Galgen-Fogel

Die "ein­zi­ge Demokratie im Nahen Osten", die auf ihrem Kontinent so beliebt ist, daß ihre SchlagersängerInnen und SportlerInnen bei Wettbewerben in Europa Zuflucht suchen müs­sen, tappt wei­ter in den Fußstapfen der Nazis. Darf man das sagen? Stimmt es denn überhaupt?

Deutschland ist ver­mut­lich das ein­zi­ge Land der Welt, in dem man sich vor einer sol­chen Aussage hüten soll­te. Nur hier führt die uner­meß­li­che Schuld des Holocaust dazu, auch 80 Jahre danach dem Staat Israel einen Freibrief für all sein Tun aus­zu­stel­len. Kritik wird mit aller Macht als Antisemitismus gebrand­markt – eine Waffe, die schon bei der Verleumdung der Corona-Kritik hoch­wirk­sam war.

Als Bundeswehr und Geheimdienste nach dem Zweiten Weltkrieg von alten Nazis auf­ge­baut wur­den, die auch sonst über­all in den Ämtern des Adenauer-Staates anzu­tref­fen waren, belieb­te man, sich von der histo­ri­schen Verantwortung frei­zu­kau­fen, indem man den auf Kosten der ara­bi­schen Bevölkerung err­rich­te­ten Staat Israel mit allen finan­zi­el­len, poli­ti­schen und bald auch mili­tä­ri­schen Mitteln unterstützte.

Ohne Zweifel war die­se "Heimstatt der Juden" von Anfang an gefähr­det. Antisemitismus war zwar immer schon zuvör­derst ein euro­päi­sches Mittel, das ger­ne von den Regierenden genutzt wur­de, um sozia­le Konflikte zu kana­li­sie­ren. Wie heu­te hiel­ten sich die Herrschenden Rechtsradikale, um unter Verweis auf "Volkes Stimme" nach Bedarf aus­zu­gren­zen, zu spal­ten und ihre Macht zu festi­gen. Das gesetzt, heißt nicht zu negie­ren, daß auch in Palästina (ein recht schwam­mi­ger Begriff) natio­na­li­sti­sche Kräfte sich des Antisemitismus bedien­ten, der oft­mals bis zur Forderung nach Auslöschung des jüdi­schen Staates reichte.

Deren Widerstand rich­te­te sich anfangs noch gegen das kolo­nia­le Vorgehen der ehe­ma­li­gen Mandatsmacht Großbritannien, zuneh­mend aber vor allem gegen die jüdi­schen Siedler. Die zu Beginn durch­aus rele­van­ten aus­glei­chen­den Positionen auf bei­den Seiten konn­ten die sich auf­schau­keln­den Konflikte, die bis zu Pogromen führ­ten, nicht auf­hal­ten. Es kam zu der bekann­ten ver­häng­nis­vol­len Spirale von Terror und Gegenterror. Keine Partei kann sich hier von Schuld frei­spre­chen. Die Vernichtung Israels war für die ara­bi­schen Scharfmacher eben­so das Ziel wie deren Drohungen die con­di­tio sine qua non für Israel, um einen völ­ki­schen Staat zu ver­fe­sti­gen, in dem Rechte an die jüdi­sche Geburt gekop­pelt sind und Palästinese ver­trie­ben wurden.

Beide Seiten spiel­ten stets mit gezink­ten Karten. Die mili­tä­ri­sche Unterstützung Israels für das ras­si­sti­sche Regime in Südafrika und ihre Interventionen gegen die Befreiungsbewegungen in ande­ren Ländern des Kontinents erlaub­te es selbst ara­bi­schen Monarchen, sich als anti­im­pe­ria­li­stisch dar­zu­stel­len. Umgekehrt för­der­te die israe­li­sche Regierung über lan­ge Zeit die Hamas, um die Palästinensische Autonomierbehörde bzw. ihre sie tra­gen­den Organisationen zu schwächen.

