Schattengestalten

Alle nase­lang flie­gen die StaatschefInnen und ihr umfang­rei­ches Personal zu irgend­wel­chen Hornberger Gipfeln. Dann wun­dern sie sich, daß Kerosin knapp wird… Sie kla­gen und jam­mern über die Weltlage und sind nicht in der Lage, auch nur hypo­the­tisch Diplomatie als Mittel zur Lösung von Krisen in Betracht zu ziehen. 

Ihre Antwort auf jeg­li­che Frage lau­tet: Schuldenberge errich­ten und die mili­tä­ri­sche Karte zie­hen. Doch nicht nur die ist gezinkt. Ein 90 Milliarden schwe­res Geschenk an die Ukraine, von dem kein Mensch weiß, wie es finan­ziert wer­den soll, wird alberner­wei­se Kredit genannt. Dabei steht fest, daß er nie zurück­ge­zahlt wer­den wird. Die Annahme, Rußland wer­de nach einem ver­lo­re­nen Krieg dafür in Haftung genom­men wer­den, ist so absurd wie die Trumpschen Verlautbarungen über das völ­lig, end­gül­tig und unwi­der­ruf­lich ver­nich­te­te ira­ni­sche Militär. Was bleibt, sind Konfusion und Handlungsunfähigkeit der Herrschenden und die Aussicht auf sozia­le Kahlschläge für die Unteren. Wachsweiche Stellungnahmen von Gewerkschaften und Sozialverbänden wer­den da wenig aus­rich­ten. Nötig wäre eine Mobilisierung auf den Straßen und in den Betrieben, die den offen­kun­di­gen, aber ver­schämt unge­nann­ten Zusammenhang zwi­schen Militarisierung, Überwachung und sozia­ler Verelendung benennt.

9 Antworten auf „Schattengestalten“

  1. Ukraine-Krieg
    Rivalität zwi­schen China und Amerika
    Krieg in Nah-Ost

    führt in Europa zu einer drei­fa­chen Abhängigkeit von den USA
    (mili­tä­risch, ener­gie­po­li­tisch, exportwirtschaftlich)
    führt zu Inflation, Einkommensverlusten und einer Schwächung der Industrie.

    In die­ser Situation ver­spü­ren unse­re Politiker Druck zur Aufrüstung und "ein 90 Milliarden schwe­res Geschenk an die Ukraine, von dem kein Mensch weiß, wie es finan­ziert wer­den soll".

    https://search.brave.com/search?q=Wiederaufbau+der+Ukraine+nach+Krieg+Deutschland&source=web&summary=1&conversation=0901644a8d755fa15a45a5509af6f5daafc4#:~:text=Deutschland%20unterst%C3%BCtzt%20den,Mittel%20bereitgestellt%20hat

    "Die Ukraine" ist schein­bar "das Muss" der Europäer
    wie der Iran für Amerika.

    Für Diplomatie scheint da kein Platz zu sein
    Da ist eher: "Unsere Demokratie" gegen Autokratie/​die anderen/​die Bedrohung/"die Bösen"/wie auch immer

    Dieses Wort ken­nen die gar nicht mehr
    oder wol­len es nicht mehr kennen.

    "Nötig wäre eine Mobilisierung auf den Straßen…"
    Da war­te ich schon län­ger drauf 

    "und in den Betrieben"
    Da gibt's z.Z. vie­le Abfindungen, über die man sich dann unter­hält, aber sonst … guckt jeder, "wie er durchkommt"

    Die Leute sind mehr als unzu­frie­den, aber Wut ist nicht (genug) zu spüren.
    (weil der "unge­nann­te Zusammenhang zwi­schen Militarisierung, Überwachung und sozia­ler Verelendung" eben nicht benannt wird?)

    Ich glau­be, bevor nicht vie­le "mit dem Rücken zur Wand stehen",
    tut sich hier nicht viel.

    https://​www​.welt​.de/​p​o​l​i​t​i​k​/​d​e​u​t​s​c​h​l​a​n​d​/​a​r​t​i​c​l​e​6​9​e​a​8​0​5​8​0​5​2​3​3​e​3​f​a​1​5​b​a​3​e​9​/​u​m​f​r​a​g​e​-​a​l​l​e​n​f​a​l​l​s​-​n​o​c​h​-​b​a​s​i​s​a​b​s​i​c​h​e​r​u​n​g​-​m​e​r​z​-​a​u​s​s​a​g​e​-​z​u​r​-​r​e​n​t​e​-​s​c​h​u​e​r​t​-​a​n​g​s​t​-​v​o​r​-​a​l​t​e​r​s​a​r​m​u​t​.​h​tml

    Weiß Merz das, wenn er es wagt , das "ganz offen" zu kommunizieren?

