Schweine-Hunde

Auf den Hund gekom­men ist Christina Berndt bereits seit gerau­mer Zeit. Nun folgt das Schwein.

Heute spricht sie von ihren Träumen:

»Dass tod­kran­ke Menschen eines Tages mit­hil­fe von Organen von Tieren wei­ter­le­ben kön­nen, ist ein lang­ge­heg­ter Traum…Fragen an den Tiermediziner Eckhard Wolf, der seit mehr als 25 Jahren an der Verwirklichung des Traums vom Schwein als Organspender für Menschen arbei­tet...

Wie groß sind die Erfolge wirk­lich? Die Patienten, die die Schweineorgane erhiel­ten, leb­ten alle nur eini­ge Wochen oder Monate. Und die Schweinelunge wur­de sicher­heits­hal­ber gleich in einen hirn­to­ten Menschen ver­pflanzt, der ohne­hin nur noch mit­hil­fe einer Maschine atmete.

Ja, die bis­he­ri­gen Transplantationen waren am Ende nicht so wahn­sin­nig erfolg­reich. Bei den bei­den Herztransplantationen leb­te der eine Patient mit dem Schweineherzen 60 Tage, der ande­re 40. Das ist natür­lich nicht lang genug. Aber es ist ein Anfang…«

Das mensch­li­che Immunsystem ist näm­lich gut gewapp­net gegen Scharlatanerie. Doch wir haben ja Gentechnik zur Verfügung.

»…Es sind Zuckerstrukturen auf den Zellen, gegen die wir Menschen von Natur aus Antikörper haben. Wegen die­ser Zuckerstrukturen wer­den die frem­den Organe sofort abge­sto­ßen. Die Gene im Erbgut der Schweine, die für die Bildung die­ser Zuckerstrukturen ver­ant­wort­lich sind, las­sen sich aber inzwi­schen mit der Genschere Crispr/​Cas gezielt inak­ti­vie­ren. Diese Methode ist wirk­lich leicht umzu­set­zen. Dann bil­den die Zellen kei­ne Zuckerstrukturen mehr aus, die zur Abstoßung führen.

Und damit las­sen sich die Probleme beheben?

Ja, das funk­tio­niert ganz gut. Aber es reicht nicht. Die Xenotransplantation muss noch wei­te­re Hürden neh­men. Zusätzlich braucht man gen­tech­ni­sche Veränderungen in den Schweinen, die ver­hin­dern, dass es zu Blutgerinnseln kommt, wenn mensch­li­ches Blut durch die Blutgefäße der Schweineorgane fließt. Dazu wer­den mensch­li­che Gene in die Schweine ein­ge­baut, wel­che die Gerinnungs- und Entzündungsreaktionen ver­hin­dern…«

Man begeht natür­lich nicht die Fehler aus den USA:

»… Die Tiere haben Schwierigkeiten mit der Fortpflanzung. Deshalb müs­sen die Amerikaner sie klo­nen, um sie zu ver­meh­ren. Dadurch ent­ste­hen aber neue Sicherheitsprobleme für die Transplantationen. Denn die Gene, die man müh­sam ein­ge­baut hat, um die Organe ver­träg­lich für Menschen zu machen, kön­nen beim Klonen wie­der still­ge­legt wer­den. Genau das ist bei dem zwei­ten Patienten mit der Herztransplantation pas­siert. Ich bin über­zeugt, dass die Amerikaner noch mal ande­re Schweine her­stel­len müs­sen…«


Wie im Wissenschaftsbetrieb üblich reicht dem Professor der LMU München sei Salär nicht aus. Sein mit öffent­li­chen Geldern finan­zier­tes Wissen hat auch er aus­ge­la­gert in eine Firma. Das Leopoldina-Mitglied ist Mitgründer und Wissenschaftlicher Direktor der MWM Biomodels GmbH, Tiefenbach (leo​pol​di​na​.org, mwm​-bio​mo​dels​.com).

12 Antworten auf „Schweine-Hunde“

  1. Das Eiweiß der Organe von Tieren ist völ­lig anders auf­ge­baut als das Eiweiß mensch­li­cher Organe. Infolgedessen fin­det nach einer Transplantation kei­ne Zellerneuerung statt, das Organ verfault.

    1. "Das Eiweiß der Organe von Tieren ist völ­lig anders auf­ge­baut als das Eiweiß mensch­li­cher Organe."

      Häh?
      Menschen sind Tiere. Sie gehö­ren zur Familie der Menschenaffen .

