Der Privatdozent Mag. Dr. Stefan Weber verdient sein Geld mit der Verbreitung von Plagiatsvorwürfen am Fließband. Nicht selten haben seine Vorwürfe keinen Bestand, aber er bringt sich damit in (vornehmlich rechtskonservative) Medien. Unter "Einsatz spezialisierter Software" hat er "hunderte Sprachwerke überprüft" und gilt als Spezialist für das Aufspüren frevelhafter Zeichensetzung. Nun hat er sich eine ganze Denkschule als verwerflich vorgenommen.


Für seine Kampfschrift generiert er den Begriff "Plagiatsfragmente", von denen er 10 in einer germanistischen Diplomarbeit aus dem Jahr 2010 entdeckt haben will.
Das sieht dann so aus:

Doch bei seinem Bauernopferkrieg handelt es sich weniger um läppische vermeintliche Zitierfehler. Was für ihn gar nicht geht, ist "ein Naheverhältnis zu marxistischer Theorie" "an einer von Steuergeld finanzierten staatlichen Universität":
»In der Diplomarbeit der profil-Chefredakteurin Anna Thalhammer (hier im Volltext) findet sich vieles, was sich in einer Diplomarbeit an einer von Steuergeld finanzierten staatlichen Universität, die in ihrem Siegel die Worte „Die Weisheit Wiener Studien“ (in Latein) trägt, nicht finden sollte:
- Plagiatsfragmente
- Textschablonen
- Deutschfehler
- Ein Naheverhältnis zu marxistischer Theorie
Für das Jahr 2010 ist das alles sehr verwunderlich. Die Plagiatsdebatte an österreichischen Hochschulen lief – durch mich medial initiiert – schon seit 2005. Die kritiklose Huldigung Gramscis verblüfft ebenso. Überhaupt erstaunt die ganze Konstellation einer Germanisierung der Germanistik an der Universität Wien immer wieder: Ein bundesdeutscher Professor mit Schwerpunkt DDR-Literatur lässt eine Oberösterreicherin zu DDR-Literatur mit Gramsci und Hegel als Theoriezeugen arbeiten. Eine angehende Germanistin (sic!) plagiiert in einer Diplomarbeit und wird später Chefredakteurin in einem Blatt, das in meiner Jugend noch als Medium der Edelfedern galt: als Vorbild. Was für ein Verfall ist das alles! Was für eine Entzauberung! Und überall, wirklich überall diese Manipulation und dröhnende Verarsche von links.
Doch Anna Thalhammer ist keine Täterin. Sie hat halt, wie so viele, auch getrickst. Sie ist primär Opfer eines fehlgesteuerten akademischen Systems, in dem man vielleicht mal schnell situationselastisch marxistisch denken muss, wenn es der Professor will (Mutmaßung!). – Vielleicht im nächsten Leben dann doch besser ein österreichischer Autor, mit österreichischem Theorieansatz interpretiert?«
plagiatsgutachten.com (29.4.26)
Derart piefiger österreichischer Nationalismus ist wahrhaft lächerlich.
Es ist kein Zufall, daß der eitle Selbstdarsteller sich von einem zaghaften Kritiker der Umstände von Drostens Promotion zu einem Weißwäscher des Staatsvirologen gewandelt hat. Seit Jahren wird passend ein Rechtsstreit zwischen Herrn Kühbacher und ihm von der Justiz verschleppt. Darin geht es um die heikle Frage, ob Weber Kühbacher die Verbreitung von "Fake News" vorwerfen darf oder es sich um Tatsachenbehauptungen handelt, wenn Kühbacher zahlreiche Unregelmäßigkeiten von Drosten und der Goethe-Universität im Promotionsverfahren benennt. Auf corodok gibt es jede Menge Informationen dazu. Unter anderem diesen Beitrag:

Was macht Stefan W. aus Salzburg eigentlich in seinem schallgedämmten Keller?
https://suno.com/s/hGkkYsNUZq9rAdTh
https://suno.com/s/agFh9E58Y52M7EjS
https://suno.com/s/bj4vNBbVV7QVamRZ
https://suno.com/s/wxdQUDEzXf5gDuZV
Eltern mit Geburtsurkunde, zukünftig einen Antrag auf autoritäre erlassene schrankenlose Titulierung für Alle beilegen.
Recht auf Titel!
Ich würde dann keinen haben wollen. Kann auch so Käse. – Naturtalent! [Bitte keine diesbezüglichen Angebote, bin immer noch "Arbeiter", nach wie vor]
Da gehts wohl eher um den Titel "Bester Fälscher".