Natürlich als Einzelfall dargestellt mit vielen Falschaussagen. Ja, es ist ein Propagandafilm. Aber dieser Film zeigt wie es so läuft im Kapitalismus: Unternehmer handeln mit erschlichenen Zulassungen für Windkraftanlagen und mit Ländereien die ihnen gar nicht gehören und machen damit Millionenprofite.
Putlitz schrieb über Stinnes (1924):
In Hamburg gab es zur damaligen Zeit manche Söhne aus dem Adel, die wie ich versuchten, kaufmännische Karrieren einzuschlagen. Nicht einer davon ist das geworden, was man im guten bürgerlichen Sinne einen seriösen und soliden Geschäftsmann nennt. Sie haben es zum Teil zu Millionenvermögen gebracht. Manche heirateten in Weltfirmen hinein, andere ließen sich mit Erfolg auf verwegene Projekte ein. Die meisten aber haben nur geschoben und geschwindelt. Neugegründete und nicht einheimische Handelshäuser hatten eine gewisse Vorliebe dafür, unternehmungslustige Adlige und ehemalige Offiziere einzustellen. Das Haus Stinnes am Jungfernstieg war voll davon.
In Wirklichkeit aber war doch offenbar das Gegenteil der Fall. Die Technik war zwar gewaltig gewachsen, aber der Durchschnitt der Menschen hatte vor dem ersten Weltkrieg zweifellos besser und vor allem sicherer gelebt. Ich brauchte mir außerdem nur den Stinneskonzern anzusehen, in dem ich arbeitete und der angeblich den Gipfel einer rationellen Wirtschaftsorganisation darstellte, um mir zu sagen, daß sich Theorie und Praxis in keiner Weise zusammenreimen ließen. Von einer wirklichen Planung war nichts zu finden. Man rechnete mit Geld und Profiten, aber die Güter, mit denen dieses Geld gemacht wurde, spielten selbst keine Rolle. Man ramschte zusammen, was greifbar war. Selbst im Sekretariat des Juniors wußte niemand, wieviel und welche Betriebe wirklich zu unserem Konzern gehörten. Heute waren es die, morgen wieder andere. Ob ihre Erzeugnisse zusammenpaßten, war völlig gleichgültig.
Filmtipp:
https://www.ardmediathek.de/suche/Holt%20%E2%80%93%20Der%20Windkraft-Schwindler
Natürlich als Einzelfall dargestellt mit vielen Falschaussagen. Ja, es ist ein Propagandafilm. Aber dieser Film zeigt wie es so läuft im Kapitalismus:
Unternehmer handeln mit erschlichenen Zulassungen für Windkraftanlagen und mit Ländereien die ihnen gar nicht gehören und machen damit Millionenprofite.
Putlitz schrieb über Stinnes (1924):
In Hamburg gab es zur damaligen Zeit manche Söhne aus dem Adel, die wie ich versuchten, kaufmännische Karrieren einzuschlagen. Nicht einer davon ist das geworden, was man im guten bürgerlichen Sinne einen seriösen und soliden Geschäftsmann nennt. Sie haben es zum Teil zu Millionenvermögen gebracht. Manche heirateten in Weltfirmen hinein, andere ließen sich mit Erfolg auf verwegene Projekte ein. Die meisten aber haben nur geschoben und geschwindelt. Neugegründete und nicht einheimische Handelshäuser hatten eine gewisse Vorliebe dafür, unternehmungslustige Adlige und ehemalige Offiziere einzustellen. Das Haus Stinnes am Jungfernstieg war voll davon.
In Wirklichkeit aber war doch offenbar das Gegenteil der Fall. Die Technik war zwar gewaltig gewachsen, aber der Durchschnitt der Menschen hatte vor dem ersten Weltkrieg zweifellos besser und vor allem sicherer gelebt. Ich brauchte mir außerdem nur den Stinneskonzern anzusehen, in dem ich arbeitete und der angeblich den Gipfel einer rationellen Wirtschaftsorganisation darstellte, um mir zu sagen, daß sich Theorie und Praxis in keiner Weise zusammenreimen ließen. Von einer wirklichen Planung war nichts zu finden. Man rechnete mit Geld und Profiten, aber die Güter, mit denen dieses Geld gemacht wurde, spielten selbst keine Rolle. Man ramschte zusammen, was greifbar war. Selbst im Sekretariat des Juniors wußte niemand, wieviel und welche Betriebe wirklich zu unserem Konzern gehörten. Heute waren es die, morgen wieder andere. Ob ihre Erzeugnisse zusammenpaßten, war völlig gleichgültig.
Hier gehts zum Film
https://www.ardmediathek.de/film/holt-der-windkraft-schwindler/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9zZGIvc3RJZC8xODU4
Es lohnt sich das man anzuschauen!