"Mein Schiff 4" am Kap der Guten Hoffnung

Ob Friedrich Merz manch­mal die "FAZ" liest?

»…Um die Passage zu sichern, müss­ten die Truppen blei­ben
Der Militärexperte Ben Connable, ein pen­sio­nier­ter Major des US-Marinekorps, wur­de neu­lich bei einer Veranstaltung des Middle East Institute gefragt, was aus sei­ner Sicht nötig wäre, um die Straße von Hormus mili­tä­risch voll­stän­dig abzusichern. 

Dafür sei es nötig, einen 600 Kilometer lan­gen, 40 Kilometer brei­ten Küstenstreifen zu erobern, ein­schließ­lich der Hafenstadt Bandar Abbas mit mehr als 500.000 Einwohnern, sag­te Connable. Mindestens drei Infanteriedivisionen wären dafür nötig.

Allein die Eroberung wür­de nach sei­ner Einschätzung sechs Monate in Anspruch neh­men. Aber um die Meerenge zu sichern, müss­ten die Truppen blei­ben. „Stellen Sie sich dar­auf ein, das 20 Jahre lang zu tun“, sag­te Connable, der an der Georgetown University Sicherheitsstudien unter­rich­tet und die Battle Research Group Foundation leitet.

Auch unter den euro­päi­schen Unterstützern einer inter­na­tio­na­len Marinemission gibt es Zweifel dar­an, dass die Schifffahrt in der Straße von Hormus sich allein mit mili­tä­ri­schen Mitteln wie­der­her­stel­len lässt. Deshalb for­dert der fran­zö­si­sche Präsident Emmanuel Macron eine „zwi­schen Iran und den Vereinigten Staaten abge­stimm­te Wiedereröffnung“. Also eine Verhandlungslösung.

Vorerst stecken 47 Schiffe deut­scher Reedereien wei­ter­hin im Persischen Golf fest. In einem Fall hat­te sich die größ­te deut­sche Schifffahrtslinie Hapag-Lloyd dazu ent­schie­den, die Passage zu wagen. Mit Erfolg: Die „Tema Express“ befin­det sich laut Trackingdienst Maritime Optima mitt­ler­wei­le in Mumbai. Zu Beginn der Waffenruhe sind außer­dem zwei Kreuzfahrtschiffe des welt­weit größ­ten Reisekonzerns TUI durch die Straße von Hormus gefah­ren – ohne Passagiere. „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ sind laut TUI auf dem Weg um das Kap der Guten Hoffnung ins Mittelmeer. Die Crew soll zumin­dest teil­wei­se in Kapstadt wie­der an Bord gehen.«

Wenn jetzt auch noch Realismus bezüg­lich des Ukrainekrieges ein­kehr­te, wäre viel gewonnen.

4 Antworten auf „"Mein Schiff 4" am Kap der Guten Hoffnung“

  1. > Dafür sei es nötig, einen 600 Kilometer lan­gen, 40 Kilometer brei­ten Küstenstreifen zu erobern, ein­schließ­lich der Hafenstadt Bandar Abbas mit mehr als 500.000 Einwohnern,

    Das ist irre­füh­rend. Denn es geht um die Eroberung der GANZEN Welt sowie um deren Neuaufteilung.

  2. Realismus – bloß weil der "Experte" irgend­wo unter­rich­tet? Auch ZDF-Experte Keupp unter­rich­tet irgend­wo, wie immer wie­der sogar noch erwähnt wird. Der hat bereits mehr­fach wie angeb­lich, im Ukraine-Konflikt die Russen, und vor allem Putin "geschla­gen". Mittlerweile heben die schon her­vor, wenn er mal rich­tig lag, oder liegt. Man ver­ste­he bit­te mei­ne Bedenken ?!?

    Die Lehre aus Corona

    Wenn Experten zu Wort kom­men, begin­ne ich mitt­ler­wei­le zu zwei­feln. Wenn man schon Experten braucht .…… ist doch bestimmt von vorn­her­ein schon wie­der was faul ! Das kann natür­lich an der Wahl der Experten lie­gen. Hilft dann aber auch nicht weiter.

    Und dann, wis­sen "sie" nicht mehr wei­ter, was offen­bar schnell ein­tre­ten kann, und machen ein Amtshilfeersuchen bei der Bundeswehr! Toller Staat.
    Was will man uns hier­bei eigent­lich nahe legen?

  3. Na, Drecksack. Wieder Werbung für die Faschozeitung machen.

    Schön jeden­falls, dass sie sich als FAZke voll­kom­men selbst dis­qua­li­fi­zie­ren, irgend­et­was oder irgend­wen kor­rekt beur­tei­len zu können. 

    Sie sind ein erbärm­li­cher Kapitalstricher!!!

  4. Die mili­tä­ri­sche Lösung wür­de man auch ger­ne umgehen.
    Nur: Jede Partei möch­te die Bedingungen diktieren
    (und ohne Gesichtsverlust aus den Verhandlungen rausgehen)

    In Russland herrscht Kriegsmüdigkeit und Unmut,
    die Wirtschaft "lahmt".

    Die Zustimmung und das Vertrauen in Putin sinkt

    https://www.focus.de/politik/ausland/russen-wenden-sich-ab-putins-krieg-hat-funktion-verloren_b702d26b-7758–4fa4-8c6a-5291d279037f.html

    In Deutschland sieht es wirt­schaft­lich böse aus und vie­le Bürger sind nicht bereit, wei­te­re Milliarden der Ukraine zur Verfügung zu stel­len oder in die Aufrüstung zu ver­schwen­den, wäh­rend an ihnen sel­ber Sozialkürzungen vor­ge­nom­men werden.

    "Wenn jetzt auch noch Realismus bezüg­lich des Ukrainekrieges ein­kehr­te, wäre viel gewonnen."

    Realismus und Vernunft wäre wünschenswert
    Keines der Völker will die­se Entwicklung

    Die Fronten sind aller­dings geo­po­li­tisch verhärtet
    Die USA wol­len ihre Nummer-1-Position behalten
    (und den Iran am lieb­sten "abräu­men"),
    der Iran traut dem Amerikaner – zu Recht – nicht,
    Putin wird um kei­nen Preis die Ukraine hergeben
    und die EU glaubt, nur mit Militarismus zu überleben

    https://​ost​deut​sche​all​ge​mei​ne​.com/​a​r​t​i​c​l​e​/​b​u​n​d​e​s​r​e​g​i​e​r​u​n​g​-​i​n​-​e​r​k​l​a​e​r​u​n​g​s​n​o​t​-​w​o​-​s​i​n​d​-​a​l​l​-​d​i​e​-​m​i​l​l​i​a​r​d​e​n​-​e​u​r​o​-​f​u​e​r​-​a​u​f​r​u​e​s​t​u​n​g​-​g​e​b​l​i​e​b​e​n​-​1​0​0​3​3​538

    Im Jahr 2022! wur­de die Bundesrepublik Deutschland von der Ampelkoalition regiert, die aus den Parteien SPD,
    Bündnis 90/​Die Grünen und der FDP bestand -
    Olaf Scholz (SPD) war als Bundeskanzler Regierungschef -
    Sie zeich­ne­ten den Weg schon vor

    Diplomatie hat Grenzen
    Keiner der Parteien scheint hier fähig oder wil­lig zu sein,
    Kompromisse zu schlie­ssen oder Zugeständnisse machen zu wollen

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