    1. @Petra

      der Begriff "Wiederaufbau der Ukraine" ist völ­lig irre­füh­rend. In Wirklichkeit geht es nur dar­um, die sich auf die­sem Territorium befind­li­chen Produktionsmittel und Bodenschätze ein­schließ­lich der land­wirt­schaft­li­chen Nutzflächen unter Privatinvestoren neu auf­zu­tei­len. Hierzu gilt es, den Ukraine-Staat unter allen Umständen zu erhal­ten denn die­se Privatinvestoren, die sich haupt­säch­lich im Ausland befin­den, brau­chen einen Staat hin­ter dem sie sich ver­stecken können.

      Im Übrigen fin­den die Kampfhandlungen nicht in der Ukraine statt son­dern in den Gebieten Donbas und Lugansk und zwar seit 2014, also Gebiete die gem. UN-Charta 51 seit 2022 zur russ. Föderation gehören.

      mfg

      1. @Erfordia…: Ihre Ignoranz ist wie­der ein­mal atem­be­rau­bend. Der Artikel 51 lautet:

        »Diese Charta beein­träch­tigt im Falle eines bewaff­ne­ten Angriffs gegen ein Mitglied der Vereinten Nationen kei­nes­wegs das natur­ge­ge­be­ne Recht zur indi­vi­du­el­len oder kol­lek­ti­ven Selbstverteidigung, bis der Sicherheitsrat die zur Wahrung des Weltfriedens und der inter­na­tio­na­len Sicherheit erfor­der­li­chen Maßnahmen getrof­fen hat. Maßnahmen, die ein Mitglied in Ausübung die­ses Selbstverteidigungsrechts trifft, sind dem Sicherheitsrat sofort anzu­zei­gen; sie berüh­ren in kei­ner Weise des­sen auf die­ser Charta beru­hen­de Befugnis und Pflicht, jeder­zeit die Maßnahmen zu tref­fen, die er zur Wahrung oder Wiederherstellung des Weltfriedens und der inter­na­tio­na­len Sicherheit für erfor­der­lich hält.«
        https://​unric​.org/​d​e​/​c​h​a​r​t​a​/​#​k​a​p​i​t​el7

        Kein ein­zi­ges Wort kann zur Rechtfertigung Ihrer Behauptung her­an­ge­zo­gen werden.

        1. @aa, Sie sind mal wie­der völ­lig falsch infor­miert. In Art. 51 geht es nicht nur um Verteidigung son­dern auch um Selbstbestimmung und bei­des trifft für die Donbas-Republiken zu.

          1. @Erfordia…: Wie Sie unter­schlägt auch Ihr Sascha bzw. der inter­view­te Hartmann, daß Artikel 51 das Selbstverteidigungsrecht auf den "Fall eines bewaff­ne­ten Angriffs gegen ein Mitglied der Vereinten Nationen" bezieht. Der liegt zwei­fels­frei für die Ukraine vor, nicht aber für Rußland. 

            Richtig ist, daß der Angriff Rußlands eine Vorgeschichte hat, vom Maidan-Putsch über den Bürgerkrieg gegen die rus­sisch­spra­chi­ge Bevölkerung im Donbass bis hin zur Aufrüstung durch die NATO. Sie reiht sich ein in die lan­ge Geschichte von "regime chan­ges", die die NATO und vor allem die USA welt­weit auch gewalt­sam her­bei­ge­führt haben. Dennoch kann nicht davon die Rede sein, daß es einen bewaff­ne­ten Angriff gegen Rußland gege­ben hat, der besag­tes Selbstverteidigungsrecht aus­lö­sen könnte.

            1. Mir scheint, unser Dialog ver­läuft genau­so wie der zwi­schen Sacharowa und Pleitgen.

              Nohmal: Es geht nicht um Art. 51 der UN Charta!

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