Wie beim Krisenstab des RKI begeistert man sich auch in Berlin für Rankings aller Art. Laut Protokoll der "Tagl. Früh-Telko" vom 10.11.20 liegt Berlin inzidenztechnisch auf Platz 2 hinter Bremen, "die Bezirke Neukölln, Tempelhof-Schöneberg und Mitte sind federführend". Man befindet sich in einem Zielkonflikt. Auf der einen Seite hat man gerade gelockdowned und hätte gerne Erfolge diesbezüglich vorzuweisen. Andererseits lautete das langfristige unausgesprochene, aber konsequent verfolgte Ziel, mit einer gewaltigen Testoffensive steigende "Inzidenzen" zu generieren. Nur auf diesem Wege sind die veranschlagten und teilweise ausgegebenen Milliarden für "Impfstoffe" zu rechtfertigen (deren Umfang bis heute geheim ist) und die Zeit bis zu ihrer Einführung zu überbrücken.

Irgendwer wird an einem anderen Punkt stutzig, ohne daß dies Weiterungen irgendeiner Art mit sich bringt:

Täglich kämpft das "Team Recht" mit Klagen und Urteilen. An diesem Tagen liegen insgesamt "80 Anträge auf einstweiligen Rechtschutz" vor, insbesondere aus Gastronomie und von Sportstudios. Als Beispiel aus der Kultur wird das "Schlosspark-Theater von Hr. XXXXXX" genannt. Jeder weiß, und es ist trotz Schwärzung erkennbar, daß es sich um Didi Hallervorden handelt, der gewiß nichts gegen eine Nennung seines Namens hätte.
Mathematische Wunder und Neues von der "Gerichtsfront"
Am 12.11.20 lesen wir:

Ein weiteres Protokoll des Tags spricht dagegen von 268 ITS-PatientInnen. Wie sich diese doppelte Buchführung erklären läßt, weiß ich nicht.

Die Hoffnung des Mannes von der juristischen Kampfeimheit sollte übrigens nicht aufgehen…
In fast einem Dreivierteljahr "Pandemie" sind in Berlin, so heißt es dort, 321 Menschen an und mit Covid verstorben. Zur Erinnerung und Einschätzung: Das sind laut Statistischem Bundesamt etwa so viele, wie in der Stadt an drei beliebigen Tagen des Jahres insgesamt starben.
Vorzeitige Freitestung von PolitikerInnen

Kein Kommentar.
Die Schwärzungswut nimmt auch skurrile Züge an und trifft auch den Gesundheitsminister:

Am 16.11.20 ist wie in fast jedem Protokoll zu erfahren, daß die Bereitschaft der Gesundheitsämter, sich dem rigiden Kurs des Krisenstabs zu unterwerfen, immer noch gering ist. Zugleich wird der administrative Druck auf die Pflegeheime erneut verstärkt. "Es erfolgte die Anweisung, generell mit FFP-2-Masken zu arbeiten". Personal für Sanktionsmaßnahmen wird ausreichend bereitgestellt:

Der lange Schatten des Christian Drosten
Mühelos zu erkennen sind die geschwärzten Namen von Lauterbach und Drosten in der folgenden Passage. Letztgenannter hatte in seinem Podcast neben anderen lustigen Dingen unter anderem am Beispiel des Spiels "Vier gewinnt" seine Clustertheorie entwickelt. Sie sollte zur Quarantänisierung aller, die jemanden kannten, der von jemandem gehörte hatte, daß jemand positiv getestet sei, führen:

Neben eigentlich allen Podcasts mit Drosten und seiner unsterblichen Partnerin Korinna Hennig ist dieser zu dem Thema besonders zu empfehlen:
Wird fortgesetzt.

> Am 16.11.20 ist wie in fast jedem Protokoll zu erfahren, daß die Bereitschaft der Gesundheitsämter, sich dem rigiden Kurs des Krisenstabs zu unterwerfen, immer noch gering ist.
Was für ein Quatsch. Was für ein Schauspiel unter Kulissenschiebern die beide Organe einunddesselben Staates sind.