"Selten wurden akute Entzündungen von Bauchspeicheldrüse und Galle beobachtet"

Das ino­fi­zi­el­le Organ der deut­schen Pharmaindustrie macht wie­der ein­mal Werbung für einen Dauerbrenner, der angeb­lich so ziem­lich alle Risiken des Lebens wir­kungs­voll bekämpft.

Zwar führt Frau Uhlmann, die in London "Public Health" stu­diert hat (mit Abschluß?) und in Bonn und Mailand Germanistik und Romanistik, eine nicht uner­heb­li­che Zahl von Nebenwirkungen an:

»... Sehr häu­fig berich­ten Patienten über Magen-Darm-Beschwerden, die sich jedoch in vie­len Fällen mit der Zeit legen. Selten wur­den aku­te Entzündungen von Bauchspeicheldrüse und Galle beob­ach­tet, zum Teil auch Gallensteine. Auch über sel­te­ne Schädigungen des Sehnervs wur­de berich­tet, die Befunde sind aller­dings inkon­si­stent. Uneinheitlich sind auch Beobachtungen zum Suizidrisiko. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA sieht der­zeit kei­nen bestä­tig­ten Zusammenhang zwi­schen den Medikamenten und sui­zi­da­lem Verhalten…

Berichte über soge­nann­te Ozempic-Babys, also uner­war­te­te Schwangerschaften nach Semaglutid-Einnahme, gehen – wenn es über­haupt einen Zusammenhang gibt – am ehe­sten dar­auf zurück, dass Frauen nach einem Gewichtsverlust leich­ter schwan­ger wer­den…«

Umfangreicher ist dage­gen die­ses Kapitel:

»… Das Risiko für Nierenversagen konn­te in einer umfang­rei­chen Studie um mehr als 20 Prozent gesenkt wer­den. Zwischenergebnisse einer grö­ße­ren kli­ni­schen Studie legen nahe, dass die Leber eben­falls pro­fi­tiert...

Man beob­ach­te­te, dass sich bei Patienten auch die Werte für Entzündungen, Blutdruck und Cholesterin bes­ser­ten – und zwar unab­hän­gig vom Gewichtsverlust. Das spricht dafür, dass die Medikamente auch einen direk­ten Effekt auf eini­ge Erkrankungen haben. Gezeigt wur­de dies ein­drück­lich an einer Studie mit mehr als 17 000 Patienten. Ihre Herzgesundheit pro­fi­tier­te unab­hän­gig vom Ursprungsgewicht und dem Abnehmerfolg.«

Ich habe mir ledig­lich einen Blick in das letz­te Werk gegönnt. Sie ent­hält den bis­her größ­ten Abschnitt über Interessenkonflikte, der mir bei wahr­lich umfang­rei­cher Lektüre der­ar­ti­ger Studien begeg­net ist:

3 Antworten auf „"Selten wurden akute Entzündungen von Bauchspeicheldrüse und Galle beobachtet"“

  1. Der Song rich­tet sich ja eigent­lich an Leute, die sich für sehr beson­ders g'sund hal­ten. Jo, gibt's des anoh … ? Was soll man machen. Schimpfworte sind ja verpönt.

    EAV: "Burli"
    https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​k​f​c​o​J​P​n​w​2​L​4​&​l​i​s​t​=​R​D​k​f​c​o​J​P​n​w​2​L​4​&​s​t​a​r​t​_​r​a​d​i​o=1
    Quelle: you​tube​.com

    (Nicht doch, Herr Spahn!)

  2. Vor etwa 30 Jahren hat mir ein Arzt gesagt, ich hät­te Zucker im Blut. Was für eine Überraschung! Und wegen mei­ner "schlech­ten Cholesterin-Werte" hat der mir auch noch was verschrieben.

    Ich habe das Zeugs nie genom­men. Denn der LDL-Anteil im Blut ist gene­tisch bedingt, das weiß ich noch von mei­nem Studium. HDL und LDL Werte haben auch nichts mit Ernährung zu tun übrigens.

    Allenfalls der steigt der Fettanteil (Glyceride) im Blut nach einer üppi­gen Mahlzeit. Genauso wie nach jedem Essen der Zuckergehalt steigt.

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