Soweit kurz und viel­leicht ver­kürzt zur Geschichte. Es ist aber vor allem die Gegenwart, die es ermög­licht, davon zu spre­chen, daß sich die israe­li­sche Regierung in den Fußstapfen der Nazis bewegt. Ein Hinweis dar­auf ist der enorm gewach­se­ne Einfluß der rechts­extre­men Minister, die in Europa (noch) kei­ne Chance auf eine Regierungsbeteiligung hät­ten, zu denen aber ganz selbst­ver­ständ­lich die EU eine enge Beziehung pflegt.

Deutlicher wird das Argument begründ­bar durch die Politik der ver­brann­ten Erde nicht nur in Gaza, durch die Sippenhaft von Angehörigen tat­säch­li­cher oder ver­meint­li­cher "Terroristen", die oft­mals mit der Zerstörung ihrer Häuser und ihrer Ermordung endet, durch die von der UNO-Menschenrechtskommission kon­sta­tier­te Folter als Regelbehandlung für palä­sti­nen­si­sche Gefangene, durch die Übernahme des Nazi-Prinzips, für einen getö­te­ten Deutschen Dutzende rus­si­sche, ukra­ni­sche und ande­re Zivilisten zu ermorden.

Vollends als faschi­stisch inspi­riert muß die zwin­gend vor­ge­schrie­be­ne Todesstrafe allein für nicht­jü­di­sche "Terroristen" gel­ten, die nur höchst ein­ge­schränkt juri­stisch ange­foch­ten wer­den kann. Selbst bei Urteilen des "Volksgerichtshofs" der Nazis konn­ten Begnadigungen erbe­ten wer­den, denen in Einzelfällen sogar statt­ge­ge­ben wur­den (die Verurteilten kamen dann meist "nur" in KZs). In Israel ist dies nicht vor­ge­se­hen. Die mas­sen­haf­te geziel­te Tötung auch von Regierungsvertretern ande­rer Länder weist in die glei­che Richtung.

Wer dies sagt, läuft in unse­rem Land Gefahr, nicht nur als Antisemit ver­schrie­en, son­dern auch juri­stisch ver­folgt zu wer­den. Der Botschafter der BRD in Israel wird zumin­dest von Letzterem ver­schont. Für die Parole "From the river to the sea – Gaza will be free" wer­den Menschen belangt. Unbeeinträchtig bleibt der Plan der israe­li­schen Regierung, in einem frem­den Land, dem Libanon, eine gan­ze Region "bis zum Litani-Fluß" zu beset­zen und dem Erdboden gleich zu machen.

Es bleibt rich­tig und wich­tig, gegen jede Art von Antisemitismus vor­zu­ge­hen. Der deut­sche Faschismus hat in beson­de­rer Weise auf­ge­zeigt, wohin die Ausgrenzung Andersgläubiger, Andersfarbiger und Andersdenkender füh­ren kann. Die Ermordung von Millionen Menschen, die noch nicht ein­mal dem jüdi­schen Glauben anhän­gen muß­ten, son­dern per Amtsakt als Voll‑, Halb- oder son­sti­ge Teiljuden defi­niert wur­den, darf jedoch nicht dar­in mün­den, die Benennung von Völkermord und Rassismus in Israel zu verbieten.

Zugleich muß es ein Anliegen der "pro­pa­lä­sti­nen­si­schen" Bewegung sein zu prü­fen, wo es, gewollt oder aus Unachtsamkeit, Positionen gibt, die Antisemitismus zumin­dest Vorschub ver­lei­hen. So wie die Kritik am Kriegskurs der EU nicht dazu füh­ren soll­te, sich auf die Seite des Kreml zu schla­gen, wäre es auch in die­ser Frage fatal, sich nach dem Motto zu ver­hal­ten "Der Feind mei­nes Feindes ist mein Freund". Die Verteufelung Putins oder der Mullahs darf nicht umge­kehrt in Kritiklosigkeit enden.

20 Antworten auf „Galgen-Fogel“

  1. Die Gründung des Staates Israel war schon ein Ziel des Ersten Weltkrieges und hat mit dem Holocaust gar nichts zu tun!

