Copywriter: Die mRNA-Linie ziehen

Dieser Artikel wur­de offi­zi­ell nicht an der Mainzer Goldgrube ver­faßt. Er hat auch kei­nen Anzeigenvermerk.

Das bekann­te Sammelsurium von PR-Botschaften wird ergänzt durch die Vorfreude auf das wei­ße Pulver, das bei Biontech & Co. in der Pipeline steckt. Zunächst also die bekann­te Sage:

»... Der gro­ße Vorteil liegt in der Geschwindigkeit. Sobald die gene­ti­sche Sequenz eines Virus bekannt ist, lässt sich ein mRNA-Kandidat am Computer designen. 

Produktionsprozesse sind stan­dar­di­siert; ange­passt wird im Wesentlichen nur die Sequenz. Das erklärt, war­um inner­halb weni­ger Monate nach Bekanntwerden von SARS-CoV‑2 Impfstoffe zur Verfügung standen.

Auch die Wirksamkeit war – zumin­dest in der ersten Phase – hoch. Die Impfungen konn­ten zwar die Ansteckung nicht zuver­läs­sig ver­hin­dern, dafür aber schwe­re Verläufe und damit lang anhal­ten­de Gesundheitsbelastungen. Diese Kombination aus Tempo und Effektivität hat die Technologie ins Zentrum der Impfstoffforschung gerückt…«

Sicher: "Es gab mehr Reaktogenitäten, wie Fachleute sagen", die Impfreaktionen "fal­len bei die­ser Art von Vakzinen etwas hef­ti­ger aus". "Doch 'län­ger anhal­ten­de Nebenwirkungen sind sehr sel­ten', sagt die Virologin Ulrike Protzer". Die beken­nen­de Vakzinistin hat­te schon frü­her, ohne auch nur den Versuch eines Beleges, behaup­tet: "Das Risiko für Long-COVID wer­de zudem durch eine Impfung hal­biert" und das für (in Anführungszeichen gesetz­te) Post-Vac lie­ge bei 0,01 Prozent. Mehr dazu in Post-Vac – so was wie Ufos?

Ähnlich unbe­leckt von Fakten ver­brei­tet der Autor zu den Herzmuskelentzündungen bei "geimpf­ten" jun­gen Männern: "Die mei­sten Fälle ver­lie­fen aller­dings mild und heil­ten fol­gen­los aus". Gewiß, schon, Lipid-Nanopartikel "kön­nen Reaktionen des Immunsystems aus­lö­sen – bis hin zum ana­phy­lak­ti­schen Schock" – was nur einen Teil der uner­wünsch­ten Wirkungen dar­stellt – aber:

»Firmen haben soge­nann­te ran­do­mi­sier­te PEGs ent­wickelt, die das Immunsystem kalt lassen.

Parallel arbei­ten Forschende an Verbesserungen der RNA-Struktur. Ringförmige Varianten könn­ten sta­bi­ler sein. Selbstreplizierende RNA wie­der­um ver­viel­fäl­tigt sich in der Zelle – des­halb genügt eine gerin­ge­re Dosis. Das könn­te Kosten sen­ken und Nebenwirkungen redu­zie­ren…«

Aus dem syste­mi­schen Fehler, Atemwegserkrankungen über Spritzen in einen Muskel bekämp­fen zu wol­len, zau­bert der Erzähler eine Chance:

»Impfstoff zum Inhalieren

Ein wei­te­rer Entwicklungsschritt betrifft die Art der Verabreichung. Bisher wer­den mRNA-Impfstoffe in den Armmuskel gespritzt. Doch vie­le Erreger – auch Corona, Influenza oder RSV – drin­gen über die Schleimhäute in der Nase und den Lungen ein. Eine Impfung per Inhalation könn­te dort direkt eine Immunantwort auslösen. 

Der Vorteil: Es ent­ste­hen ande­re Antikörper als nach einem Pieks. Die Immunzellen in der Schleimhaut bil­den Immunglobulin A, es ent­steht eine soge­nann­te muko­sa­le Immunität. Wenn Tröpfchen mit einem Erreger auf die Schleimhaut tref­fen, kön­nen die Gedächtniszellen in der Schleimhaut dafür sor­gen, dass die­ses Immunglobulin A sehr schnell die ein­tref­fen­den Viren bekämpft und eine Infektion ausbleibt.

