Eure Krankheit kotzt uns an

Wer Wirtschaftskräfte ent­fes­seln will, muß das Geld von den vulne­rablen Gruppen holen:

»Der CDU-Wirtschaftsrat for­dert durch­grei­fen­de Einschränkungen beim Arbeitslosengeld und Leistungen der Krankenversicherung. Ziel sol­le die Ankurbelung der Wirtschaft in Deutschland sein. So sol­le die Bezugsdauer von Arbeitslosengeld I auf zwölf Monate für alle begrenzt wer­den, heißt es in einer „Agenda für die Arbeitnehmer in Deutschland“ des Vereins, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt…

Gestrichen wer­den sol­le die Mütterrente, die abschlags­freie vor­zei­ti­ge Rente für beson­ders lang­jäh­rig Versicherte und die Grundrente. „Ein beson­de­res, deut­sches Problem sind die explo­die­ren­den Sozialabgaben“, begrün­det der Wirtschaftsrat sei­ne Forderungen.

In der Krankenversicherung lie­ßen sich ver­schie­de­ne Leistungen, etwa Zahnarztbehandlungen, „gene­rell gut pri­vat absi­chern und soll­ten nicht län­ger im Umlageverfahren den Beitragszahlern zur Last fal­len“. Aus dem Leistungskatalog der Unfallversicherung soll­ten Unfälle auf Arbeitswegen aus dem Leistungskatalog gestri­chen wer­den…«

Der Generalsekretär des Vereins war 2020 so unterwegs:

»… Beim schließ­lich kom­plett digi­ta­len Wirtschaftstag sahen die 10 000 Follower den öster­rei­chi­schen Bundeskanzler Sebastian Kurz, Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder, den Chef der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, den nie­der­län­di­schen Finanzminister Wopke Hoekstra, Bundesfinanzminister Olaf Scholz, Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, den Vorsitzenden der EVP-Fraktion, Manfred Weber, den Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Ralph Brinkhaus, den Vizepräsidenten des Wirtschaftsrates Friedrich Merz und FDP-Generalsekretär Volker Wissing an ihren Computern, Tablets und Videowänden…

Der Wirtschaftsrat der CDU defi­niert sich Stimme der sozia­len Marktwirtschaft in Deutschland und Europa. Unternehmen und Unternehmern bie­tet er eine bran­chen­über­grei­fen­de Plattform, Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik im Sinne Ludwig Erhards für Fortschritt durch Wettbewerb, Chancen durch Freiheit und Wohlstand durch Leistung mit­zu­ge­stal­ten.«

(Hervorhebungen in blau nicht im Original.)

9 Antworten auf „Eure Krankheit kotzt uns an“

  1. Sie spre­chen natür­lich von sich selbst. Es ist kein "deut­sches Problem", und auch kei­ne eine "Last" der Beitragszahler, denn die pro­fi­tie­ren von den Leistungen.

    Sie jam­mern, weil sie als Ausbeuter nichts zum Sozialstaat bei­tra­gen wol­len, der sie als als Privatversicherte ohne­hin nicht interessiert. 

    Abgesehen natür­lich von der Infrastruktur des Gesundheitswesens, die von den "Beitragszahlern" finan­ziert wird, und an dem die Privatversicherten parasitieren.

  2. Leere Kassen heißt: Die kön­nen nicht genug kriegen.
    Wirtschaft ankur­beln heißt: Profite der Privatunternehmer sichern.

    Nur damit wir uns hier rich­tig verstehen.

  3. Ein beson­de­res deut­sches Problem sind regie­ren­de Langfinger und ande­re von der Korruptionswellenreiterei.

    Aber mal nüch­tern und sach­lich betrach­tet. Und natür­lich ganz fik­tiv! Eine NSDAP, die es auf­grund eines ver­blie­be­nen "Feindstaatsstatus der BRD" nicht schafft, offen durch­zu­re­gie­ren, hät­te sich wohl so oder ganz ähn­lich ver­hal­ten. Cheek to cheek.

    GUT, wenn man dann maß­geb­lich beim eige­nen Devotionalienverbot wirkt.

    An der Stelle, zur Erinnerung: Unser Eiener wur­de ja "rechts­extrem" geframet. Ein Ablenkungsmanöver. Denn jedes Kind weiß daß der "Corona-Widerstand" bis zum heu­ti­gen Tage vor­zei­ge­de­mo­kra­tisch gewirkt hat. Ich beto­ne: Vorzeige- !!!
    Und dann GuckstDu mal wo die "ech­ten Nazis" sei­ner­zeit ver­blie­ben sind. Das wol­len die (Nachkommeneden derer) nicht wahr­ha­ben, und glau­ben ihre eige­nen Ablenkungsmanöver. Das ist nicht ein­fach nur bil­lisch, schlim­mer wohl .…. – Das ist Nicht-Korrekt! (und übri­gens nicht sehr demokratisch)

    Es ist sehr schön daß die CDU/​CSU nach so vie­len Jahren ihr wah­res Gesicht wie­der erken­nen läßt. Das kön­nen vie­le Menschen unter 40 ver­mut­lich schwer glau­ben. Dem "AFD-Framing" habe ich noch nie viel bei­gemes­sen. Es zeig­te bloß wie leicht sich Menschen täu­schen lassen.