    1. @Erfordia…: Kriege haben kei­ne Ziele. Aber viel­leicht könn­ten Sie begrün­den, in wel­chem Interesse wel­chen Kriegsteilnehmers die Gründung des Staates Israel gele­gen haben soll. Mir ist die Debatte unter jüdi­schen Organisationen und Theoretikern bekannt, ob man sich der zuneh­men­den Verfolgung (mit­nich­ten nur in Deutschand) am ehe­sten über Assimilation, poli­ti­sche Organisation oder eben über einen eige­nen Staat ent­zie­hen könne.

      1. @aa, Kriege haben kei­ne Ziele ? 

        Da irren Sie sich aber mäch­tig gewal­tig! Denn hin­ter jedem Krieg (aus­ge­nom­men Verteidigungskriege) stecken Profitinteressen die pri­va­ter Natur sind. Im Übrigen wur­de das Ziel der Gründung eines Staates Israel bereits in der 2. Hälfte des 19. Jh erklärt, mehr dazu hier: https://​sascha313​.word​press​.com/​2​0​1​5​/​1​0​/​2​7​/​w​a​s​-​i​s​t​-​z​i​o​n​i​s​m​us/

        und da: https://​sascha313​.word​press​.com/​?​s​=​z​i​o​n​i​s​mus

        MfG

        PS: Mit den Quellen die Sie lesen und hier ver­lin­ken wird es Ihnen nie gelin­gen die Welt zu verstehen.

        1. Danke @Petra,

          sol­che und ähn­li­che Schreiben gibt es zuhauf. Und auch Belege dafür daß die Briten den 1. WK mit Bomben auf Palästina ein­fach wei­ter­ge­führt haben. Auch nach Kriegsende! Mit dem Palästina-Mandat vom Völkerbund sozu­sa­gen als Lizenz zum Töten.

