Selbst wenn man unterstellt, die Darstellung des "Massakers von Butscha" sei zutreffend, bleibt ein starker Eindruck von Heuchelei. Während Spanien und selbst Italien (s.u.) die Unterstützung der US-israelischen Angriffe auf den Iran verwehren, bleibt die Ramstein Air Base für den Terrorkrieg verfügbar.

Warme Worte, die kritisch die rassistisch getönte Todesstrafe in Israel bedauern, stehen weiterhin Waffenlieferungen an Israel und die USA entgegen. Der islamistische syrische Staatschef, der vor kurzem noch auf Terrorlisten der EU stand, wird mit höchsten Ehren empfangen. Er war nützlich für den Sturz von Assad und soll es weiterhin sein für die von Merz geplante "Remigration" von Geflüchteten. Ähnliches gilt für die Taliban in Afghanistan, die zu bekämpfen der Westen 20 Jahre lang vorgab.
Die deutsche Nibelungentreue zu den USA wird zwar auf die Probe gestellt, weil der umfassende Krieg in der Nahost-Region erfolglos erscheint und deshalb "nicht unser Krieg" sei. Doch gibt es keinerlei Anzeichen dafür, die vorsichtige Kritik in Taten umzusetzen. Daß es anders geht, zeigt das NATO-Land Spanien. Aus Italien, dessen Ministerpräsidentin ein ausgesprochen enges Verhältnis zu Trump unterhält, liest man dies:

Eher zurückhaltend aufgenommen wurde in deutschen Medien auch diese Information:

»… Die Wissenschaftler erörterten in ihrer Analyse auch, ob eine mögliche Nutzung von US-Militärbasen in Deutschland für Angriffe gegen Iran eine Beihilfe darstellen könnte. Dies sei "vorbehaltlich der konkreten Umstände der Nutzung (…) jedenfalls nicht ausgeschlossen", hieß es. Als Referenz verwiesen die Experten auf ein früheres Gutachten zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Darin wurde das "'bloße Zur-Verfügung-Stellen' belarussischen Staatsgebietes für russische Angriffshandlungen“ als Beihilfe gewertet.
Spanien hat den USA die Nutzung zweier US-Militärbasen in Andalusien für Angriffe auf Iran untersagt. Die Bundesregierung hat dies für die US-Luftwaffenstützpunkte Ramstein und Spangdahlem in Rheinland-Pfalz bislang nicht getan. Inwieweit die Stützpunkte für den Krieg gegen Iran genutzt werden, ist allerdings unklar…
Sollte Deutschland eine sogenannte Staatenverantwortlichkeit für völkerrechtswidriges Handeln nachgewiesen werden, kämen als "Formen der Wiedergutmachung" finanzieller Schadensersatz, eine Anerkennung der Verletzung, eine Erklärung des Bedauerns oder eine formale Entschuldigung infrage.
Die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestags haben etwa 70 Mitarbeiter. Sie sind dazu da, Abgeordneten auf Anfrage neutral Sachinformationen für ihre Arbeit zu liefern. Sie geben also nicht die Einschätzung des Parlaments als Ganzes wieder. Das aktuelle Gutachten wurde von Abgeordneten der Linksfraktion in Auftrag gegeben…«

