
Die "einzige Demokratie im Nahen Osten", die auf ihrem Kontinent so beliebt ist, daß ihre SchlagersängerInnen und SportlerInnen bei Wettbewerben in Europa Zuflucht suchen müssen, tappt weiter in den Fußstapfen der Nazis. Darf man das sagen? Stimmt es denn überhaupt?
Deutschland ist vermutlich das einzige Land der Welt, in dem man sich vor einer solchen Aussage hüten sollte. Nur hier führt die unermeßliche Schuld des Holocaust dazu, auch 80 Jahre danach dem Staat Israel einen Freibrief für all sein Tun auszustellen. Kritik wird mit aller Macht als Antisemitismus gebrandmarkt – eine Waffe, die schon bei der Verleumdung der Corona-Kritik hochwirksam war.
Als Bundeswehr und Geheimdienste nach dem Zweiten Weltkrieg von alten Nazis aufgebaut wurden, die auch sonst überall in den Ämtern des Adenauer-Staates anzutreffen waren, beliebte man, sich von der historischen Verantwortung freizukaufen, indem man den auf Kosten der arabischen Bevölkerung errrichteten Staat Israel mit allen finanziellen, politischen und bald auch militärischen Mitteln unterstützte.
Ohne Zweifel war diese "Heimstatt der Juden" von Anfang an gefährdet. Antisemitismus war zwar immer schon zuvörderst ein europäisches Mittel, das gerne von den Regierenden genutzt wurde, um soziale Konflikte zu kanalisieren. Wie heute hielten sich die Herrschenden Rechtsradikale, um unter Verweis auf "Volkes Stimme" nach Bedarf auszugrenzen, zu spalten und ihre Macht zu festigen. Das gesetzt, heißt nicht zu negieren, daß auch in Palästina (ein recht schwammiger Begriff) nationalistische Kräfte sich des Antisemitismus bedienten, der oftmals bis zur Forderung nach Auslöschung des jüdischen Staates reichte.
Deren Widerstand richtete sich anfangs noch gegen das koloniale Vorgehen der ehemaligen Mandatsmacht Großbritannien, zunehmend aber vor allem gegen die jüdischen Siedler. Die zu Beginn durchaus relevanten ausgleichenden Positionen auf beiden Seiten konnten die sich aufschaukelnden Konflikte, die bis zu Pogromen führten, nicht aufhalten. Es kam zu der bekannten verhängnisvollen Spirale von Terror und Gegenterror. Keine Partei kann sich hier von Schuld freisprechen. Die Vernichtung Israels war für die arabischen Scharfmacher ebenso das Ziel wie deren Drohungen die conditio sine qua non für Israel, um einen völkischen Staat zu verfestigen, in dem Rechte an die jüdische Geburt gekoppelt sind und Palästinese vertrieben wurden.
Beide Seiten spielten stets mit gezinkten Karten. Die militärische Unterstützung Israels für das rassistische Regime in Südafrika und ihre Interventionen gegen die Befreiungsbewegungen in anderen Ländern des Kontinents erlaubte es selbst arabischen Monarchen, sich als antiimperialistisch darzustellen. Umgekehrt förderte die israelische Regierung über lange Zeit die Hamas, um die Palästinensische Autonomierbehörde bzw. ihre sie tragenden Organisationen zu schwächen.
Soweit kurz und vielleicht verkürzt zur Geschichte. Es ist aber vor allem die Gegenwart, die es ermöglicht, davon zu sprechen, daß sich die israelische Regierung in den Fußstapfen der Nazis bewegt. Ein Hinweis darauf ist der enorm gewachsene Einfluß der rechtsextremen Minister, die in Europa (noch) keine Chance auf eine Regierungsbeteiligung hätten, zu denen aber ganz selbstverständlich die EU eine enge Beziehung pflegt.
Deutlicher wird das Argument begründbar durch die Politik der verbrannten Erde nicht nur in Gaza, durch die Sippenhaft von Angehörigen tatsächlicher oder vermeintlicher "Terroristen", die oftmals mit der Zerstörung ihrer Häuser und ihrer Ermordung endet, durch die von der UNO-Menschenrechtskommission konstatierte Folter als Regelbehandlung für palästinensische Gefangene, durch die Übernahme des Nazi-Prinzips, für einen getöteten Deutschen Dutzende russische, ukranische und andere Zivilisten zu ermorden.