  2. da die Nazis ver­nich­tet wer­den müssen/​mußten, muß jeder, der sich, "faschi­stisch inspi­riert", "in den Fußstapfen der Nazis bewegt", ver­nich­tet werden.
    der "nazi-ver­gleich" ist antisemitisch.
    in der gan­zen welt wird "nazi" ange­wen­det als "todes­ur­teil", weil "nazi" eine "teu­fe­lei" ist, ein/​der Begriff des Bösen.
    Weil einer Böses tut, ist er ein Nazi oder weil einer ein Nazi ist, tut er Böses = Unrecht. Schuldig ist, wer ein Nazi ist.
    Der Beweis, daß einer ein Nazi ist, ist der Beweis sein Schuld, weil die Nazis böse sind.
    Das Wort "Nazi" ist eine Verteufelung, Dämonisierung, wenn es durch einen Nazi-Vergleich auf die mit den Nazis Verglichenen ange­wen­det wird.
    "Alle Mörder sind Nazis": der Mord ist ein Mord, weil der Mörder ein Nazi ist. /​der Mord ist kein Mord, weil der Ermordete von kei­nem Nazi getö­tet wurde.
    "kein Nazi" ist ein Freispruch.
    Eine Mordanklage gegen den Staat Israel rela­ti­viert den Holocaust, weil die Täter mit Nazis ver­gli­chen wer­den und als Nazis schul­dig sind, die aber kei­ne Nazis sind, obwohl es eine "Fremdengesetzgebung" in Israel gibt.
    Wie kann die­se "Fremdengesetzgebung" kri­ti­siert wer­den, ohne den Holocaust zu rela­ti­vie­ren = "die Juden sind selbst schuld", wobei sich die "Fremdengesetzgebung" als Verhütung eines "Zweiten Holocaust" darstellt?
    Nazis ver­hü­ten kei­nen "Zweiten Holocaust".
    Die Verhütung eines "Zweiten Holocaust" kennt Komplizen bei der Herbeiführung eines "Zweiten Holocaust", das sind die Antisemiten, die Israelkritiker, die Holocaust-Leugner-Relativierer. Die Feinde der Verhütung sind Negationisten und die den "Zweiten Holocaust" anstre­ben­den Endlösungsbefürworter, jemand, der den Holocaust nicht leug­net, nicht rela­ti­viert, son­dern bejaht.
    Nazis sind sol­che, die den Holocaust woll­ten und wollen.
    Jeder Nazi-Vergleich führt zum Willen zur Endlösung, zum Vernichtungswillen.
    Zu sagen: der israe­li­sche Staat bewegt sich "in den Fußstapfen der Nazis" unter­stellt dem israe­li­schen Staat einen Vernichtungswillen.
    Die Verhütung eines "Zweiten Holocaust" wird von einem sou­ve­rä­nen Staat betrie­ben, der Selbstjustiz übt.
    Im Privatrecht ist Selbstjustiz verboten.
    Staatliche Selbstjustiz ist eine Machtfrage.
    Machtmißbrauch ist, wenn Unschuldige der Selbstjustiz zum Opfer fal­len, indem ihr Opferstatus ver­neint wird.
    Die Verhütung des "Zweiten Holocaust" ver­ur­sacht unschul­di­ge Opfer, Menschen wer­den der Verhütung geopfert.
    Die Selbstjustiz ist ein ver­bre­che­ri­scher Staatsakt aus Sicht der Opfer, die damit nicht auto­ma­tisch im Recht sind.
    Der Nazi-Vergleich spricht im Namen der Opfer der Nazis, die immer im Recht sind gegen die Nazis.
    Die Opfer der Nazis wer­den aus­ge­spielt gegen die Taten ande­rer Täter. Die Opfer der Nazis kla­gen an, jeden Mord: "jeder Mörder ist ein Nazi", inso­fern jeder Tod als Mord ver­ur­teilt wird.
    Zu jedem Toten gehört ein Mörder.
    Die Opfer der Nazis kla­gen ihre Mörder an, aber nicht jeden Tod eines Menschen als Mord.
    Jeder Mord muß bestraft wer­den. Aber nicht jede Tötung ist ein Mord, nicht jeder Mord kann als Mord bewie­sen werden.
    Der Krieg ist ein gegen­sei­ti­ges Umbringen.
    Der Angreifer ist der Mörder, der Verteidiger tötet.
    Die Frage ist: wann wird der Verteidiger zum Mörder, dann, wenn er zum Angreifer wird.
    Die Nazis sind die ursprüng­li­chen Angreifer in Ewigkeit.
    Der Nazi-Vergleich setzt iden­tisch, iden­ti­fi­ziert, was er ver­gleicht, der Vergleich stellt kei­nen Unterschied, eine Differenz her, son­dern geht gera­de auf die Ähnlichkeit.
    Man braucht kein Nazi zu sein, um sei­nen Feind zu töten.
    Man muß(te) Nazi sein, um "lebens­un­wer­tes Leben" zu vergasen.

    1. "…tappt wei­ter in den Fußstapfen der Nazis. Darf man das sagen? Stimmt es denn überhaupt?"

      Nö, stimmt eher nicht. Wohl aber dass sie Faschisten und Rechtsextreme sind.
      Was gilt denn für Deutschland? Die stap­fen wohl noch am ehe­sten noch,(dazu braucht es die AfD nicht, wenn sie wohl noch schlim­mer mach­ten, wenn sie dürf­ten) das­glei­che dürf­te für die dama­li­gen Unterstützer gel­ten. Doch wie mäch­tig sind sie?
      Und wie sieht es für den "gro­ßen Bruder" aus?
      Ist der Faschismus glo­bal im Vormarsch? 