Hinzu kommt ein logi­sti­scher Aspekt: Forschende arbei­ten dar­an, die mRNA-Impfstoffe in Pulver ein­zu­bet­ten. Das lie­ße sich ein­fa­cher trans­por­tie­ren und lagern – bei Zimmertemperatur statt bei minus 70 Grad Celsius, wie bei den COVID-19-Impfstoffen. Für Regionen mit schwa­cher Infrastruktur wäre das ein erheb­li­cher Vorteil…«

Der Artikel endet mit der Lobpreisung einer seit zwei Jahrzehnten üppig sub­ven­tio­nier­ten, aber ver­sa­gen­den Technologie von Biontech:

»Ein beson­ders inno­va­ti­ves Feld ist die Onkologie. Hier geht es nicht um Infektionserreger, son­dern um Tumore mit indi­vi­du­el­len gene­ti­schen Veränderungen. Personalisierte mRNA-Impfstoffe könn­ten exakt jene Mutationen adres­sie­ren, die in einem bestimm­ten Tumor vor­kom­men. Statt unspe­zi­fi­scher Chemotherapie wür­de das Immunsystem gezielt trai­niert. Erste Studien lau­fen. «

joa­chim Budde ist Spezialist für die Propagierung ris­kan­ter Gentechnik. Ein Auszug sei­ner Beiträge:

Auf sei­nem Profil auf lin­ke­din bekennt Budde sich so:

Den Begriff muß­te ich nach­schla­gen. Gefunden habe ich Passendes:

Den Eintrag gibt es aller­dings nicht…

Den schon:

11 Antworten auf „Copywriter: Die mRNA-Linie ziehen“

  1. "Selbstreplizierende RNA wie­der­um ver­viel­fäl­tigt sich in der Zelle"

    Es fängt damit an, dass nie­mand sagen kann, wie viel gene­ti­scher Schrott aus der Fertigung in den Lipiden ein­ge­schlos­sen wird. Dann geht es wei­ter mit der Haltbarkeit der Lipide, denn die sind natür­lich nicht belie­big lan­ge halt­bar (wie wird die Dosis fest­ge­legt?). Der Spritzer ("Arzt") weiß nicht, wie viel des Spritzmittels über die Blut- und Lymphgefäße im gesam­ten Körper ver­teilt wird (Zufall). Niemand kann sagen, in wel­chen Zellen das Spritzmittel im Körper ein­tritt (alles zufäl­lig). Dann wer­den die befal­le­nen Zellen zum Ziel des Immunsystems. Niemand kann die Folgen und Risiken bestim­men. Einige der Folgen ken­nen wir schon. Niemand kann aus­schlie­ßen, daß die RNS im Zellkern einer Zelle ein­ge­baut wird (es gibt Hinweise dar­auf und bekann­te Mechanismen).

    Und nun soll ein Selbstreplikationsprozess als wei­te­rer Zufallsfaktor hin­zu­kom­men! Doch wir brau­chen das angeb­lich, weil
    "Das könn­te Kosten sen­ken und Nebenwirkungen reduzieren…"

    "Nebenwirkungen".

    Vollkommen irre.

  2. Noch ein Schmankerl:
    Post-Vac gibz nich
    https://​www​.deutsch​land​funk​.de/​l​o​n​g​-​c​o​v​i​d​-​u​e​b​e​r​r​a​s​c​h​e​n​d​e​-​p​a​r​a​l​l​e​l​e​n​-​z​u​-​h​i​s​t​o​r​i​s​c​h​e​n​-​i​n​f​e​k​t​i​o​n​s​k​r​a​n​k​h​e​i​t​e​n​-​n​e​u​-​1​0​0​.​h​tml !

    Mit sei­ner Sendung-mit-der-Maus-Stimme "leug­net" er das zwar nicht, und über­lässt die Kernbotschaft, Viva E‑Patientenakte!, einer plau­der­wil­li­gen US-Ärztin ("Harvard" war gestern, "Yale" fetzt!), aber en pas­sant bewegt sich der Beitrag gefähr­lich nahe an der "Corona-Leugnung" (Grippevergleich! Allerdings durch die "Ebola"-Erwähnung leicht heruntergedimmt).
    Ob fana­tisch Rechtgläubische sich durch die kol­por­tier­ten 10% "Long-Covid"-Fälle (nach Infektion) besänf­ti­gen lassen?