      1. @Peter Pan,

        was Ihr "Häh?" betrifft: Natürlich wir­ken bei­spiels­wei­se beim Energieumsatz in einer mensch­li­chen Zelle die­sel­ben Enzyme wie beim Energieumsatz in den Zellen der Affen. Nur ist es eben so, daß die­se Enzyme, wie z.B. das Enzym Cytrochrom C, beim Menschen anders auf­ge­baut ist als das Cytochrom C eines Affen. So unter­schei­det sich das Cytochrom C eines Menschen vom Cytochrom C eines Rhesusaffen um ledig­lich eine ein­zi­ge Aminosäure (sie­he auch Hoimar v. Ditfurth: Wir sind nicht nur von die­ser Welt).

        Das Enzym Cytochrom C gibt es in jedem Lebewesen, jedoch sind die Unterschiede im Aufbau die­ses Eiweißkörpers umso grö­ßer je wei­ter die Spezies gene­tisch aus­ein­an­der­lie­gen. Infolgedessen pro­du­ziert jede Spezies eben nur ihre eige­nen Eiweißkörper, Poteine, Peptide und Enzyme und die­se sog. Artenschranke sorgt auch dafür, daß ein mensch­li­cher Organismus nicht in der Lage ist, das in einem Schweineherzen ver­bau­te Muskelgewebe zu reproduzieren.

        Aus den­sel­ben Gründen kopiert ein mensch­li­cher Organismus auch nicht jede DNA die er bekommt und auch nicht jeden Virus bzw. des­sen DNA oder RNA. Andersherum kann eine Kuh auch kei­ne mensch­li­che Muttermilch pro­du­zie­ren, das Milcheiweiß der Muttermilch ist anders auf­ge­baut als das Milcheiweiß von Kuhmilch.

        Ich hof­fe das war ver­ständ­lich und beant­wor­tet ihr freund­li­ches Häh.

  2. Achja, klo­nen. Das könn­te funk­tio­nie­ren wenn es einen Bauplan gäbe. Das Erbgut jedoch ist kein Bauplan für ein Individuum. Denn die DNA ent­hält nur die Informationen dar­über wie jede ein­zel­ne Zelle auf­ge­baut ist (der Mensch hat etwa 300 ver­schie­de­ne Zellen).

    Wieviele Zellen ein Individuum benö­tigt, das steht lei­der nicht in der DNA und auch nicht, wel­che Zelle wohin gehört. Denn die­ses Zusammenbauen erle­digt die Natur auf­grund der Gesetze die da wir­ken, ein Individuum wächst. Und nur das Zusammenwirken zahl­rei­cher Enzyme sorgt dafür, wel­che Zellen sich mit­ein­an­der ver­bin­den, so daß Gliedmaßen, Organe u.a. Körperteile ent­ste­hen und wel­che Teilsequenz einer DNA hier­zu kopiert wer­den muss (Wachstum).

    Das alles kön­nen Sie übri­gens nach­le­sen in "Wir sind nicht nur von die­ser Welt", Hoimar v. Ditfurth 

    Für Absolventen der DDR-Schulen war das Allgemeinbildung.

      1. @@AA

        Sie sol­len schon rich­tig lesen:

        300 ver­schie­de­ne Zellen.

        Wieviele Zellen sich da ins­ge­samt erge­ben weiß nie­mand. Die Geamtzahl an bestimm­ten Zellen ergibt sich aus dem Wachstumsprozess und auch aus dem Verhalten des Individuums. Bspw. ver­mehrt sich die Anzahl an Fettzellen bei einem Überschuß an auf­ge­nom­me­ner Nahrung. Muskelgewebe wächst infol­ge Training usw.

        Tags: Atrophie (Gewebeschwund) und Hypertrophie (Größenzunahme)

        Fazit: Einen Bauplan für ein Individuum gibt es nicht. Es gibt nicht ein­mal Baupläne für ein ein­zel­ne Organe. Denn wenn es einen Bauplan für ein Menschenherz geben wür­de, könn­te man die­ses Herz ja klonen.

        Und sehen Sie, anhand die­ser Tatsachen flie­gen alle die­se Lügen auf. Erzählungen über geklon­te Schafe gehö­ren in den Bereich der Märchen und Fabeln. So wie so ziem­lich alles was über die Fernsehschirme flim­mert und in den bun­ten Heftchen steht die beim Zahnarzt rumliegen.