      Hier ein inter­es­san­ter Text eines lin­ken Cartoon- Autors:
      https://​rall​.com/​2​0​2​6​/​0​4​/​0​1​/​a​m​e​r​i​c​a​-​i​s​-​f​a​s​c​ist

  3. Es gibt schon deut­sche Prozionisten die in der Lage sind, die israe­li­sche Politik als rechts­ra­di­kal zu erken­nen. Clemens Heni zum Beispiel.
    https://​cle​mens​he​ni​.net/​z​i​o​n​i​s​m​u​s​-​a​m​-​e​n​d​e​-​t​e​x​t​e​-​d​e​r​-​h​a​a​r​e​t​z​-​l​e​s​e​n​-​u​n​d​-​n​a​c​h​d​e​n​k​en/

    Was bei der Analyse der Lage im Nahen Osten aller­dings regel­mä­ßig zu kurz kommt, auf allen Seiten, ist die poli­ti­sche Ökonomie. Das wird seit mehr als 3 Jahrzehnten von Shimshon Bichler und Jonathan Nitzan gemacht.

    Ein wesent­li­cher Befund: Krieg gibt es dort seit dem Jom-Kippur-Krieg 1974 immer dann, wenn die Renditen des Kern-Öl- und ‑Rüstungskapitals («Petro Core» und «Arma Core») unter­durch­schnitt­lich wer­den, denn damals hat sich erge­ben: Konflikt im Nahen Osten führt zu über­durch­schnitt­li­chen Renditen die­ser Kapitalfraktionen.

    Unterdurchschnittliche Renditen für Öl und Rüstung sind die «Gefahrenzone» (Danger Zone). Und in der war man im 1. Quartal '26.

    «The Current Moment

    Focusing on the most recent wars, we can see that the 2022 Russian inva­si­on of Ukraine came after a pro­lon­ged and very deep dan­ger zone, and that this attack mana­ged to rai­se the rela­ti­ve pri­ce of oil along with the Petro Core’s dif­fe­ren­ti­al return on equi­ty. Consequently, the Middle East was pul­led out of its dan­ger zone, but only briefly.

    In 2023, the rela­ti­ve pri­ce of oil dece­le­ra­ted, and with the Petro Core’s dif­fe­ren­ti­al return on equi­ty rever­ting to nega­ti­ve ter­ri­to­ry, the Middle East once again slid into a dan­ger zone. In October of that year, Hamas and the Islamic Jihad – see­mingly on cue from our chart – attacked Israel, laun­ching a new regio­nal war. But the new war – which quick­ly expan­ded to include Hezbollah, the Houthis and Iran and drew mas­si­ve media atten­ti­on – had only a muted impact on ener­gy pri­ces. Worse still (at least for the oil com­pa­nies and OPEC), in 2024 the rela­ti­ve pri­ce of oil and the Petro Core’s dif­fe­ren­ti­al returns resu­med their decli­ne, sen­ding the regi­on even deeper into the dan­ger zone.

    From this per­spec­ti­ve, the 2026 joint attack by the United States and Israel on Iran is hard­ly sur­pri­sing. As the­se lines are writ­ten, the attack, along with the reta­lia­ti­ons by Iran and its pro­xies, has sent cru­de oil pri­ces soaring to near­ly $100/​bbl – their hig­hest level sin­ce Russia inva­ded Ukraine. And if the­se increa­ses – in abso­lu­te terms but most­ly rela­tively to other pri­ces – can be sus­tained, the Petro Core’s dif­fe­ren­ti­al returns will likely rise, and the bat­te­red Middle East will again be extri­ca­ted from its dan­ger zone.»

    («Middle East Danger Zones: A 2026 Update», BNA 14.3.26 – https://​bnar​chi​ves​.net/​i​d​/​e​p​r​i​n​t​/​8​85/)

    Anders gesagt: Es gibt in der Region seit Jahrzehnten kei­nen Frieden weil die Oligarchen aller Seiten (Israel, Arabien, Iran, Amerika,…), soweit sie vom Ölgeschäft pro­fi­tie­ren, kein Interesse dar­an haben, son­dern die jeder­zei­ti­ge Möglichkeit einer Eskalation benö­ti­gen. Antisemitische Mordbanden und Endzeitsekten aller Art, sowie «Supreme-God Churches» (Bichler/​Nitzan) sind dafür nütz­li­che Idioten.