Vollends als faschistisch inspiriert muß die zwingend vorgeschriebene Todesstrafe allein für nichtjüdische "Terroristen" gelten, die nur höchst eingeschränkt juristisch angefochten werden kann. Selbst bei Urteilen des "Volksgerichtshofs" der Nazis konnten Begnadigungen erbeten werden, denen in Einzelfällen sogar stattgegeben wurden (die Verurteilten kamen dann meist "nur" in KZs). In Israel ist dies nicht vorgesehen. Die massenhafte gezielte Tötung auch von Regierungsvertretern anderer Länder weist in die gleiche Richtung.
Wer dies sagt, läuft in unserem Land Gefahr, nicht nur als Antisemit verschrieen, sondern auch juristisch verfolgt zu werden. Der Botschafter der BRD in Israel wird zumindest von Letzterem verschont. Für die Parole "From the river to the sea – Gaza will be free" werden Menschen belangt. Unbeeinträchtig bleibt der Plan der israelischen Regierung, in einem fremden Land, dem Libanon, eine ganze Region "bis zum Litani-Fluß" zu besetzen und dem Erdboden gleich zu machen.
Es bleibt richtig und wichtig, gegen jede Art von Antisemitismus vorzugehen. Der deutsche Faschismus hat in besonderer Weise aufgezeigt, wohin die Ausgrenzung Andersgläubiger, Andersfarbiger und Andersdenkender führen kann. Die Ermordung von Millionen Menschen, die noch nicht einmal dem jüdischen Glauben anhängen mußten, sondern per Amtsakt als Voll‑, Halb- oder sonstige Teiljuden definiert wurden, darf jedoch nicht darin münden, die Benennung von Völkermord und Rassismus in Israel zu verbieten.
Zugleich muß es ein Anliegen der "propalästinensischen" Bewegung sein zu prüfen, wo es, gewollt oder aus Unachtsamkeit, Positionen gibt, die Antisemitismus zumindest Vorschub verleihen. So wie die Kritik am Kriegskurs der EU nicht dazu führen sollte, sich auf die Seite des Kreml zu schlagen, wäre es auch in dieser Frage fatal, sich nach dem Motto zu verhalten "Der Feind meines Feindes ist mein Freund". Die Verteufelung Putins oder der Mullahs darf nicht umgekehrt in Kritiklosigkeit enden.

Die Gründung des Staates Israel war schon ein Ziel des Ersten Weltkrieges und hat mit dem Holocaust gar nichts zu tun!
@Erfordia…: Kriege haben keine Ziele. Aber vielleicht könnten Sie begründen, in welchem Interesse welchen Kriegsteilnehmers die Gründung des Staates Israel gelegen haben soll. Mir ist die Debatte unter jüdischen Organisationen und Theoretikern bekannt, ob man sich der zunehmenden Verfolgung (mitnichten nur in Deutschand) am ehesten über Assimilation, politische Organisation oder eben über einen eigenen Staat entziehen könne.
@aa, Kriege haben keine Ziele ?
Da irren Sie sich aber mächtig gewaltig! Denn hinter jedem Krieg (ausgenommen Verteidigungskriege) stecken Profitinteressen die privater Natur sind. Im Übrigen wurde das Ziel der Gründung eines Staates Israel bereits in der 2. Hälfte des 19. Jh erklärt, mehr dazu hier: https://sascha313.wordpress.com/2015/10/27/was-ist-zionismus/
und da: https://sascha313.wordpress.com/?s=zionismus
MfG
PS: Mit den Quellen die Sie lesen und hier verlinken wird es Ihnen nie gelingen die Welt zu verstehen.
@Erfordia…: Es ist ein inzwischen bekanntes Muster, daß Sie Ihre Irrtümer mit ganz anderen Sachverhalten vertuschen.
Meint er das?
https://bilder.deutschlandfunk.de/FI/LE/_2/7c/FILE_27c02624aea54e1cea3fd6b7833a58ad/000-to3tv-jpg-100–1280xauto.jpg
@Petra Steingen: Da wird kein Kriegsziel formuliert.
Danke @Petra,
solche und ähnliche Schreiben gibt es zuhauf. Und auch Belege dafür daß die Briten den 1. WK mit Bomben auf Palästina einfach weitergeführt haben. Auch nach Kriegsende! Mit dem Palästina-Mandat vom Völkerbund sozusagen als Lizenz zum Töten.
da die Nazis vernichtet werden müssen/mußten, muß jeder, der sich, "faschistisch inspiriert", "in den Fußstapfen der Nazis bewegt", vernichtet werden.
der "nazi-vergleich" ist antisemitisch.
in der ganzen welt wird "nazi" angewendet als "todesurteil", weil "nazi" eine "teufelei" ist, ein/der Begriff des Bösen.
