"Keine fachliche Empfehlung für das Tragen einer MNB in Bürogebäuden". Berliner Protokolle (16)

"Die Lage in Berlin ist besorg­nis­er­re­gend", so steht es im Protokoll der "Großen Lage" des Berliner Krisenstabs vom 1.10.20. Weil: Es gibt "288 neue labor­be­stä­tig­te Fälle", wohin­ge­gen die Lage in den Krankenhäusern "nicht besorg­nis­er­re­gend" ist. Sorge macht der Apothekerkammer die Insolvenz eines Abrechnungszentrums, von dem ca. 80 Apotheken betrof­fen sind. Was wie­der­um hart für die Attraktivität (mone­tär) ist, s. den letz­ten Beitrag dazu. Wenigstens kann die Senatsbeamtin mit­tei­len, daß ihr zu dem "entstandene[n] Eindruck, dass zuneh­mend Personen aus dem Ausland zur Grippeimpfung nach Deutschland kom­men", kei­ne Hinweise vorlägen.

Doch nicht nur in Berlin dre­hen die Verantwortlichen am Rad:

Ohne Sinn und Verstand ver­schärft der Senat die Maßnahmen:

Sanofi-Impfstoff?

Einerseits wäre das nicht der erste Fall von Fake News in den Protokollen. Andererseits wird sich die Dame aus der Senatsverwaltung dies nicht ein­fach aus den Fingern geso­gen haben. Schauen wir doch nach im coro­dok-Archiv. Und fin­den dort, was ver­mut­lich nicht nur ich völ­lig ver­ges­sen hat­te: : Die EU hat­te nicht nur 405 Millionen Dosen "Impfstoff" bei der Firma Curevac (in die der Bund mit 300 Millionen Euro ein­ge­stie­gen war) bestellt, die nie gelie­fert wur­den. Sondern:

»… Neben einem Vertrag mit Sanofi und Glaxo Smith Kline über ein noch voll­stän­dig expe­ri­men­tel­les Vakzin exi­stiert bereits ein Übereinkommen mit dem Pharmahersteller Astra Zeneca über 300 Millionen Dosen eines Impfstoffs der University of Oxford…

Dabei ist nicht ein­mal die Zulassung für die bereits bestell­ten Impfstoffe aus­ge­macht. Jeder der sechs der­zeit am wei­te­sten gedie­he­nen Kandidaten kann kurz vor der Ziellinie, also in den Tests auf Wirksamkeit, noch schei­tern…«
sued​deut​sche​.de (4.8.20)

So kam es dann auch, obwohl die Firma Sanofi pro­mi­nent in den Lobbygruppen CEPI und GAVI ver­tre­ten war (s. hier). Laut Angaben von Wikipedia, die ich nicht veri­fi­zie­ren konn­te, soll die erste Regierung Trump 2,1 Milliarden Dollar für die Entwicklung des Stoffes von Sanofi und GlaxoSmithKline ver­ge­ben und den Kauf von 500 Millionen Dosen ver­ein­bart haben. Verbürgt ist dage­gen ein Stiko-Protokoll vom 4. Juli 2023, in dem fest­ge­hal­ten wird:

»Da mit Daten aus dem Anwendungsbereich zu VidPrevtyn Beta frü­he­stens im September 2023 zu rech­nen ist, die bevor­ra­te­ten Chargen bis dahin ihr Ablaufdatum errei­chen und ange­sichts des ABVVG nicht mit einem Markteintritt zu rech­nen ist, wur­de bespro­chen, dass eine Neubewertung von VidPrevtyn Beta vor­erst nicht zu erfol­gen hat.«


"Die Namen sind bekannt"

Setzte man sich am 15.10.20 auch nur eine Minute mit den Argumenten aus­ein­an­der? War nicht schon der als Verschwörungsglaube dar­ge­stell­te "Zwang zur Impfung" bald bit­te­re Realität vor allem für die Beschäftigten des Gesundheitswesens? Läßt sich eine ande­re Bewertung als bewuß­te Lüge fin­den für die aktu­el­le Behauptung der Gesundheistministerin?

»… Warken ent­geg­ne­te: „Während der Corona-Pandemie gab es zu kei­ner Zeit eine Verpflichtung der Ärzteschaft, Impfungen gegen Covid-19 durch­zu­füh­ren. Wer aus medi­zi­ni­schen, ethi­schen oder per­sön­li­chen Gründen kei­ne Impfungen anbie­ten woll­te, mach­te sich weder straf­bar noch muss­ten Sanktionen befürch­tet wer­den.“…«
dpa /​tages​spie​gel​.de (11.1.26)

Während die Lage wegen 63 IntensivpatientInnen (an und mit) als "wei­ter­hin besorg­nis­er­re­gend" ein­ge­schätzt wird, bemerkt man zu einem städ­ti­schen Millionengrab lapidar:

Nur die Inzidenz zählt. Vivantes muckt auf

Angesichts der gerin­gen Zahl von Erkrankten in der Millonenstadt mit einem rie­si­gen Einzugsgebiet weit dar­über hin­aus, beschreibt das Folgende eine durch­aus schlüs­si­ge und kon­se­quen­te Herangehensweise: Die Vertreterin der Apothekerkammer "erfragt, ob dar­an gedacht ist, die Kennzahlen der Infizierten auch in Richtung der Schwererkrankungen und Todesfälle zu erwei­tern".

Tatsächlich läßt sich aus­schließ­lich über die durch Massentests erzeug­ten "Inzidenzen", die kei­ner­lei Auskunft über Erkrankungen geben, der Anschein einer Pandemie aufrechterhalten.

Auch die­ser Verschwörungsmythos wur­de bekannt­lich bald ad acta gelegt.

Wird fort­ge­setzt.

(Hervorhebungen in blau nicht im Original.)

4 Antworten auf „"Keine fachliche Empfehlung für das Tragen einer MNB in Bürogebäuden". Berliner Protokolle (16)“

    1. @Peter Pan: Interessant, was sich dort fin­det. Beispielsweise ein Verfahren gegen Paul Brandenburg, bloß weil er so etwas ver­brei­te­te: "Kopftuchpanzer: Massenvernichtungswaffe der Umvolkung… Wichtig ist, die Umvolkung Deutschlands umzu­keh­ren. Jetzt"… (https://​staats​ter​ro​ri​sten​.de/​d​o​c​s​/​2​3​8​-​J​s​-​1​7​4​6​2​5​-​S​t​A​-​B​e​r​l​i​n​-​2​0​2​5​.​1​1​.​2​1​-​.​pdf).

      Bei den dar­ge­stell­ten Fällen geht es über­wie­gend um Paul Brandenburg. Kein Wunder, ist er doch der Verantwortliche für die­se Seite.

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