Krieg ist immer "unmenschlich und brutal". Selbst wenn man unterstellt, die Darstellung des "Massakers von Butscha" sei zutreffend.
Oder planen unsere europäischen Führer etwa einen "menschlichen und sanftmütigen" Krieg gegen Sauron aus dem Lande Mordor? Gut wie sie sind.
Btw: Der von unseren guten, humanen Führern ohne Rechtsgrundlage mit der Reichsacht belegte Journalist und seine Frau können mittlerweile nicht mehr ihre Kinder ernähren.
@isnixgut
Alles Elfen – sieht man doch gleich! 😀
"Selbst wenn man unterstellt, die Darstellung des "Massakers von Butscha" sei zutreffend …"
Habe gestern mal in den offiziellen Bericht des UNHRC geschaut. Im Abschnitt zu Butscha finden wir: "When Ukrainian security forces, and Ukrainian and foreign journalists entered the town on April 2, corpses were found first in the streets …" Zuvor wurde (zutreffend) angegeben, dass die Russischen Truppen die Stadt am 30. geräumt hatten. Gestern (am 31.) wurde der Jahrestag des Massakers begangen – zutreffend bezüglich des Datums und der Charakterisierung der Taten, denn am frühen Morgen des 1. April 2022 wurden die ersten in Butscha Ermordeten der Welt via Telegram bekannt gemacht. "Offiziell" hingegen erst am Folgetag, dann aber ausgiebig!
Der scheinbare Widerspruch ist leicht aufzulösen: Die (zivilen) "Ukrainischen Sicherheitskräfte" waren nicht als erste "Kräfte" nach dem russischen Abzug vor Ort, sie sind nur die ersten, die im UNHRC-Bericht erwähnt werden. Vom 1. bis zum 2. April war wohl Nachdenkpause – wie gehen wir mit der vorgefundenen Abschlachtung von Zivilisten um? Tja, die Chronologie lässt sich im Nachhinein nicht mehr ändern, außer punktuell, daher dann doch am 31. das große Gedenken …
… obwohl: Eigentlich wieder ein falsches Datum!
"Das russische Verteidigungsministerium hatte die [Satelliten-]Bilder als "Fälschungen" bezeichnet. Demnach seien die Leichen noch nicht dort gewesen, als die russischen Streitkräfte am 30. März abgezogen waren. Maxar-Satellitenbilder vom 19. und 21. März zeigen jedoch, dass sich bereits zu diesem Zeitpunkt mehrere Leichen auf der Yablonska-Straße in Butscha befanden." (Die Zeit, 5.4.22]
Diese Erschossenen in der Yablonska-Straße waren die ersten, die dokumentiert wurden, am Morgen des 1.4.. Einer links auf der Fahrbahn, einer rechts, u.s.w.. Despektierlich ausgedrückt: Ein Verkehrshindernis. Mindestens über zehn Tage. Und den Anwohnern muss streng verboten worden sein, ihren ehemaligen Nachbarn ein provisorisches Begräbnis auszurichten. Welches Zeichen wollte DER RUSSE damit setzen?
P.S.: Anders als im Kino ist der Zeitpunkt einer Satellitenaufnahme in der Realität nicht frei wählbar. Jeder Punkt der Erdoberfläche wird nur in bestimmten engen Zeitfenstern überflogen, diese liegen Tage auseinander. Und bei Nacht sieht auch ein Satellit nichts Unbeleuchtetes.
https://www.tagesschau.de/ausland/asien/israel-knesset-todesstrafe-100.html
Stand: 31.03.2026 • 09:09 Uhr
"…Israelische Menschenrechtsorganisationen hatten in den vergangenen Wochen und Monaten den bislang beispiellosen Gesetzentwurf als rassistisch und drakonisch verurteilt. "Dieses Gesetz wird die Hinrichtung von Palästinensern institutionalisieren. Heute tötet Israel Palästinenser in Rekordzahlen – im Gazastreifen, im Westjordanland und in seinem Haftsystem", sagte Sarit Michaeli von der Menschenrechtsorganisation B’Tselem gegenüber dem ARD-Studio Tel Aviv.
Das neue Gesetz werde die formelle Hinrichtung ausschließlich von Palästinensern ermöglichen, so Michaeli weiter. "Es handelt sich hierbei sowohl um ein diskriminierendes Gesetz als auch um ein abscheuliches, unmenschliches und schreckliches Gesetz."…"
Das diverse Mitglieder dieses Parlaments vergoldete Todesschlingen am Revers tragen wird nicht erwähnt. Und warum wird das erst jetzt hier thematisiert, wenn es doch schon Monate bekannt war. Skandalisiert wird die Institualisierung nicht die gängige Praxis. Auch dass namentlich die USA mit ihren kill-lists sich außerhalb dessen befindet, was dereinst als rechtstaatlich galt. Regelbasiert heißt es schon lange. Die Regel der Stärkeren gilt als die Rechtmäßige.
Natürlich muss man Waffen in Kriegsgebiete liefern. Wohin denn sonst!?
Nee, mal im Ernst. Waffen werden nicht geliefert sondern finanziert. Also bspw. durch den Verkauf und den Handel mit Aktien der Herstellerfirmen. Ebenso wie Aktien werden auch die Waffen gehandelt. Und wie das bei einem Handel so üblich ist (das lernt jeder Bundesbürger) entscheiden Kauf- und Verkaufspreise darüber wie der Handel verläuft.
In Sachen Rheinmetall ist der Fall klar: Hier ist der BRD-Staat Auftraggeber und Käufer. Und ganz sicher wird dieser Staat die gekauften Waffen nicht in irgendwelchen Arsenalen verschwinden lassen sondern profitbringend anbringen. Und zwar da wo es die meisten Profite verspricht.
Sehen Sie, so einfach ist das.