In der "Süddeutschen Zeitung", ja sicher, gab es am 29.4.26 ein Doppelinterview mit dem Staatsvirologen und dem "Förster und Autor" Peter Wohlleben (frei zu lesen hier). Letzterer schreibt gerade ein Buch über Bakterien und qualifiziert sich im Gespräch so:
»… Wenn man zum Beispiel sagt, ich habe zu Viren etwas nachgelesen bei Christian Drosten, dann weiß ich, das sind grundsätzlich solide Aussagen, dann muss ich nicht jede Aussage überprüfen. Ich vertraue ihm.
Drosten: Danke.«
Viren, das mag manche überraschen, haben auch etwas gutes, populationsbiologisch gesehen:
»… Die Viren haben aber auch keinen besonders guten Ruf.
Drosten: Dabei haben sie wichtige Systemfunktionen in Ökosystemen. Es kommt zum Beispiel vor, dass eine Population irgendwann so groß wird, dass sie im Prinzip alle Ressourcen verbrauchen würde. Dann dienen die Viren als Bremsen. Es gibt ein bekanntes Lehrbuchbeispiel von den Hasen und den Karotten, die irgendwann alle aufgefressen wären, wenn es zu viele Hasen gäbe. Und dass das nicht passiert, liegt zum Teil eben daran, dass irgendwann die Populationsdichte so steigt, dass eine Virusinfektion plötzlich übertragbarer wird und ein Teil der Tiere stirbt. Dann sortiert sich das Ökosystem neu.
Um das positiv zu sehen, darf man aber kein Mitleid mit den Hasen haben. Sonst könnte man ja auch sagen, die Erde ist allmählich von Menschen überbevölkert, da muss irgendwann ein Virus her …
Drosten: Mitleid oder besser Empathie sollte man trotzdem nicht verlieren. Aber zu Ihrer Frage: Bei der Coronapandemie war es ähnlich – in dichten Bevölkerungen wurde das Virus stärker übertragen.
Trotzdem hart.
Drosten: So ist die Natur leider, und wir sind nun mal Teil davon. Und noch mal: Es ist auf einer empathischen Ebene mitunter schwer zu akzeptieren. Aber Populationsbiologie ist ein sehr universelles Prinzip, wenn man das Leben verstehen will. Das kann ich leider auch nicht ändern. In der Biologie gehört ein starker Rückgang der Populationen zur natürlichen Dynamik der Populationsentwicklung.«
Dieses dünne Eis zu verlassen, ermöglicht der Interviewer so:
»So weit kam es aber bei Corona nicht.
Drosten: Ja, weil der Mensch sich eben im Gegensatz zum Hasen wehren konnte.«
Es folgt ein Geplauder über mögliche Intelligenz bei Bakterien und darüber, ob Computerviren lebendig sind.
Kritik "im Prinzip nicht relevant"
Wohlleben berichtet über Kritik aus der Forstlobby, doch wichtiger ist natürlich dies:
»... Bei Ihnen, Herr Drosten, war die Kritik breiter, weil sie aus der Bevölkerung kam.
Drosten: Ich bin mir nicht so ganz sicher, ehrlich gesagt. Ich glaube, vor allem ein kleiner Teil der Presse hat versucht, mich als Person anzugreifen, und damit ein Thema, das zu dieser Zeit längst auf eine politische Ebene gehoben war, an eine Person anzuhängen und damit eine politische Wirkung zu erzielen. Das war vollkommen ungerechtfertigt, unfair, und die Geschichte wird zeigen, dass das substanzlos war.
Aber es gab viele Menschen, die gemault haben, ich lass mir doch von dem Drosten keine Vorschriften machen.
Drosten: Ich glaube nicht mal, dass viel Kritik aus der Breite der Bevölkerung kam. Es waren eher einige wenige Journalisten, die sich vielleicht zum Teil auch eine Meinungsblase in ihren Redaktionen gebildet haben und vielleicht auch das Gefühl hatten, damit eine politische Wirkung erzielen zu können. Es ist im Prinzip nicht relevant…«
Dieses Genöle ist wahrlich nicht originell. Ebenso wie Drostens Stilisierung als (einzigem?) verantwortungsvollen und mutigen Experten.