Weil einer Böses tut, ist er ein Nazi oder weil einer ein Nazi ist, tut er Böses = Unrecht. Schuldig ist, wer ein Nazi ist.
Der Beweis, daß einer ein Nazi ist, ist der Beweis sein Schuld, weil die Nazis böse sind.
Das Wort "Nazi" ist eine Verteufelung, Dämonisierung, wenn es durch einen Nazi-Vergleich auf die mit den Nazis Verglichenen angewendet wird.
"Alle Mörder sind Nazis": der Mord ist ein Mord, weil der Mörder ein Nazi ist. /der Mord ist kein Mord, weil der Ermordete von keinem Nazi getötet wurde.
"kein Nazi" ist ein Freispruch.
Eine Mordanklage gegen den Staat Israel relativiert den Holocaust, weil die Täter mit Nazis verglichen werden und als Nazis schuldig sind, die aber keine Nazis sind, obwohl es eine "Fremdengesetzgebung" in Israel gibt.
Wie kann diese "Fremdengesetzgebung" kritisiert werden, ohne den Holocaust zu relativieren = "die Juden sind selbst schuld", wobei sich die "Fremdengesetzgebung" als Verhütung eines "Zweiten Holocaust" darstellt?
Nazis verhüten keinen "Zweiten Holocaust".
Die Verhütung eines "Zweiten Holocaust" kennt Komplizen bei der Herbeiführung eines "Zweiten Holocaust", das sind die Antisemiten, die Israelkritiker, die Holocaust-Leugner-Relativierer. Die Feinde der Verhütung sind Negationisten und die den "Zweiten Holocaust" anstrebenden Endlösungsbefürworter, jemand, der den Holocaust nicht leugnet, nicht relativiert, sondern bejaht.
Nazis sind solche, die den Holocaust wollten und wollen.
Jeder Nazi-Vergleich führt zum Willen zur Endlösung, zum Vernichtungswillen.
Zu sagen: der israelische Staat bewegt sich "in den Fußstapfen der Nazis" unterstellt dem israelischen Staat einen Vernichtungswillen.
Die Verhütung eines "Zweiten Holocaust" wird von einem souveränen Staat betrieben, der Selbstjustiz übt.
Im Privatrecht ist Selbstjustiz verboten.
Staatliche Selbstjustiz ist eine Machtfrage.
Machtmißbrauch ist, wenn Unschuldige der Selbstjustiz zum Opfer fallen, indem ihr Opferstatus verneint wird.
Die Verhütung des "Zweiten Holocaust" verursacht unschuldige Opfer, Menschen werden der Verhütung geopfert.
Die Selbstjustiz ist ein verbrecherischer Staatsakt aus Sicht der Opfer, die damit nicht automatisch im Recht sind.
Der Nazi-Vergleich spricht im Namen der Opfer der Nazis, die immer im Recht sind gegen die Nazis.
Die Opfer der Nazis werden ausgespielt gegen die Taten anderer Täter. Die Opfer der Nazis klagen an, jeden Mord: "jeder Mörder ist ein Nazi", insofern jeder Tod als Mord verurteilt wird.
Zu jedem Toten gehört ein Mörder.
Die Opfer der Nazis klagen ihre Mörder an, aber nicht jeden Tod eines Menschen als Mord.
Jeder Mord muß bestraft werden. Aber nicht jede Tötung ist ein Mord, nicht jeder Mord kann als Mord bewiesen werden.
Der Krieg ist ein gegenseitiges Umbringen.
Der Angreifer ist der Mörder, der Verteidiger tötet.
Die Frage ist: wann wird der Verteidiger zum Mörder, dann, wenn er zum Angreifer wird.
Die Nazis sind die ursprünglichen Angreifer in Ewigkeit.
Der Nazi-Vergleich setzt identisch, identifiziert, was er vergleicht, der Vergleich stellt keinen Unterschied, eine Differenz her, sondern geht gerade auf die Ähnlichkeit.
Man braucht kein Nazi zu sein, um seinen Feind zu töten.
Man muß(te) Nazi sein, um "lebensunwertes Leben" zu vergasen.
"…tappt weiter in den Fußstapfen der Nazis. Darf man das sagen? Stimmt es denn überhaupt?"