  3. Ja, da könn­te man schon­mal Probleme mit der Fortpflanzung krie­gen. Kann ich mir gut vor­stel­len – Versteh' ich!

    Es gibt aber auch ande­re Ansätze Organe zu ver­bes­sern, gar zu erset­zen. Ob Frau Berndt auch davon weiß?

    Aber mal ganz Spaß bei­sei­te, auch wenn es gar kei­ner war bis hier­her. Reden wir über Versuche am Menschen? Oder hört sich das bloß so an. Frau Berndt. Liest auch die Justitz hier mit?

    1. > Es gibt aber auch ande­re Ansätze Organe zu ver­bes­sern, gar zu ersetzen.

      Ja. Hahmse auch schon im Fernsehen gezeigt: Herz-Prothesen. Davon wur­den ein paar verpflanzt.

      Problem: Der Hersteller die­ser Implantate hat mitt­ler­wei­le Konkurs ange­mel­det. Zum Zeitpunkt der Fernsehsendung war es unge­wiss, wie es mit der Produktion (Ersatzteile!) weitergeht.

      1. @Erfurter Puffbohne

        Es gibt inter­es­san­te "Reparaturmaßnahmen", die wesent­lich erfolg­ver­spre­chen­der zu sein schei­nen als die pure Gentechnik. Der zu erwar­ten­de Erfolg wird ver­mut­lich ein Ergebnis aus viel, viel Arbeit, und mul­ti­plen Einflüssen aus Biologie, Chemie und Technik gleich­zei­tig sein.
        Die betrie­be­ne "Augenwischerei", läßt sich auf ein Marketing zurück­füh­ren wel­ches ledig­lich Umsätze und "hei­ße Luft" gene­rie­ren kann. Und zudem ein rei­nes "Ablenkungsmanöver" dar­stellt. Einzelunternehemen sind nicht in der Lage die dazu not­wen­di­ge (Vor-) Leistung zu finan­zie­ren. Wdh: NICHT IN DER LAGE! – das heißt soviel wie, es geht nicht.
        Man kauft am Ende die "Erfolge" ein­fach auf, und Alles was davor war, dien­te dem Zweck der Bereicherung. Wer das Geld dafür hat, bestimmt am Ende die "Innovation", in ihrer gebo­te­nen "Qualität". Die, die Arbeit inve­stie­ren, gehen oft­mals ein­fach nur Pleite.

        Ein gutes Beispiel aus "dem wah­ren Leben" ist der Softwaregigant "Microsoft". Sein Erfolg beruht auf dem Siesgeszug von "MS-DOS", einem Betriebssystem wel­chem nach­ge­sagt wur­de, sei­ner­zeit die Nachteile zwei­er vor­her­ge­gan­ge­ner ver­eint zu haben. Nur mal, ganz neben­bei bemerkt. Die leu­te "kau­fen" es, in jed­we­der Hinsicht, und die Geschichte wird im Wesentlichen von den Überlebeden geschrie­ben – sel­ten zum eige­nen Nachteil !

        Zurück zum Thema. Die Lunge ist ein sehr beson­de­res Organ. Kann man nicht mit den Problemen des Herzens ver­glei­chen. Und das Herz ist sehr schwer zu ver­bes­sern bzw. "repa­rie­ren". Das liegt an der "Perfektion", die wir Techniker ehr­fürch­tig, an der Natur aner­ken­nen müs­sen und wol­len. (Ich jedenfalls)

        Was mich wirk­lich befrem­det ist die sehr dum­me Ignoranz mit der sich der Buerger eine ange­bo­te­ne "Genspritze" ein­stecken läßt. Eine bibli­sche "Eva" wirkt da fast harm­los, gegen die­se Art der Perfidität. Und was ich auch nicht ver­ste­he, sind "gläu­bi­ge Menschen", die sich in die­ser scham­lo­sen Weise gegen ihre angeb­li­che "Schöpfung" stel­len. Aber das wäre jetzt ein ande­res Thema. Wer will denn schon Spahn, Merkel, Pfizer, Biontech spielen 

        - … äh , woll­te ich 'grad "Gott" sagen oder schrei­ben? .… – brrrr

        Du sollst Dir kein Bild von Deinem Wieler schaf­fen, und schon gar nicht hin­ter­her fra­gen .…. -> "Corona-Ballaballa-Manie" ???

        Egal! jeden­falls sind nicht die Menschen so dumm, ledig­lich die Indizien wel­che das sug­ge­rie­ren so zahl­reich. Is klar, ne? 😉

        PS: Nichts ist zu dumm, wenn es nur den Geldsack füllt ? Säg ma' den Ast unter Dir ab, kriegst was .…

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