"Problematisch ist die Figur des Experten"
»Drosten: Problematisch ist die Figur des Experten. Wenn man als Experte für ein Thema steht, das man beherrscht, dann ist das eine verantwortungsvolle und mutige Position, gesellschaftlich auch notwendig. Wenn man sich aber eine Expertise anmaßt, die man gar nicht hat, weil man vielleicht nur Honorare oder Sichtbarkeit erzielen will, dann ist es im Grunde Schwindel…«
Später wird er ergänzen: "Wir haben es inzwischen sehr oft zu tun mit der Figur des Pseudo-Experten, der vielleicht tatsächlich ein Experte ist – aber für was anderes". Die Erwartung wäre albern, Drosten könne sich hier selbst meinen. Vielleicht ist er ein Experte für Viren (wer die Texte seiner Podcasts liest, könnte ins Zweifeln geraten), ganz sicher aber keiner für Epidemiologie und Immunologie. Dennoch hat er über Jahre hinweg zu Schulschließungen und "Impfungen" geraten oder von asymptomatischen Infektionen gesprochen; all dies mit dem Brustton der Überzeugung eines vermeintlichen Fachmannes auf diesen Gebieten. Wahrscheinlich waren es nicht Honorare des NDR, gewiß aber der Wunsch nach Sichtbarkeit, der ihn zu diesem Schwindel verleitete.
"Der Eindruck, der uns serviert wird"
»… Gleichzeitig entsteht aber gegenüber den tatsächlichen Experten ein immer größeres Misstrauen. Da kann sich jemand äußern, der 30 Jahre eine wissenschaftliche Laufbahn hinter sich hat, und trotzdem sagen ihm Leute, nö, glaub ich nicht.
Drosten: Das Problem ist die Verfügbarkeit von Informationen verschiedenster Qualität. Und der Eindruck, der uns serviert wird, dass Information guter Qualität offenbar leicht verfügbar sei. Das ist aber eine Täuschung. Die Qualitätssicherung ist da komplett ausgesetzt. Nehmen Sie nur das sprichwörtliche Youtube-Video, das an die Stelle einer langjährigen fachspezifischen Ausbildung tritt. Wer dreht das? Wer ist das? Warum hören wir dem zu?…«
Schon in seinen Podcasts blitzen hin und wieder vernünftige Fragen auf. Wie dort wendet er sie schnell:
»Drosten: Es geht immer um die Qualitätssicherung von Information. Früher war es nicht so leicht, irgendetwas in die Welt zu setzen, dafür brauchte man eine Druckerpresse, darum war es auch einfacher, eine Qualitätssicherung durchzuführen. Und im klassischen Journalismus gibt es bis heute Berufsregularien und Qualitätskriterien. Das ist gut. Zugleich sind die technischen Hürden gesunken, es ist einfacher, unter dem Radar der Qualitätssicherung zu fliegen.
Aber das vorhin erwähnte Youtube-Video kann man nicht ohne Weiteres kontrollieren. Wäre ja andererseits auch bedenklich.
Drosten: Vielleicht könnte man aber ein Bewusstsein schaffen, das eine finanzielle Unterstützung von qualitätsgesicherten Informationsquellen vorantreibt. Qualitätssicherung ist auch nicht das Unterbinden mit Druck, sondern eine gewollte Filterwirkung, die wir brauchen, sonst kommen wir mit diesem Problem nicht weiter.
Bleibt die Frage, wer diese Sicherung übernehmen sollte. Der Staat?
Drosten: Ich will gar nicht sagen, dass das nur die Politik von oben herab tun muss. Ich glaube aber, dass eine berufsständische Qualitätssicherung ganz wichtig ist, im Bereich der Publizistik, des Journalismus, des Films, des Podcasts. Ich sehe, auch im Rückblick auf die Pandemie, keinen anderen Weg, als auf diese Weise einzuschreiten…«
Einschreiten soll nicht nur von oben herab geschehen. Es soll auch eine finanzielle Unterstützung für die richtige, weil qualitätsgesicherte, Meinung geben. In schlechteren Zeiten hat es eine Reichsschrifttumskammer übernommen, das Volk vor schädlichen jüdisch-bolschewistischen Einflüssen zu schützen. Drosten wird eine Parallele zum berufsständischen Schutz des Volkes vor Verschwörungserzählungen gewiß empört zurückweisen
(Hervorhebungen in blau nicht im Original.)

