Ein ganz klein wenig vorsichtiger geworden ist eine der Pharmabeauftragten der "Süddeutschen Zeitung".

Zwar steht für sie außer Frage, daß Übergewicht vornehmlich mit Chemie und Gentechnik angegangen werden sollte. Zudem referiert sie die Position der Lobbyorganisation "Science Media Center (SMC)". Aber immerhin verschweigt sie bei aller Lobpreisung nicht die dünne Grundlage der Herstellerstudien.
»Dies ist die frustrierende Wahrheit hinter vielen Abnehmerfolgen: Sie schwinden wieder, sobald das Ernährungs- und Fitnessprogramm beendet ist, sobald die Abnehmspritze abgesetzt wird. Nun hat das Fachblatt Nature Medicine gleich zwei Studien veröffentlicht, in denen Mittel gegen die Misere getestet wurden.
Der erste Versuch setzte auf Tabletten mit dem Wirkstoff Orforglipron, der ähnlich wie die Abnehmspritzen wirkt, aber in Europa noch nicht zugelassen ist. Die Wissenschaftler verabreichten die Pillen Menschen, die unmittelbar zuvor das Maximale aus einer der Abnehmspritzen herausgeholt hatten. Als die Probanden nicht mehr in nennenswertem Maße abnahmen, erfolgte der Wechsel auf die täglich zu schluckenden Tabletten…
Die 376 Teilnehmer umfassende Studie sei sauber durchgeführt, sagte Marie Spreckley, Forscherin der University of Cambridge, dem britischen Science Media Center (SMC). Allerdings betrug die Beobachtungszeit nur ein Jahr, sodass unklar ist, ob sich der neue Wirkstoff auch langfristig bewährt.
Bleibt die Frage, wem damit geholfen ist, von den Spritzen auf die Tabletten zu wechseln. Zum einen vermutlich dem Hersteller, der auch an der Studie beteiligt war…
Ein Darmkeim konnte in der Studie kurzfristig helfen
Überraschender wirkt die zweite Studie, in der ein Teil der Probanden einen Darmkeim schluckte. Erwachsene, die zuvor acht Wochen lang mit einer klassischen Ernährungsumstellung Gewicht verloren hatten, erhielten nun einen speziell aufbereiteten Stamm des Bakteriums Akkermansia muciniphila. Nach 24 Wochen Einnahmezeit hatten die Teilnehmer noch etwa 85 Prozent ihres Erfolges beibehalten. Die Probanden in der Placebogruppe konnten nur 66 Prozent ihres Diätergebnisses retten. Es wurden keine nennenswerten Nebenwirkungen berichtet.
Nur wird dieses Ergebnis dadurch geschmälert, dass insgesamt lediglich 90 Menschen an der Studie teilnahmen und die Beobachtungszeit nur kurz war…«
Ein zitierter Endokrinologe ist skteptisch, weshalb der Artikel endet mit: »…"Nicht allen Menschen nützt das Präparat also gleichermaßen."«
Zu Frau Uhlmann siehe auch:

Wie wäre es denn mit richtigen wirtschaftlichen Interessen:
Produzieren um Bedürfnisse zu befriedigen!
Soso, ein Darmkeim. Tz.….
Maske an – Maske aus?
So berechtigt Kritik ist, aber die Entscheidung, ob jemand Tausende (oder Millionen) von Euro oder einer sonstigen Währung in seinem Leben ausgibt, um das Zeug gespritzt zu bekommen, Tabletten zu schlucken, sich in einer Änderungsfleischerei einem von ihm als notwendig erachteten Eingriff zu unterziehen, sind seine Privatsache. Wenn er den Zaster darin investieren mag, dann mag er dies tun. Allerdings: Nicht beschweren, wenn nachher nichts mehr zu Beißen vorhanden ist und die Notunterkunft feucht ist. Und die Herkunft des Zasters aus Ausbeutung ist ebenfalls abzulehnen.
Ja, selbstverständlich ist es Profitgier. Ein wenig Nachdenken sollte jedoch helfen. Auch wenn es falsch verstanden werden mag.
Im übrigen bewundere ich noch immer den "Scheiß des Monats". Dies war treffend, wenn auch nur im vergleichsweise Miniaturmaßstab.
> Und die Herkunft des Zasters aus Ausbeutung ist ebenfalls abzulehnen.
Kapital entsteht grundsätzlich infolge Ausbeutung (des Menschen durch den Menschen).
lieber @O'Mikron