Nö, stimmt eher nicht. Wohl aber dass sie Faschisten und Rechtsextreme sind.
Was gilt denn für Deutschland? Die stapfen wohl noch am ehesten noch,(dazu braucht es die AfD nicht, wenn sie wohl noch schlimmer machten, wenn sie dürften) dasgleiche dürfte für die damaligen Unterstützer gelten. Doch wie mächtig sind sie?
Und wie sieht es für den "großen Bruder" aus?
Ist der Faschismus global im Vormarsch?
Hier ein interessanter Text eines linken Cartoon- Autors:
https://rall.com/2026/04/01/america-is-fascist
Es gibt schon deutsche Prozionisten die in der Lage sind, die israelische Politik als rechtsradikal zu erkennen. Clemens Heni zum Beispiel.
https://clemensheni.net/zionismus-am-ende-texte-der-haaretz-lesen-und-nachdenken/
Was bei der Analyse der Lage im Nahen Osten allerdings regelmäßig zu kurz kommt, auf allen Seiten, ist die politische Ökonomie. Das wird seit mehr als 3 Jahrzehnten von Shimshon Bichler und Jonathan Nitzan gemacht.
Ein wesentlicher Befund: Krieg gibt es dort seit dem Jom-Kippur-Krieg 1974 immer dann, wenn die Renditen des Kern-Öl- und ‑Rüstungskapitals («Petro Core» und «Arma Core») unterdurchschnittlich werden, denn damals hat sich ergeben: Konflikt im Nahen Osten führt zu überdurchschnittlichen Renditen dieser Kapitalfraktionen.
Unterdurchschnittliche Renditen für Öl und Rüstung sind die «Gefahrenzone» (Danger Zone). Und in der war man im 1. Quartal '26.
«The Current Moment
Focusing on the most recent wars, we can see that the 2022 Russian invasion of Ukraine came after a prolonged and very deep danger zone, and that this attack managed to raise the relative price of oil along with the Petro Core’s differential return on equity. Consequently, the Middle East was pulled out of its danger zone, but only briefly.
In 2023, the relative price of oil decelerated, and with the Petro Core’s differential return on equity reverting to negative territory, the Middle East once again slid into a danger zone. In October of that year, Hamas and the Islamic Jihad – seemingly on cue from our chart – attacked Israel, launching a new regional war. But the new war – which quickly expanded to include Hezbollah, the Houthis and Iran and drew massive media attention – had only a muted impact on energy prices. Worse still (at least for the oil companies and OPEC), in 2024 the relative price of oil and the Petro Core’s differential returns resumed their decline, sending the region even deeper into the danger zone.
From this perspective, the 2026 joint attack by the United States and Israel on Iran is hardly surprising. As these lines are written, the attack, along with the retaliations by Iran and its proxies, has sent crude oil prices soaring to nearly $100/bbl – their highest level since Russia invaded Ukraine. And if these increases – in absolute terms but mostly relatively to other prices – can be sustained, the Petro Core’s differential returns will likely rise, and the battered Middle East will again be extricated from its danger zone.»
(«Middle East Danger Zones: A 2026 Update», BNA 14.3.26 – https://bnarchives.net/id/eprint/885/)
Anders gesagt: Es gibt in der Region seit Jahrzehnten keinen Frieden weil die Oligarchen aller Seiten (Israel, Arabien, Iran, Amerika,…), soweit sie vom Ölgeschäft profitieren, kein Interesse daran haben, sondern die jederzeitige Möglichkeit einer Eskalation benötigen. Antisemitische Mordbanden und Endzeitsekten aller Art, sowie «Supreme-God Churches» (Bichler/Nitzan) sind dafür nützliche Idioten.
Als Bewährungshelfer schützt Deutschland die Juden davor, wieder rückfällig zu werden.
Neinnein, Herr Aschmoneit, der Hitler und die Seinen waren glühende Sozialisten. "Gemeinnutz geht vor Eigennutz", so die NSDAP damals gleichlautend mit der SPD heute.
Als Sozialisten waren bzw. sind die NSDAPler wie die Linken heute Anhänger des sog. Islam. Zuvörderst aber eint beide ihr Ressentiment gegen die Juden. Wir erinnern uns gut an die RAF-Leute im Trainingscamp in Jordanien und die Küsschen der jungen A. Nahles auf die Wangen von Arafat.