»So weit kam es aber bei Corona nicht.
Drosten: Ja, weil der Mensch sich eben im Gegensatz zum Hasen wehren konnte.«
🙂 🙂 🙂 🙂
Stimmt. Diese aktuelle Satire aus der SZ ist real!! Viele Menschen konnten sich mit Hilfe von selbst hergestellten "Impf"-Pässen gegen die Spritzen wehren und haben infolgedessen keine "Impf"-Neben- und Longcovidlangzeitfolgen!!
Häs_chen in der Grube
sahaß uhund schlief
sahaß uhund schlief,
armes Häs_chen, bist du krank?
Dass du nicht mehr hüpfen kannst?
Häs_chen hüpf!
Häs_chen hüpf!
Oder, um mit Olaf Scholz, Ex-Bundeskanzler, SPD, zu sprechen: wir sind alles Eure Versuchskaninchen gewesen und es ist gut gegangen.
https://www.youtube.com/watch?v=fmGQuNZkmiw
Made my day by night
Armes Ihimpfopfer
lihiegst uhund schläfst
lihiegst uhund schläfst
armer Impfling,
bist du krank,
dass du nicht mehr laufen kannst?
Impfling, hüpf!
Impfling, hüpf!
Zitat:
»… Wenn man zum Beispiel sagt, ich habe zu Viren etwas nachgelesen bei Christian Drosten, dann weiß ich, das sind grundsätzlich solide Aussagen, dann muss ich nicht jede Aussage überprüfen. Ich vertraue ihm.
Drosten: Danke.«
Oh mein Gott, was eine schlechte Dialogregie und das gleich zu Beginn, des wieder nur mit unterdurchschnittlich begabten Laiendarstellern besetzten Theaterstücks.
Zitat:
"… Die Viren haben aber auch keinen besonders guten Ruf.
Drosten: Dabei haben sie wichtige Systemfunktionen in Ökosystemen. Es kommt zum Beispiel vor, dass eine Population irgendwann so groß wird, dass sie im Prinzip alle Ressourcen verbrauchen würde. Dann dienen die Viren als Bremsen. Es gibt ein bekanntes Lehrbuchbeispiel von den Hasen und den Karotten, die irgendwann alle aufgefressen wären, wenn es zu viele Hasen gäbe. Und dass das nicht passiert, liegt zum Teil eben daran, dass irgendwann die Populationsdichte so steigt, dass eine Virusinfektion plötzlich übertragbarer wird und ein Teil der Tiere stirbt. Dann sortiert sich das Ökosystem neu."
Also, wer solch einen offensichtlich hanebüchenen Schwachsinn bei eventuell doch noch vorhandener Unsicherheit nicht eigenhändig überprüft, dem kann (wie u.a. wohl auch Herrn Wohlleben) einfach nicht mehr geholfen werden. Auch im Bereich Evolutionsbiologie scheint Drosten wohl eher nicht der Fachmann zu sein, als welcher dieser sich selbst versucht darzustellen.
In der Evolutionsbiologie (speziell der Populationsdynamik) wird die Populationsgröße einer Art durch Wechselwirkungen zwischen Geburten, Tod, Immigration/Emigration und Umweltkapazität reguliert.
Schlüsselmechanismen:
Ressourcenverfügbarkeit: Nahrung, Raum und Wasser setzen Grenzen für die Umwelttragfähigkeit (K).
Geburten- und Sterberaten: Schwanken aufgrund von Lebensstrategie, Umweltfaktoren, Saisonalen Einflüssen, Raubtierpopulationen und Krankheiten.
Raubtier-Beute-Dynamik: Die Räuber verringern die Populationsgröße der Beute, während die Beutedichte einen Einfluss auf die Räuber hat.
Konkurrenz: Sowohl die intraspezifische (innerhalb der Art) als auch die interspezifische Konkurrenz um Ressourcen verringert das Wachstum.