  4. Als Bewährungshelfer schützt Deutschland die Juden davor, wie­der rück­fäl­lig zu werden.

    Neinnein, Herr Aschmoneit, der Hitler und die Seinen waren glü­hen­de Sozialisten. "Gemeinnutz geht vor Eigennutz", so die NSDAP damals gleich­lau­tend mit der SPD heute.

    Als Sozialisten waren bzw. sind die NSDAPler wie die Linken heu­te Anhänger des sog. Islam. Zuvörderst aber eint bei­de ihr Ressentiment gegen die Juden. Wir erin­nern uns gut an die RAF-Leute im Trainingscamp in Jordanien und die Küsschen der jun­gen A. Nahles auf die Wangen von Arafat.

    Nimmt man noch obsku­re Stiftungen wie die Alfred-Landecker-Stiftung, deren Geberfamilie Reimann schon unter der NSDAP aktiv war und jetzt aber das Zensurgeschäft gegen die Redefreiheit – hier HateAid – unter­stützt, sieht man, dass der Nationalsozialismus wie­der auf­er­steht. Heure wie damals aus dem sozia­li­sti­schem Wahn. Als Manifestation der Unmündigkeit und als sol­che der Antidemokratie. 

    Linkssein bedeu­tet, Anhänger eines Todeskults zu sein.

    https://​www​.danisch​.de/​b​l​o​g​/​2​0​2​6​/​0​4​/​0​1​/​w​a​s​-​d​e​n​k​t​-​s​i​c​h​-​d​i​e​s​e​-​f​a​m​i​l​i​e​-​r​e​i​m​a​n​n​-​e​i​g​e​n​t​l​i​ch/

    1. @SV: Das ist so bekloppt, daß es hier doku­men­tiert blei­ben soll. Bezeichnend ist Ihr erster Satz, der Antisemitismus in Reinkultur dar­stellt. Ihr Herr Danisch ist ähn­lich beses­sen von der Idee, die Linke wol­le den Islam in Deutschland ein­füh­ren. Au backe… Sein gei­sti­ges Niveau wird hier erkennbar:

      "…Ist Euch mal auf­ge­fal­len, dass Linke – wie prak­tisch alle Geisteswissenschaftler – über­haupt nichts zustan­de­brin­gen oder erschaf­fen, nichts pro­du­zi­ern [sic], nichts erwirt­schaf­ten, son­dern alles nur beschimp­fen, ver­drecken, kaputt­ma­chen, Kosten ver­ur­sa­chen und dafür noch ernährt wer­den wollen?…

      Ich hat­te doch vor­hin und frü­her über die­se Überlegung geschrie­ben, dass Hitler und das Dritte Reich ein Riegel gegen den Weltbolschewismus war.
      Was die Frage auf­wirft, ob es ohne Hitler nicht noch viel schlim­mer gewor­den wäre als mit, und ob irgend­wer von uns da heu­te über­haupt leben wür­de. Wenn sich das so bestä­ti­gen lässt, müss­ten wir uns alle, ein­schließ­lich der Antifa, die Frage gefal­len las­sen, ob wir nicht genau die­sen Vorgängen unse­re blan­ke Existenz ver­dan­ken…" (https://​www​.danisch​.de/​b​l​o​g​/​2​0​2​0​/​0​7​/​0​6​/​s​t​a​a​t​s​-​t​e​r​r​o​r​-​g​e​g​e​n​-​m​e​i​n​-​b​l​og/)

      1. Die These von Dänisch, wonach Linken etwas im Gehirn fehlt, wird bestä­tigt, wenn sich her­aus­stellt, dass Sie mei­nen ersten Absatz nicht als Zynismus erkennen.

        Einen Zynismus, der den "Geist" der Linken gegen­über den Juden verdeutlicht.

