Deepfaker von Hirschhausen

Verpackt in eine Meldung mit dem Titel "HateAid-Chefin: Politik reagiert zu spät auf Deepfakes", in der "die Geschäftsführerin der Betroffenenorganisation HateAid, Anna-Lena Freiin von Hodenberg, der Politik vor[wirft], Deepfakes lan­ge nicht ernst genom­men zu haben", macht dpa unge­niert Werbung für den Hirsch. Dabei wird es unfrei­wil­lig komisch:

»… Eine neue ARD-Dokumentation von und mit Eckart von Hirschhausen zeigt eine wei­te­re per­fi­de Facette des Problems: den syste­ma­ti­schen Identitätsklau als Geschäftsmodell. „Hirschhausen und die Deepfake-Mafia“ ist vom 1. Mai an in der ARD-Mediathek abruf­bar und wird am 4. Mai im Ersten (20.15 Uhr) aus­ge­strahlt. Der Film zeigt die Methoden unse­riö­ser Anbieter, die mit­tels Künstlicher Intelligenz digi­ta­le Doppelgänger von Prominenten schaffen…

Nach Angaben des Meinungsforschungsinstituts Civey haben 22 Prozent der Befragten, die den Arzt und Moderator Eckart von Hirschhausen ken­nen, bereits Werbung wahr­ge­nom­men, in der er schein­bar Produkte bewirbt – unab­hän­gig davon, ob die­se echt oder gefälscht ist…«
dpa / stutt​gar​ter​-zei​tung​.de (30.4.26)

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Da staunen wir aber!

Es ist wie­der ein­mal ein schö­nes Beispiel für bür­ger­li­che Pressefreiheit. Diese Nachricht gibt es. Sie wird nicht zen­siert oder unter­drückt. Sie geht nur unter im Unisono der stän­dig wie­der­hol­ten ver­schlei­ern­den Meldungen. An stei­gen­den Sprit- und Energiepreisen ist danach die "Weltlage" schuld, die arm und reich glei­cher­ma­ßen trifft. Letzten Endes aber doch irgend­wie die Mullahs, die einen Krieg vom Zaun gebro­chen haben und das Atomwaffenprogramm der USA und Israels stop­pen wollen.

Weberknecht jagt jetzt Marxismus

Der Privatdozent Mag. Dr. Stefan Weber ver­dient sein Geld mit der Verbreitung von Plagiatsvorwürfen am Fließband. Nicht sel­ten haben sei­ne Vorwürfe kei­nen Bestand, aber er bringt sich damit in (vor­nehm­lich rechts­kon­ser­va­ti­ve) Medien. Unter "Einsatz spe­zia­li­sier­ter Software" hat er "hun­der­te Sprachwerke über­prüft" und gilt als Spezialist für das Aufspüren fre­vel­haf­ter Zeichensetzung. Nun hat er sich eine gan­ze Denkschule als ver­werf­lich vorgenommen.

Für sei­ne Kampfschrift gene­riert er den Begriff "Plagiatsfragmente", von denen er 10 in einer ger­ma­ni­sti­schen Diplomarbeit aus dem Jahr 2010 ent­deckt haben will.

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