    Meine Meinung unver­än­dert. Die heu­ti­ge Zeit unse­rer "BRD" wird genau dadurch geprägt, daß wir zwei SPD'en und zwei CDU'en haben, so wie wir bis kurz nach der "Wende" jeweils eine nur hat­ten. Die "B90/​Gruenen", als älte­stes Newzeitproduct sind für mich per­sön­lich inak­zep­ta­bel gewor­den. "King Moneys peo­p­le", leider!

    Der Rest war bis hier­her eine pro­gram­ma­ti­sche Täuschung. Ein "kon­trol­lier­ter" , und dadurch beschleu­nig­ter Abstieg des gan­zen Landes.

  4. Das sind auch nur wie­der die alt­be­kann­ten (weil seit Jahrzehnten prak­ti­zier­ten), wohl­do­sier­ten Provokationen, um wei­ter­hin Spaltung zu betrei­ben, Grenzen (des Sagbaren) zu ver­schie­ben, Feindbilder auf­zu­bau­en und damit jede Menge wei­te­rer Nebelkerzen zu werfen.
    Völlig vor­her­seh- und durchschaubar.
    Man könn­te die­se Vorgehensweise (und des­sen Protagonisten) schon fast put­zig nen­nen, wenn es nicht so gäh­nend lang­wei­lig wäre. Wie beim ÖRR : per­ma­nen­te Wiederholungen.
    Steuerlich müss­te man das doch irgend­wie gel­tend machen kön­nen : Abschreibung für Abnutzung…

  5. Schade, dass ein­fa­che mathe­ma­ti­sche Zusammenhänge nicht genannt wer­den. Es ent­steht kein Wachstum, da es an Kaufkraft man­gelt. Es ent­steht oben ein zusätz­li­cher Profit, da umver­teilt wird. Danke an die finanz­olig­ar­chi­sche west­li­che Einheitspartei. Ernsthaft: Das wirt­schafts­po­li­ti­sche Gedöns, egal ob von Experten, selbst­er­nann­ten Experten, Abnickern, Fachverbänden etc. ist höchst brech­reiz­erre­gend und intel­li­genz­ver­höh­nend, da es um schlich­ten und ein­fa­chen Klassenkampf geht.

    1. @O'Mikron: Profit ist die Differenz zwi­schen dem durch Arbeit erzeug­ten Mehrwert und dem für die­se Arbeit gezahl­ten Lohn (Karl Marx, Das Kapital).

      Sehen Sie, mit der Kaufkraft hat das gar nichts zu tun.

    1. @Peter Pan:

      .… aber mit e tasche voll von gel­de! – Eh?

      gez: ljhbkjb­cb

      [Erkläre mal einem Grünen/B90'er die "Nordroute". Selbsterkenntnis .… ]

  6. 11.02.2026, 15:54 Uhr – Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
    Wegner zu den Verlagerungsabsichten der BASF

    Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

    Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, äußert sich zu den Verlagerungsabsichten der BASF:

    „Die Ankündigung der BASF, wesent­li­che Teile ihrer Aktivitäten aus Berlin und damit aus Deutschland nach Indien zu ver­la­gern und vie­le gute Arbeitsplätze am Standort abzu­bau­en, neh­me ich mit gro­ßer Sorge zur Kenntnis. Berlin hat sich über Jahrzehnte hin­weg als ver­läss­li­cher, inno­va­ti­ons­freund­li­cher und sta­bi­ler Wirtschaftsstandort für die BASF erwie­sen. Diese Partnerschaft war stets geprägt von qua­li­fi­zier­ten Fachkräften, hoher Produktivität und einem fai­ren sozia­len Ausgleich in der Chemie-Sozialpartnerschaft.

    Vor die­sem Hintergrund erwar­te ich von der Unternehmensführung eine trans­pa­ren­te und nach­voll­zieh­ba­re Darstellung der wei­te­ren Planungen für den Standort Berlin. Zwingend erfor­der­lich sind ein sozi­al­ver­träg­li­cher Umgang mit den betrof­fe­nen Beschäftigten, die früh­zei­ti­ge und sub­stan­zi­el­le Einbindung der Betriebsräte sowie ein kla­rer zeit­li­cher Fahrplan für alle geplan­ten Schritte. Perspektiven für einen Verbleib von Unternehmensaktivitäten in Berlin müs­sen dabei auch zukünf­tig tarif­ge­bun­den sein. Mitbestimmung und Tarifbindung sind kein Standortnachteil, son­dern Ausdruck von Verlässlichkeit, Planungssicherheit und sozia­ler Verantwortung.

    Ich wer­de zeit­nah das Gespräch mit der Geschäftsführung, den Betriebsräten und der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie suchen, um aus­zu­lo­ten, wie wirt­schaft­li­che Entscheidungen und Verantwortung gegen­über den Beschäftigten in Einklang gebracht wer­den kön­nen. Berlin steht für einen star­ken Industriestandort mit hoher sozia­ler Verantwortung – die­se Haltung erwar­te ich auch von einem glo­bal agie­ren­den Unternehmen wie BASF.“

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