  5. Wo heu­te Israel ist, leb­ten mei­nes Wissens nach ursprüng­lich Palästinenser, die ver­trie­ben wor­den sind. Sind die schon mal ent­schä­digt wor­den? Wollen sie das über­haupt? Müsste man ihnen ihr Land zurück­ge­ben? Zumindest die Besatzungspolitik Israels ist wohl unrecht­mä­ßig. Ohne die Kontrolle über das Westjordanland bestün­de Israel aus ein biss­chen Oben, ein biss­chen Unten, und dazwi­schen einer Wespentaille, die im Ernstfall mili­tä­risch nicht zu ver­tei­di­gen wäre.

    Auch ohne die Hilfe der USA könn­te sich Israel sein mili­tä­ri­sches Großmannsgehabe und sei­ne Apartheidspolitik nicht lei­sten. Die Existenz des Staates Israel wirkt auf Außenstehende fra­gil und künst­lich geboo­stert. Was auf Gewalt begrün­det ist, kann nicht gedeihen.*

    Das wirft die Frage auf, inwie­weit eigent­lich die "Westliche Wertegemeinschaft" und die Existenz heu­ti­ger Staaten im Allgemeinen auf Gewalt und das Recht des Stärkeren begrün­det sind. Israel eig­net sich her­vor­ra­gend als Projektionsfläche unse­rer eige­nen Abgründe, und wir tun auch nichts wirk­lich dafür, das zu ändern.

    *Zitat aus einem bri­ti­schen Fernseh-Mehrteiler über die Gründungsjahre Israels.

    1. > Wo heu­te Israel ist, leb­ten mei­nes Wissens nach ursprüng­lich Palästinenser, die ver­trie­ben wor­den sind. Sind die schon mal ent­schä­digt wor­den? Wollen sie das über­haupt? Müsste man ihnen ihr Land zurück­ge­ben? Zumindest die Besatzungspolitik Israels ist wohl unrechtmäßig.

      Die Gründung des Staates Israel hat eine lan­ge Vorgeschichte!
      @isnixgut

  6. "Adenauer hat­te bereits in dem sog. „Wiedergutmachungsabkommen“ von 1952 zu ver­ste­hen gege­ben, dass er bereit war, hohe Geldsummen an Israel zu zah­len, um das Thema der Judenvernichtung im Dritten Reich aus der öffent­li­chen Diskussion zu ver­drän­gen. Und der Staatschef David Ben Gurion brauch­te das Geld und lob­te fort­an sei­ne neu­en Bonner Freunde als eine „ande­re Generation“. „Die frü­he­re Generation – das war Hitler. Das ist eine ande­re Generation“, erklär­te er. Seine Worte lan­de­ten umge­hend im Kanzleramt. Adenauer war zufrieden. …"

    https://​over​ton​-maga​zin​.de/​t​o​p​-​s​t​o​r​y​/​d​i​e​-​i​s​r​a​e​l​i​s​c​h​e​-​a​t​o​m​b​o​m​be/

  7. Wer über Israel spre­chen möch­te, soll­te ein Grundsatzpapier (1923) ken­nen: https://​en​.jabo​tin​sky​.org/​m​e​d​i​a​/​9​7​4​7​/​t​h​e​-​i​r​o​n​-​w​a​l​l​.​pdf

    Nach kei­ner Person aus der jüdi­schen Geschichte, König Salomo inklu­si­ve, sind heu­te mehr Straßen benannt als nach dem Autor die­ser Zeilen, was die andau­ern­de Wertschätzung bele­gen dürfte.

  8. > "Adenauer hat­te bereits in dem sog. „Wiedergutmachungsabkommen“ von 1952 zu ver­ste­hen gege­ben, dass er bereit war, hohe Geldsummen an Israel zu zah­len, um das Thema der Judenvernichtung im Dritten Reich aus der öffent­li­chen Diskussion zu verdrängen. 

    Die Begründung ist natür­lich Blödsinn. Aber daß bereits mit der Planung des Staates Israel in den 1920er Jahren deut­sches Kapital bewegt wur­de ist histo­risch belegt. Daß heißt daß die Gründung die­ses Staates auch im Interesse deut­scher Kapitalisten erfolg­te. Im Interesse der­sel­ben Kapitalisten die Hitler zu ihrem Führer mach­ten und den 2. Weltkrieg vom Zaune brachen!