Nimmt man noch obskure Stiftungen wie die Alfred-Landecker-Stiftung, deren Geberfamilie Reimann schon unter der NSDAP aktiv war und jetzt aber das Zensurgeschäft gegen die Redefreiheit – hier HateAid – unterstützt, sieht man, dass der Nationalsozialismus wieder aufersteht. Heure wie damals aus dem sozialistischem Wahn. Als Manifestation der Unmündigkeit und als solche der Antidemokratie.
Linkssein bedeutet, Anhänger eines Todeskults zu sein.
https://www.danisch.de/blog/2026/04/01/was-denkt-sich-diese-familie-reimann-eigentlich/
@SV: Das ist so bekloppt, daß es hier dokumentiert bleiben soll. Bezeichnend ist Ihr erster Satz, der Antisemitismus in Reinkultur darstellt. Ihr Herr Danisch ist ähnlich besessen von der Idee, die Linke wolle den Islam in Deutschland einführen. Au backe… Sein geistiges Niveau wird hier erkennbar:
"…Ist Euch mal aufgefallen, dass Linke – wie praktisch alle Geisteswissenschaftler – überhaupt nichts zustandebringen oder erschaffen, nichts produziern [sic], nichts erwirtschaften, sondern alles nur beschimpfen, verdrecken, kaputtmachen, Kosten verursachen und dafür noch ernährt werden wollen?…
Ich hatte doch vorhin und früher über diese Überlegung geschrieben, dass Hitler und das Dritte Reich ein Riegel gegen den Weltbolschewismus war.
Was die Frage aufwirft, ob es ohne Hitler nicht noch viel schlimmer geworden wäre als mit, und ob irgendwer von uns da heute überhaupt leben würde. Wenn sich das so bestätigen lässt, müssten wir uns alle, einschließlich der Antifa, die Frage gefallen lassen, ob wir nicht genau diesen Vorgängen unsere blanke Existenz verdanken…" (https://www.danisch.de/blog/2020/07/06/staats-terror-gegen-mein-blog/)
Die These von Dänisch, wonach Linken etwas im Gehirn fehlt, wird bestätigt, wenn sich herausstellt, dass Sie meinen ersten Absatz nicht als Zynismus erkennen.
Einen Zynismus, der den "Geist" der Linken gegenüber den Juden verdeutlicht.
Wo heute Israel ist, lebten meines Wissens nach ursprünglich Palästinenser, die vertrieben worden sind. Sind die schon mal entschädigt worden? Wollen sie das überhaupt? Müsste man ihnen ihr Land zurückgeben? Zumindest die Besatzungspolitik Israels ist wohl unrechtmäßig. Ohne die Kontrolle über das Westjordanland bestünde Israel aus ein bisschen Oben, ein bisschen Unten, und dazwischen einer Wespentaille, die im Ernstfall militärisch nicht zu verteidigen wäre.
Auch ohne die Hilfe der USA könnte sich Israel sein militärisches Großmannsgehabe und seine Apartheidspolitik nicht leisten. Die Existenz des Staates Israel wirkt auf Außenstehende fragil und künstlich geboostert. Was auf Gewalt begründet ist, kann nicht gedeihen.*
Das wirft die Frage auf, inwieweit eigentlich die "Westliche Wertegemeinschaft" und die Existenz heutiger Staaten im Allgemeinen auf Gewalt und das Recht des Stärkeren begründet sind. Israel eignet sich hervorragend als Projektionsfläche unserer eigenen Abgründe, und wir tun auch nichts wirklich dafür, das zu ändern.
*Zitat aus einem britischen Fernseh-Mehrteiler über die Gründungsjahre Israels.
> Wo heute Israel ist, lebten meines Wissens nach ursprünglich Palästinenser, die vertrieben worden sind. Sind die schon mal entschädigt worden? Wollen sie das überhaupt? Müsste man ihnen ihr Land zurückgeben? Zumindest die Besatzungspolitik Israels ist wohl unrechtmäßig.
Die Gründung des Staates Israel hat eine lange Vorgeschichte!