Umweltkapazität (logistische Vermehrung): Die Populationsgröße nähert sich der Tragfähigkeit K asymptotisch an, indem die Wachstumsrate verringert wird, je dichter die Population ist.
Natürliche Selektion in Bezug auf die Größe des Lebensraums: Merkmale, die das Überleben und die Fortpflanzung in den vorhandenen Ressourcen unterstützen, haben langfristige Auswirkungen auf die Populationsgröße.
Stochastische Effekte: In kleinen Populationen können Zufallsereignisse (wie Genfluss, Mutationen und Drift) eine erhebliche Auswirkung haben.
Migration: Immigration kann die Größe erhöhen, während Emigration sie senkt; Genfluss hat auch Auswirkungen auf genetische Vielfalt und Anpassungsfähigkeit.
Krankheiten und Umweltstress: Epidemien oder extreme Wetterereignisse können zu erheblichen Schwankungen der Populationsgrößen führen.
Nebenbei angemerkt bevorzugen wilde Hasen eine Vielzahl von Gräsern, Kräutern, Rinden, Trieben und Blattwerk. Karotten sind also NICHT der Hauptbestandteil ihrer natürlichen Nahrung. (1) In Gärten oder auf Feldern herangezogene Karotten können daher höchstens eine zusätzliche Nahrungsquelle für eine Hasenpopulation darstellen.
Wenn man also egal zu welchem Thema etwas von Christian Drosten aufgeschnappt hat, dann sollte man wissen, das sind inhaltlich grundsätzlich äußerst lückenhafte und fragile Aussagen sprich, man sollte unbedingt jede dort getroffene Aussage nachträglich überprüfen! Es kann daher folglich nur davon abgeraten werden, diesem Mann auch nur die geringste Form von Vertrauen entgegenzubringen.
(1) >>> https://www.deutschewildtierstiftung.de/wildtiere/feldhase
Kapitalismus nährt sich von Elend und vom Überangebot an Menschen. Um das zu vertuschen wird der größte Blödsinn verbreitet.
Vielleicht ist Drosten nicht aufgefallen, dass vornehmlich Hochbetagte am Coronavirus gestorben sind. Seiner Logik zufolge hätte das Virus dann Ressourcen für Jüngere frei gemacht. Möglicherweise ist ihm auch entgangen, dass es Atemwegsviren gibt, die vornehmlich Kinder befallen.
Im Übrigen braucht der Mensch keine Viren für Populationsdichte, denn dafür hat er Kriege und Hungersnöte. Und auch die bräuchte er nicht, wenn nicht eine kleine Klasse von selbsternannten Elitehasen 90% der Möhren für sich beanspruchen würden. Aber das übersteigt wahrscheinlich Drostens virologischen Horizont.
"Früher war es nicht so leicht, irgendetwas in die Welt zu setzen, dafür brauchte man eine Druckerpresse …"
Die Erfindung des Drucks – und damit der einfachen Verbreitung von Information – war in den Augen der damaligen "Experten" eine gefährliche Entwicklung, da sie nicht mehr die Einzigen waren, die von der Kanzel herab ihre Wahrheiten verkünden konnten.
Das Problem sind nicht Internet und youtube-Videos, sondern "Spezialisten" wie Drosten, die sich 30 Jahre lang mit einem kleinen Ausschnitt eines kleinen Forschungsgebiets beschäftigt haben, sich selber gerne reden hören, und von ihren Gönnern und deren Medien zu Universalexperten aufgeblasen werden.
"… die Geschichte wird zeigen …"
Er denkt in geschichtlichen Dimensionen. Wahrlich, ein großer Mann.
Dr. Vollpfosten hat völlig recht.
Die Geschichte wird zeigen, daß er substanzlos war.
Unser kleiner, selbstverliebter Schaumschläger.
Diese gefährlichen Viruskarotten sollte jeder Hase unbedingt meiden.
Sie zu erkennen und durch eine sichere und effektive Impfung unschädlich zu machen hilft gerne der Experte Fuchs.
Vorzugsweise wird die Heilbehandlung durch die Expertenzähne in den Nacken des Probanden appliziert. Nebenwirkungen wurden noch niemals gemeldet. Wir lassen keinen zurück!