  3. "Der Vorteil liegt in der Geschwindigkeit"

    Stimmt. Es kostet weni­ger Geld, die Profitmarge ist höher.

    Die Sicherheitsprüfungen wie bei ech­ten Impfstoffen, lässt man dann wahr­schein­lich auch wie­der weg. Oder staucht sie zusam­men, wie bei Corona. ("Teleskopieren")

    Der Rest des Artikel ist zwei­fel­haf­te Werbung. Es stellt sich die Frage, was den Autor antreibt. Ist er schon auf Meetings von Firmenvertretern hofiert wor­den, und hat sich wich­tig gefühlt? Oder wünscht er sich das noch?

  4. Ha!
    Neben sei­nen "Copywriting"-Skills wirbt er (auf LinkedIn) noch mit sei­ner Aktivität bei
    https://​www​.lie​-detec​tors​.org/

    Ansonsten ver­bie­ten sich selbst­re­dend wei­te­res ad homi­nem und/​oder cum arro­gan­tia Geläster (etwa über die Qualität sei­nes mut­maß­li­chen NRW-Abiturs oder das von ihm beleg­te Fach "Medienethik").

  5. Und jetzt der Knaller!

    Auch das Wildvirus erzeugt die Immunreaktion. – Nebenwirkungsfrei !

    Ist das sta­ti­stisch nun gesün­der, nicht gesün­der, oder egal?

    Kostet jeden­falls: Gar Nix! (= 0,0€) – Pssst!

    G'schenktes Pferd,
    geklont wie gehohnt,
    nix wert?

    … ; Eilmeldung: Wildvirus ver­mut­lich an ADS zugrun­de gegan­gen ; Eilm .…

  6. Patrick Prömer
    @Patrick_Proemer
    10h
    Videos, die plötz­lich ver­schwin­den – fast ein klei­nes Mysterium im digi­ta­len Zeitalter … Zum Glück geht online so wenig verloren
    6:24

    Feb 23, 2026 · 10:35 PM UTC
    https://​nit​ter​.net/​P​a​t​r​i​c​k​_​P​r​o​e​m​e​r​/​s​t​a​t​u​s​/​2​0​2​6​0​6​3​3​8​6​7​6​9​8​0​1​5​1​5#m

    1. @Grippe-Impfung…: Erstens ist es nicht "über­all gelöscht" son­dern u.a. seit vie­len Jahren u.a. hier zu sehen: https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​F​Y​A​6​C​6​m​y​60c. Und hier: https://odysee.com/@QuantumRhino:9/Odysso—Das-will-ich-wissen!-Das-Gesch%C3%A4ft-mit-der-Grippe-Impfung—SWR-Fernsehen-RP-:a. Hier auch: https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​t​h​o​j​G​-​2​e​vvQ

      Zweitens ist es nicht "ca. 25 Jahre alt". Den Vorläufer von "SWR Wissen" namens "Odysso", der das Video pro­du­ziert hat, gibt es seit 2006. Dennis Wilms, der hier zu sehen ist, mode­rier­te "Odysso" ab Januar 2011. Vermutlich han­delt es sich um die Folge "Starkes Immunsystem" von November 2012.

      1. Es wur­de, umfang­reich kom­men­tiert, auch unter "Das Geschäft mit der Grippe-Impfung | SWR Fernsehen RP (2011)" auf coro­dok gezeigt. Damit ist mei­ne Vermutung, es stam­me von 2012, nicht richtig.

  7. FrauHodl
    @FrauHodl
    6h
    #RichtigErinnern
    Steffen Seibert
    @RegSprecherStS
    1 Dec 2021
    Das #Impfen ist und bleibt unser stärk­ster Helfer gegen die #Corona-Pandemie. Niedrigschwellige bun­des­wei­te Angebote hel­fen dabei, die Impfquote wei­ter zu erhö­hen – so wie etwa im #Impfbus in Berlin. #HierWirdGeimpft #ÄrmelHoch
    1:51

    Feb 24, 2026 · 9:44 AM UTC
    https://​nit​ter​.net/​F​r​a​u​H​o​d​l​/​s​t​a​t​u​s​/​2​0​2​6​2​3​1​7​8​8​8​2​6​2​4​7​5​4​8#m

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