@isnixgut
"Adenauer hatte bereits in dem sog. „Wiedergutmachungsabkommen“ von 1952 zu verstehen gegeben, dass er bereit war, hohe Geldsummen an Israel zu zahlen, um das Thema der Judenvernichtung im Dritten Reich aus der öffentlichen Diskussion zu verdrängen. Und der Staatschef David Ben Gurion brauchte das Geld und lobte fortan seine neuen Bonner Freunde als eine „andere Generation“. „Die frühere Generation – das war Hitler. Das ist eine andere Generation“, erklärte er. Seine Worte landeten umgehend im Kanzleramt. Adenauer war zufrieden. …"
https://overton-magazin.de/top-story/die-israelische-atombombe/
Wer über Israel sprechen möchte, sollte ein Grundsatzpapier (1923) kennen: https://en.jabotinsky.org/media/9747/the-iron-wall.pdf
Nach keiner Person aus der jüdischen Geschichte, König Salomo inklusive, sind heute mehr Straßen benannt als nach dem Autor dieser Zeilen, was die andauernde Wertschätzung belegen dürfte.
> "Adenauer hatte bereits in dem sog. „Wiedergutmachungsabkommen“ von 1952 zu verstehen gegeben, dass er bereit war, hohe Geldsummen an Israel zu zahlen, um das Thema der Judenvernichtung im Dritten Reich aus der öffentlichen Diskussion zu verdrängen.
Die Begründung ist natürlich Blödsinn. Aber daß bereits mit der Planung des Staates Israel in den 1920er Jahren deutsches Kapital bewegt wurde ist historisch belegt. Daß heißt daß die Gründung dieses Staates auch im Interesse deutscher Kapitalisten erfolgte. Im Interesse derselben Kapitalisten die Hitler zu ihrem Führer machten und den 2. Weltkrieg vom Zaune brachen!
°Zugleich muß es ein Anliegen der "propalästinensischen" Bewegung sein zu prüfen, wo es, gewollt oder aus Unachtsamkeit, Positionen gibt, die Antisemitismus zumindest Vorschub verleihen."
Wäre ein Ausdruck/die Bedingung strategischer Vernunft,
Völkerrecht "in kleinem Format",
ich halte es für mehr als schwierig, Drahtseilakt
Die Palästina-Bewegung besteht aus vielen verschiedenen Organisationen, politisch sind die meisten organisierten Gruppen eher "links"
Diese sollten o.g. Position unbedingt beachten
Es gibt aber auch islamistische Gruppen, denen die Palästinenser ganz egal sind und nur für ihre Ideologie werben
Mit Letzteren eine Basis für Diskussionen zu finden,
kann man vergessen.
Wer Anderen das Existenzrecht abspricht, ist für jedes Gespräch ungeeignet/verloren
Soll sich ein Arzt oder Mediator die Nerven verschleissen,
der wird dafür bezahlt
Das Vorgehen der israelischen Regierung kann man nicht
schönreden und dafür gibt es auch keine Entschuldigung
So etwas kann man nicht "mit schönen blumigen Worten umschreiben", um die Emotionen zu dämpfen
Jeder reagiert anders und aus Wut wird manchmal Hass.
(Angst und) Hass machen/macht blind und für vernünftige Argumente nicht mehr erreichbar, Radikalisierung nicht ausgeschlossen
Die propalästinensischen Demonstrationen sind meist friedlich, aber der Staat reagiert mit Härte, Repression und Überwachung
Zur Abschreckung werden Teilnehmer von der Polizei brutal angegangen, Radikalisierungsvorwürfe, Gerichtsverfahren.
Die Heuchelei unserer Regierung, den Überfall auf die Ukraine und den Angriff auf den Iran als völkerrechtswidrig zu erklären,
das Vorgehen der israelischen Regierung aber zu rechtfertigen, ist provokativ.
(Nur zur Info: Bei den Demonstrationen in Frankreich wurden ganz gezielt "agents provocateurs" eingesetzt, die die Stimmung anheizten.)
Ich glaube, die friedlichen Demonstranten, Muslime werden sich von diesem Staat distanzieren (oder haben es schon getan),
Vertrauensverlust, Enttäuschung
Ob sie sich von der deutschen Gesellschaft abwenden,
liegt an uns – könnte eventuelle Radikalisierung mindern/verhindern
Der Vorschlag ist richtig, die propalästinensische Bewegung wäre damit gut beraten.
Ob er unter diesen Umständen umzusetzen ist, bleibt aber fraglich.
https://www.pressenza.com/de/2026/03/die-ausloeschung-der-nationalen-identitaet-der-palaestinenserinnen-netanyahus-weg-zu-einem-gross-israel/
Geht doch!
(Hätte ja auch teuer werden können und sieht gar nicht gut aus. Druck erhöhen und die Ausreden werden "dünner"!)
https://taz.de/Genozid-Verfahren-gegen-Israel/!6166110/