  9. °Zugleich muß es ein Anliegen der "pro­pa­lä­sti­nen­si­schen" Bewegung sein zu prü­fen, wo es, gewollt oder aus Unachtsamkeit, Positionen gibt, die Antisemitismus zumin­dest Vorschub verleihen."

    Wäre ein Ausdruck/​die Bedingung stra­te­gi­scher Vernunft,
    Völkerrecht "in klei­nem Format",
    ich hal­te es für mehr als schwie­rig, Drahtseilakt

    Die Palästina-Bewegung besteht aus vie­len ver­schie­de­nen Organisationen, poli­tisch sind die mei­sten orga­ni­sier­ten Gruppen eher "links"
    Diese soll­ten o.g. Position unbe­dingt beachten

    Es gibt aber auch isla­mi­sti­sche Gruppen, denen die Palästinenser ganz egal sind und nur für ihre Ideologie werben

    Mit Letzteren eine Basis für Diskussionen zu finden,
    kann man vergessen.
    Wer Anderen das Existenzrecht abspricht, ist für jedes Gespräch ungeeignet/​verloren
    Soll sich ein Arzt oder Mediator die Nerven verschleissen,
    der wird dafür bezahlt

    Das Vorgehen der israe­li­schen Regierung kann man nicht
    schön­re­den und dafür gibt es auch kei­ne Entschuldigung
    So etwas kann man nicht "mit schö­nen blu­mi­gen Worten umschrei­ben", um die Emotionen zu dämpfen

    Jeder reagiert anders und aus Wut wird manch­mal Hass.
    (Angst und) Hass machen/​macht blind und für ver­nünf­ti­ge Argumente nicht mehr erreich­bar, Radikalisierung nicht ausgeschlossen

    Die pro­pa­lä­sti­nen­si­schen Demonstrationen sind meist fried­lich, aber der Staat reagiert mit Härte, Repression und Überwachung
    Zur Abschreckung wer­den Teilnehmer von der Polizei bru­tal ange­gan­gen, Radikalisierungsvorwürfe, Gerichtsverfahren.

    Die Heuchelei unse­rer Regierung, den Überfall auf die Ukraine und den Angriff auf den Iran als völ­ker­rechts­wid­rig zu erklären,
    das Vorgehen der israe­li­schen Regierung aber zu recht­fer­ti­gen, ist provokativ.

    (Nur zur Info: Bei den Demonstrationen in Frankreich wur­den ganz gezielt "agents pro­vo­ca­teurs" ein­ge­setzt, die die Stimmung anheizten.)

    Ich glau­be, die fried­li­chen Demonstranten, Muslime wer­den sich von die­sem Staat distan­zie­ren (oder haben es schon getan),
    Vertrauensverlust, Enttäuschung
    Ob sie sich von der deut­schen Gesellschaft abwenden,
    liegt an uns – könn­te even­tu­el­le Radikalisierung mindern/​verhindern

    Der Vorschlag ist rich­tig, die pro­pa­lä­sti­nen­si­sche Bewegung wäre damit gut beraten.
    Ob er unter die­sen Umständen umzu­set­zen ist, bleibt aber fraglich.

    https://​www​.pres​sen​za​.com/​d​e​/​2​0​2​6​/​0​3​/​d​i​e​-​a​u​s​l​o​e​s​c​h​u​n​g​-​d​e​r​-​n​a​t​i​o​n​a​l​e​n​-​i​d​e​n​t​i​t​a​e​t​-​d​e​r​-​p​a​l​a​e​s​t​i​n​e​n​s​e​r​i​n​n​e​n​-​n​e​t​a​n​y​a​h​u​s​-​w​e​g​-​z​u​-​e​i​n​e​m​-​g​r​o​s​s​-​i​s​r​a​el/

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