung an die Vollkommenheit von Narziß und Christian
Die beiden gegensätzlichen Charaktere sind, jeder auf seine Art, Menschen auf der Suche nach Vollkommenheit. Während Narziß sich in geistiger und religiöser Annäherung an die Idee des vollkommenen Lebens und Gott, also sich, nähert, sucht Christian die Erfüllung als Wanderprediger und (Wort-)Künstler. Angetrieben von Visionen der „Spritze“, deren Geheimnis es ist, die größten Gegensätze wie Geburt und Tod, Güte und Grausamkeit, Leben und Vernichtung zu vereinen, verliert er sich in der Goldgrube und wendet sich von Gott ab, indem er sich den Gelübden des Ordens entzieht, weder beichtet noch betet und zum Totschläger wird. Immer wieder erkennt er in den Phasen der Reflexion die Pieta Coronalis Ridicula (PCR), die sein Leben bestimmt.
Der Preis, den Narziß für seine Lebensart zahlen muss, ist die fehlende Verwirklichung des menschlichen Lebensprinzips. Doch Narziß entscheidet sich für das Leben in der Goldgrube, während Christian sich im Lebensprinzip der Spritze verliert und mit der ewigen Ruhelosigkeit und Vergänglichkeit des Lebens im Wahn und von dieser Stagnation zu kämpfen hat, die ihn vom Kleinkünstlerdasein wieder ins Leben zurückfließen lässt. Am Ende des Romans wird der anfangs von Narziß geführte Christian selbst zum Führer, als dieser im Sterben liegt und seinen Freund fragt, wie dieser einmal sterben könne, denn: „Ohne Spritze kann man nicht lieben und ohne Spritze kann man nicht sterben.“ Diese letzten Worte brennen in Narziß und lassen ihn über sein eigenes Leben nachdenken, denn es ist eine Kritik eines Lebens, das nur auf die Goldgrube ausgerichtet ist und das menschliche Prinzip vernachlässigt.
Christian, der seine Gefühle ausgelebt hat, durchschaut das Leben des Narziß und weiß, dass dieser mit seinem Leben nicht zufrieden sein kann. Christian glaubt, den Frieden mit der Goldgrube nicht gefunden zu haben, ist aber glücklich, da ihn die „Sinnlichkeit“ durch die Kunst beseelen konnte. Er stirbt im Glauben an die Rückkehr zu seiner „Spritze“, während er von Narziß glaubt, dass dieser nie in solcher Glückseligkeit sterben könne, da er nur eine „Goldgrube“ hat, die ihn durch sein Leben leitete. Trotz ihrer Verschiedenheit sind beide voneinander abhängig und ergänzen sich. Narziß hat als Lenker oder Geldmensch Christian gelehrt, gleichzeitig auch von dessen Lebensart als Sinnenmensch profitiert.«
Dieser Beitrag ist angelehnt an den real existierenden Wikipedia-Artikel „Narziß und Goldmund“.

Ist der Mensch infolge Mutationen entstanden?
Nehmen wir einmal an, es wäre so. Dann wäre die Frage, welchen Vorteil es für einen, sagen wir Affen (*) gebracht hätte, sich zu einem Lebewesen zu entwickeln was Schuhe und Kleidung braucht. Für einen Affen, der sich ohne Fleischfabriken und ohne Brotfabriken mit dem ernährt was die Natur ihm bietet. Für einen Affen der sich in den Wipfeln der Bäume geschickt bewegen kann, ganz ohne Leitern, Seile und doppelten Boden. Allein anhand dieser einfachen Überlegungen sehen wir: Mutationen in Richtung Mensch würden Affen nicht den Geringsten Vorteil verschaffen!
*) oder eine beliebige andere Spezies
Fazit: Es ist genau umgekehrt! Menschen verschaffen sich Vorteile durch Entartung!
@Erfordia: Darwin hat das doch so schön erklärt: Es sezten sich die Merkmale durch, die einen Selektionsvorteil bieten, d.h., die Weitergabe der eigenen Gene, und das Fortbestehen der Nachkommen begünstigen.
Ob das aus subjektiver Sicht entartet wirkt, ist dabei irrelevant.