»Der CDU-Wirtschaftsrat fordert durchgreifende Einschränkungen beim Arbeitslosengeld und Leistungen der Krankenversicherung. Ziel solle die Ankurbelung der Wirtschaft in Deutschland sein. So solle die Bezugsdauer von Arbeitslosengeld I auf zwölf Monate für alle begrenzt werden, heißt es in einer „Agenda für die Arbeitnehmer in Deutschland“ des Vereins, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt…
»… Die Autoren um die Juristin Janet Freilich von der Boston University und den Immunologen Jeremy W. Jacobs von der Vanderbilt University haben sich 82 öffentlich zugängliche Datenbanken der US-Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention (CDC) angesehen, die zuvor mindestens monatlich aktualisiert worden waren.
Diese Angabe aus der Studie des eigenen Hauses schien der Presseabteilung des Helmholtz-Zentrums wohl doch übertrieben zu sein: "Long COVID betrifft 10–20 % der Personen nach einer Infektion mit dem schweren akuten respiratorischen Syndrom Coronavirus 2 (SARS-CoV‑2)". Doch auch die abgeschwächte Version setzt ohne jeglichen Nachweis eine Behauptung voraus:
»Nach einer Infektion mit dem Virus SARS-CoV‑2 entwickeln in Deutschland bis zu zehn Prozent der Betroffenen Long COVID. Die damit einhergehenden Symptome wie Fatigue, Konzentrationsstörungen, Atemwegsbeschwerden oder neurologische Probleme können über Monate oder Jahre anhalten.«
Schon die Beschreibung der Symptome zeigt, daß es sich um weit verbreitete Krankheitsbilder handelt, die es vor Corona gab und weiterhin gibt. Die Ursache in einem PCR-Test zu finden, ist reichlich absurd. Das ist selbst Prof. Carmen Scheibenbogen, einer der bedeutendsten Personen der "Long-Covid-Forschung" bekannt. Ihre Feststellung, daß 80 bis 90 Prozent der Erkrankten "geimpft" sind, bekräftigt dies und läßt zudem Fragen nach diesem Eingriff in das Immunsystem als Ursache aufscheinen (s. ihre Ausführungen in der Enquete-Kommission).
In der Studie werden wenige Dutzend PatientInnen betrachtet, über ihren "Impfstatus" wird nicht berichtet. Die Dokumente zum peer review sind mit 102 Seiten ungewöhnlich umfangreich und beinhalten zahlreiche kritische Bemerkungen zum Studienaufbau und den Ergebnissen.
Alles in allem wäre eine sozialwissenschaftliche Studie zum Thema "Warum sind BezieherInnen von Grundsicherung so arbeitsscheu?" vergleichbar.